Kultur
Rechtsruck im Silicon Valley
Das Silicon Valley steht für Freiheit, Kreativität und Fortschritt. Doch die kalifornische Tech-Branche hat eine düstere Seite. Autoritäres und antidemokratisches Denken sind dort tief verankert.
- Produktionsland und -jahr:
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2026
- Datum:
- Sendetermin
- 27.06.2026
- 19:21 - 20:00 Uhr
Seit Jahrzehnten prägt der Kult um charismatische Gründer und die Illusion, ihre Technologien könnten die Welt retten, das Denken vieler Tech-Unternehmer. Werte wie Gleichheit und Solidarität weichen Egoismus und der Ideologie grenzenloser Marktfreiheit.
Tech-Milliardäre und Politiker arbeiten Hand in Hand
Tech-Milliardäre wie Elon Musk und Peter Thiel propagieren "Disruption" und zielen dabei auch auf den Abbau demokratischer Institutionen. Ihre Vision ist eindeutig: Sie wollen die Demokratie hinter sich lassen. Mit Präsident Donald Trump haben sie einen Verbündeten im Weißen Haus gefunden. Sein Vizepräsident JD Vance hat die Interessen der Tech-Industrie zur Staatsräson gemacht. Die ehemalige Programmiererin Aya Jaff bezeichnet dieses Machtgefüge als "Broligarchie": eine kleine, abgeschottete Elite, die Kapital, Technologie und politischen Einfluss eng verknüpft.
Der Historiker Volker Weiß beleuchtet das apokalyptische und messianische Weltbild dieser Elite, die sich als Retterin vor dem Untergang sieht. Der Literaturwissenschaftler und Stanford-Professor Adrian Daub warnt, dass das Denken im Silicon Valley mit faschistischen Ideen vereinbar sei.
Doch wie konnte es so weit kommen? Welche Ideologien verbinden die libertären Tech-Eliten mit Trumps autoritärem Stil? Und wie viel Demokratie bleibt, wenn dem Fortschrittsversprechen der Tech-Branche blind gefolgt wird?