Das Bild zeigt einen buddhistischen Klosterraum im Freien, umgeben von Grünpflanzen. Im Vordergrund sitzen zwei Mönche in leuchtend orangefarbenen Roben auf Holzböden. Der Mönch auf der rechten Seite hat einen kalten Kopf und Tätowierungen auf dem linken Arm und ist dabei, einen schwarzen Almosenbehälter, der auf einer kleinen weißen Säule steht, in der Hand zu halten. Vor ihm liegt eine Schüssel mit geschnittenem Obst. Der Mönch auf der linken Seite trägt eine dunkelorange Robe und ist mit einer näheren Einstellung nicht vollständig sichtbar. Im Hintergrund sind Bäume und ein Fußweg zu erkennen, der leicht sichtbar ist. Die Stimmung wirkt friedlich und meditativer Natur.

Gesellschaft

Gott 2.0. - Was wollen wir glauben?

Kriege toben, Krisen überschlagen sich - eigentlich sollte man annehmen, dass die Menschen wieder vermehrt Trost und Halt in der Religion suchen. Doch vielmehr ist das Gegenteil der Fall.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
07.08.2026
00:10 - 00:45 Uhr

Der renommierte Religionssoziologe Detlef Pollack spricht von einem "dramatischen, historisch beispiellosen Bedeutungsrückgang" und zwar weltweit. Der Säkularisierungsprozess ist dabei kein Phänomen der westlichen Welt, sondern tritt auch in Ländern auf, die bislang als religiöse Hochburgen galten. Die WeltWeit-Reporter haben sich angeschaut, ob Gott wirklich ausgedient hat und ob der neue Trend in punkto Glauben nur noch "ich bin nicht religiös, aber spirituell" heißt.

Thailand: Kloster-Tourismus

Das Bild zeigt eine Szene in einem buddhistischen Kloster in Thailand. Im Vordergrund sitzen mehrere Männer, die jeweils eine Schüssel in den Händen halten. Diese Männer tragen traditionelle, gestreifte Kleidung in Rot und Weiß. Ihre Köpfe sind teilweise rasiert, während einige von ihnen noch längeres Haar haben.   Hinter ihnen stehen mehrere Mönche in orangefarbenen Roben. Diese Mönche führen eine zeremonielle Kopfrasur durch, was ein wichtiger Teil der Ordination in der buddhistischen Tradition ist. Die Mönche scheinen konzentriert zu arbeiten, während sie die Haarpracht der Männer, die für diese Zeremonie teilnehmen, schneiden.   Die Umgebung ist grün und naturnah, mit vielen Bäumen und Pflanzen im Hintergrund, die eine friedliche und spirituelle Atmosphäre schaffen. Es gibt keine Hinweise auf moderne Technologie oder Ablenkungen, was die spirituelle Konzentration der Szene unterstreicht.   Die gesamte Darstellung vermittelt ein Gefühl von Gemeinschaft, Tradition und der Suche nach innerem Frieden.
Thailand: Durch die zeremonielle Kopfrasur werden die Männer ordiniert und dürfen im Anschluss die orangene Mönchskutte tragen.
Quelle: ORF

In Thailand boomt der sogenannte Kloster-Tourismus. Vor allem für Menschen, die der modernen Leistungsgesellschaft entfliehen wollen und mehr Spiritualität suchen, haben buddhistische Tempel eine große Anziehungskraft. 30 Tage dauert die Ausbildung zum Mönch für Ausländer im Kloster "I-Monestary". (Bild oben und rechts)

Patrick A. Hafner ist in die Welt der Mönche eingetaucht und begleitet Ashley Morton, der Ehefrau und Tochter in England gelassen hat, um sich seinen Traum vom Klosterleben zu erfüllen. Kein Handy, kein Alkohol und keine anderen irdischen Freuden, erst durch das Leid findet man zum Glück. "Es ist eine große Herausforderung, doch es lohnt sich, sich ihr zu stellen", sagt Ashley.

