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Gesellschaft

Wenn das Leben zur Qual wird Film von Katja Aischmann und Volker Schmidt-Sondermann

Etwa 15 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. "37°" zeigt drei Betroffene auf dem schwierigen Weg, den Schmerz zu akzeptieren und mit ihm zu leben.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018
Datum:
Verfügbar in
D / CH / A
Verfügbar bis:
bis 07.10.2019

Die Zahl der Schmerzpatienten steigt. Oft verändert die Krankheit ihr Leben grundlegend. Auch wenn es aussichtslos erscheint, so geben sie nie die Hoffnung auf, dass es einmal wieder ein Leben ohne Schmerzen geben wird.

Susanne (42) schämt sich. Früher war die Leipzigerin eine Powerfrau. Vollzeitstelle und Haushalt schaffte sie ohne Probleme. Doch dann tut ihr rechter Ellenbogen unerträglich weh, später das Handgelenk und auch die Schulter. Diagnose: Morbus Sudeck, eine schmerzhafte Weichteil- und Knochenveränderung. Die Schmerzen werden so schlimm, dass Susanne überlegt, sich den Arm amputieren zu lassen. Seit sechs Jahren leidet sie jetzt unter dem komplexen Schmerzsyndrom. Die Krankheit und die Schmerzen haben ihr Leben und das ihrer Familie völlig verändert: Jobverlust, Wohnungswechsel, soziale Isolation.

Auch Martina (53) muss ihre Arbeit aufgeben, und sie verliert die meisten ihrer Freunde. Der Grund: eine chronische Schmerzerkrankung. Viele Jahre leidet die Berlinerin unter unsäglichen Schmerzen am ganzen Körper. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich aus dem neunten Stock eines Hochhauses stürzen will. Doch sie springt nicht, im Gegenteil. Plötzlich ist Martinas Überlebenswille geweckt: Sie begibt sich noch einmal in ärztliche Behandlung und lernt Menschen einer Selbsthilfegruppe kennen. Langsam findet sie einen Weg, mit ihren Schmerzen umzugehen und sie als Teil ihres Lebens zu akzeptieren.

Selim ist 34 Jahre alt, als sich sein Nacken, seine Schultern und sein Rücken nach und nach schmerzhaft versteifen. Immer häufiger fehlt er auf der Arbeit. Nach einiger Zeit dann die Diagnose: Morbus Bechterew. Er ist verzweifelt. Alles, was er geliebt hat, kann er nicht mehr tun: Er kann nicht mehr segeln, nicht mehr mountainbiken. Doch Selim will sich nicht geschlagen geben und nimmt den Kampf gegen die Schmerzen auf. Er lässt sich dauerhaft krankschreiben und wird aktiv. Zusammen mit seiner Freundin stellt er seine Ernährung um, beginnt mit Yoga und leichteren Sportaktivitäten. Er sucht Fachärzte auf, macht eine Schmerztherapie und begibt sich in eine Reha-Klinik. Innerhalb weniger Monate krempelt er sein Leben völlig um. Er will seine Schmerzen unbedingt besiegen und sich von der Krankheit nicht in die Knie zwingen lassen.

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