Auf dem Bild sind drei Frauen auf einer Bühne zu sehen, die eine Aufführung darbieten. Die Frauen tragen auffällige, farbenfrohe Kostüme: eine in einem leuchtend gelben Kleid, eine in grün und eine in orange, jeweils mit weißen Strumpfhosen und schwarzen Schuhen. Die Frau in Gelb steht im Vordergrund und hält ein Mikrofon, während die anderen beiden leicht im Hintergrund stehen und ebenfalls Mikrofone halten.   Im Hintergrund ist eine Bühne mit einer Lichtershow zu sehen, die mit roten und weißen Scheinwerfern beleuchtet ist. Der Bühnenboden ist schwarz und es gibt eine verhangene Kulisse aus glitzerndem Material hinter den Darstellerinnen. Eine einfache, retro angelehnte Couch steht seitlich auf der Bühne. An weiteren Bühnendetails erkennt man einige Musikinstrumente, und es gibt einen leicht nebligen Effekt in der Luft, der eine festliche Stimmung erzeugt.

Gesellschaft

Hits, Herz, Heimat - Kitsch und Kult

Von der Operette zum Musikantenstadl bis zum ESC - eine Reise zu Kitsch, Kunst und Kommerz. Schlagerinsider*innen wie Guildo Horn oder die Geschwister Pfister erkunden das Lebensgefühl dieser Musik.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
25.04.2026
21:15 - 22:00 Uhr

Schlager, das ist mehr als "Heile Welt". Die Dokumentation verlässt die Pfade der Musikindustrie und begibt sich auf eine (kultur)historische Spurensuche. Eine kleine Reise zu den Hits, aber auch den subversiven Wurzeln des Genres, die heute noch hie und da durchschimmern.

Das Bild zeigt einen Mann, der in einem Restaurant oder Café sitzt. Er hat lange, glatte, braune Haare und trägt einen auffälligen grünen Anzug mit einem karierten Hemd und einer gestreiften Krawatte in Erdtönen. In seiner rechten Hand hält er ein Teebeutel, das er gerade aus einer Tasse zieht. Vor ihm auf dem Tisch steht ein Glas mit einem Getränk, eine Tasse Tee sowie ein Teller mit einem Brötchen, das mit Wurst, Tomaten und etwas Salat belegt ist. Im Hintergrund ist eine prägnante, gemusterte Wand zu sehen, die eine retro-inspirierte Atmosphäre schafft. Auf dem Tisch steht außerdem ein älteres Radio. Die gesamte Szenerie vermittelt ein nostalgisches Gefühl.
Guildo Horn.
Quelle: Constanze Grießler

Der Schlager boomt. Er füllt Stadien, dominiert die Algorithmen von TikTok und Instagram und liefert den Soundtrack für eine gute Zeit. Woher kommt diese Sehnsucht nach der heilen Welt, und wie viel Rebellion steckt eigentlich hinter den glitzernden Pailletten?

Die Dokumentation führt weg von den Verkaufszahlen hin zu den kulturellen Wurzeln. Ein prominenter Schlager(aus) kenner und ESC - Insider der das Großevent 1998, wie er fand, befreien wollte und dafür sogar demonstrierte, ist Guildo Horn.

Das Bild zeigt einen Mann, der auf einem braunen Sofa sitzt. Er trägt einen leuchtend gelben Rollkragenpullover und karierte Hosen. Sein Gesichtsausdruck wirkt nachdenklich, und er hat die Hand an den Kopf gelegt. Neben ihm auf dem Sofa liegen verschiedene Schallplatten und Magazine, die teilweise aufgeschlagen sind. Am Rand des Sofas ist eine Gitarre zu sehen. Gegenüber dem Sofa befindet sich eine Wand mit einem scheinbar retro-inspirierten, hellen Hintergrund. In der Nähe gibt es einen Glastisch mit einer Blumenarrangement und weiteren Schallplatten.  Die Bildkomposition vermittelt ein Gefühl von Nostalgie und einer bestimmten Ästhetik aus einer früheren Zeit, wahrscheinlich den 1960er oder 1970er Jahren. Der Raum hat eine warme, aber auch leicht melancholische Stimmung.
Guildo Horn.
Quelle: Constanze Grießler

Im Interview blickt er zurück auf seinen legendären Auftritt beim Eurovision Song Contest in Birmingham - einen Moment, den er selbst als "Rock-'n'-Roll-Befreiung" beschreibt. Der diplomierte Pädagoge dekonstruiert im Interview das Image des Schlagersängers. Er schlägt den Bogen von seinen anarchischen Anfängen in Kölner Clubs bis hin zu Rollen in Musical und Operette.

