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Elefant von vorne gesehen.

Dokumentation

Im Reich der Königselefanten - Das Tembe Wildreservat in Südafrika

Das Tembe Wildreservat gilt als Zufluchtsort der letzten Giganten - Elefantenbullen mit gewaltigen Stoßzähnen. Das 300 Quadratkilometer große Schutzgebiet wurde vom König der Tembe begründet.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
16.04.2020
17:35 - 18:30 Uhr

Der "Tembe Elephant Park" im Nordosten Südafrikas an der Grenze zu Mosambik soll aber nicht nur den "Königselefanten" Schutz, sondern auch der lokalen Bevölkerung eine Lebensgrundlage bieten. Mit Jobs im Ökotourismus trägt das Projekt zur Armutsbekämpfung in der Region bei.

Elefant in Frontansicht mit aufgestellten Ohren und kleinem Elefanten.
Aufgestellte Ohren bedeuten "Vorsicht"!
Quelle: ORF/Manuela Zips-Mairitsch

Der "Tembe Elephant Park" gilt als die afrikanische Heimat der letzten Giganten. Nach Ansicht vieler Zoologen ist das 300 Quadratkilometer große Schutzgebiet an der Grenze Südafrikas zu Mosambik einer der wenigen sicheren Rückzugsorte für die "Great Tuskers" - Elefantenbullen mit gewaltigen Stoßzähnen. Ein Blick auf die Giganten genügt um zu wissen, warum sie auch als "Königselefanten" bezeichnet werden. Aber die Metapher passt noch aus einem zweiten Grund: das Wildreservat wurde von einem König gegründet, dem Vater von Inkosi Israel Tembe, dem heutigen Chief der Tembe Gemeinschaft. Der Stamm vom Volk der Tonga, der hier seit Generationen beheimatet ist, verwaltet den Park gemeinsam mit der staatlichen Naturschutzbehörde. Das ist von großer ökonomischer Bedeutung, weil das Grenzgebiet zu Mosambik von besonderer Armut geprägt ist.

Vom Problem- zum Zukunftspotential

Elefant und Nashorn stehen parallel zueinander in verschiedene Richtungen.
Wer ist stärker - Elefant oder Nashorn?
Quelle: ORF/Manuela Zips-Mairitsch

In dieser entlegenen Region von KwaZulu-Natal stehen die landwirtschaftlich interessantesten Flächen an der Küste unter strengem Naturschutz. Dort wo Ackerbau betrieben werden durfte, entwickelten sich die Elefanten zum größten Problem.

Sie bedrohten vor allem nachts die Felder und damit letztlich auch die ansässige Bevölkerung, die die Früchte ihrer Arbeit mit allen Mitteln verteidigen wollte. Blutige Konflikte zwischen Mensch und Wildtier mit großen Verlusten für beide Seiten waren die logische Konsequenz.

Eine Elefant, von hinten gesehen, gegenüber einer Giraffe, von vorne gesehen.
Face to Face mit einer Giraffe
Quelle: ORF/Manuela Zips-Mairitsch

Mit der Gründung des "Tembe Elephant Park" 1983 wandelte sich die Bedeutung der Elefanten vom Problemfall zum Zukunftspotential. Mittlerweile lebt die Tembe Gemeinschaft zu einem guten Teil von "ihren" Elefanten und hat die geeigneten Schutzmaßnahmen sowohl für die umliegenden Dörfer als auch für die Wildtiere getroffen. Der regierende König hat die Attraktivität des Wildparks durch die Wiederansiedlung der vor langer Zeit durch Jagd ausgerotteten Löwen wesentlich erhöht.

Jetzt ist der "Tembe Elephant Park" ein "vollwertiges Big Five-Reservat", das neben seinen berühmten "Königselefanten" auch Nashörnern, Büffeln, Leoparden und eben den "Königslöwen" als Neuankömmlingen Schutz gewährt. Mit der starken Einbeziehung der Lokalbevölkerung gilt das einzigartige Projekt als Modell für Naturschutz, Erhaltung der Biodiversität und wirtschaftliche Entwicklung.

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