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Der Kluppeneggerhof im Herbst

Dokumentation

Roseggers Waldheimat - Ein Jahr im Zauberwald

Im Winter eine Landschaft wie aus einem Märchen, im Sommer eine Region, um Geist und Seele zu erfrischen: Roseggers Waldheimat.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
20.10.2020
16:15 - 17:00 Uhr

Die Geschichten des Waldbauernbuben Peter Rosegger zählen bis heute zu den emotionalsten und beliebtesten Erzählungen rund um Weihnachten - und die steirische Waldheimat rund ums Alpl zu den waldreichsten Gebieten Österreichs.

Diese Wälder, nur selten von naturnahen Wiesen und Streusiedlungen unterbrochen, liefern spannende, reichhaltige und höchst unerwartete Geschichten für ein "Universum" über die Wildtiere des steirischen Voralpenlandes.

Der Winter ist in Roseggers Waldheimat mit den vielen kleinen Bächen ein besonderes Naturschauspiel
Der Winter ist in Roseggers Waldheimat mit den vielen kleinen Bächen ein besonderes Naturschauspiel
Quelle: ORF/Epo Film/kreativkraft/Klaus Steindl

Ausgangspunkt für Klaus T. Steindls Dokumentation ist eine der berühmtesten Weihnachtsgeschichten überhaupt: Von ihrem Hof auf fast 1.200 Metern Seehöhe wandert die Familie des "Waldbauernbuben" Peter Rosegger am Weihnachtsabend zur Christmette ins Tal nach St. Kathrein. Der Waldbauernbub wird später ein gefeierter Schriftsteller, der dieser Region ihren Namen geben sollte: Waldheimat. Roseggers Geschichte erzählt, wie er als kleiner Bub durch den hohen Schnee stapfte und sich dabei im tiefen Wald verirrte: "Außer dem Rauschen des Windes in den Wäldern hörte ich nichts. Ich wusste nicht, wo ich war. Wenn jetzt ein Reh käme, ich würde es fragen nach dem Weg, vielleicht könnte es ihn mir weisen. In der Christnacht reden ja Tiere die menschliche Sprache ..."

In der Christnacht reden ja Tiere die menschliche Sprache ...

Die Winterfütterung der Rehe verhindert, dass die Tiere die jungen Triebe der Bäume anknabbern und schädigen
Die Winterfütterung der Rehe verhindert, dass die Tiere die jungen Triebe der Bäume anknabbern und schädigen
Quelle: ORF/Epo Film/kreativkraft/Klaus Steindl

Was also, wenn Tiere reden könnten? Welche faszinierenden Geschichten würden sie uns erzählen? Welche Überraschungen hätten sie für uns parat? In welche Welten würden sie uns entführen? Ausgehend von dieser Idee folgt Regisseur Klaus T. Steindl den Tieren der Region in verborgene Lebenswelten und stößt dabei auf "Exoten" wie den Marderhund, "Alteingesessene" wie das Reh, "Wasserratten" wie Fischotter und Steinkrebs oder "Bergfexen" wie Gams und Steinbock. Dabei lassen die einzigartigen Tieraufnahmen staunen - und schmunzeln: denn der Film lässt die Zuseherinnen und Zuseher hautnah am turbulenten Paarungstanz der Fischotter, an der Geburt eines Rehkitzes oder dem "Schlupf" von Steinkrebsen teilnehmen; sie beobachtet ungestüme junge Gämsen, die sich im "Gämsenhort" auf einem frühsommerlichen Schneefeld austoben; und sie ist dabei, wenn die Rehgeiß den Fuchs zum Schutze ihres Kitzes im wahrsten Sinne des Wortes an der Nase herumführt. Für Unterhaltung und Erstaunen sorgen auch andere Verhaltensweisen aus der Tierwelt: beispielsweise die "vorbildliche" Erziehung von Jungstörchen, die "ewige" Rivalität zwischen Fuchs und Raben, die frechen Machtkämpfe unter Steinböcken oder die geduldig klugen Rehe, die sich im Notfall schon einmal bis zum Kopf einschneien lassen.

Weitgehend unberührte Landschaft zwischen Semmering und Hochschwab

Am Hochschwab mit seinen 2277m kommt der erste Schnee oft früh im Jahr. Hier der Blick vom Hochschwab-Gipfel  Richtung Westen (mit u.a. Dachstein u. Großem Priel im fernen Hintergrund)
Am Hochschwab mit seinen 2277m kommt der erste Schnee oft früh im Jahr. Hier der Blick vom Hochschwab-Gipfel Richtung Westen (mit u.a. Dachstein u. Großem Priel im fernen Hintergrund)
Quelle: ORF/ORF-Universum/FF

Den Rahmen für diese spannenden Tiergeschichten bildet die faszinierende Landschaft zwischen Semmering und Hochschwab, die bis heute weitgehend unberührt blieb - und da gibt es im Besonderen einen verborgenen Urwald, bis heute nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Es ist ein geheimnisvoller Ort, wo sich die Natur gänzlich selbst überlassen ist. Ein Ort, der außerhalb jedes Zeitbegriffs zu stehen scheint - ein wahrer "Zauberwald". Regisseur Klaus T. Steindl führt in einzigartigen Bildern durch das Jahr der Waldheimat. Er hat eine Rehgeiß übers Jahr beobachtet, die in diesem Zeitraum ihr Kitz bis zur Selbstständigkeit bringen muss. Bricht wieder der Winter an, muss das kleine Reh gelernt haben, eigenständig über die Runden zu kommen; denn wenn die Geiß im kommenden Frühjahr erneut Nachwuchs haben wird, dann ist an ihrer Seite kein Platz mehr für das nun bereits erwachsene "Kleine". Vieles davon hat auch Peter Rosegger in seinen Büchern beschrieben. Hundert Jahre sind seitdem vergangen, doch der besondere Zauber der Waldheimat hält immer noch an.

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