Das Bild zeigt einen Schwarm von kleinen Fischen, die in einer kreisförmigen Formation schwimmen, während ein Schwarzspitzenriffhai in der Mitte des Schwarms zu sehen ist. Der Hai hat eine länglich-geformte, graue Körperfarbe und ist teilweise im Wasser verborgen. Die Fische sind silbrig und reflektieren das Licht, was eine glitzernde Erscheinung erzeugt. Der Hintergrund des Bildes zeigt klareres Wasser, in dem der Boden des Meeres leicht sichtbar ist, was auf eine ruhige Unterwasserumgebung hinweist. Insgesamt vermittelt das Bild eine dynamische Bewegung und das Zusammenspiel zwischen Raubtier und Beute in einem marinen Ökosystem.

Gesellschaft

Logik der Vielen - Das Prinzip Schwarm

Ob Vogel- oder Fischschwarm: Tausende Tiere bewegen sich, ohne zusammenzustoßen, ohne Befehle - und doch perfekt koordiniert. Der Film beleuchtet dieses Phänomen und fragt, was wir von Schwärmen lernen können.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
11.03.2026
21:00 - 21:50 Uhr

Forschende in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersuchen, wie Tiere in Schwärmen Informationen austauschen und ohne Anführer agieren. Ihre Erkenntnisse fließen in Robotik, Logistik und neue Beteiligungsmodelle - mit Vorteilen für Wirtschaft und Demokratie.

Der "Imaging Hangar" des CASAB, dem Center for thr Advanced Study of Collective Behaviour an der Universität Konstanz ist eine 225 Quadratmeter große Halle mit Kameras, Sensoren und einer 3D-Umgebung - eines der größten Schwarmforschungslabore weltweit.

"Nicht alle Schwärme folgen derselben Motivation. Heuschrecken fliehen aus Angst, von Artgenossen gefressen zu werden", erklärt der Direktor des Instituts für Verhaltensbiologie und Sprecher des CASCB, Iain Couzin - eines seiner überraschenden Ergebnisse.

Das Bild zeigt eine Gruppe von Bienen, die auf einer Wabe sitzen. Die Wabe hat eine gelbe Farbe und besteht aus mehreren sechseckigen Zellen, die in einem strukturierten Muster angeordnet sind. Es sind sowohl Arbeitsbienen als auch eine Bienenkönigin zu erkennen, die sich aktiv in der Nähe von Wabenmaterial bewegt. Einige Zellen sind gefüllt mit einer gelben Substanz, die wahrscheinlich Wachs oder Honig ist. Die Bienen haben eine schwarz-gelb gestreifte Körperfarbe und sind unterschiedlich angeordnet, wobei einige von ihnen miteinander interagieren. Das Umfeld scheint gut beleuchtet zu sein und gibt einen Einblick in das geschäftige Treiben innerhalb eines Bienenstocks.
Bienen in ihrem Stock
Quelle: LOOKS Film

Tiefe Einblicke in das Leben der Bienenkönigin bietet das "Artificial Science Lab" in Graz. Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts "RoboRoyal" beobachtet Biologe Thomas Schmickl den Hofstaat eines Bienenvolks aus nächster Nähe - mithilfe eines Roboters mit Kamera und künstlicher Intelligenz.

"Die Bienenkönigin hat eine enorme Bedeutung für unser Ökosystem und wir wissen überraschend wenig über sie. Das können wir jetzt ändern", so der Forscher. Seit Jahrzehnten nutzt er Technologien, um die Logik von Schwärmen zu entschlüsseln. Ein Mini-Roboterschwarm demonstriert, wie Jungbienen in der Gruppe schnellere und bessere Entscheidungen treffen.

Das Bild zeigt zwei kleine Roboter, die auf einem grauen Boden platziert sind. Beide Roboter sind auf einem fahrbaren Chassis montiert und haben jeweils gelbe Räder. Der vordere Roboter hat eine Reihe von Kabeln und Mikrocontrollern sichtbar, während der hintere Roboter eine ähnliche Struktur aufweist, jedoch mit unterschiedlichen Komponenten. Der Hintergrund ist unscharf und könnte eine technische Umgebung wie ein Labor oder Forschungsraum darstellen. Diese Roboter könnten im Rahmen von Forschungsprojekten verwendet werden, die sich mit dem Verhalten von Schwärmen beschäftigen.
Roboter, Universität Konstanz.
Quelle: LOOKS Film

Wie das Prinzip Schwarm eine Halbleiterfabrik in Kärnten optimieren könnte, erforscht Melanie Schranz an den "Lakeside Labs" in Klagenfurt. "Wir haben eine Bibliothek mit Schwärmen, von Ameisen bis zu Schleimpilzen. Besonders spannend sind die Bienenalgorithmen".

Produkte, die sich wie Bienen verhalten, suchen selbstständig die nächstbeste Futterquelle - in diesem Fall eine freie Maschine für den nächsten Fertigungsschritt. Fällt eine aus, läuft die Produktion weiter - ohne, dass zentral eingegriffen werden muss.

Das Bild zeigt zwei kleine Roboter, die im Vordergrund stehen. Sie haben eine kompakte, kastenförmige Bauweise und sind mit bunten Lichtern ausgestattet, die in verschiedenen Farben leuchten, darunter Rot, Blau, Gelb und Grün. Auf der Vorderseite der Roboter ist der Schriftzug „CASC“ zu sehen. Die Roboter bewegen sich auf einer dunklen Oberfläche, was die Helligkeit der Lichter verstärkt. Der Hintergrund ist unscharf und dunkel, was den Fokus auf die Roboter lenkt. Die Szene vermittelt einen Eindruck von Technologie und Innovation, möglicherweise im Kontext eines Forschungsprojekts.
Roboter, Universität Konstanz.
Quelle: LOOKS Film

Die Logik der vielen betrifft nicht nur die Technik, sondern auch die Gesellschaft. Am "Complexity Science Hub" in Wien zeigt Psychologin Mirta Galesic, dass Vielfalt, Unabhängigkeit und Offenheit entscheidend für kollektive Intelligenz sind. Sie spricht von kollektiver Anpassungsfähigkeit. "Um Probleme zu lösen, müssen wir sie erkennen. Was gestern innovativ war, kann heute das Gegenteil sein", sagt sie und verweist auf die emotional geführten Klimadebatten.

Und selbst die Demokratie lässt sich verbessern. "Heute bestimmt oft eine knappe Mehrheit, wie Ressourcen genutzt werden - das führt zu Klientelpolitik und Unzufriedenheit", warnt Physiker und Soziologe Dirk Helbing. An der ETH Zürich forscht er zu neuen Wegen der Mitbestimmung. Das "partizipative Budgeting" beispielsweise wird bereits in vielen Städten erprobt.

Die neue 3sat-Dokumentation "Logik der Vielen" bietet einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen der Schwarmforschung und zeigt ihr Potential für Wirtschaft und Demokratie.

Ein Film von Franziska Mayr-Keber.

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