Dokumentation
Königliche Gärten - Schloss Hof
Schloss Hof im niederösterreichischen Marchfeld, unweit der österreichisch-slowakischen Grenze, vereint barocke Architektur, Gartenkunst und Gutshof.
- Produktionsland und -jahr:
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- Datum:
- Sendetermin
- 30.03.2026
- 20:15 - 21:05 Uhr
Begründet von Prinz Eugen, vollendet unter Maria Theresia, erzählt das Ensemble von Macht, Ordnung und höfischem Leben. Die Dokumentation führt durch historische Prunkräume, die botanische Vielfalt sowie die Tierwelt der Anlage.
Quelle: GS FILM
Rund 50 Kilometer östlich von Wien erhebt sich Schloss Hof nahe Donau und March. 1725 erwirbt Prinz Eugen von Savoyen ein bestehendes Renaissancekastell und lässt es zu einem fürstlichen Landsitz erweitern. Als Feldherr von europäischem Rang sucht er hier einen Rückzugsort, der zugleich Ruhe und Repräsentation vereint.
Unter Regentin Maria Theresia erhält Schloss Hof seine endgültige Gestalt und bleibt bis heute das größte Landschloss Österreichs - ein barockes Gesamtensemble, in dem Architektur und Gartenkunst eine gemeinsame Sprache sprechen.
Quelle: GS FILM
Die Dokumentation führt durch die prunkvollen Räume des Schlosses und ihre wechselvolle Geschichte. Die Sala Terrena verbindet Schloss und Garten und diente als festlicher Schauplatz höfischer Geselligkeit. Die Schlosskapelle ist damals wie heute ein besonderer Ort - als einer der wenigen original erhaltenen Innenräume aus der Zeit Prinz Eugens.
Unter Maria Theresia verändern sich Funktion und Nutzung der Gemächer: Spielzimmer, Schlafräume und private Rückzugsorte spiegeln den Wandel des Hoflebens und eine leichtere, persönlichere Atmosphäre wider.
Quelle: GS FILM
Im Gartenreich entfaltet sich der Barock in seiner ganzen Strenge und Schönheit. Sieben Terrassen folgen einer klaren Ordnung aus Achsen, Brunnen und geometrischen Mustern.
Rekonstruktionen machen die ursprüngliche Gestaltung wieder sichtbar - von der Großen Kaskade als Mittelpunkt der Anlage bis zu Broderieparterres, Bosketten und kunstvoll geführten Wasserläufen. Schloss Hof folgt dabei dem Ideal des französischen Barockgartens, in dem Natur zur Bühne menschlicher Gestaltungskraft wird.
Quelle: GS FILM
Die lebendige Kulturlandschaft umfasst auch den Gutshof, der von Landwirtschaft, Handwerk und Versorgung im 18. Jahrhundert erzählt. Heute prägen seltene Nutztierrassen, Pfauen und das geschützte Ziesel das Bild ebenso wie die Orangerie mit ihren Kübelpflanzen und Zitrusgewächsen - Zeugnisse barocker Sammelleidenschaft, Weltläufigkeit und botanischer Neugier.
Bis heute ist Schloss Hof ein Ort, an dem Geschichte erhalten, erforscht und gepflegt wird. Restauratoren, Gärtner und Fachleute arbeiten daran, historische Substanz zu bewahren und zugleich für ein breites Publikum erfahrbar zu machen. Zwischen Schloss, Garten und Gutshof entsteht so ein vielschichtiges Bild, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.
Quelle: GS FILM
"Königliche Gärten - Schloss Hof" öffnet den Blick auf ein barockes Gesamtkunstwerk, das weit mehr ist als ein historisches Monument.
Es ist ein Ort, an dem Ordnung und Lebenslust, Architektur und Natur bis heute in Balance stehen - und dessen Faszination ungebrochen ist.
Ein Film von Mario Kreuzer und Jaqueline Rauter.