© Keil Kruska Film AG
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"Inschallah": Sarah möchte von Imam Sabri wissen, ob es nach islamischen Regeln erlaubt sei, auf Klassenfahrt zu gehen, wenn auch Jungen dabei sind, und dabei zu sein, wenn andere in ihrer Gegenwart Alkohol trinken.
Dokumentarfilmzeit
Der regelmäßige Sendeplatz für Dokumentarfilme in 3sat
Der Dokumentarfilm ist seit zwanzig Jahren fester Bestandteil des 3sat-Programms. Auf dem wöchentlichen Sendeplatz "Dokumentarfilmzeit", montags um 22.25 Uhr, stellt 3sat ein breites Spektrum dokumentarischen Arbeitens vor.

Sendedaten
©  Montags um 22.25 Uhr
Inschallah
© Keil Kruska Film AG
Imam Sabri leitet eine Moschee in Berlin-Neukölln. Bemüht, Brücken zu schlagen zwischen den Kulturen und Religionen, sieht er sich zugleich dem Verdacht ausgesetzt, radikal zu sein. Der Film begleitet den Imam bei seiner täglichen Arbeit, in der er für Familienprobleme Rat geben soll und zugleich Stellung beziehen zu politischen Fragen der Öffentlichkeit. Dabei führt er ein offenes Haus, indem er immer wieder zu Diskussionen einlädt. Während er in seiner muslimischen Gemeinde oft gegen eine zu strenge Auslegung der Religion ankämpft, steht er in der deutschen Öffentlichkeit unter Verdacht, zu konservativ, wenn nicht sogar radikal zu sein.
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Sendedaten
Montag, 25. September 2017,
22.25 Uhr

Erstausstrahlung

Werden Sie Deutscher
Willkommenskultur und Integration als Schulfach? Der Dokumentarfilm "Werden Sie Deutscher" begleitet Erwachsene aus 15 verschiedenen Nationen bei einem Sprach- und Integrationskurs in Berlin. Hier lernen die Teilnehmer nicht nur die deutsche Sprache, sondern auch, wie man sich in Deutschland zu verhalten hat. Die Zuschauer erleben Situationen von absurder Komik und existentieller Tragik und sind aufgefordert, sich zu ihrer eigenen Identität zu verhalten.
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Sendedaten
Montag, 2. Oktober 2017, 22.25 Uhr

Rue de Blamage
© ZDF, SRF
Eine viel befahrene Ausfallstraße mitten in Luzern, eine lärmige Straßenkreuzung: die Baselstraße, auch "Rue de Blamage" genannt. Ihren Spitznamen bekam sie bereits in den 1960er-Jahren. Die Straße ist Ghetto, Drogenbeschaffungszone, Bordell, und Freiraum zugleich. Für viele Bürger ein Schandfleck in der sonst so stolzen Touristenstadt. Die Sendung zeigt die charakteristischen Gesichter dieser Straße und erzählt ihre Geschichten.
Sendedaten
Montag, 9. Oktober 2017, 22.25 Uhr

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Da sind ein Künstler, der sich mit der schweren Erkrankung seines "Models" konfrontiert sieht; ein heroinabhängiger Straßenmusiker, der eine Beziehung zu seinem Kind sucht; ein Schweizer Frührentner und Stadtoriginal, der den ganzen Tag die Straße beobachtet; seine Nachbarin, eine Domina und Bordell-Betreiberin, die über die Beziehungen zwischen Männern und Frauen sinniert; sowie ein somalischer Student, der in seiner Heimat Präsident werden will.

Die Baselstraße ist in letzten Jahren auch eine neue Heimat für Migranten aus der ganzen Welt geworden. Und für viele Schweizer ein letztes Refugium, wo sie noch so leben können, wie sie wollen - auch ohne dickes Portemonnaie. Eine Gesellschaft von gestrandeten Menschen im Schatten der "Leuchtenstadt", die sich den unwirtlichen Asphaltstreifen der Baselstrasse teilen und umso hartnäckiger an ihren Träumen und Sehnsüchten festhalten. Und je tiefer der Film in die Welt und die Geschichten seiner Protagonisten eintaucht, desto mehr erzählen sie über die unruhigen Ränder Europas - und über die Bruchstellen helvetischer Befindlichkeit.

