Film
Mädchengeschichten: Good Morning Hanoi
Im Fluss der Bilder, im Klang der Straßenlautsprecher, in Beobachtungen alltäglicher Momente entsteht in dieser "Mädchengeschichte" ein Gefühl vom Leben der jungen Lê, Bonbonverkäuferin aus Hanoi.
- Datum:
- Verfügbar in
- D / CH / A
- Verfügbar bis:
- bis 22.02.2027
Am frühen Morgen ertönt aus den Lautsprechern in den Straßen von Hanoi "Die Stimme Vietnams" und verkündet den Aufbruch in eine neue Zeit, während Tausende von Mofas vorbeirattern, auf denen ganze Marktstände festgebunden sind oder Familien sich aneinander klammern. Dann ist auch Lê unterwegs zu ihrer Arbeit.
Sie verkauft Bonbons in den Straßen von Hanoi. Lê bahnt sich wie die anderen im dichten Strom der Menschen ihren Weg durch die Stadt - durch ihr Leben. Das ist sinnbildlich für Vietnam: die vielen Menschen, die auf engstem Raum miteinander leben müssen. Wie in der Familie, die der einzige Halt, aber auch der größte Druck im Leben von Lê ist. "Einsamkeit heißt nicht, allein sein. Einsamkeit, das ist das Leere in der Seele", sagt Lê und lacht.
"Good Morning Hanoi" war ein Beitrag der 3sat-Dokumentarfilmreihe "Mädchengeschichten". Die Filme porträtierten 17-jährige Mädchen aus verschiedenen Ländern der Welt. Regie führten ausschließlich Frauen.
Die Filmemacherin Julia Albrecht, 1967 in Hamburg geboren, studierte Musik/Operngesang und war als Regieassistentin tätig. Heute arbeitet sie als Autorin und Editorin. Ihre Dokumentarfilme "Chapters of Hong Kong - Geschichten im Vorübergehen" und "Shanghai Fiction", die sie zusammen mit dem Kameramann Busso von Müller (1967-2016) realisierte, sowie "Be Water - Voices from Hong Kong" wurden ebenfalls von ZDF/3sat koproduziert.
Der Film wurde 2003 auf der Duisburger Filmwoche gezeigt.