Das Bild zeigt eine nachgestellte Szene, die eine sogenannte Chemsex-Party darstellt. Im Vordergrund des Bildes befindet sich eine braune Glasflasche mit einem Tropfer auf einem gläsernen Tisch. Die Flasche hat einen weißen Deckel. Im Hintergrund ist eine Person zu sehen, die mit freiem Oberkörper auf einem Sofa liegt. Die Person trägt eine kurze Hose und ist offenbar in einem entspannten oder bewusstlosen Zustand. Der Raum hat eine helle, freundliche Atmosphäre mit einer Pflanze im Hintergrund. Der Boden ist aus Holz, und es gibt eine Kiste oder einen kleinen Tisch, der leicht unscharf im Bild zu erkennen ist. Das gesamte Bild vermittelt einen Eindruck von Intimität und der Thematik der Verwendung von Substanzen in einem sexuellen Kontext.

Gesellschaft

Sex auf Drogen - Warum der gefährliche Trend zunimmt

Eineinhalb Jahre lang ist Christoph Feurstein tief in eine Welt großer Tabus eingetaucht. Es geht um Sex und Drogen. Und um die toxische Verbindung der beiden.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
22.04.2026
20:15 - 21:05 Uhr

Chemsex ist ein besorgniserregender Trend, der gerade um sich greift: In einer Welt, in der Konkurrenzkampf, Leistungsdruck und Selbstoptimierung im Vordergrund stehen, greifen immer mehr Menschen zu Drogen, um sich bei der "schönsten Sache der Welt" entspannen zu können.

"Mein Freund und ich haben eigentlich immer nur Sex auf Drogen gehabt. Je öfter man konsumiert und dann Sex hat, desto weniger interessiert einen Sex ohne Drogen", sagt Tanja. Die 46-jährige Burgenländerin ist durch den sexualisierten Substanzkonsum drogenabhängig geworden und leidet bis heute unter schweren Depressionen und Angstzuständen.

Davor war sie 15 Jahre lang verheiratet. In der Ehe war das Sexleben am Ende kaum mehr vorhanden und sie ist aus der Beziehung ausgebrochen. Die neu erhoffte Freiheit mit scheinbar ungezwungenem Sex auf Drogen wurde für sie zur Falle.

Der praktische Arzt Horst Schalk ist dankbar, dass das Thema endlich aufgegriffen wird. Er ist in der Szene zu einer Anlaufstelle für Betroffene geworden. Täglich hat er in seiner Praxis mit den Folgen von Sex unter dem Einfluss chemischer Substanzen zu tun. Die neue Art chemischer Drogen macht nicht nur schnell und schwer abhängig, sie mindert auch das Schmerzempfinden und schädigt die inneren Organe dauerhaft.

Das Bild zeigt zwei Männer, die an einem Tisch in einer Bar oder einem ähnlichen Lokal sitzen. Der Tisch ist aus Holz und hat eine raue, unebene Oberfläche. Auf dem Tisch stehen zwei Gläser: eines mit klarem Getränk und einer Zitronenscheibe, das andere Glas ähnelt dem ersten und steht in der Nähe einer der Personen.  Der Mann auf der linken Seite hat einen rasierten Kopf, einen kurzen Bart und trägt ein rotes Hemd. Er hat eine nachdenkliche Ausdrucksweise, während er seinen Gesprächspartner ansieht. Der Mann auf der rechten Seite hat lockige, blond-braune Haare und trägt ein dunkles Oberteil. Sein Gesichtsausdruck wirkt angespannt, als wäre er tief in das Gespräch vertieft.  Im Hintergrund sind schwaches, farbiges Licht und eine Couch zu sehen, die vermutlich für das Sitzen von Gästen gedacht ist. Die Umgebung ist düster, mit Lila- und Rottönen, die von verschiedenen Lichtquellen ausgehen. Die Atmosphäre könnte als intim und etwas angespannt beschrieben werden.
Dorian im Gespräch mit Christoph Feurstein. Dorian ist 29 und schwer Chemsex süchtig. Christoph Feurstein hat ihn eineinhalb Jahre lang auf dem schwierigen Weg der Entwöhnung mit einigen Rückfällen begleitet.
Quelle: ORF

Auf sogenannten Chemsex-Partys, bei denen Gruppen von Menschen oft tagelang miteinander Sex haben, werden nicht selten die eigenen Grenzen und die der anderen überschritten. "Das Äußerste, glaube ich, was ich unterwegs war, waren tatsächlich fünf Tage am Stück. Ich war körperlich völlig am Ende. Aber noch immer getrieben von der Substanz", erzählt der 29-jährige Dorian.

Er galt als Jugendlicher als politisches Talent, doch die Drogensucht hat seine Karriere zerstört. Chemsex-Süchtigen merkt man nach außen hin oft nichts an. Unter ihnen sind auch erfolgreiche Menschen. Sie funktionieren im Beruf, daneben der Drogenexzess. Das praktizieren manche jahrelang, bis Körper und Psyche nicht mehr mitspielen, sagen der Psychotherapeut Christof Mitter und die Suchtberaterin Miriam Alvarado-Dupuy von der Hilfseinrichtung an.doc.stelle. Die Betroffenen lernen in langwierigen Therapien wieder nüchternen Sex zu haben. Um zu genesen, müssen sie in ihrer Vergangenheit weit zurückgehen.

Was Sex auf Drogen mit uns als Gesellschaft zu tun hat, zeigen Christoph Feurstein und Jakob Egger auf eindrückliche Weise.

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