Kultur
Wie die AfD die Schule verändern will
Die Themen der "Kulturzeit" vom 24.08.2026: AfD-Bildungsprogramm, Abhängen mit Janboris Ann-Kathrin Rätz, Film "Spaziergang nach Syrakus", Nachruf auf Fabrizio Plessi, Doku "Wie Hamburg bunt wurde".
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 20.11.2026
Die Themen der Sendung:
Das Bildungsprogramm der AfD
Wie sich die AfD Schule vorstellt, steht in ihrem Parteiprogramm: In der historischen Bildung sollen deutsche Geschichte, Kultur und Identität stärker im Fokus stehen, während die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus in Teilen reduziert oder anders gewichtet werden soll. Die AfD nennt das eine "Entideologisierung" der Lehrpläne. Zudem befürwortet sie ein streng nach Leistungsvermögen und Begabung differenziertes Schulsystem. Inklusion wird kritisch gesehen und soll vielerorts beendet werden. Eine weitere Forderung ist die Schulpflicht durch eine Bildungspflicht zu ersetzen, um Eltern das Homeschooling gesetzlich zu erleichtern. Schon heute kritisiert die AfD regelmäßig, dass Lehrkräfte linke oder liberale Werte vermitteln. Wie versucht die AFD heute schon in die Schulen hineinzuregieren und wie stellt sie sich die Schule der Zukunft vor?
Abhängen mit Janboris Ann-Kathrin Rätz
Wir lassen prominente Kulturschaffende in der Hängematte liegen und über das Leben sinnieren. Janboris Ann-Kathrin Rätz freut sich als Queer-Aktivist*in und Moderator*in offen nonbinär leben zu können, befürchtet jedoch eine düstere Zukunft.
Reihe: Abhängen mit ...
Film nach wahrer Geschichte: "Spaziergang nach Syrakus"
Anfang der 1980er Jahre entwickelt ein Ostseeschiffs-Kellner (Charly Hübner) durch die Lektüre von Johann Gottfried Seumes Reisebericht "Spaziergang nach Syrakus" eine große Sehnsucht nach Italien. Die Ausreisebeschränkungen der DDR bremsen ihn zunächst aus, doch geht er beharrlich daran, seine Flucht übers Wasser nach Dänemark zu organisieren. Nach jahrelangen Vorbereitungen kann er seinen Plan durchführen, muss seine Frau (Hübners Frau Lina Beckmann) aber zurücklassen. Das als Rückblende aus dem Jahr 2006 erzählte Drama beschäftigt sich mit melancholischem Grundton mit der Freiheitsunterdrückung in der DDR.
Zum Tod von Videokünstler Fabrizio Plessi
Er zählt zu den Pionieren der Videokunst und -installationen in Italien. Jetzt ist Fabrizio Plessi im Alter von 86 Jahren in Dolo (Provinz Venedig) gestorben, wo er abwechselnd mit seiner Heimatstadt Reggio Emilia und Spanien lebte. Plessi erlangte Mitte der 1970er-Jahre mit einer neuen Kunstform, der Videoskulptur, internationale Anerkennung. 1998 eröffnete er seine große Einzelausstellung im Guggenheim-Museum in New York. Plessi schuf Werke für renommierte Museen und Kunstausstellungen weltweit. 2005 wurde er zur 51. Biennale von Venedig eingeladen, im Rahmen des Sonderprojekts der Biennale, das in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium realisiert wurde.
Wie Grafitti Hamburg bunt gemacht hat
Wie aus "Schmierereien" eine Kultur wurde, und wie Grafitti für viele weit mehr wurde, als Farbe an der Wand, erzählt jetzt die NDR-Dokumentation "Wie Hamburg bunt wurde: Die Entstehung der Graffitiszene". Der Film führt zurück in die 1980er- und 90er-Jahre, als Hip-Hop, Breakdance und Graffiti die Stadt eroberten, wie der Sprayer OZ - illegal, wild und voller Energie. Zeitzeug*innen wie DAIM, heute ein weltweit bekannter Graffiti-Künstler, SonnyTee, Jennifer Kauka, Jan Delay und viele weitere, erinnern sich an eine Szene zwischen Abenteuer, Rebellion und kreativem Aufbruch.