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NANO Talk: Neues Arbeiten – Zwischen KI, Care und Kapital

Homeoffice und Sinnsuche waren erst der Anfang. Durch KI wird die Frage nach unserer Zukunft plötzlich existenziell! Welche Jobs bleiben? Stephanie Rohde diskutiert mit ihren Gästen über diesen radikalen Wandel.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2026
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 30.04.2031

Lange ging es beim modernen Arbeiten um Homeoffice, Sinnsuche oder Kickertisch. Doch plötzlich wird es existenziell. Es ist keineswegs mehr so klar, welche Arbeit wir in Zukunft noch verrichten werden. Und ob wir auch ausreichend Geld verdienen.

KI erstmal keine Bedrohung?

New Work klingt noch immer wie die freundliche Modernisierung der bestehenden Arbeitswelt. Doch die Zeiten der Diskussionen um flache Hierarchien, Selbstverwirklichung und flexible Arbeitszeiten sind vorbei. Mit dem Aufstieg von künstlicher Intelligenz und Plattformökonomie stellt sich die Frage nach der Arbeit der Zukunft grundlegend neu. Tech-Optimisten und Optimistinnen sehen in der KI erstmal keine Bedrohung, sondern den ultimativen Produktivitätssprung.

Schneller lernen und umdenken

Automatisierung befreit die Arbeitenden von Routinen, schafft neue Berufe, ermöglicht mehr Wohlstand. Dabei gibt es neue Anforderungen: Beschäftigte müssen schneller lernen, Organisationen müssen transformiert werden, Kompetenzen lebenslang weiterentwickelt werden. Im Gegensatz dazu sehen viele nicht die Ausgestaltung von Arbeit als Problem. Sie stellen das Wachstumsmodell selbst radikal in Frage: Warum definieren wir den Wert von Arbeit ausschließlich über Erwerbstätigkeit? Warum bleibt Sorgearbeit unsichtbar?

Stephanie Rohde diskutiert mit ihren Gästen über diesen radikalen Wandel unserer Arbeitswelten.

Gäste

Fabian Braesemann ist Dozent für Künstliche Intelligenz & Zukunft der Arbeit am Oxford Internet Institute der Universität Oxford. In seiner Forschung analysiert er große Datenmengen, um die komplexen Wirkmechanismen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu entschlüsseln.

Simon Schaupp arbeitet an der KU Leuven und am Institut für Sozialforschung in Frankfurt. Als Soziologe untersucht er die Verbindung von digitaler Transformation, Arbeitspolitik und ökologischer Krise. Er gilt als einflussreiche Stimme der kritischen Techniksoziologie, die technologischen Wandel als Ergebnis politischer Machtkämpfe einordnet.

Eva von Redecker ist Gastprofessorin an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Sie prägt als Autorin aktuelle Debatten über den Kapitalismus, die Klimakrise und die Bedeutung von Freiheit. Bei S.Fischer erschien zuletzt „Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus“.

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