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Ostereier mit gekratzten Mustern verziert.

Kultur

Ostereier - Fantastisch, bunt und voller Magie

Verschiedene Techniken des Ostereierschmückens und -färbens aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Ungarn, Tschechien und Rumänien sowie regionale Osterbräuche stehen im Mittelpunkt des Filmes von Anita Lackenberger.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
12.04.2020
19:10 - 20:00 Uhr

Ostereier-Kunstwerke entstehen etwa durch das wiederholte Auftragen von Schutz- und Glückssymbolen aus Wachs, dazwischen werden die Eier in immer neue Farben getaucht. Andere Eier werden zuerst gefärbt, bevor mit einem Stahlmesser Muster eingekratzt werden. Sogenannte "beschlagene Ostereier" sind gar mit Ornamenten aus Metall geschmückt, die mit kleinen Nägeln an der Schale befestigt sind.

Durch Kratztechnik verzierte Ostereier in einem Korb.
Mährische (tschechische) Ostereier.
Quelle: ORF/Produktion West/Anita Lackenberger.

Mit der Wachstechnik arbeiten sorbische Künstlerinnen und Künstler im deutschen Brandenburg. Aus Punkten, Strichen und Dreiecken ergeben sich für Eingeweihte Sonnen (die für Kraft stehen und gegen Kummer helfen sollen), Bienenwaben (als Symbole für Glück und Fleiß in der Familie) oder Kreise (die alles schützen sollen, was sich innerhalb von ihnen befindet). Auch der rumänische Ethnologe Sebastian Paic bedient sich einer Wachstechnik, um seine Ostereier mit traditionellen Mustern zu bemalen. Ob ein Ei gelungen ist, weiß man erst, nachdem das Wachs geschmolzen ist, alle Farbgänge abgeschlossen sind und das Kunstwerk zum Vorschein gekommen ist. Sebastian Paic setzt seine Muster gerne in kulturhistorischen Kontext und ist inzwischen mit seinen Vorträgen in ganz Europa gefragt.

Schwarze, durch Kratztechnik verzierte Ostereier in einem Korb.
Schwarz lackierte mährische (tschechische) Ostereier.
Quelle: ORF/Produktion West/Anita Lackenberger.

Im tschechischen Dorf Borkovany entstehen die außergewöhnlichen mährischen Ostereier. Sie werden schwarz lackiert, dann werden mit einem Stahlmesser Muster eingekratzt.

Das "Eier-Kratzen" ist ebenso z.B. im burgenländischen Stinatz in Österreich Tradition. Die Ursprungsfarben für die Eier waren neben Schwarz auch Rot und Violett. Gerne werden Herzen, Palmkätzchen, Rosen oder Lebensbäume als Muster verwendet.

Ostereier mit kleinen Hufeisen verziert.
Beschlagene Ostereier, Ungarn
Quelle: ORF/Produktion West/Anita Lackenberger.

Die Ungarin Boglarka Hodnik beherrscht die seltene Kunst, "beschlagene Ostereier" herzustellen.

Es wird angenommen, dass diese spezielle Technik von Schmiedemeistern erfunden worden ist. Boglarka Hodnik arbeitet mit einer von ihrem Vater entwickelten Mischung aus Zinn und Blei, die flexibel genug ist, um metallische Symbole wie Hufeisen, Blumen oder Kreuze in die richtige Form biegen und auf Eiern anbringen zu können.

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