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Wut - Runterkommen statt Ausrasten
Wut verändert den Körper: Gefäße verengen sich, Stresshormone steigen. Ausrasten oder Schreien bauen diesen Stress kaum ab. Meditation und Yoga dagegen senken die Belastung deutlich und nachhaltig.
- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 19.02.2031
Wut hat direkte physiologische Auswirkungen auf den Körper, insbesondere auf das Herz-Kreislaufsystem. Zwar kann Wut „rausgelassen“ werden, jedoch führt dies nicht immer zu Entspannung und kann in manchen Fällen sogar zu mehr Stress führen. Ruhige, kontrollierte Methoden wie Meditation und Yoga sind deutlich effektiver für die Beruhigung des Nervensystems und die langfristige Gesundheit.
Was Wut im Körper auslöst
In Mainz untersucht ein Ärzteteam, wie Wut den Körper belastet. Schon wenn Menschen nur an eine wütende Situation denken, verschlechtert sich die Funktion ihrer Blutgefäße um etwa 30 %. Der Grund: Stresshormone verengen die Gefäße, Herz und Kreislauf arbeiten härter. Häufige oder dauerhafte Wut kann so langfristig krank machen.
Wie Kinder lernen, mit Wut umzugehen
Eine Grundschule in Hannover zeigt, wie frühe Prävention funktioniert. Im Programm „Faustlos“ lernen Kinder, Gefühle zu erkennen und Wut zu steuern – etwa durch tiefes Atmen, Rückwärtszählen oder Gefühle benennen. Forschende wissen: Erst ab 3 bis 4 Jahren kann das Gehirn Emotionen bewusst regulieren. Genau dort setzt das Training an.
Welche Methoden wirklich beruhigen
Ein Test im Rage Room zeigt: Zerstören baut Stress nicht zuverlässig ab, bei einzelnen Personen steigt die Belastung sogar. Yoga, Meditation und Atemtechniken senken dagegen messbar die Hirnaktivität. Joggen aktiviert evolutionär den Fluchtmodus und benötigt mehr Erholungszeit. Studien empfehlen daher vor allem ruhige, regulierende Methoden.