Krieg und Spiele
© ZDF und Ziv Biton, Steffen Hammeric
Teils faszinierend, doch überwiegend erschreckend sind die Erkenntnisse, die Karin Jurschicks Dokumentation über Drohnen, Roboter und künstliche Intelligenz präsentiert. Die Filmemacherin hat Militärs und Forscher in Israel und den USA besucht und Einblicke in die Produktion von Kampfdrohnen bekommen - jener unbemannten Fluggeräte, die sich in Computerspielmanier steuern lassen und zielgenau Gebäude zerstören oder Menschen töten.
Sendedaten
Montag, 16. Oktober 2017, 22.25 Uhr

Erstausstrahlung

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Doch Jurschick stellt nicht nur die Frage nach der Moral dieser modernen Kriegsführung, sie geht noch weiter: Was, wenn es den Technikbegeisterten im Silicon Valley gelingt, lernfähige Roboter zu erschaffen, die irgendwann selbständig urteilen und handeln?

Was haben Dietrich Oepke, einst Modellflugmeister der DDR, Dave Anthony, Entwickler von "Call of Duty" und James Gimzewski, Professor für Nano-Architektur gemeinsam? Sie sind Spieler. Konkret oder virtuell, mit Quadrocoptern, futuristischen Waffen oder künstlicher Intelligenz spielen sie mit den menschlichen und technischen Möglichkeiten. Wie real sind ihre Zukunftsvisionen?

Die unbemannten Kriegsroboter der Zukunft sind nach dem Vorbild von Tieren gebaut. Perfekte Maschinen, die im Wasser, an Land und in der Luft die Bewegung jeder Maus und jedes Menschen erfassen. Und sie können töten. Autonom. Diese technische Entwicklung verändert jetzt schon die Kriege und unsere Vorstellungen von Ethik und Moral. Ja: unsere Stellung als Menschen in der Welt. Werden am Ende die Maschinen sogar die besseren Entscheidungsträger? Bringt uns die neue, aus der Ferne steuerbare Kriegstechnologie Aufklärung und Sicherheit, wie es die herstellende Industrie und die Regierungen versprechen, oder macht sie die Version eines totalen Überwachungsstaates möglich? Und was ist mit denen da unten, den Menschen im Fadenkreuz?

Was passiert mit dem Begriff der Schuld, wenn Maschinen autonom töten? Wer ist verantwortlich, wenn sie einen Fehler machen? Wie verändert sich die Vorstellung von "Soldatenehre", wenn Menschen Tausende Kilometer entfernt vor einem Computerbildschirm sitzen und nur noch überwachen, was die Maschine ausführt?

Die Filmemacherin bewegt sich in unterschiedlichen Parallelwelten: den Laboren der Forscher und der Militärs, den "Think Tanks", in denen Philosophen, Ethiker, Historiker und Militärwissenschaftler über Möglichkeiten und "Moral" der neuen Kriegswaffen nachdenken. Bei Computerspielern, für die es selbstverständlich ist, ihren Körper und ihre Fähigkeiten virtuell und gefahrlos zu erweitern. Bei Piloten, die lernen müssen, mit ganz neuen Anforderungen fertig zu werden: einer großen Distanz zum Geschehen und gleichzeitig einer neuen "Intimität" des Tötens, wenn sie ein menschliches "target" über Wochen heimlich beobachten. Bei Ausbildern, die darin unterrichten, Bilder zu lesen, die weit entfernt entstanden sind, um dann unter Umständen tödliche Entscheidungen zu treffen. Menschen, die mit und unter den neuen Kriegstechnologien leben.

"Krieg und Spiele" geht diesen Fragen in Israel, den USA und Deutschland nach und eröffnet mit dokumentarischen Beobachtungen, unveröffentlichtem Video- und Filmmaterial und zahlreichen Protagonisten neue Perspektiven auf diese komplexe, hochspannende Thematik.

Wastecooking - Kochen statt Verschwenden
© ORF
"Kochen statt Verschwenden" lautet der Leitsatz des Salzburgers David Groß, der mit seinem Kochkunstprojekt "Wastecooking" mehr Nachhaltigkeit einfordert und für Furore sorgt. 2014, das EU-"Jahr gegen Lebensmittelverschwendung", nahm Groß zum Anlass, um durch fünf europäische Länder - Österreich, Deutschland, die Niederlande, Belgien und Frankreich - zu reisen und sich nur von dem zu ernähren, was andere wegwerfen.
Sendedaten
Montag, 23. Oktober 2017, 22.35 Uhr

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Aber Groß "rettet" nicht nur Lebensmittel, die er in köstliche Speisen verwandelt, er trifft auch engagierte Mitstreiter mit neuen Lösungsideen im Kampf gegen die Verschwendung. Mit dabei sind Spitzenköche, Wissenschaftler und Feinschmecker, die gemeinsam mit "Wastecooking" gegen die Wegwerfgesellschaft ankochen.

Da staunen die Abgeordneten nicht schlecht: Mit seiner "Wasteküche" besucht Groß auch das EU-Parlament in Brüssel. Er schaut sich nach dem Aussortierten in der Parlamentskantine um und kocht ein schmackhaftes Mittagsmenü. Köche und Gäste sind begeistert. "Wir sollten bei uns selbst beginnen", sagt eine Abgeordnete.

