Dokumentation
Das Sulmtal - aus der Reihe "Zwischen Fels und Fluss"
Wild, ursprünglich und voller Geschichten: Diese filmische Reise führt ins Sulmtal der Weststeiermark. Erzählt wird die eindrucksvolle Geschichte einer einzigartigen Region.
- Produktionsland und -jahr:
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- Datum:
- Sendetermin
- 20.07.2026
- 20:15 - 21:00 Uhr
- Verfügbar in
- D / CH / A
Schwarze und Weiße Sulm formen eine wilde, ursprüngliche Landschaft. Zwischen Naturjuwelen, Burg Deutschlandsberg, Weinbau und jahrhundertealter Tradition präsentiert sich eine Region voller Vielfalt, historischer Spuren und Leben im Einklang mit der Natur.
Quelle: RANFILM
Zwei Flüsse, zwei Ursprünge, ein Tal voller Geschichte, Natur und Bewegung. Das Sulmtal, geprägt von Schwarzer und Weißer Sulm, präsentiert sich besonders eindrucksvoll. Die Schwarze Sulm entspringt auf etwa 1715 m Seehöhe auf der Bärentalalm in der Weststeiermark am Steinmandl.
Auf rund 20 Kilometern zählt sie zu den wenigen durchgehend naturnah erhaltenen Gebirgsflüssen Mitteleuropas. Zum Schutz ihrer Artenvielfalt ist sie Naturschutzgebiet und Teil von "Natura 2000". Am Rand der Alpen entwässert sie die Koralpe, durchquert ein tief eingeschnittenes Tal und erreicht bei Bad Schwanberg das Weststeirische Riedelland. Im Bild ganz oben die Altburg Schwanberg.
Quelle: RANFILM
Bei Gasselsdorf vereinigt sie sich nach rund 35 Kilometern mit der Weißen Sulm. Ab hier heißt der Fluss Sulm und mündet in die Mur. Die Weiße Sulm entspringt auf etwa 1570 m Seehöhe auf der Brendlalm am Wolscheneck. Sie verläuft Richtung Südosten, nimmt den Rettenbach vom Garanaser Hochmoor auf und bildet zeitweise die Grenze zwischen Bad Schwanberg und Wies.
Nach einem Richtungswechsel durch das Weststeirische Riedelland durchfließt sie den südlichen Ast des Sulmtals und vereinigt sich nach rund 28 Kilometern mit der Schwarzen Sulm. Im Zentrum: die Kraft der Kreisläufe. Wasser, Natur, Leben - ein fragiles System, das erhalten werden muss. Der Ökologe Johannes Gepp beschreibt das Sulmtal als Raum von Innovation und Zukunft.
Quelle: RANFILM
Der Film bleibt nah dran: keine Distanz, kein Inszenieren - sondern echte Begegnungen, echte Geschichten. Die Kamera mitten im Geschehen, das Leben der Region unmittelbar erfahrbar. Natur- und Kulturlandschaft treffen hier aufeinander: Europaschutzgebiet Natura 2000, wilde Schluchten, Wasserfälle in der Urberlschlucht, die Deutschlandsberger Klause als ehemaliger Holztransportweg und Glashütten mit Funden einer einstigen Waldglashütte, deren Glasofen heute im Zentrum archäologischer Arbeit steht.
In der Burg Deutschlandsberg, erstmals 1185 als "Lonsperch" erwähnt, wird dieses Erbe bewahrt und sichtbar gemacht. Nicht weit entfernt liegt das Renaissance-Schloss Hollenegg. Das Sulmtal mit seinen Almen und Wäldern ist seit Generationen Lebensraum für Menschen im Einklang mit der Natur. Im Hochmoor Garanas lagern bis zu sechs Meter Torf aus 6000 Jahren. Der Rohstoff wird im Heilmoorbad Schwanberg therapeutisch genutzt. Ebenso prägend: der Kürbis. Aus den Kernen entsteht das steirische Kürbiskernöl - "grünes Gold" mit Weltruf.
Im Süden markiert Leibnitz das Tor ins Sulmtal. Die Sulm durchfließt hier die Stadt und mündet schließlich im Leibnitzer Feld in die Mur. Dort liegt auch Flavia Solva, eine bedeutende römische Ausgrabung an der Bernsteinstraße - ein weiteres Kapitel einer Landschaft, die bis heute von Wasser, Zeit und Wandel erzählt.