Film
Die Eröffnung der 76. Filmfestspiele Berlin
Im Rahmen einer feierlichen Gala im Berlinale Palast am Potsdamer Platz wird die Berlinale 2026 eröffnet. Die luxemburgische Schauspielerin und Moderatorin Désirée Nosbusch führt durch den Abend.
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Sendetermin
- 13.02.2026
- 00:15 - 01:14 Uhr
Bei der Gala im Berlinale Palast am Potsdamer Platz werden die Mitglieder der Internationalen Jury und die Wettbewerbsfilme vorgestellt. Darüber hinaus wird der Goldene Ehrenbär für das Lebenswerk an die malaysische Schauspielerin Michelle Yeoh verliehen.
Eröffnungs-Gala am 12. Februar 2026 ab 0.10 Uhr in 3sat
Yeoh hatte 2023 als erste Asiatin den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle gewonnen und war gerade noch mit "Wicked: Teil 2" im Kino zu sehen. Nach einer kurzen Präsentation der 22 Wettbewerbsfilme wird Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle das Festival gemeinsam mit Jury-Präsident Wim Wenders eröffnen.
Am Eröffnungsabend wird im Anschluss außer Konkurrenz der Film "No Good Men" der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat gezeigt - ein Drama um eine Kamerafrau, das in Afghanistan 2021, kurz vor der Rückkehr der Taliban, spielt.
Drei deutsche Filme im Wettbewerb
Im Wettbewerb treten 22 Filme aus 28 Ländern an, von Finnland bis Australien, vom Tschad bis Singapur: Deutlich wird die zunehmende Bedeutung internationaler Ko-Produktionen - und einen munteren Austausch von Talenten. So hat der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó sein Drama "At the Sea" um eine Frau, die nach einem Drogenentzug in das Haus ihrer Familie zurückkehrt, mit einem amerikanischen Cast um die Hauptdarstellerin Amy Adams gedreht. Der Brasilianer Karim Aïnouz, mit "Praia do Futuro" von 2014 eine Entdeckung der Berlinale, versammelt in seinem Thriller "Rosebush Pruning" ein englischsprachiges Starensemble: Callum Turner, Riley Keough und Elle Fanning.
Drei deutsche Filme haben es in den Wettbewerb geschafft. Ilker Çatak, 2024 oscarnominiert für die ZDF/ARTE-Koproduktion "Das Lehrerzimmer", tritt mit dem Politdrama "Gelbe Briefe" im Wettbewerb an - ebenfalls eine ZDF/ARTE-Koproduktion, die mit Spannung erwartet wird und schon jetzt für Gesprächsstoff sorgt: eine Geschichte um ein türkisches Künstlerpaar, das ins Visier des Staates gerät und zwischen Ankara und Istanbul um die Existenz seiner Familie kämpft; gedreht wurde in Hamburg und Berlin - ein Wagnis. "Etwas ganz Besonderes", der neue Film von Eva Trobisch ("Ivo"), kreist um eine junge Frau, die im Waldhotel ihrer Familie in der thüringischen Provinz herauszufinden sucht, wer sie eigentlich ist.
Isabelle Huppert als Vampirin in "Blutgräfin"
Angela Schanelec, bekannt für anspielungsreichen, rigorosen Formalismus ("Ich war zuhause, aber…", "Music") stürzt einen 40-jährigen Kranführer in eine Krise: "Meine Frau weint". Teilweise deutsch produziert ist das Historiendrama "Rose" des Österreichers Markus Schleinzer mit Sandra Hüller als eine Frau, die in den Wirren nach dem Dreißigjährigen Krieg als Soldat verkleidet ihr Glück zu machen sucht.
Wild und populär wird es in der Sektion Berlinale Special, in der neben Body-Horror-Filmen aus Indonesien und Australien Ulrike Ottingers Adaption der Geschichte von der "Blutgräfin" läuft, mit Isabelle Huppert als Vampirin unter Vampiren im Wien von heute. Den größten Fan-Auflauf wird aber sicherlich "The Moment" verursachen, ein Mockumentary, das um die britische Singer-Songwriterin Charli xcx, ihr Image, ihre Selbstzweifel und den Tour-Stress eines Popstars kreist.
Juliette Binoche, Charli xcx, Sandra Hüller und weitere Stars in Berlin
Nationale und internationale Stars wie Amanda Seyfried, Amy Adams, Pamela Anderson, Callum Turner, Ethan Hawke, Juliette Binoche, Charli xcx, Sandra Hüller oder Max Riemelt, stehen genauso im Fokus der 76. Berlinale wie politische Dokumentationen aus der Ukraine oder bewegende Kinderfilme.
Die Eröffnung der Internationalen Filmfestspiele Berlin zeigt 3sat zeitversetzt in "Berlinale 2026: Die Eröffnung" am Donnerstag, 12. Februar 2026, ab 0.10 Uhr, im TV-Programm und sie wird in den Streaming-Portalen von 3sat und ZDF zu sehen sein.
(3sat / epd)