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Pöbeln statt Debattieren: Der TikTok-Effekt im Bundestag

Im Plenarsaal regiert immer öfter der Algorithmus. Für das virale Video werden Tabubrüche zur Strategie, was den Ton im Parlament immer mehr verschärft. Wird der Bundestag zur TikTok-Bühne?

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2025
Datum:
Verfügbar in
D / CH / A
Verfügbar bis:
bis 19.02.2031

NANO Themen

TikTokisierung der Politik

Schlechte Zeiten für gute Umgangsformen. Die sozialen Medien haben die politische Kommunikation verändert. Politische Akteure im Parlament setzen heute zunehmend auf Polarisierung und Provokation, um Aufmerksamkeit zu erregen. Nur so, glauben sie, können ihre Botschaften viral gehen. Differenzierte Argumente haben es dagegen oft schwer, überhaupt wahrgenommen zu werden. Erleben wir eine "TikTokisierung" der Politik?

Social Media Sucht

Aerin wurde bereits mit 15 Jahren im Netz massiv beschimpft, nachdem ein Video von ihr viral ging – ein Erlebnis, das sie bis heute prägt. Jetzt stehen große Social‑Media‑Konzerne wegen mangelnden Jugendschutzes vor Gericht, während interne Dokumente und Aussagen von Experten zeigen, wie sehr junge Menschen unter den Mechanismen der Plattformen leiden. Der Prozess könnte weitreichende Folgen haben, doch ohne klare Regulierung bleibt vielen Jugendlichen der Schutz vor digitalen Risiken verwehrt.

Science Date Fabian Theis

Fabian Theis ist Mathematiker und Bioinformatiker und zählt zu den führenden KI-Forschern in der Biomedizin. Am Helmholtz Zentrum München und der TU München leitet er zentrale Einrichtungen für Computational Biology und Computational Health. Er wurde 2023 mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. Er nutzt KI und Machine Learning, um große biomedizinische Datenmengen zu analysieren, um zu verstehen, wie Zellen funktionieren und Krankheiten entstehen. Ein Schwerpunkt ist der menschliche Zellatlas, der gesunde und kranke Zellzustände systematisch erfasst. Theis sieht KI als unterstützendes Werkzeug für die Medizin, mit dem Ziel Diagnosen und Therapien besser, günstiger und für alle zugänglicher zu machen. Seine Vision: KI breit verfügbar machen, um die Forschung deutlich zu beschleunigen.

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Science Dates: Kluge Köpfe der Wissenschaft

NANO trifft Forschende, die an Lösungen für die großen Themen arbeiten – von der Klimakrise über KI und Medizin bis zu Artenschutz und dem Weltall.

Prähistorische Kleidermode

Textilien aus der Urgeschichte zerfallen meist – doch im Salzbergwerk von Hallstatt blieben 3000 Jahre alte Stoffreste erhalten. Diese untersucht Karina Grömer vom Naturhistorischen Museum Wien. Unter dem Mikroskop zeigen sich hochwertige, gleichmäßig versponnene Wollfasern – ein Hinweis auf frühe Schafzucht – sowie Brettchenweberei und Farbreste. Die aufwendig gefertigten, gefärbten Borten waren repräsentativer Schmuck an Kleidungsstücken und Zeichen eines hohen sozialen Status. Durch mikroskopische Analysen, Nachwebungen und den Vergleich mit Grabfunden rekonstruieren die Forscherinnen die prähistorische Kleidung. Das Ergebnis: Mode war schon in der so genannten Hallstattzeit Ausdruck von Identität, Macht und gesellschaftlicher Stellung.

Moderation: Yve Fehring

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