Film

Vereinsmeierei am Grill – Marcus H. Rosenmüllers Satire „Extrawurst“

Mit Extrawurst bringt Regisseur Marcus H. Rosenmüller das gleichnamige Erfolgs-Theaterstück auf die Leinwand. kinokino sprach mit dem Regisseur sowie mit Hape Kerkeling, Fahri Yardim und Christoph Maria Herbst.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 12.04.2026

Der letzte Tagesordnungspunkt einer Vereinssitzung im Tennisclub: Der langjährige Vorsitzende Heribert (Hape Kerkeling) lässt über die Anschaffung eines neuen Grills abstimmen. Doch genügt einer? Ist es dem einzigen muslimischen Vereinsmitglied Erol (Fahri Yardim) zuzumuten, seine Würste auf einem Schweinefleischgrill zuzubereiten? An dieser „Extrawurst“ entzündet sich ein Streit, in dem Atheisten und Gläubige, Gutmenschen und Hardliner frontal aufeinanderprallen. In der miefigen Atmosphäre eines typisch deutschen Vereins entfaltet sich ein temporeicher Schlagabtausch, der Debatten über Integration und politische Korrektheit spiegelt. Denn natürlich geht es um weit mehr als nur einen Grill.

IMAX – Comeback des Leinwandgiganten

Bayern hat wieder ein IMAX-Kino. Im Dietrich-Theater in Neu-Ulm wurde der größte Saal für einen einstelligen Millionenbetrag radikal umgebaut – inklusive angehobenem Dach, um Platz für eine über 200 Quadratmeter große Leinwand zu schaffen. Seitdem läuft fast ununterbrochen „Avatar“ in 3D, lizenziert vom kanadischen IMAX-Konzern, der vom neuen Boom der alten Größe profitiert. Zwar stellt IMAX weltweit nur rund ein Prozent aller Leinwände, kassiert in den USA derzeit aber einen erstaunlich hohen Anteil der Kinoeinnahmen: Blockbuster erzielen dort zum Start oft mehr als 20 Prozent ihres Einspiels im Großformat. Kein Wunder, dass Regisseure zunehmend gezielt für das überlegene Bild- und Soundsystem drehen – allen voran Christopher Nolan, dessen vollständig mit IMAX-Kameras realisiertes Epos „Die Odyssee“ 2026 startet. Ist das Kino der Zukunft also größer, lauter, teurer? Und müssen Häuser investieren, um mit Premium-Erlebnissen Publikum zurückzuholen? kinokino fragte nach – bei den Betreibern in Neu-Ulm und bei Gästen, die für „Avatar“ im IMAX rund 20 Euro zahlen.

Psychothriller „The Housemaid“ – Sydney Sweeney gefährlich nah am Abgrund

Millie ist vorbestraft, braucht dringend Arbeit – und findet sie als Hausmädchen bei einer wohlhabenden Familie. Ein Glücksfall, scheinbar. Doch schnell wird klar: In diesem Haus stimmt etwas nicht. Hausherrin Nina (Amanda Seyfried) wirkt zunehmend labil, der Ehemann überschreitet Grenzen, und die neue Angestellte gerät in ein Netz aus Macht, Begehren und Abhängigkeit. Fies, überraschend, prominent besetzt: „The Housemaid – Wenn sie wüsste“ adaptiert den Bestsellerstoff als straffen Psychothriller mit hohem Suspense-Faktor. In der Hauptrolle: Hollywoods derzeit wohl gefragteste Schauspielerin Sydney Sweeney.

„Silent Friend“ – Erinnerungen eines Baumes

Im Alten Botanischen Garten von Marburg wurzelt das Zentrum von Ildikó Enyedis poetischem Film: ein Ginkgobaum. Um ihn entfalten sich über mehr als ein Jahrhundert die Geschichten von Wissenschaftlern aus drei Generationen – ein stiller Dialog zwischen Mensch und Natur, Erkenntnis und Vergänglichkeit. Luna Wedler spielt Grete, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts als erste Frau zum Studium an der Universität zugelassen wird und mithilfe der Fotografie beginnt, die verborgenen Strukturen des Lebens zu erfassen. Silent Friend ist ein Film über Zeit, Wissen und das geduldige Beobachten. kinokino sprach beim Filmfestival in Venedig mit Regisseurin Ildikó Enyedi und Hauptdarstellerin Luna Wedler.

„Ein einfacher Unfall“ – Moral auf Messers Schneide

Ein Unfall, ein kaum fassbarer Zufall: Ein Automechaniker glaubt, in einem harmlos wirkenden Familienvater mit quietschender Beinprothese den Mann wiederzuerkennen, der ihn einst im Gefängnis folterte. In einem Akt verzweifelter Vergeltung entführt er seinen vermeintlichen Peiniger. Doch hat er überhaupt die richtige Person in seinem Lieferwagen eingesperrt? Mit „Ein einfacher Unfall“ gewann der mutige Regimekritiker Jafar Panahi 2025 die Goldene Palme in Cannes. Der Thriller verhandelt Fragen von Rache, Gerechtigkeit und moralischer Verantwortung – und kinokino sprach mit dem vielfach preisgekrönten iranischen Regisseur über die Entstehung und die politische Botschaft seines Films.

Weitere Informationen auf unserer kinokino-Homepage, regelmäßig in der BR24-App br24.de und immer webfirst in der ARD Mediathek und auf 3sat.de.

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