Film
Die Nase
Als Bernhard ohne Nase erwacht, gerät die vertraute Welt eines Paares aus den Fugen. Nach Gogols Kurzgeschichte erzählt der Kurzfilm von Verlust, Orientierung und Zusammenhalt.
- Produktionsland und -jahr:
-
Deutschland 2026
- Datum:
- Sendetermin
- 14.11.2026
- 22:40 - 23:10 Uhr
- Verfügbar in
- D / CH / A
Mit "Die Nase" adaptiert Regisseur und Drehbuchautor Nik Azad die gleichnamige Kurzgeschichte von Nikolai Gogol für die Reihe "KlassiXS – die großen Dramen in jungen Kurzfilmen". Der 30-minütige Kurzfilm verbindet skurrile Komik mit leiser Melancholie und erzählt von Menschen, deren vertraute Welt aus den Fugen gerät. Im Mittelpunkt stehen Sabine und Bernhard, die zurückgezogen in einem kleinen Haus inmitten einer verschneiten Landschaft leben. Ihr Alltag folgt festen Routinen, bis Bernhard eines Morgens ohne Nase erwacht. Kurz darauf verschwinden weitere Gegenstände, und immer mehr rätselhafte Zeichen durchbrechen die gewohnte Ordnung.
Rätsel, Zeichen und die Suche nach Orientierung
Ein roter Faden fällt vom Himmel, Lichtsignale blinken in der Dunkelheit und scheinbar bedeutungsvolle Hinweise tauchen auf. Während Sabine versucht, die Zeichen zu entschlüsseln und Zusammenhänge herzustellen, hält Bernhard an den vertrauten Strukturen ihres gemeinsamen Lebens fest. Der Film erzählt von dem menschlichen Bedürfnis, Ereignisse zu verstehen und Sinn in einer unübersichtlichen Welt zu finden. Doch je mehr die beiden nach Antworten suchen, desto deutlicher wird, dass nicht jedes Rätsel eine Lösung bereithält.
Wie die literarische Vorlage von Nikolai Gogol spielt auch der Kurzfilm mit Absurdität, Irritation und dem Verlust scheinbarer Sicherheiten und stellt die Frage nach dem, was bleibt, wenn vertraute Orientierungspunkte langsam verschwinden.
Buch und Regie: Nik Azad
Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf
Mit:
Victoria Trauttmansdorff
Cornelius Schwalm