Dokumentation

Das Almtal - Mächtige Berge, klares Wasser und faszinierende Wildtiere

Das Almtal zählt für viele zu den eindrucksvollsten Landschaften Österreichs. Gestalter Erich Pröll trifft zu Beginn "Märchen-Erzähler" Helmut Wittmann und entführt in die zauberhafte Mystik rund um den Almsee.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 23.06.2022

Kühl, sauber und glasklar steigt Wasser aus unzähligen Quellen des Seebodens auf und nährt damit den Almsee. Forellen und Saiblinge entwickeln sich hier prächtig zur Freude der Fischer. Mit der Unterwasserkamera gelingt ein Blick in den Fischkalter, der unter der Fischerhütte am See in ein paar Metern Tiefe verankert ist. Bei Grünau liegen die Fischteiche mit den Jungfischen des Forellenhofes. In der Küche werden die ausgewachsenen Forellen zu kulinarischen Leckerbissen veredelt.

Der Almfluss durchschneidet zu Beginn mächtige Waldlandschaften, die das obere Almtal prägen. Die Waldarbeit ist hier wegen der steilen Berghänge aber beschwerlich. Fritz Wolf bezeichnet sich selbst als Waldpädagoge und erläutert, wie er nachhaltige Bewirtschaftung oder natürlichen Aufwuchs versteht. Das sei auch weiterhin eine wesentliche Voraussetzung für beste Grundwasser-Qualität.

Zu den Urgesteinen des Almtals zählt ohne Zweifel Tourismuspionier Hermann Hüthmayr. Der einstige Waldbauernbub wurde schon mit 24 Jahren zum jüngsten Tourismuschef Österreichs gekürt. 40 Jahre lang prägte er als Hüttenwirt das Hochberghaus auf dem Kasberg, bis er es 2014 seinem Nachfolger übergeben hat. Heute setzt er auf Tourismus-Trends aus dem Fernen Osten, wie dem so genannten "Waldbaden". Damit will er die Sehnsucht gestresster Urlauber nach intensivem Naturerleben stillen, was sich sogar positiv auf Körper und Geist der Gäste auswirken soll.

Die Energie des Almflusses wird besonders intensiv genutzt. Neben zahlreichen Sägewerken treibt das Wasser auf einer Fließstrecke von 45 km bis zur Einmündung in die Traun 48 Kleinkraftwerke an. Es ist damit die vergleichsweise dichteste Kraftwerks-Strecke unter Österreichs Flüssen. Hunderte Haushalte werden so mit Strom versorgt. Helmut Neubacher hat sich seine kleine Säge mit einem eigenen Kraftwerk selbst gebaut. 8 Meter ist sein hölzernes Wasserrad groß und damit das größte Österreichs. Neben der Pyhrn-Eisenwurzen spielte auch an der Alm die Sensenerzeugung zur Zeit der Donaumonarchie eine entscheidende Rolle: Noch können die schweren Hämmer im Sensenmuseum Geyerhammer bewundert werden.

Auch für Naturbeobachter gilt der Fluss mit seiner Landschaft als Refugium für Wasservögel, wie Stockenten, Haubentaucher, Schwäne oder den bekannten Graugänsen, die erst durch den Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz Bekanntheit erlangten. Seine Forschungsstelle wird heute von Dr. Kurt Kotrschal geleitet. Gemeinsam mit anderen Verhaltensforschern beobachtet er Raben, Dohlen, Waldrappen und auch heute noch die Graugänse. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Konrad-Lorenz-Forschungsinstitut liegt der völlig neu gestaltete Cumberland Wildtierpark. Auf 60 Hektar können Besucher heimische Wildtiere, wie Luchse, Bisons, Wölfe, Bären, Elche oder Waldrappen, hautnah erleben.

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