Das Bild zeigt eine ländliche Szenerie in Tirol. Im Vordergrund sind zwei traditionelle Bauernhäuser zu sehen. Das linke Gebäude hat eine helle Fassade mit einem runden, spitzen Dach und einer kleinen, ornamente Stube. An der Wand befindet sich eine dekorative Malerei. Das rechte Gebäude ist aus dunklem Holz konstruiert, hat mehrere Fenster und einen Balkon. Die Dächer beider Häuser sind teilweise mit Schnee bedeckt.  Im Hintergrund ist eine hügelige, felsige Landschaft sichtbar, die ebenfalls mit Schnee bedeckt ist. Der Boden ist größtenteils braun und trocken, und einige Grasflächen sind sichtbar. Eine Leiter lehnt an dem linken Haus, und bis auf einige grasbewachsenen Flächen sind keine weiteren Pflanzen vorhanden. Es ist ein klarer, kalter Tag, was durch die Schneebedeckung und die winterliche Umgebung suggeriert wird.

Gesellschaft

Tiroler Bauernhäuser - Zwischen Romantik und Realität

"Sobald die Fliegen aus dem Stall um die Suppe kreisen, hört sich die Romantik am Bauernhof auf", sagt der Tiroler Bauer und Schauspieler Tobias Moretti.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
14.09.2026
05:40 - 06:20 Uhr
Das Bild zeigt eine Frau, die sich in einem Stall um ein schwarzes Rind kümmert. Die Frau trägt eine orangefarbene Mütze und hat eine bunte, floral gemusterte Jacke an. Sie schaut freundlich auf das Tier, während sie mit einem langen Besen oder einer Schaufel in der Hand beschäftigt ist. Im Hintergrund sind Stroh oder Heu und einige Stallwände zu sehen, die die ländliche Umgebung des Bauernhofs verdeutlichen. Das Licht im Stall ist weich und bringt eine ruhige Atmosphäre. Das Rind hat eine Ohrmarke, die zur Identifizierung dient.
Julia Moretti ist eine begeisterte Bäuerin.
Quelle: Landesstudio Tirol

Er bewirtschaftet mit seiner Frau Julia einen alten Hof in der Nähe von Innsbruck. "Wir haben uns freiwillig harte Arbeit gekauft", sagt die leidenschaftliche Bäuerin Julia Moretti.

In ihren Augen ist Tradition das Weitergeben des Feuers und nicht das Halten der Asche, wie ein Gustav Mahler zugeschriebenes Zitat lautet.

Das Bild zeigt ein traditionelles, mehrstöckiges Tiroler Bauernhaus mit Holzverkleidung und einem steilen, schindelgedeckten Dach. Das Gebäude hat zahlreiche Fenster mit Holzrahmen, die in Reihen angeordnet sind. Im Erdgeschoss ist ein Bereich mit gestapelten Holzscheiten sichtbar, was auf die Nutzung des Gebäudes für landwirtschaftliche Zwecke hinweist.  Rund um das Bauernhaus erstreckt sich eine grüne Wiese, die sanft in eine Hügellandschaft übergeht. Im Hintergrund sind einige Bäume zu erkennen, die vor einer bewaldeten Fläche stehen. Ein Wanderweg führt in der Nähe des Hauses vorbei. Die Umgebung wirkt idyllisch und zeigt die ländliche Kultur und Architektur Tirols.  Der Himmel ist klar und es scheint sonnig zu sein, was die Farben lebendig erscheinen lässt. Das gesamte Bild vermittelt einen Eindruck von traditioneller ländlicher Idylle und der Verbindung zur Natur.
Der Rainerhof in Osttirol lebt weiter.
Quelle: Landesstudio Tirol

Vor 30 Jahren waren in Tirol noch 700 bäuerliche Ensembles erhalten, heute sind es gerade noch 80. Zu diesem aufrüttelnden Ergebnis kommt eine vom Tiroler Kunstkataster durchgeführte Studie. Julia Moretti engagiert sich als Botschafterin für die "Längenfelder Erklärung", das ist ein Plädoyer für den Erhalt von ländlicher Baukultur.

Doch was tut ein aktiver Bauer mit einem alten Hof, der unter Denkmalschutz steht und der sich mit einem modernen Traktor nur schwer bewirtschaften lässt? Teresa Andreae, die Gestalterin der Dokumentation, hat mit ihrem Team mehrere historische Bauernhöfe in Nord- und Osttirol besucht und zeigt in dem Österreich Bild am Feiertag "Tiroler Bauernhäuser - Zwischen Romantik und Realität" welche unterschiedlichen Formen des Weiterlebens möglich sind. Für einige Höfe ist es schon zu spät.

Das Bild zeigt den Bichlerhof in Osttirol, ein stark beschädigtes altes Bauernhaus. Das Gebäude ist aus dunklem Holz und hat ein stark abgenutztes Dach, das teilweise eingestürzt ist. Viele Holzbretter sind schief und liegen lose, während andere Teile des Dachs von Moos und Flechten bedeckt sind. Die Fassaden sind ebenfalls stark verwittert. Um das Haus herum befindet sich eine grüne Landschaft mit niedrigem Gras und vereinzelten wild wachsenden Pflanzen. Im Hintergrund sind sanfte Hügel zu sehen, die die ländliche Umgebung prägen. Der Zustand des Gebäudes reflektiert den Verfall traditioneller Tiroler Bauernhäuser.
Der Bichlerhof in Osttirol ist nicht mehr zu retten.
Quelle: Landesstudio Tirol

Der mehr als 500 Jahre alte Bichlerhof in Matrei in Osttirol wird demnächst abgerissen. Alle Bemühungen, den wertvollen Hof zu retten, sind gescheitert.

Eine andere Geschichte erzählt der Wannerhof in Inzing, in dem im 15. Jahrhundert Jörg Kölderer, der Hofmaler von Kaiser Maximilian geboren worden ist. Der letzte Besitzer Heinz Wanner hatte keine Nachkommen und hat seinen Hof kurz vor seinem Tod dem jungen Hannes Gastl überschrieben. Der Jungbauer lebt nun mit seiner Familie dort, bewirtschaftet den Hof und restauriert das historische Gebäude mit viel Eigenleistung.

Am Kaunerberg hat der ehemalige Baggerfahrer Willi Buchhammer einen alten, maroden Paarhof erworben und eigenhändig saniert. Er versucht, die alten Gemäuer nun mit sanftem Tourismus neu zu beleben. Ruhig sei es im Kaunertal, aber er hofft dennoch, dass sein Konzept aufgeht. Der Blick auf die Bauernhöfe, die seit Jahrhunderten die Tiroler Landschaft prägen, würde die Seele nähren, sagt Walter Hauser, der Chef des Tiroler Denkmalamtes. Sie tun allen gut, den Einheimischen und den Gästen.

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