Der Schlager, so betont auch er, ist kein modernes Industrieprodukt, sondern kommt von der lauten, bunten Welt der Operette der 1920er-Jahre.

Das Bild zeigt eine Schallplatte mit dem Titel "Servus Peter - Oh la la Mireille". Die Platte ist schwarz und hat in der Mitte ein rotes Etikett, auf dem der Titel und weitere Informationen aufgedruckt sind. Neben der Platte befindet sich das Cover, das ein grafisches Design mit Farben in Blau und Rosa zeigt.  Auf dem Cover sind zwei Personen abgebildet: ein Mann und eine Frau. Der Mann trägt einen schwarzen Anzug mit einer weißen Hemd und einer schwarzen Fliege. Er hat kurzes, dunkles Haar und lächelt. Die Frau befindet sich neben ihm, trägt ein schwarzes Outfit mit einem runden Kragen und hat lockige, dunkle Haare. Beide posieren freundlich und scheinen sich in einem fröhlichen Moment zu befinden.  Unten auf dem Cover steht in weißer Schrift: "Geh, bevor die Nacht beginnt, die kleine Kneipe". Das Design vermittelt einen künstlerischen und nostalgischen Eindruck, der an die Welt der Operette und des Schlagers erinnert.
Single „Servus Peter – Oh lala Mireille“, Geschwister Pfister. Toni Pfister, Ursli Pfister
Quelle: Constanze Grießler

Diesen Faden greifen die Geschwister Pfister auf. Auf der Theaterbühne zelebrieren sie die Übersteigerung des Schlagers und beweisen, dass man Kitsch gleichzeitig parodieren und tief verehren kann.

Durch ihre Augen erleben wir die "neue Offenheit" des Genres - eine Rückkehr zu jener Frivolität und Doppeldeutigkeit, die den Schlager vor seiner "Säuberung" in der Nachkriegszeit auszeichnete.

Ihre Revue "Servus Peter - Oh là là Mireille" ist schon seit Jahren über die Grenzen hinweg Kult.

Das Bild zeigt zwei Männer, die in einem Raum stehen, der mit verschiedenen Ausstellungsstücken und Fotografien dekoriert ist. Sie befinden sich vor einer Wand, die mit einem grafischen Hintergrund in Schwarz und Weißen Punkten gestaltet ist. Darüber hängen bunte Schilder. Eines der auffälligsten Schilder zeigt die Aufschrift "FREE HUGS" in bunten Buchstaben.  Die beiden Männer tragen schwarze T-Shirts. Der Mann links hat eine Brille und einen kurzen, grauen Bart. Der Mann rechts hat ebenfalls eine Brille, einen weißen Bart und trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift "Merci, Chérié". Im Hintergrund sind Vitrinen zu sehen, die wahrscheinlich Gegenstände ausstellen, zusammen mit mehreren Fotografien, die verschiedene Szenen zeigen. Die Fotos scheinen an eine Veranstaltung oder an den Eurovision Song Contest angelehnt zu sein.   Die gesamte Atmosphäre des Raums wirkt lebendig und kunstvoll, was auf eine kulturelle oder künstlerische Ausstellung hinweist.
United by Queerness.
Quelle: Constanze Grießler

Im Queer Museum Wien treffen wir auf Alkis Vlakassakis und Marco Schreuder, Hosts von "Merci Chéri - Der Eurovision Podcast" und Kuratoren der Ausstellung "United by Queerness". Sie beleuchten eine besondere Seite der Schlagergeschichte: das Genre als "Safe Space" für die LGBTQ+-Community.

Was fasziniert sie am vermeintlich konservativen Schlager? Herausgekommen ist eine in jeder Hinsicht bunte Geschichtsstunde in Sachen ESC, der sich seit seiner ersten Ausgabe 1956 zum internationalen Unterhaltungsevent gemausert hat, das historische Umbrüche und gesellschaftliche Entwicklungen spiegelt.

Die Dokumentation "Hits, Herz, Heimat - Kitsch und Kult" beleuchtet den kommerziellen Erfolg von heute und die subversive Kraft von gestern. Eine kulturhistorische Spurensuche, die beweist, dass im Schlager zwischen Nussecken und Glitzerregen eine Musikrichtung steckt, die sich immer wieder neu erfindet.

Eine Dokumentation von Constanze Grießler.

Eine beleuchtete Konzertbühne bei Nacht
Gesellschaft -

Hits, Herz, Heimat - Der Schlagerhype

Kitschig, altmodisch, peinlich? Weit gefehlt, das Genre Schlager boomt, auch dank Social Media. Im Feuilleton findet das oft belächelte und profitable Musikgenre quasi nicht statt.

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