Außerdem wirft der "Chef-Wastecooker" einen Blick in die Kühlschränke Salzburger Bürger, kocht auf einem französischen Fischkutter aus Beifang frische Bouillabaisse, lädt zur "Schnippeldisco" in Berlin ein oder durchforstet die Natur nach Genießbarem. Immer begleitet von dem Dokumentarfilmer Georg Misch und seinem Team, entsteht dabei ein innovativer, kulinarischer Reiseführer mit raffinierten und köstlichen Gerichten aus allerlei "geretteten" Lebensmitteln. Ein Selbstversuch mit Biss, der unseren Konsum- und Lebensstil hinterfragt.

Berge im Kopf
© ZDF, SRF-Filmformat GmbH, Matthias Affolter
Das Hochgebirge ist Fluchtort und Heimat für Bergsteiger aus vier Generationen. Auf der Suche nach dem richtigen Weg sind sie mit Lebensfragen konfrontiert, die sich alle stellen. Fragen wie: Was gebe ich für die Verwirklichung meiner Träume und Ziele auf, welche Risiken gehe ich dafür ein?
Sendedaten
Montag, 30. Oktober 2017, 22.25 Uhr

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In der Nordwand des Gross Ruchen hört man Dani Arnold, 29, im Föhnsturm fluchen. Seit seinem Geschwindigkeitsrekord an der Eigernordwand gilt er als einer der weltbesten Alpinisten. Doch der Urner will höher hinaus, eigene Grenzen übertreffen und im Alpinismus neue Maßstäbe setzen. Er ist sich aber auch bewusst, dass er die kommenden Herausforderungen nicht nur mit reiner Muskelkraft bewältigen kann. Er muss die Limits im Kopf meistern.

Stephan Siegrist, 41, ist seit mehr als zehn Jahren von Beruf Extrembergsteiger. Er lebt von immer neuen, spektakulären Abenteuern, über die er in Vorträgen berichtet. Dabei versucht der Familienvater zunehmend, Risiken zu meiden. So brach er während der Aufnahmen zum Film die Westgrat-Besteigung des 7400 Meter hohen Makalu im Himalaja wegen Höhenkopfschmerzen ab. "Vieles ist auch einfach Glück. Jeder hat wohl sein Milchbüchlein, und wenn das Kontingent voll ist, ist Lichterlöschen."

Seit er mit 40 Jahren seinen letzten alpinistischen Traum verwirklichte, durchsteigt der 60-jährige Jacques Grandjean gemeinsam mit Freunden brüchige Felswände auf der Suche nach Kristallen. Er spürt zunehmend, wie die anstrengenden Touren seinen Körper fordern und das Ende des Bergsteigerlebens naht. Heute hat er "plus de souvenirs que de projets".

Werner Munter sucht auch noch mit über 70 Jahren in den wildesten Winkeln des Val d'Hérens nach neuen Routen. Nachdem er als junger Bergsteiger einen Sturz aus einer Eiswand überlebte, begann er, sich intensiv mit der Abschätzung von Risiken im Hochgebirge zu beschäftigen. Seine Thesen revolutionierten die Lawinenkunde, er wurde ein weltweit gefragter Experte. Von absoluter Sicherheit hält er nichts. Vielmehr fragt er: Wie viel Risiko ist nötig, um sich frei entfalten zu können? Und fordert: "Es sollte ein Schulfach Risikokultur geben."


Mediathek

<b>Ab 18! - Der Struggle ist real</b><!--bis 24-10-2017 22:30Uhr--> © Britta Wandaogo
Ab 18! - Der Struggle ist real
<b>Ab 18! - Mutterglück</b><!--bis 24-10-2017 23:05Uhr--> © Stefan Kolbe
Ab 18! - Mutterglück
<b>Ab 18! - Freier Mensch</b><!--bis 17-10-2017 23:20Uhr-->
Ab 18! - Freier Mensch

<b>Ab 18! - Coming Home</b><!--bis 17-10-2017 22:35Uhr--> © Anna Piltz
(deutsch)
Ab 18! - Coming Home
<b>Ab 18! - Coming Home</b><!--bis 17-10-2017 22:35Uhr--> © Anna Piltz
(Untertitel)
Ab 18! - Coming Home
<b>Ab 18! - In der Schwebe</b><!--bis 18-10-2017 00:05Uhr--> © Zaza Rusadze
Ab 18! - In der Schwebe

Rückblick 2017

  • Ritterblut - Verliebt in einen Knacki (18. September)




Rückblick 2016