Das Bild zeigt ein leer stehendes Schwimmbecken in einem Hallenbad. Die Fliesen des Beckens sind in einem hellen Blau gehalten und zeigen einige Abnutzungserscheinungen. In der Mitte des Beckens sind grüne Pflanzen zu sehen, die aus den Fugen der Fliesen wachsen, was auf Verwahrlosung hinweist. Die Wände des Schwimmbeckens sind rundlich und dekoriert, während sich hinter dem Becken ein modernes Gebäude mit einer großen Fensterfront und einem geschwungenen Dach befindet. Der Himmel ist blau mit einigen weißen Wolken, und im Hintergrund sind grüne Berge sichtbar. Es gibt keine Menschen im Bild, was die verlassene Atmosphäre des Ortes verstärkt.

Gesellschaft

Badeschluss - Das Ende der Schwimmbäder

Eine Reportage über den oft verzweifelten Kampf vieler Gemeinden um den Erhalt von nicht mehr finanzierbaren Schwimmbädern.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
23.07.2026
22:55 - 23:45 Uhr

In ganz Österreich stehen Gemeinden vor schwierigen Entscheidungen: Steigende Energiekosten, Sanierungsstaus und leere Gemeindekassen führen dazu, dass immer mehr Frei- und Hallenbäder zusperren müssen.

Das Bild zeigt ein verlassenes Freibad, das durch ein Metallgitter eingezäunt ist. Im Vordergrund ist der leere Schwimmbecken sichtbar, dessen Wände in einem hellen Blau gehalten sind. Eine Schwimmleiter steht auf der linken Seite des Beckens.   Im Hintergrund sind große, grüne Bäume zu sehen, die einen Teil der Umgebung umrahmen. An einer Stelle sind einige Gebäude erkennbar, wahrscheinlich Gemeinschaftseinrichtungen oder Umkleideräume des Freibades. Der Himmel ist bewölkt, was auf eine mögliche Wetteränderung hinweist und der Szene einen melancholischen Eindruck verleiht.   Dies ist ein Ort, der anscheinend in Vergessenheit geraten ist, was durch die Abwesenheit von Menschen und das eingezäunte Becken betont wird. Am Rande des Feldes sind einige Bänke und einfache Einrichtungen sichtbar. Der Gesamtzustand des Freibades deutet auf einen Mangel an Pflege und die Herausforderungen hin, vor denen öffentliche Schwimmbäder stehen.
Das Freibad in Schönberg am Kamp (NÖ) soll abgerissen werden.
Quelle: ORF

Das Schwimmbad um die Ecke war lange eine Selbstverständlichkeit. Jetzt wird es zum Luxus, den sich viele Orte nicht mehr leisten können. In Schönberg am Kamp im niederösterreichischen Waldviertel ist das Freibad seit einem Jahr geschlossen. "Wir scheitern kläglich an den Kosten. In der jetzigen Situation haben wir das Geld für eine Sanierung des Schwimmbades nicht", sagt Bürgermeister Alois Naber.

Eine Bürgerinitiative hat sich nun zum Ziel gesetzt das Schwimmbad doch noch zu retten. Eine Bewohnerin sagt: "Ich habe hier schwimmen gelernt. Meine vier Kinder lieben das Wasser. Sie können sich Schönberg ohne Schwimmbad gar nicht vorstellen." Doch die Situation muss nicht immer so ausweglos sein.

Das Bild zeigt ein Freibad in einer ländlichen Umgebung, wahrscheinlich in Österreich. Im Vordergrund befindet sich ein rechteckiger Swimmingpool, in dem einige Schwimmer zu sehen sind. Um den Pool herum stehen mehrere Liegen und Sonnenschirme, darunter rote mit weißen Streifen. Auf der rechten Seite des Pools gibt es ein Gebäude mit einem überdachten Bereich, wo Menschen an Tischen sitzen. Im Hintergrund sind grüne Wiesen und Bäume zu sehen, die die ländliche Kulisse ergänzen. Einige Häuser sind ebenfalls in der Nähe des Schwimmbads sichtbar, wobei die Dächer einige unterschiedliche Bauweisen aufweisen. Hinter den Gebäuden erhebt sich ein bewaldeter Hang. Die Atmosphäre wirkt entspannt und einladend.
Das kleine Freibad in Gasen (Stmk.) wird über einen Verein mit vielen Ehrenamtlichen betrieben.
Quelle: ORF

In Pinkafeld im Burgenland konnte sich die hochverschuldete Gemeinde das Hallenbad nicht mehr leisten - dann wurde das Bad vom Land Burgenland gerettet, zur Freude der Badegäste. Ein Pensionist ist überzeugt: "Die Schwimmbäder können gar nicht zu teuer sein. Wissen Sie wie hoch die Kosten für das Gesundheitssystem sind, wenn die Leute krank werden, weil sie sich zu wenig bewegen?" Bademeister Werner Ulreich stimmt ihm zu: "Ich finde ein Schwimmbad ist wie ein Kinderspielplatz. Diese Dinge muss die öffentliche Hand einfach zur Verfügung stellen."

Am Schauplatz-Reporterin Kim Kadlec war im Sommer in mehreren Bundesländern unterwegs und dokumentiert, wie Hallen- und Freibäder in ganz Österreich nach und nach verschwinden und welche Folgen das für uns alle hat. Und sie zeigt, wie engagierte Bürger und Bürgerinnen versuchen, Schwimmbäder zu retten und sie zur Not sogar selbst betreiben, damit die Kinder der kommenden Generation doch noch daheim schwimmen lernen können.

Eine Dokumentation von Kim Kadlec

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