"37°: Gefährlicher Einsatz - Journalist*innen berichten aus der Ukraine": In einem Bus, der mit Liegen und medizinischem Equipment speziell für Krankentransporte ausgestattet wurde, steht Vincent Haiges und fotografiert, ein Auge zugekniffen, das andere durch den Sucher seiner Kamera schauend. Er trägt einen dicken, blauen Pullover, Wollmütze und medizinische Handschuhe. Neben ihm hängt ein Infusionsbeutel der einen Soldaten versorgt. Weiter hinten liegen weitere verwundete Soldaten.

Gesellschaft

37°: Gefährlicher Einsatz

Gefährliche Recherche: Damit die Öffentlichkeit weiß, was in der Ukraine geschieht und sich eine Meinung dazu bilden kann, berichten Journalisten aus dem vom Krieg erschütterten Land.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2024
Datum:
Sendetermin
03.06.2024
23:55 - 00:25 Uhr

Die Berichterstattung aus dem Krieg bringt viele Gefahren mit sich. Journalistin Elisabeth und Fotograf Vincent gehen das Risiko trotzdem ein, reisen regelmäßig in die Ukraine. "37°" begleitet die beiden bei einem Einsatz: Was treibt sie an?

Elisabeth, 29, hat keine Ausbildung zur Kriegs- und Krisenreporterin, aber über Nacht wurde sie zu einer. Als Russland im Februar 2022 plötzlich die große Invasion startete, studierte sie gerade Slawistik in Kyjiw. Parallel zum Studium hatte sie begonnen, als freie Journalistin zu arbeiten. Wegen Russlands vollumfänglicher Invasion entschied sie sich, die Ukraine zu verlassen, und zog zurück nach Berlin. Doch berichten wollte sie weiter: "Ich wollte nicht unbedingt aus dem Krieg berichten. Ich hatte einen anderen Fokus. Auch in der Ukraine. Ich will den Fokus aber nicht aufgeben, weil hier Krieg ist." Trotz der Gefahren reist sie weiter regelmäßig in die Ukraine, um über das Leben der örtlichen Bevölkerung zu berichten. Der Film begleitet sie auf verschiedenen Recherchen in der Umgebung von Kyjiw.

In der Ukraine sind laut "Reporter ohne Grenzen" bislang elf Journalisten bei ihrer Berichterstattung über den russischen Krieg getötet worden. Auch die psychologischen Gefahren sind nicht zu unterschätzen, denn wer Gewalt, Folter und Zerstörung dokumentiert, setzt sich selbst ungefiltert und unzensiert diesen Bildern und Geschichten aus.

Vincent, 36, ist nicht nur Fotograf, sondern ein Geschichtenerzähler mit der Kamera. Er begann schnell, weltweit Erfahrungen zu sammeln und in Krisenregionen zu fotografieren. Dabei kennt er seine Grenzen: "Keine Geschichte und kein Foto ist das eigene Leben wert. Ich würde jetzt niemals bewusst mein Leben in eine extrem gefährliche Situation bringen, um ein besonderes Bild bekommen zu können." Bereits zwei Tage nach der vollumfänglichen russischen Invasion fotografierte er das erste Mal die Folgen des russischen Angriffs. Neben mehreren Frontbesuchen hat er die zivilgesellschaftlichen Aspekte nie aus dem Auge verloren. Der Film begleitet Vincent dabei, wie er unter anderem ein medizinisches Bataillon fotografiert, das verletzte ukrainische Frontsoldaten evakuiert.

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