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Gesellschaft

Das Hühner-Dilemma

10 Cent ist das Leben eines Masthuhns wert: Extrem wenig. Daher müssen viele Mäster immer mehr Küken in die Ställe setzen - zur Einkommenssicherung. Doch welche Folgen hat das?

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2021
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 14.09.2026

Allein in Deutschland werden rund 620 Millionen Masthühner pro Jahr produziert. Konsumenten hierzulande bevorzugen Hühnerbrüste. Die Hühnerreste gehen in den Export. Und vernichten vor Ort lokale Erzeugermärkte und bäuerliche Existenzen. So wie in Südafrika.

Auch wenn es Spottpreise sind: Der Export nach Subsahara-Afrika bringt europäischen Vermarktern immer noch Milliarden Euro. Vielen afrikanischen Produzenten aber nimmt dies die Möglichkeit zu wachsen oder gar weiter zu bestehen. In Südafrika musste 2019 knapp die Hälfte aller örtlichen Hühnermäster aufgeben. Mit entsprechenden sozialen Folgen.

Es geht auch anders

Wie ließe sich der Hühnerteile-Export verringern? Warum gelingt es nicht, auch bei uns das komplette Masthuhn zu verwerten? So wie einige Küchenchefs mit gutem Beispiel voran gehen und Gerichte anbieten, bei denen von der Keule bis zur Karkasse alles im Kochtopf landet.

Vielleicht kann eine niederländische TV-Kampagne zum Vorbild werden: Wer ein billiges "Qualhuhn" anbietet, muss sich schämen, so lautet die Botschaft. Tatsächlich: Der gesamte Handel nahm das Billighuhn aus der Theke und die Verbraucher griffen plötzlich tiefer in die Tasche, um "gute" Hühnchen zu kaufen.

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