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Dokumentation

Geheimnisvolle Parktiere - Wildes Leben in der Stadt

In Stadtparks erleben wir Natur hautnah. Auch unerwartete Bewohner wie Feldhamster, Schildkröten und eine reichhaltige Vogelwelt lassen sich hier entdecken. Expertinnen und Experten erzählen von den Geheimnissen der Tiere, die unter uns Leben und wie sie erforscht werden.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 27.11.2021

Parks bieten einer vielfältigen Tierwelt Lebensraum im Siedlungsgebiet. Nicht nur häufige Arten wie Tauben oder Mäuse fühlen sich hier wohl. Auch sehr spezielle und seltene Tiere finden in städtischen Parks ein Zuhause. Und für manche hat das Leben in der Stadt sogar Vorteile gegenüber der freien Wildbahn.

Halsbandschnäpper.
Halsbandschnäpper
Quelle: ORF/Leander Khil.

Tiere sind in Parks oft zutraulicher als außerhalb der Städte. Sie lassen sich daher aus kürzerer Distanz betrachten als zum Beispiel im Wald.

Ein Umstand, den Vogelbeobachter schätzen: Zur Brutzeit beobachtet der Ornithologe Leander Khil, wie ein besonderer Zugvogel seine Nistplätze im Grazer Stadtpark besetzt. Halsbandschnäpper kehren im Frühling aus Afrika zurück.

Kleiber.
Kleiber
Quelle: ORF/Leander Khil.

Unweit haben die Wanderfalken erstmals Junge zur Welt gebracht. Sie werden mit wissenschaftlichen Kennringen markiert, damit die weitere Ausbreitung verfolgt werden kann.

Im Klagenfurter Europapark zeigt sich eine bunte Artenvielfalt bei der Brut: Neben den gut bekannten Arten wie Amsel, Kleiber oder Kohlmeise findet im alten Baumbestand auch ein Paar des Waldbaumläufers einen geeigneten Nistplatz.

Zweifarbfledermaus
Zweifarbfledermaus
Quelle: ORF/Leander Khil.

Abends werden Fledermäuse und Fledermaus-Forscherinnen und -Forscher aktiv. Daniela Wieser von der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich erläutert, wie dem heimlichen Leben der kleinen Säugetiere auf den Grund gegangen wird.

Der Wasserpark in Wien erlaubt ungewöhnlich intime Einblicke in das Brutgeschäft der Graureiher. Sie finden Nahrung an den zahlreichen Wasserflächen in Österreichs Hauptstadt und haben auf einer kleinen Insel in der alten Donau eine Brutkolonie gegründet. Dieses Gewässer teilen sie sich mit exotischen Reptilien: Von Menschen ausgesetzte Schmuckschildkröten haben sich hier etabliert.

Silke Schweiger vom Naturhistorischen Museum Wien erzählt, wieso sich verschiedene Reptilien hier breit gemacht haben, die in Mitteleuropa eigentlich gar nicht heimisch sind. Immer schon hier zuhause sind die niedlichen Feldhamster (Bild oben) und andere kleine Säugetiere. Auf die Erforschung von Mäusen konzentriert sich Patrick Buhmann, Student an der Universität Wien. Er will herausfinden, welche Vor- oder Nachteile das Stadtleben für sie mit sich bringt.

Aaskrähen profitieren ohne Zweifel vom Leben mit dem Menschen. Sie sind Meister darin, sich Nahrungsquellen zu erschließen, die wir ungewollt zur Verfügung stellen. Christine Schwab hat sich der Erforschung der klugen Vögel gewidmet und bricht eine Lanze für diese nicht immer hoch geschätzten, größten Vertreter der Singvögel.

Mandarinente.
Mandarinente
Quelle: ORF/Leander Khil.

Christian Schulze von der Universität Wien forscht schon 15 Jahre lang in den Parkanlagen, um herauszufinden, ob und wie sich die Zahl der Vögel und die Artenzusammensetzung verändert. Er attestiert den städtischen Grüninseln eine besondere Qualität als Vogellebensraum. Der Entomologe Christian Komposch hat sein Leben den Spinnentieren verschrieben. Der geschulte Blick des Kenners entdeckt an Parkmauern so manchen Neubürger mit spannender Geschichte. Der Apennin-Kanker - ein Weberknecht - hat einen beispiellosen Siegeszug vollbracht und den einst häufigen Wandkanker bereits aus mehreren österreichischen Bundesländern verdrängt.

Eine Dokumentation von Mario Kreuzer und Leander Khil.

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