Film
Maximini – Zwischen den Tagen
Vorsichtig nähern sich Rudi und Ruth einer gemeinsamen Zukunft an. Doch in ihrer Beziehung verschwimmen die Rollen von Mutter und Kind. Es geht um Liebe, Überforderung und der Suche nach Zugehörigkeit.
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Nach sechs Jahren in einer Jugendunterkunft im ländlichen Brandenburg steht der 14-jährige Rudi kurz vor der Rückkehr zu seiner Mutter Ruth nach Berlin. Ein gemeinsames Probewochenende soll zeigen, ob sich sein großer Wunsch erfüllen kann: endlich wieder ein Familienleben mit ihr zu führen. Vorsichtig tasten sich Mutter und Sohn an die Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft heran. Doch je näher sich die beiden kommen, desto deutlicher wird, wie tief die vergangenen Jahre beide geprägt haben.
Verlorene Kindheit
In ihrer Beziehung verschwimmen die Rollen von Mutter und Kind. Fürsorge wird zur Verantwortung, Nähe zur Herausforderung. Rudi steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden und sehnt sich zugleich nach einer Kindheit, die ihm verloren gegangen ist. Ruth kämpft gegen ihre eigenen Dämonen und scheitert immer wieder an ihnen. Was beide verbindet, ist eine bedingungslose Liebe, die Halt gibt und doch tiefe Spuren trägt.
Inspiriert von dem Gedicht "Ruth" der deutsch-jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler erzählt "maximini – Zwischen den Tagen" ein einfühlsames Porträt einer Mutter-Sohn-Beziehung. Der Kurzfilm steht exemplarisch für die Lebensrealität vieler Kinder und Jugendlicher, die früh Verantwortung für ihre Eltern übernehmen müssen. Zwischen Sehnsucht, Überforderung und dem Wunsch nach Zugehörigkeit entscheidet ein Wochenende über Rudis und Ruths Zukunft.
Mit:
Johann Barnstorf
Tinka Fürst
Lasse Myhr
Meret Mundwiler
Veronika Bachfischer
Margot Rothweiler
Sinan Veliu
Regie und Drehbuch: Julian Pawelzik
Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf