Film
60. Internationale Hofer Filmtage 2026
Die internationalen Hofer Filmtage feiern Jubiläum, und kinokino war mitten drin im Geschehen der 60. Ausgabe des beliebten Festivals.
- Datum:
- Verfügbar
- weltweit
- Verfügbar bis:
- bis 24.01.2027
Bis heute verstehen sich die internationalen Hofer Filmtage als Sprungbrett für neue deutsche Filmtalente, aber auch als Austausch zwischen Filmemachern und Publikum.
Folgende Themen stellen wir vor:
Pegah Ferydoni und der Politthriller „Neda“ – Der Preis der Gerechtigkeit
Mit „Türkisch für Anfänger“ wurde sie berühmt: Schauspielerin und Moderatorin Pegah Ferydoni, die einer politisch engagierten Künstlerfamilie aus dem Iran entstammt. Auf den Hofer Filmtagen ist sie in einer Hauptrolle zu sehen, im Politthriller „Neda“. So heißt die Iranerin, die versucht, sich ein neues Leben in Hamburg aufzubauen und ihre Vergangenheit in einem iranischen Frauengefängnis hinter sich zu lassen. Da begegnet sie als Übersetzerin der Ausländerbehörde einem ihrer ehemaligen Peiniger. Doch nun hat sie, das einstige Opfer, auf einmal die Macht über den Täter. kinokino-Interview erzählt Ferydoni vom Preis der Gerechtigkeit und ihrer Sorge um die Zukunft des iranischen Volkes.
KI – die kreative Zukunft? Die Debatte um den Kurzfilm „Carpe Diem“
Ein Paar, das seinen letzten gemeinsamen Tag erlebt, in der Science-Fiction-Dystopie „Carpe Diem“. Sie reden über das gemeinsame Leben, küssen sich, schlendern durch einen zerfallenen Freizeitpark, im Licht der untergehenden Sonne. Doch nichts davon ist echt, die Gesichter, der Hintergrund, die Szenerie – alles täuschend real von der KI erschaffen. Regisseurin Anca Miruna Lazarescu will mit diesem Projekt die Grenzen der KI austesten und bewusst Fragen stellen, nach Autorenschaft, Verantwortung, kreativer Kontrolle und der Zukunft des Filmemachens. Themen, die sie im Talk mit kinokino anspricht.
Ein Schüler-Chor als Hoffnungsträger: der neuseeländische Hit „Tinā“
Als im neuseeländischen Christchurch die Erde bebt und Häuser einstürzen, verliert die Lehrerin Mareta ihre hochtalentierte Tochter, die sich für ein Musikstipendium beworben hatte. Mareta versinkt in Trauer, bis sie einen Posten an einer Elite-Schule antritt. Dort setzt sie sich nicht nur gegen Rassismus zur Wehr, sondern gründet einen Chor, der nicht nur ihr, sondern auch den jungen Schülerinnen und Schülern Hoffnung und ein Gefühl des Miteinanders gibt. Regisseur Miki Magasiva landete mit „Tinā“ – samoanisch für „Mutter“ – in seiner neuseeländischen Heimat einen Hit und präsentiert den Film nun in Hof – mit musikalischer Überraschungseinlage.
Außerdem stellen wir die berührende Doku über die Autorin Lily Brett vor, deren Eltern Auschwitz überlebten und sich anschließend in Bayern zufällig wieder trafen. Wir blicken auf den Gewinnerfilm des Förderpreises „Neues Deutsches Kino“, und tauchen ein in das Phänomen der Vertical Micro-Dramas, die im Hochkant-Format in den sozialen Medien ein riesiges junges Publikum erobern.
Weitere Informationen auf unserer kinokino-Homepage, regelmäßig in der BR24-App br24.de und immer webfirst in der ARD Mediathek und auf 3sat.de.