Das Bild zeigt eine ländliche Weinanbauumgebung in Slowenien, wahrscheinlich in der Region Jeruzalem. Im Vordergrund hängt eine große grüne Weinflasche, die teilweise bemalt und mit einem Faden umwickelt ist. Im Hintergrund und an den Ästen eines Baumes hängen mehrere weitere Weinflaschen in verschiedenen Farben, darunter schwarz, rot und blau. Die Flaschen sind gleichmäßig zwischen den Zweigen angeordnet und schwingen sanft im Wind.  Die Umgebung ist von sanften Hügeln und Weinreben umgeben. Der Himmel ist klar und blau, mit wenigen Wolken. In der Ferne sind weitere Weinreben sichtbar, die sich über die Hügel erstrecken. Der Boden ist grün und gepflegt, und der Weg ist gepflastert, der eine ruhige, ländliche Atmosphäre schafft.  Insgesamt vermittelt das Bild eine harmonische Verbindung zwischen Natur und Weinbau, die typisch für diese Region ist.

Dokumentation

Das slowenische Weinland - Jeruzalem, der Šipon und das Erbe der Habsburger

1139 hält das steirische Stift Admont erstmals schriftlich fest, dass es auf einem Hügel zwischen Mur und Drau Weinberge besitzt. Das Stift gibt es noch. Die Weinberge auch.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
24.08.2026
20:15 - 21:00 Uhr

Der Hügel heißt Jeruzalem und liegt in Slowenien bei Ormož: 344 Meter ist er hoch und Heimat einer besonderen Rebsorte: der Šipon, international Furmint, ist bekannt aus dem ungarischen Tokaj. Jeruzalem ist nach Tokaj das zweitgrößte Furmint-Gebiet der Welt.

Das Bild zeigt eine malerische Weinlandschaft in Jeruzalem, Slowenien. Im Vordergrund sieht man Reihen von Weinstöcken, die in geraden Linien wachsen. Die Weinreben sind größtenteils grün mit einigen gelben Blättern, was auf die herbstliche Jahreszeit hindeutet. Der Boden zwischen den Reben ist mit saftigem, grünem Gras bedeckt.  Im Hintergrund erheben sich sanfte Hügel, die mit Wäldern und Feldern bedeckt sind. Die verschiedenen Grüntöne der Bäume und Felder schaffen eine abwechslungsreiche Landschaft. Der Himmel ist größtenteils blau, mit einigen weißen, fluffigen Wolken, die verstreut am Himmel hängen.  Der gesamte Anblick vermittelt ein Gefühl von Ruhe und Idylle in dieser Weinregion, die reich an Kultur und landwirtschaftlicher Tradition ist.
(Sipon) Weinstöcke bei Jeruzalem.
Quelle: PAMMER FILM

Zwischen 1139 und jetzt liegen ein Ritterorden, die Habsburger, ein Weltkrieg, eine jugoslawische Planwirtschaft - und eine Grenze, die nach 1918 quer durch die Hänge gezogen wurde.

Die Weinberge wurden nicht gefragt. Diese 344 Meter Höhe sind nicht viel - aber genug für einen der weitesten Ausblicke zwischen Mur und Drau.

Und für eine Rebsorte, die hier zu Hause ist: Šipon, international Furmint, bekannt aus dem ungarischen Tokaj. Jeruzalem ist nach Tokaj das zweitgrößte Furmint-Gebiet der Welt. Den Namen Šipon beanspruchen gleich drei Länder.

Das Bild zeigt eine panoramatische Aussicht auf die Stadt Ptuj (Pettau) in Slowenien. Im Vordergrund sind viele Dächer von Gebäuden sichtbar, die überwiegend rot geziegt sind. Daneben sind einige grüne Bäume zu erkennen. Ein markantes Gebäude mit einer hohen, spitzen Kirchturmhaube in Rot steht im Mittelpunkt des Bildes. Es hat eine Uhr an der Fassade und ist aus hellen Steinen errichtet.   Der Himmel ist teilweise bewölkt mit einer Mischung aus Wolken und blauen Abschnitten. Im Hintergrund erstreckt sich die Drau, ein Fluss, und es sind sanfte Hügel und Berge zu sehen. Dieses Landschaftsbild vermittelt ein Gefühl von Ruhe und landschaftlicher Schönheit, während sich die Architektur der Stadt harmonisch in die Umgebung einfügt.
Ptuj (Pettau) älteste Stadt der (historischen) Steiermark.
Quelle: PAMMER FILM

Eine Legende führt ihn auf Napoleons Soldaten zurück, die den Wein lobten - c'est si bon. Franci Cvetko vom Weingut Kogl, dessen Gut 1542 erstmals für die Türkensteuer erfasst wurde, sieht die Sache pragmatisch: "Alle drei Länder beanspruchen ihn - Slowenien, Kroatien und Ungarn. Meiner Meinung nach haben alle drei recht, denn er war überall präsent." Geschichte ist hier nicht nur alt. 2007 kündigen drei Männer ihre Jobs, legen ihre Familienweingärten zusammen und gründen ein Weingut.

Das erste Büro: eine aufgelassene Bäckerei. Das erste Problem: ihre Namen - Schneider, Grabovac, Žličar - sind im Ausland kaum auszusprechen. Also nennen sie sich Verus, lateinisch für wahr und ehrlich. Leichter zu merken. Franci Cvetko, der sein Gut ab 1983 aus zwei überlebenden Rebzeilen wieder aufgebaut hat, sagt einen Satz, der den ganzen Film trägt: "Wein ist nicht das Wichtigste auf der Welt. Aber die Breite des Lebens liegt genau darin, dass man seinen Horizont erweitert."

Martinovanje in Ormož: Lokale Speise Bograč (Bogač): Ein traditioneller Kesselfleisch-Eintopf meist aus drei verschiedenen Fleischsorten (Rind, Schwein, Wild), Kartoffeln, Paprika und Zwiebeln der stundenlang über offenem Feuer gekocht wird.
Lokale Speise Bograč (Bogač): Ein traditioneller Kesselfleisch-Eintopf meist aus drei verschiedenen Fleischsorten
Quelle: ORF/PAMMER FILM

Diese Breite zieht Menschen zurück. Jurkovič führt in Svetinja die Winothek im alten Kaufhaus ihrer Familie - die Idee kam ihrem Bruder bei einem Anruf aus Santorini: "Ich habe für den Sonnenuntergang bezahlt - und der war nicht so schön wie bei uns." Vera Priegl wiederum kam nach vierzig Wiener Jahren in Pension heim. "Bis jetzt war ich immer noch mehr Österreich", sagt sie - und lebt doch ganz selbstverständlich slowenisch. Beides ist wahr.

Am 11. November, zum Martinstag, wird in Ormož der Most offiziell zu Wein. Fackeln, Blechmusik, der Bischof tauft den jungen Jahrgang. Ritterorden, Habsburger, jugoslawische Genossenschaft, EU-Bürger mit Önologiestudium - diese Region hat in tausend Jahren viele Herren erlebt. Geblieben sind der Hügel, der Šipon und die Menschen. Ob eine Grenze überhaupt etwas trennt, wenn alle drei sie ignorieren, beantwortet der Film nicht. Er stellt die Frage.

Eine Dokumentation von Wolfgang Winkler.

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