Gesellschaft
Swetlana Stalin – Ein Leben im Schatten des Vaters
Was bedeutet es, die Tochter eines Diktators zu sein? Der Film erzählt vom Schicksal Swetlana Allilujewa Stalins, der einzigen Tochter des sowjetischen Diktators Josef Stalin.
- Produktionsland und -jahr:
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- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 18.09.2026
Der Genfer Regisseur Gabriel Tejedor verbindet seltenes Archivmaterial mit Animationen.
Swetlana Stalin wird 1926 als jüngstes Kind des sowjetischen Staats- und Parteichefs Josef Stalin geboren. Als sie sechs Jahre alt ist, nimmt sich ihre Mutter das Leben. Swetlana wächst im goldenen Käfig auf: bewacht von Geheimdienstlern, umgeben von Bediensteten. Lange gilt sie als Liebling ihres Vaters. Als junge Frau entfremdet sie sich von ihm. Auch nach Stalins Tod 1953 bleibt sie Gefangene des Systems, das ihr Vater geschaffen hat.
1967, mitten im Kalten Krieg, beantragt die zweifache Mutter in der US-Botschaft in Neu-Delhi Asyl. Sie lässt ihr Land zurück – und ihre beiden Kinder. Ihr Überlaufen löst im Osten wie im Westen Bestürzung aus. Der Fall ist geopolitisch brisant: US-Präsident Lyndon B. Johnson bringt sie zunächst in der Westschweiz unter, um diplomatische Verwerfungen zu vermeiden. Dort wohnt sie bei Nonnen. Bis zu ihrem Tod 2011 verfolgen sie Presse, KGB und zahlreiche Bewunderer. Swetlana Stalin ist ihr Leben lang auf der Flucht. Der Film zeichnet das Porträt einer Frau, die versucht, dem Schatten ihres Vaters zu entfliehen.