Dokumentation

Naturwunderwerk Wald

Bäume sind fest verwurzelt und müssen an ihrem Standort Kälte, Hitze und Fressfeinden trotzen. Wie sie dennoch seit Millionen von Jahren überleben konnten, zeigt diese Kurzdokumentation.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 09.11.2026

Forschende aus den Bereichen Ökologie, Biologie und Forstwirtschaft erläutern, wie Bäume einander unterstützen und sogar miteinander kommunizieren.

Das Bild zeigt eine Nahaufnahme von zwei Monitoren, die beide dieselbe Darstellung zeigen. Auf den Bildschirmen sind leuchtend orangefarbene, verzweigte Strukturen zu erkennen, die mikroskopisch kleine Mykorrhiza-Pilze darstellen. Diese Pilzstrukturen sehen aus wie ein Netzwerk von Ästen oder Zweigen und illustrieren das Konzept des "Wood-Wide Web", das den Austausch von Nährstoffen und Informationen zwischen Bäumen beschreibt. Im Vordergrund ist der Kopf und ein Teil des Oberkörpers eines Mannes zu sehen, der von hinten zur Kamera schaut und sich auf die Monitore konzentriert. Der Raum wirkt hell und modern, mit verschiedenen Büromaterialien, wie Stiften, die in einem Behälter auf dem Tisch stehen.
Waldökologe Douglas Godbold erforscht die Kooperationen von Bäumen und Mykorrhiza-Pilzen. Bzw. Professor Douglas Godbold erforscht das "Wood-Wide Web", das Info-Netzwerk des Waldes.
Quelle: Giczymedia

Der gebürtige Brite Douglas Godbold ist Waldökologe an der Universität für Bodenkultur in Wien. "Pflanzen sind viel sozialer, als man denkt.", erklärt er. "Alle Waldbäume leben in Symbiose mit Pilzen. Wenn man eine Baumwurzel aus der Erde nimmt, wird man an den feinen Wurzel-Enden Verfärbungen sehen. Das ist der Pilz. Und genau dieser Pilz bildet ein riesiges unterirdisches Netzwerk. Bei jedem Schritt steigst du auf das ‚Wood-Wide Web'. Es verlinkt die Bäume." - Pilze und Bäume gehen lebenslange Partnerschaften ein, von denen beide Seiten profitieren. Nicht nur Nährstoffe werden ausgetauscht, sondern auch Botschaften.

Darüber hinaus können Bäume nicht nur über "Pilzleitungen" miteinander kommunizieren, sondern auch über den Luftweg: Blätter und Rinden geben Duftstoffe ab, die durch die Luft schweben und mit dem Wind von Baum zu Baum geweht werden. Zu ihrer Verteidigung können die Pflanzen dann Giftstoffe produzieren, um sich zum Beispiel besser vor Blattläusen zu schützen. Noch faszinierender ist, dass auch andere Organismen die Duftbotenstoffe verstehen können - etwa Raubinsekten, die dann die Blattläuse parasitieren und damit den befallenen Pflanzen helfen. "Zum Beispiel Schlupfwespen, die eine Pflanze erkennen, die unter Stress steht.", erläutert der Botaniker Peter Hietz, der ebenfalls an der Universität für Bodenkultur arbeitet. "Sie fliegen dann dorthin und finden ihre Beute und der Blattlausbefall wird reduziert."

Nach einem Film von Claudia Giczy-Hefner und Peter Giczy
Bearbeitung: Henriette Maslo-Dangl

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