Kultur
Mephisto - aus den Münchner Kammerspielen
Klaus Manns "Mephisto" an den Münchner Kammerspiele: Jette Steckel inszeniert ein packendes Theaterstück über Ehrgeiz, Anpassung und die Verführung der Macht.
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Im Zentrum steht der Schauspieler Hendrik Höfgen, dessen Karriere im politischen Umbruch der 1930er-Jahre steil aufsteigt. Zwischen öffentlichem Ruhm und innerer Leere entsteht das Porträt eines Künstlers, der sich den Machtverhältnissen anpasst.
Theater zwischen Glanz und Bedrohung
Die Inszenierung setzt auf eine präzise und reduzierte Bildsprache. Bühne, Licht und Kostüme entwerfen eine Atmosphäre, in der Theater und Politik unauflöslich miteinander verwoben erscheinen.
In dieser Welt wird Erfolg zur Versuchung – und Anpassung zum moralischen Risiko. Die Figuren bewegen sich zwischen künstlerischem Anspruch, persönlichem Ehrgeiz und politischem Druck.
Ein Klassiker über Verantwortung
"Mephisto" stellt Fragen, die bis heute aktuell sind: Wie verhält sich Kunst zur Macht? Wann wird Anpassung zum Verrat?
Die Inszenierung legt offen, wie verführerisch Anerkennung und Karriere sein können – und welche Konsequenzen moralische Kompromisse haben. Ein eindringlicher Theaterabend über Integrität, Opportunismus und Verantwortung.
Mit:
Bless Amada, Erwin Aljukić, Johanna Eiworth, Elias Krischke, Linda Pöppel, Thomas Schmauser, Maren Solty, Edmund Telgenkämper, Martin Weigel
Regie: Jette Steckel
Bühne: Florian Lösche
Kostüme: Pauline Hüners
Musik: Mark Badur, Elias Krischke
Lichtdesign: Maximilian Kraußmüller
Dramaturgie: Johanna Höhmann, Theresa Schlesinger, Carl Hegemann
Fassung: Emilia Heinrich, Jette Steckel, Johanna Höhmann
Fernsehregie: Catharina Kleber