Kultur
Die neue Politik der Grausamkeit
Die Themen der "Kulturzeit" vom 04.09.2026: Robert Misiks "Erziehung zur Grausamkeit", Annett Gröschner zum Wahlkampf, Çağla Ilk am Gorki, KI und Kultur, Dokufilmer Stefano Knuchel, Kinderbuchtipps.
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 04.09.2027
Die Themen der Sendung:
Robert Misik: "Erziehung zur Grausamkeit"
Der Vormarsch der Neuen Rechten ist zurzeit in aller Munde, nicht zuletzt, weil die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern bevorstehen, wo die AfD in Umfragen stimmenstärkste Partei zu werden scheint. Die "neue Härte" in der Politik beschäftigt zurzeit auch die Politikwissenschaft. Einer der profiliertesten österreichischen Publizisten widmet dem Phänomen sein jüngstes Buch: "Erziehung zur Grausamkeit" heißt es - Robert Misik stützt sich darin auf klassische Arbeiten unter anderem von Theodor W. Adorno, Leo Löwenthal und Sigmund Freud.
Annett Gröschner zum Wahlkampf in Sachsen-Anhalt
Wissenschaftlerin, Journalistin und Schriftstellerin: Annett Gröschner hat mehrere Berufungen. Die Mainzer Stadtschreiberin 2025 wurde in Magdeburg geboren und wuchs auf einer Insel in der Elbe auf. Für ihren Stadtschreiberfilm ging sie mit zwei Kolleginnen, Peggy Mädler und Wenke Seemann, auf eine entschleunigte Reise durch Deutschland. Nur mit Regionalzügen fuhren sie von Frankfurt an der Oder nach Mainz am Rhein. Dabei erkundeten sie, was dieses Land zusammenhält und polarisiert – eine Bestandsaufnahme der Gegenwart in Ost und West. Wir sprechen mit Annett Gröschner über die Stimmung vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
Mehr zu Annett Gröschner
Çağla Ilk - die neue Intendantin am Gorki-Theater in Berlin
Am Berliner Maxim-Gorki-Theater steht eine neue Intendantin kurz vor ihrer Einführung: Çağla Ilk löst die langjährige Leiterin Shermin Langhoff ab. Deren Konzept "postmigrantisches Theater" hält die Neue nicht unbedingt für Jetzt-Zeit-tauglich. "Migration ist allgegenwärtig, sie ist nicht 'post'", sagte sie Anfang August dem "Spiegel". "Wir müssen neue Setzungen finden." Das Theater solle, so heißt es auf der hauseigenen Website, ein "offener, transdisziplinärer Ort zwischen Theater, zeitgenössischer Kunst, Performance, Tanz, Musik, Sound, Diskurs und Stadt" sein. Wir stellen Çağla Ilk und ihr Konzept für das Gorki vor.
Kultur und KI
Was bedeutet der Einsatz von KI, der in alle Bereiche unseres Lebens vordringt, für die Kulturbranche? Wie wird es sich auswirken, wenn Bibliotheken, Archive und Museen vollumfänglich digital verfügbar sind? Welche Abhängigkeiten entstehen dadurch? Unter dem Motto "Sind wir im Kulturbereich eigentlich noch digital souverän?" haben die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Deutsche Kulturrat und 3sat nun zu einer gemeinsamen Veranstaltung in die James-Simon-Galerie auf der Berliner Museumsinsel eingeladen. Wir haben die Veranstaltung begleitet.
Schweizer Regisseur Stefano Knuchel beim Filmfestival von Venedig
Die Schweiz ist bei den Filmfestspielen in Venedig 2026 besonders präsent: Sechs Schweizer Filme und Koproduktionen sind an der 83. Ausgabe dabei. Einer davon ist "Il desiderio di essere inutile – Hugo a Venezia" des Tessiner Regisseurs Stefano Knuchel. Außer Konkurrenz zeigt er den dritten und letzten Teil seiner Dokumentarfilm-Trilogie über den berühmten italienischen Comicautor Hugo Pratt. Diesmal geht es um Pratts Zeit in Venedig.
Filmfestival von Venedig
Venedig: George Clooney wird mit Preis geehrt
Die 83. Filmfestspiele von Venedig starten mit der Ehrung von George Clooney und Ellen Burstyn für ihr Lebenswerk. Wir sprechen mit Filmexpertin Gudula Moritz vor Ort.