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Standbild: Unter Wölfen, Bären und Geiern - Ein Jahr im Wildpark Mautern

Dokumentation

Unter Wölfen, Bären und Geiern - Ein Jahr im Wildpark Mautern

Bis zu 2000 Menschen pro Tag sorgen im Sommer für Trubel im steirischen Alpentierpark in Mautern. Im Winter kehrt Ruhe ein: Bären schlafen in Heunestern, weiße Wölfe spielen im Schnee, Jaks und Hirsche überwintern im Tal.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
27.04.2021
17:00 - 17:45 Uhr

Für ihren neuen Film besucht Waltraud Paschinger ein Jahr lang den "Wilden Berg", wo so manches wilde Tier ungewöhnlich zahm ist, denn viele sind Findelkinder und wurden von Hand aufgezogen.

Noch blind und gerade einmal handgroß sind auch die drei jungen Füchse, die während der Dreharbeiten vom Tierpark aufgenommen wurden. Ein 24-Stundenjob für Sonja Gollenz. Sie ist die biologische Leiterin des Wildparks, packt jeden Morgen beim Füttern mit an und ist bei Bedarf Mutterersatz für so manche Neuankömmlinge. Waschbären, Ziegen, Esel - viele der Tiere des Parks waren Sonjas Flaschenkinder. Spannend ist der Tag an dem der Nachwuchs erstmals zur Füchsin "Foxi", der Hausherrin, ins Gehege kommt.

Gänsegeier Putzi - alles nur nicht scheu

Gänsegeier Buzzi
Gänsegeierdame Putzi
Quelle: ORF/Posch TV/Merzeder

Bereits legendär ist Putzi, der Gänsegeier-Weibchen. Es betrachtet Menschen als Mitglieder seiner Geierkolonie, hat keine Scheu vor Menschen und besucht gelegentlich das nahegelegene Schwimmbad oder ist unangemeldeter Gast bei einem Grillfest.

Und Fritzi, der Grauwolf, hielt 2015 für einige Wochen die Presse und die Umgebung des Tierparks in Atem. Damals war Fritzi ausgebüxt und konnte seinen Jägern für kurze Zeit immer wieder geschickt entkommen.

Fuchsbaby
Fuchsbaby - Ein Neuankömmling beim ersten Ausflug
Quelle: ORF/Posch TV/Werner Pleiner

Neben den wilden Alpentieren beherbergt der "Kinderbauernhof" alte Haustierrassen wie die gefleckten Turopolje-Schweine, Kaninchen oder Meerschweinchen. Eine "Ziegen-Gang" läuft frei durch das Parkgelände, holt sich Futter und Streicheleinheiten bei den Gästen ab. Die Dokumentation zeigt aber auch die Momente, die den Besuchern gänzlich verborgen sind.

Ab Herbst ist der Tierpark gesperrt. Die schneereichen Winter lassen einen Ganzjahresbetrieb nicht zu. Selbst einige Tiere, wie Jaks, Hirschkühe und Hirsche werden Ende Oktober ins Tal getrieben. Jedes Jahr aufs Neue bedeutet dieser Tag Anspannung für das Tierpflegerteam. Sind die Gatter geöffnet, legen die mächtigen Hirsche in nur wenigen Sekunden die 300 Höhenmeter über die steile Bergflanke zurück.

Polarwolf mit Beute.
Polarwolf mit Beute
Quelle: ORF/Posch TV

Mit den ersten Schneefällen wird es ruhig am Berg. Die Tiere sind vorsichtiger, bleiben eher in Deckung und man muss lange suchen, um einen der weißen Polarwölfe im tief verschneiten Terrain zu entdecken.

In der kalten Jahreszeit schalten die Tiere auf Reserve, keine Bewegung zu viel, Energiesparen ist angesagt, vor allem bei den Braunbären. Sie liegen zusammengerollt in ihren warmen Heunestern und schlafen fünf Monate, ohne zu fressen oder zu trinken. Eine Zeit, in der das Filmteam den sonst so flinken Raubtieren ganz nahe kommen konnte.

Mit dem Frühling kehrt wieder Leben in das Gehege ein: Bären rangeln, um ihre Hierarchien neu zu ordnen, Jungtiere kommen zur Welt und das Training für die Flugshow beginnt.

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