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Der Hochkönig, mit 2.941 Metern höchster Gipfel der Salzburger Kalkhochalpen

Dokumentation

Hochkönig - Bergwelt zwischen Pinzgau und Pongau

Der Hochkönig, mit 2.941 Metern höchster Gipfel der Salzburger Kalkhochalpen, überragt einen Lebensraum von erlesener Schönheit.

Produktionsland und -jahr:
Datum:

Der Berg hat zwei Gesichter: ein friedvolles, ruhiges von Norden; ein zerfurchtes, zerklüftetes von Süden. Die umliegende Natur- und Kulturlandschaft des Pinzgau und Pongau mit ihren Almböden und Wäldern porträtiert Bernd Seidel im Winter und Frühsommer - in jenen Jahreszeiten, in denen diese Bergwelt ihre ganze Schönheit hervorzaubert.

Der Hochkönig hat zwei grundverschiedene Gesichter: ein eher zahmes von Norden und - wie es eben zu einem König passt - ein mächtiges, Respekt einflößendes von Süden. Hier, über dem Pongau und Pinzgau stellt sich der "König" mit schroffen, unantastbar scheinenden Kalkmauern dar. Das Alpenreich des Hochkönigs ist ein Lebensraum von erlesener Schönheit Mit den "Salzburger Kalkhochalpen" wurde und wird ein Landschafts- und Naturschutzgebiet mit reizvoller Vielfalt geschaffen. "Universum: Hochkönig - Bergwelt zwischen Pinzgau und Pongau" taucht in diese reizvolle Vielfalt der Naturschönheiten, der Sagen, der Abenteuer.

Sagenumwobene Region

Solch eine blühende Alm soll es früher unter den heutigen Gletschern der "Übergossenen Alm" gegeben haben!
Solch eine blühende Alm soll es früher unter den heutigen Gletschern der "Übergossenen Alm" gegeben haben!
Quelle: ORF/DEGN-Film/Günther Degn

Und es war wohl eine der bekanntesten österreichischen Sagen, die Regisseur Bernd Seidel zu dieser Dokumentation inspirierte, die Sage von der "Übergossenen Alm": Oben am Berg, in einer Höhe von 2.800 Metern, wo heute Firnfelder und ein kleiner Gletscherrest die Felsen überdecken, soll einst eine blühende Alm gewesen sein.

Hier wurden ausschweifende Feste gefeiert und die Almbewohner lebten hochmütig im Überschwang, bis die Strafe des Himmels folgte und die Alm durch ein Unwetter von einer Eis- und Firnschicht überzogen wurde. Regisseur Bernd Seidel stellte diese Sage mit 20 Laiendarstellern aus der Region nach für die Dokumentation nach.

Hausberg einer Kletterlegende

Albert Precht, ohne Seil und Haken in einer der Wände des Hochkönig
Albert Precht, ohne Seil und Haken in einer der Wände des Hochkönig
Quelle: ORF/Lutz Maurer

Unzählige Kletterrouten durchziehen die Felswände des Hochkönigs. Und einen großen Teil davon hat ein Mann erschlossen, der weit über die Grenzen Österreichs hinaus zu einem der bekanntesten Kletterer der Gegenwart geworden ist: der Bischofshofener Albert Precht. Sein waghalsiger Stil, vorwiegend allein, ohne Seil und Haken schwierigste Route zu durchsteigen, hob ihn längst in den Olymp der Kletterer. In seinem neuen Buch "1000 + 1 Weg" erzählt er auch von Erstbesteigungen am Hochkönig, seinem "Hausberg". Kameramann Volkmar Voitl und Bergführer Ignaz Gruber begleiteten Albert Precht in die Felsen des Berges und zeigen in spektakulären Bildern vom Hubschrauber aus und am Seil hängend waghalsigste Kletterszenen.

Wer sich leise verhällt, trifft häufig auf Bergbewohner wie dieses Murmeltier!
Wer sich leise verhällt, trifft häufig auf Bergbewohner wie dieses Murmeltier!
Quelle: ORF/Bernd Seidl

Die Bedeutung der Hochkönigregion wurde einst vor allem durch den Bergbau begründet: Eisenerz in Dienten und Kupfer in Mühlbach, das hier schon von den Kelten gewonnen und über Handelswege weit in den Süden und Norden transportiert wurde. Im Februar dieses Jahres machten Archäologen in Nebra in Sachsen-Anhalt eine wahrhaft sensationelle Entdeckung: Eine knapp viertausend Jahre alte Scheibe aus Gold und Kupfer mit einer der ältesten Darstellungen von Sonne, Mond und Gestirnen wurde gefunden und das Kupfer stammt aus der von dort weit entfernten Hochkönigregion.

Es ist ein beeindruckender Naturpark, die Region des Hochkönigs, im Frühsommer bedeckt von einem Meer von Blumen, durchzogen von kristallklaren Wasserläufen. Im Winter verzaubert eine glitzernde Schneedecke die Hänge in eine Märchenlandschaft und lockt Touristen aus ganz Europa zum Wintersport. Den Zauber dieser heimatlichen Landschaft versuchte "Universum" in einer beeindruckenden Komposition aus Bildern und Musik darzustellen.

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