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Gesellschaft

Verwenden statt verschwenden

In der Fertigung entstehen oft große Mengen an Abfall, allein in Deutschland jährlich 55,8 Millionen Tonnen. Meist landet er auf der Deponie. Doch das müsste nicht sein.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2020
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 08.09.2025

Ein Film von Saskia Heim.

Um Ressourcen zu schonen und Kosten für die Entsorgung zu sparen, entwickeln Unternehmen neue Ideen. Abfall soll weiterzuverarbeitet werden. Aus Orangenschalen wird zum Beispiel Geschirr, aus Molke werden Shampoos und Seifen.

Ein Prinzip von Bio-Landwirt Ingo Metzler im österreichischen Egg ist es, so wenig wie möglich wegzuschmeißen. Bei der Käseproduktion entsteht Molke quasi als Abfallprodukt, denn aus der Milch gewinnt man nur zehn Prozent Käse. Übrig bleiben neunzig Prozent Molke. Ingo Metzler verarbeitet die vielen Liter Molke deshalb weiter zu Reinigungs- und Kosmetikprodukten. Die Nachfrage ist inzwischen so sehr gestiegen, dass Familie Metzler mehr Mitarbeiter für die Herstellung von Pflegemitteln beschäftigt, als für die Käseproduktion.

Geschirr aus Orangenschalen

Victoria Lièvre aus Marseille arbeitete lange Zeit als Kellnerin in einem Café und ärgerte sich über die großen Mengen an Orangenabfall aus der Saftpresse. Gemeinsam mit ihrem Freund Luc Fischer tüftelte sie ganze zwei Jahre an ihrer Idee, aus den Orangenschalen Geschirr zu produzieren. Das französische Paar sammelte per Crowdfunding das Startkapital für die erste Produktreihe, nun steht die Produktion für Restaurants und Dekorationsgeschäfte in den Startlöchern.

Andere Unternehmen lassen sich von Experten dabei beraten, wie sie ressourcenschonender produzieren und die Abfallmengen reduzieren können. Die Effizienz-Agentur in Duisburg hilft gut 250 Unternehmen jährlich dabei, Produkte und Prozesse effizienter zu gestalten. Gemeinsam mit der Agentur hat ein Daunen- und Bettfedernfabrikant gerade Maschinen entwickelt, um in Zukunft aus seinen Abfällen Garne und Stoffe herstellen zu können.

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