Afrika: Boom des Christentums

Das Bild zeigt das Innere einer Kirche in Ruanda während einer Messe. Der Raum ist hell erleuchtet, mit einem hohen, schrägen Dach. An der Wand hinter einem Altar befindet sich ein großes, einfaches Holzkreuz. Vor dem Altar stehen mehrere Personen in weißen Gewändern, die anscheinend eine religiöse Zeremonie durchführen.  Die Bankreihen vor dem Altar sind nahezu vollständig besetzt. Viele Gläubige sitzen in hölzernen Stühlen, die in Reihen angeordnet sind. Die Anwesenden sind überwiegend in farbenfrohe Kleidungsstücke gehüllt, die sowohl traditionelle als auch moderne Stile zeigen. Einige Menschen halten Broschüren oder schauen auf Bildschirme, die an den Wänden hängen und möglicherweise die Liedtexte oder Gebete anzeigen.  Im Vordergrund ist eine Frau in einem gelben Kleid zu sehen, die sich in Richtung Altar bewegt. Der Raum hat einen klaren akustischen Charakter, ideal für Gesänge und Predigten.  Insgesamt vermittelt die Szene eine spirituelle Atmosphäre, geprägt von Gemeinschaft und Gottesdienst.
Ruanda: Jeder fünfte Christ weltweit lebt in Afrika. Die Kirchen sind voll von Gläubigen.
Quelle: ORF

Jeder fünfte Christ weltweit lebt mittlerweile in Afrika. Über 700 Millionen Gläubige sind es verteilt über den ganzen Kontinent. Und seit einiger Zeit gewinnen evangelikale Kirchen immer mehr an Bedeutung. Paul Huemer besucht in Ruanda eine Messe der "Holy Trinity Church". Ihre Prediger werden in den USA ausgebildet, die Gemeinde finanziell unterstützt.

Bibelschulen und Mediennetzwerke werden errichtet. Doch das alles ist kein Akt christlicher Nächstenliebe, sondern Teil einer Strategie mit dem Ziel, Politik und Gesellschaft im Land nach dem Weltbild der radikal-konservativen US-Kirchen zu formen. Für viele Menschen bedeutet ihr wachsender Einfluss inzwischen vor allem eines: Ausgrenzung.

Spanien - tief katholisch - oder doch nur Ritual?

Das Bild zeigt einen kleinen, hellen Raum, der mit einem weißen Stoffdach dekoriert ist, das sanft herunterhängt. In der Mitte des Raumes steht ein hölzernes Boot, das als Altar fungiert. Auf dem Altar liegen eine weiße Tischdecke und eine rote Bibel. Vor dem Boot stehen zwei brennende Kerzen.  An der Wand hinter dem Boot hängt ein großer, geschnitzter Kreuzweg mit einer Statue von Jesus, der mit weit ausgebreiteten Armen da steht. Der Raum ist schlicht und minimalistisch eingerichtet. Zu sehen sind auch eine kleine, dunkle Holzbank sowie ein Regal mit einigen religiösen Gegenständen.  Eine Person, gekleidet in einem grünen Gewand mit weißen Ärmeln, steht am Altar und scheint zu beten. Der Raum vermittelt eine Atmosphäre der Ruhe und Besinnung.
Spanien: Der tägliche Gottesdienst ist fester Bestandteil der „Hakuna“ Gemeinschaft.
Quelle: ORF

Spanien ist traditionell ein tief katholisches Land, doch auch hier geht die Hälfte der Bevölkerung nur noch zu besonderen Anlässen in die Kirche. Der Glaube scheint zum gesellschaftlichen Ritual zu verkommen. Leuchtendes Gegenbeispiel ist die junge katholische Glaubensbewegung "Hakuna". Der Name ist vom Suaheli-Begriff "Hakuna Matata" inspiriert und bedeutet so viel wie "keine Sorgen".

Die Idee dahinter: Glaube, Gemeinschaft und gelebte Spiritualität zu verbinden. Josef Manola hat einen Tag bei den jungen Leuten im "El Estudio", der Zentrale der Bewegung, in der Nähe von Madrid verbracht. Neben dem persönlichen Erleben gibt es viel Präsenz auf Social Media Plattformen und riesige Konzerte der "Hakuna Group Music". Kritiker sprechen deshalb gerne von einem "Event-Glauben".

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