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Dokumentation

Der Prinz der Alpen

September in den Alpen. Von den Gipfeln und Matten ist der Sommer längst geflohen und von den Felswänden hallt das Echo mächtiger Stimmen.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 25.07.2019

Der Film begleitet ein Hirschkalb durch das erste Jahr seines Lebens und präsentiert einmalige Einblicke in das Verhalten und den Lebensraum der stattlichen Tiere. Zu den Höhepunkten zählen riesige Geweihhirschrudel, die Hirschbrunft und das Überleben der Steinhirsche in den schneereichen Eiszonen oberhalb der Baumgrenze.

Es ist das imposanteste Schauspiel des Jahres - die Brunft des Rotwildes. Die stärksten Hirsche versammeln einen Harem und verteidigen ihn gegen Rivalen. So beginnt die Dokumentation "Prinz der Alpen", und hier beginnt auch das Leben des Hauptdarstellers.

Jagdgewehr gegen Kamera eingetauscht

ein kitz
Noch ist das junge Hirschkalb ein richtiges "Bambi" mit Flecken zur Tarnung an der Seite
Quelle: ORF/Die ARGEntur/Die ARGEntur/Christian Messner

Fast drei Jahre lang war Kameramann Otmar Penker, allein oder mit nur einem Assistenten, zu Fuß und auf Skiern, immer aber mit schwerem Gepäck in den Alpen und den Marchauen unterwegs, verbrachte unzählige Tage und Nächte im Tarnzelt oder in Schneehöhlen, um das Leben der Tiere zu dokumentieren, die ihn seit seiner Kindheit faszinieren. Als Bergbauernsohn aus Kaning in den Nockbergen wurde er früh zum Jäger.

Als er vor zehn Jahren den international preisgekrönten "Universum"-Regisseur Klaus Feichtenberger kennenlernte, behielt er zwar weiterhin den ständig griffbereiten Feldstecher um den Nacken, tauschte aber das Jagdgewehr gegen die Kamera. Seitdem haben die beiden immer wieder zusammen gearbeitet. "Mit seinem "Universum"-Erstlingswerk", so Feichtenberger, "hat der einstige Lehrling die Meisterprüfung abgelegt."

Das erste Lebensjahr des kleinen Prinzen

Tannen im Gegenlicht
Herbst in den Bergen - die steilen Hänge sind vom Rauhreif rutschig geworden
Quelle: ORF/Die ARGEntur/Die ARGEntur/Christian Messner

September in den Alpen. Von den Gipfeln und Matten ist der Sommer längst geflohen, und von den Felswänden hallt das Echo mächtiger Stimmen. Die Brunft des Rotwildes hat begonnen. Der Film von Otmar Penker und Klaus Feichtenberger begleitet ein Hirschkalb durch das erste Jahr seines Lebens und präsentiert einmalige Einblicke in das Verhalten und den Lebensraum der stattlichen Tiere.

Weitgehend in freier Wildbahn gedreht, bleibt die Kamera einem männlichen Hirschkalb, einem kleinen Prinzen, der eines Tages vielleicht eine mächtige Krone tragen wird, so dicht auf den Fersen, dass man meint, das Jungtier erzähle seine Geschichte selbst. Sie beginnt mit seiner Zeugung und den ersten Lebenstagen, schildert die weiten Wanderungen mit seiner Mutter, das Zusammenleben im Rudel, den Überlebenskampf des Wildes im Winter und andere Herausforderungen einer paradiesisch anmutenden, aber letztlich gnadenlosen Wildnis.

Völlig neue Einblicke - auch für die Jäger und Förster

rotwild
Hirschkühe und Junge bleiben meist dicht im Rudel beisammen
Quelle: ORF/Die ARGEntur/Die ARGEntur/Christian Messner

In diesem Film gelang, was sowohl Penker als auch Feichtenberger bereits mehrfach versucht hatten - teils gemeinsam, teils getrennt, immer mit großem Aufwand, aber doch zunächst erfolglos: Die Darstellung einer Hirschbrunft aus nächster Nähe, u. a. mit ferngesteuerten Kameras; das heimliche Leben der scheuen Auhirsche zu zeigen, die Geburt von Zwillingsrehkitzen in freier Natur oder das Überleben der sogenannten Steinhirsche im winterlichen Hochgebirge. Neben den bestechenden Bildern bietet der Film auch eine Menge Information - nicht nur für Laien, sondern auch für Jäger, Förster und Biologen. Kommentar etlicher Jäger zum gedrehten Material: "Wir jagen und hegen in diesen Revieren seit Jahrzehnten, aber das haben wir noch nie beobachten können - nie aus solcher Nähe und nie in dieser Vollständigkeit." Dennoch waren es gerade Jäger, Jagdbesitzer und auch die Bundesforste, die Drehs ermöglichten, indem sie dem Kamerateam vertrauten und Zutritt gewährten. Vielerorts, vor allem in den Nockbergen, unterstützte die Bevölkerung das Projekt mit einem Maß an Begeisterung, "das uns", so Penker, "zu großem Dank verpflichtet".

Klänge aus freier Wildbahn unterstützen die eindrucksvollen Bilder

Tiere auf schneebedeckten Felsen
Nur die Gamsrudel ziehen noch in höhere Lagen als die Hirsche
Quelle: ORF/Die ARGEntur/Die ARGEntur/Christian Messner

Beiden Autoren war es ein Anliegen, Berührungspunkte zwischen Wildtieren und Menschen darzustellen. Man entschied sich für Szenen, die reale, typische Situationen darstellen, aber mit spielfilmartiger Perfektion gedreht sind. Die Herausforderung bestand darin, solche Bilder nahtlos in das in freier Wildbahn gedrehte Material einzubinden. Dabei hilft wohl auch die erwähnenswerte Musik, denn Komponist Andreas Fabianek komponierte nicht nur im Studio, sondern holte sich die Klänge ebenfalls sozusagen aus freier Wildbahn. Die erdigen Stimmen des Kaninger Männerchores könnten dieses "Universum" zu einem heimlichen Musikfilm machen.

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