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Unterschätzte Wut - wie Frauen kontern
Werden Frauen wütend, gelten sie schnell als hysterisch - doch ihre Wut verbindet, macht sie stark und wird zur treibenden Kraft gegen Ungerechtigkeit und Hass im Netz.
- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 19.02.2031
Frauen nutzen ihre Wut als Reaktion auf gesellschaftliche Ungerechtigkeiten wie Sexismus, Gewalt und Diskriminierung. Die Bewegung „Female Rage“ verbindet Frauen weltweit, um über gemeinsame Erfahrungen zu sprechen und gegen toxische Männlichkeit und Frauenhass zu kämpfen. Influencerinnen und Aktivistinnen setzen ihre Wut in sozialen Medien und auf öffentlichen Bühnen ein, um Veränderungen zu fordern. Viele von ihnen haben Gewalt überlebt und nutzen ihre Erfahrungen, um anderen zu helfen und Bewusstsein zu schaffen. Diese Wut wird als transformative Kraft angesehen, die soziale Strukturen hinterfragt und die Gesellschaft zum Umdenken anregt.
Wut als kollektive Kraft
Tara-Louise Wittwer, Autorin und bekannt durch ihren Instagram-Account @wastarasagt, ist eine der führenden Stimmen der Bewegung „Female Rage“. Über 1,1 Millionen Menschen folgen ihr, um ihre kämpferische Haltung gegen Sexismus, toxische Männlichkeit, Frauenhass und Hass im Netz zu erleben und zu unterstützen. Mit Wut als verbindender Kraft streitet sie für Gleichberechtigung.
Von Gewalt betroffene Frauen
Hanife Ada überlebte jahrelange häusliche Gewalt und gründete die Hilfsorganisation „Yetis Bacim“. Mit ihrer Arbeit hilft sie über 1400 Frauen. Sie wurde 2022 zur „Österreicherin des Jahres“ ausgezeichnet. Ihre Geschichte zeigt die Auswirkungen von Gewalt und die Bedeutung von Unterstützung und Aufklärung.
Feministische Kämpfe und gesellschaftliche Veränderungen
Weibliche Wut wird oft als bedrohlich wahrgenommen. Philosophin Amani Abuzahra erklärt, dass kulturelle Hintergründe bestimmen, wie und ob Wut ausgedrückt werden darf. Durch den Einsatz von Wut in sozialen Bewegungen, wie etwa bei Seenotrettungsaktionen von Sea-Watch, wird auf Missstände aufmerksam gemacht und Veränderung gefordert.