Gesellschaft

Aufstand der Orcas?

Seit 2020 greifen Orcas in der Straße von Gibraltar und an den Küsten Südspaniens immer wieder Segelboote an. Über 500 „Interaktionen“, wie die Übergriffe genannt werden, gab es in den letzten vier Jahren.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 22.02.2026

Vier Segelyachten wurden so schwer beschädigt, dass sie sanken. Aber warum machen die Killerwale das? Orcas werden auch Killerwale oder Schwertwale genannt. Rund um den Globus konkurrieren sie mit den Fischern um die besten Thunfischfänge. Von Angriffen auf Menschen wurde zuvor noch nie berichtet. Doch seit vier Jahren kommt es immer wieder zu regelrechten Überfällen auf Segelboote, vor allem im Frühjahr und Sommer. Die Orcas rammen dabei den Rumpf und zerstören meist das Ruder. Hotspots dieser „Interaktionen“, wie die Übergriffe von Meeresbiologen genannt werden, sind die Meerenge von Gibraltar und angrenzende Gewässer, vor allem im Atlantik. Fischer, Anwohner, Walbeobachter und Forscher rätseln, warum die Killerwale plötzlich solch ein aggressives Verhalten zeigen, und entwickeln eigene Theorien. Hat es mit der jahrtausendealten Konkurrenz um die Thunfische zu tun, die ab Mai zum Laichen aus dem Atlantik ins Mittelmeer ziehen und im Juli wieder zurück? Manche vermuten, es wäre ein Aufstand der Orcas, die Rache für erlittene Verletzungen. So soll die alte Anführerin einer Orcaschule schlechte Erfahrungen mit Segelbooten gemacht haben und nun ihre Kinder und Enkel zu Revanche-Aktionen anstacheln. Viele Meeresbiologen glauben, es sei nur eine Art Spiel. Sicher ist nur eins: Bei keiner dieser „Interaktionen“ kamen bisher Personen zu Schaden, auch nicht auf den vier Yachten, die versenkt wurden. Der Mensch ist nicht das Ziel der Übergriffe. Ein Meeresforscher hat nun entdeckt, dass es durchaus einen Zusammenhang mit der Fischerei gibt.

Aber insbesondere bei Standorten im Wald werden häufig Bedenken geäußert – im Hinblick auf die Natur: Windräder könnten sogenannte windkraftsensible Vögel töten. Was heißt das etwa für den Rotmilan in Bayern? Das wird untersucht in der Gemeinde Fuchstal.

Dort sollen Windräder im Wald gebaut werden. Doch die werden nur genehmigt, wenn die Betreiber wirksamen Schutz für die Vögel nachweisen können. Eine Möglichkeit wäre, in der Zeit, in der Rotmilane fliegen, die Windräder nicht laufen zu lassen. Zum Einsatz kommt aber ein Kamerasystem, das mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Vögel rechtzeitig erkennt und die Windräder dann etwa drei Minuten verlangsamt. In Fuchstal wird diese Antikollisionstechnik zum ersten Mal in Bayern eingesetzt, im Rahmen eines Forschungsvorhabens. Könnte mit ihrer Hilfe dieser Technik der Konflikt Artenschutz und Ausbau erneuerbarer Energien entschärft werden?

An anderen Orten in Bayern wird die Windkraft im Wald kritisch gesehen, etwa im nördlichen Landkreis Eichstätt. Dort versucht die Bürgerinitiative "Gegenwind Altmühlberg" die Windkraftanlagen im Wald zu verhindern. Für die Mitglieder der Bürgerinitiative passt die Windkraft nicht in den Naturpark Altmühltal. Deshalb haben sie sich zusammengeschlossen und wollen gegen Windräder in ihren Wäldern angehen.

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