Gesellschaft

30 Jahre Fairtrade - Ein Gütesiegel und seine Grenzen

Mit jedem Einkauf die Welt ein kleines Stück besser machen - so das Versprechen des bekannten Fairtrade-Gütesigels. Aber ist dieses Versprechen auch einhaltbar?

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 11.04.2024

Wer ein Fairtrade-Produkt kauft, soll das gute Gewissen haben, dass Bauern und Bäuerinnen, die am anderen Ende der Welt Kaffee, Kakao oder Bananen anbauen, unter guten Bedingungen arbeiten können und fair bezahlt werden.

WELTjournal-Reporterin Vanessa Böttcher ist nach Guatemala und Ruanda gereist und hat dort Kaffeebauern und -bäuerinnen getroffen, die für Fairtrade produzieren.
Kaffeebauern und -bäuerinnen in Ruanda, die für Fairtrade produzieren
Quelle: ORF/Fairtrade Österreich/doux.

Viele KonsumentInnen vertrauen darauf: im vergangenen Jahr wurde allein in Österreich mit Fairtrade-Produkten eine halbe Milliarde Euro Umsatz erzielt. Doch wie erfolgreich konnte damit Armut und Ausbeutung im globalen Süden bekämpft werden?

Macht es für die Menschen tatsächlich einen Unterschied, ob man fair gehandelten Kaffee kauft oder nicht? WELTjournal-Reporterin Vanessa Böttcher ist nach Guatemala und Ruanda gereist und hat dort Kaffeebauern und -bäuerinnen getroffen, die für Fairtrade produzieren.

WELTjournal-Reporterin Vanessa Böttcher ist nach Guatemala und Ruanda gereist und hat dort Kaffeebauern und -bäuerinnen getroffen, die für Fairtrade produzieren.
Transport der kostbaren Ernte auf traditionelle Weise.
Quelle: ORF/Fairtrade Österreich/doux.

Sie begleitet den Salzburger Kaffeeeinkäufer Franz Denk, der vor über 30 Jahren den ersten fair gehandelten Kaffee von Guatemala nach Österreich und Deutschland exportierte, zu jenen Bauern, mit denen alles begonnen hat. "Der Preis, den wir für den Kaffee bekommen, ist immer noch sehr gering, aber wir können heute ein gutes Leben führen, weil wir nicht mehr nur vom Kaffee abhängig sind", erzählt Miriam Alvarez, Leiterin der ersten Fairtrade-Kooperative.

Durch die Prämienzahlungen, die sie von Fairtrade bekommen, konnten sie in Infrastruktur investieren und die Landwirtschaft auf professionellere Beine stellen - heute sind sie nicht mehr nur Bauern, sondern UnternehmerInnen. Doch nicht alle profitieren gleichermaßen von Fairtrade. In Ruanda etwa liegt der Verdienst von Arbeiterinnen, die den Fairtrade-Kaffee schälen und trocknen, immer noch weit unter der Armutsgrenze. In Guatemala ist besonders in der Kaffeelandwirtschaft Kinderarbeit ein großes Problem (Bild ganz oben), das trotz Fairtrade in den letzten Jahren noch gestiegen ist.

Eine Dokumentation von Vanessa Böttcher

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