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Kultur

Medea in Barcelona - Thomas Noones getanzter Mythos

Die Dokumentation dringt tief ein in diesen Tanz der Rache und gibt dem Fernsehpublikum das Gefühl selbst mit auf der Bühne zu stehen.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 13.11.2026

Die Choreografie "Medea" zeigt durch die Körper und Gesichter der Tänzer*innen der Thomas Noone Dance Company die vielfältigen und widersprüchlichen Gefühle, die der antike Stoff um die fremde, verratene und kindsmordende Mutter Medea evoziert.

Kampf der Geschlechter

Seit der Antike gehört Medea zu den bekanntesten Stoffen der Weltliteratur. Der Mythos erzählt vom Schicksal einer Frau, die für einen Mann, den gefeierten Helden Jason, alles riskiert, alles aufgibt, selbst vor Mord und Verrat nicht zurückschreckt und ihm in ein fremdes Land folgt. Doch Jason geht es nur um Macht und sozialen Aufstieg. Er verlässt seine Frau für die Königstochter Glauke. Medea und den beiden Kindern droht die Verbannung. Jason rechnet nicht mit dem Zorn und der rasenden Wut seiner betrogenen Frau. Gedemütigt und zutiefst verletzt ersinnt sie einen Racheplan, der umfassender und vernichtender nicht sein könnte. Am Ende geht niemand siegreich aus diesem Kampf der Geschlechter hervor. Alle sind Opfer und Schuldige zugleich.

Alle in dieser Geschichte sind ziemlich böse. Es geht nicht um eine aggressive Frau, sondern um eine Frau, die durch die Umstände so agiert. Choreograf Thomas Noone
Porträt des Choreografen Thomas Noone
Thomas Noone
Quelle: ZDF

Duette, die Wortwechseln gleichen, und in ihrer Synchronizität mitreißende Gruppenszenen wechseln sich ab. Die Tänzer*innen treten durch ihre Körper in Dialog miteinander, sind mal Beobachtende, mal Beobachtete. Die Handlung wird mit jeder Faser des Körpers und der ausdruckstarken Mimik des fast schauspielerisch agierenden Ensembles transportiert. Die elektronischen Sounds von Jim Pinchen unterstützen die Erzählung und liefern den Rahmen auf einer kargen hellblau-weißen und grauen Bühne.

Ein neuer Blick auf den zeitgenössischer Tanz

Die Dokumentation begleitet die Wiederaufnahme von "Medea" am Sant Andreau Teatre in Barcelona und stellt den Choreografen Thomas Noone sowie die Tänzer*innen seiner Compagnie vor. Das Fernsehpublikum bewegt sich mit dem Ensemble im Bühnenraum und erlebt so einen völlig neuen Blick auf zeitgenössischen Tanz. In Interviews berichten die Tänzer*innen über die Arbeit an diesem herausfordernden Stoff, der um die Themen Verrat und Rache kreist und Thomas Noone erzählt von seinem Weg vom Quereinsteiger zu einem der renommiertesten Choreografen Kataloniens.

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