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Gesellschaft

Jugendliche protestieren Film von Tine Kugler und Günther Kurth

Die Generation der Eltern bekommt heute von ihren Kindern den Spiegel vorgehalten. Wie reisen wir, was und wie konsumieren wir? Was habt ihr uns vorgelebt?

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2019
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 15.10.2022
Ton
UT

Und was habt ihr eigentlich die letzten Jahrzehnte getan, um den Klimawandel aufzuhalten? Die Jugend fordert Eltern und Politik heraus, endlich zu handeln. Aber was heißt das eigentlich: Klima retten?

"Diese Fragen sind berechtigt, aber anstrengend", sagt Samuels Mutter. "Und was tust Du dafür?", fragt sein Vater. Samuel will Filme zum Thema drehen, kämpft mit sich und seiner Begeisterung für Markenklamotten und engagiert sich für nachhaltige Mobilität. Der 14-Jährige stoppte vor seiner Münchner Schule "Elterntaxis" und bat darum, die Kinder doch mit der S-Bahn auf den Weg zu schicken. Das hat nicht allen gefallen.

Ragna ist 18 und organisiert im Sommer 2019 den ersten offiziellen Kongress der "Fridays for Future"-Bewegung in Dortmund. Das ist ihr wichtiger, als nach dem Abi auf Weltreise zu gehen. Umweltschutz ist für sie nicht Verzicht, sondern die Lebensweise der Zukunft. Die junge Frau kauft hauptsächlich Secondhand, achtet auf Wasserverbrauch und Ernährung und fährt nur mit dem Zug - einen Führerschein will sie gar nicht erst machen. Wie verschaffen sich die Jugendlichen Gehör? Ragna will der Bewegung nicht hinterherlaufen, sondern aktiv mitgestalten.

"Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!", ruft der 14-jährige Samuel, wenn er freitags statt in die Schule demonstrieren geht - für Klimaschutz und mehr Verantwortung. Kohle-Stopp, alternative Energien, neue Technologien, Recycling, CO2-Steuer - alles, was heute beschlossen wird, betrifft zukünftig das Leben der ab 2000 Geborenen.

Niemand will sich gern von seinen Kindern erziehen lassen. Neben wohlwollendem Respekt gibt es für die engagierte Klima-Jugend auch viel Kritik und gehässige Kommentare: Bald würden die vorlauten Gymnasiasten aufhören, freitags zu schwänzen, und sich in den nächsten Billigflieger setzen.

Andreas hat noch nie die Schule geschwänzt, nie demonstriert. Er verbringt seine Ferien schon immer am liebsten am nächstgelegenen Baggersee im Allgäu. Der 19-Jährige macht eine Ausbildung zum Landmaschinen-Mechatroniker, tüftelt in seiner Freizeit an nachhaltiger Technik für den ansässigen Bauernhof - weniger Stromverbrauch, Energiekreisläufe, Solartechnik, Dämmung. Mit Gleichgesinnten trifft er sich in der Berufsschule abends zum freiwilligen Energieeffizienz-Kurs. Seine Welt ist das Dorf, in dem er lebt, und dort engagiert er sich für eine lebenswerte Zukunft.

Kinder und Jugendliche, die fürs Klima kämpfen, sind mal laut, mal leise, kommen aus unterschiedlichen Regionen und gesellschaftlichen Milieus. Sie sind von ihrer Mission überzeugt, werden oft genug ignoriert oder belächelt, geben nicht auf und machen Hoffnung, dass da eine Generation von verantwortungsvollen jungen Menschen heranwächst - wie Andreas, Ragna und Samuel. Der Film ist eine Folge der dreiteiligen Reihe unter "#wasunsbewegt" zum 25-Jahr-Jubiläum der Sendereihe "37°".

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