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Gesellschaft

Hilfe für Europas Süden

Die Corona-Pandemie trifft die Länder Südeuropas mit voller Wucht und wirft sie wirtschaftlich um Jahre zurück. Wie kann der gebeutelten Region nachhaltig geholfen werden?

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2020
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 05.05.2025

Spanien und Italien sind besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen. Europa schnürt Hilfspakete, die jedoch ein geteiltes Echo hervorrufen. Wer soll für die gigantischen Schuldenaufnahmen haften? Schon wird von einer Spaltung des Kontinents gesprochen: Der Süden fühlt sich allein gelassen mit den Folgen der Pandemie. Der Norden fürchtet, die Versäumnisse der Vergangenheit mitfinanzieren zu sollen.

Gerade eben hatten sich die südeuropäischen Staaten unter großer Anstrengung aus den Verwerfungen der Finanz- und Eurokrise herausgearbeitet, die einen besser, die anderen schlechter. Für diese Länder, man kann es nicht anders sagen, kommt die Pandemie zur Unzeit.

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Dabei bewahrheitet sich die alte Erkenntnis, dass eine Krise jene am stärksten trifft, die schlecht vorbereitet sind. Ökonomisch bedeutet das: geringer finanzieller Spielraum, hohe Schuldenlast, schwache wirtschaftliche Dynamik, wenig Innovation. Kurzum: die Länder des europäischen Südens.

Prof. Friedrich Heinemann, Volkswirt und Europaforscher, legt Wert darauf, nicht alle Krisenländer über einen Kamm zu scheren. "Auch in Südeuropa gibt es große Unterschiede", sagt er. "Portugal und Spanien, aber auch Griechenland haben nach der Schuldenkrise erhebliche Fortschritte gemacht." Hier sei die Erwartung einer raschen Erholung gerechtfertigt, wenn erst einmal die Touristen zurückkehren. In Italien ist Skepsis angebracht.

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Sicher ist, dass die Schuldenstände des öffentlichen, sowie des privaten Sektors massiv ansteigen werden. Besonders in Italien steht dadurch die Schuldentragfähigkeit infrage. Auch trifft es jene Regionen besonders, die vom Tourismus leben. In Griechenland beispielsweise steht die Branche für 22 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Die Europäische Union hat in der Corona-Pandemie bisher keine gute Figur abgegeben. Die gemeinsame europäische Idee war weitgehend unsichtbar. Solidarität? Fehlanzeige. Grenzen zu - und jeder ist sich selbst der Nächste. Mühsam versucht Brüssel nun, die Mitgliedsstaaten zu einer großen, gemeinsamen Anstrengung zu verpflichten. Wird sie helfen?

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