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Dokumentation

Traumhafte Bahnstrecken der Schweiz: Im Goldenpass Belle Époque von Montreux ins Berner Oberland (2/4)

Die Schweiz, das Land der Eisenbahnen. Unzählige Tunnel und Viadukte führen durch die Alpen. Und der Blick aus dem Fenster eröffnet ein Panorama auf die faszinierendsten Landschaften der Schweiz.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 09.05.2021

In zwei Stunden vom palmengesäumten Ufer in Montreux durch voralpine Landschaften nach Zweisimmen ins Berner Oberland. Der historische Goldenpass Belle Époque ist ein Zug der Extraklasse und bedeutet für Generationen von Reisenden zugleich Nostalgie, Luxus und Abenteuer. Der legendäre Goldenpass Belle Époque ist ein Nachbau im Stil des Golden Mountain Pullman Express aus den dreißiger Jahren. Zweimal am Tag fährt er seine Passagiere von Montreux ins Berner Oberland. Dafür schlängelt sich der Traumzug durch die Weinberge des malerischen Lavaux und passiert dabei auch die historischen Werkstätten der MOB in Chernex.

Durch den Jaman-Tunnel auf 1100 Metern Höhe verlässt der Goldenpass Belle Époque den Kanton Waadt und kreuzt den Kanton Freiburg und damit das Greyerzer Tal. Die Käse der Region sind auf der ganzen Welt beliebt. Jahrhundertelang wurden die Milchprodukte von Gruyère über den Jamanpass bis nach Montreux oder Vevey auf dem Rücken von Maultieren transportiert. Pierre Gendre versucht mit seinen Maultiertouren ein Kulturgut zu bewahren und an junge Leute weiterzugeben. Die Etappe zwischen Monbovon und Rossiniére gehört zu den eindrücklichsten Landschaften, die der Goldenpass Belle Époque durchfährt. Es geht vorbei am Lac du Vernex, einem Stausee und gespeist von der Saane. Bekannt ist das Tal für seine Tradition des Scherenschnitts. Pionier war Jean-Jacques Hauswirth. Wann immer sich die Gelegenheit ergab, holte der arme Köhler Papier und Schere hervor und machte Scherenschnitte. Diese tauschte er dann gegen Mahlzeiten ein. 1871 starb Hauswirth. Aber die Tradition lebt weiter. Corinne von Karnstädt macht Scherenschnitte und zeigt die ihr filigranes Kunsthandwerk. Maxim Lenoir steuert den Goldenpass Belle Époque mit viel Fingerspitzengefühl. Seinen Traumberuf als Lokführer, den erfüllt sich Maxim auch privat, denn Zuhause geht die Fahrt einfach weiter. Unter dem Dach seines Hauses baut Maxime die Strecke vom Montreux nach Zweisimmen mit viel Liebe zum Detail nach. Der Bahnhof von Chateau d’Oex ist preisgekrönt und ein touristischer Hotspot für Zugfans und Kunstliebhaber gleichermaßen. Das Stationsgebäude besteht völlig aus Holz und wurde in seinen alten Chaletstil zurückgebaut. Aber das Beste liegt unter den Gleisen. Die preisgekrönte Unterführung zeigt mit aufwändigen Wandmalereien des Franzosen Franck Bouroullec die Geschichte der Gegend und zeugt vom Handwerk und den Traditionen dieser Region. Der sogenannte “Röstigraben” markiert inoffiziell und mit einem großen Augenzwinkern die Sprachgrenze zwischen der deutschen und französischen Schweiz. Auf unserer Fahrt mit dem Goldenpass Belle Epoche überqueren wir nach Rougemont den Röstigraben, lassen die französischsprachige Schweiz hinter uns und befinden uns ab Saanen im Berner Oberland und damit in der deutschen Schweiz. Saanen ist eines der schönsten Chaletdörfer des Berner Oberlandes. Die Saanengeiss - ohne Hörner - ist das Wahrzeichen des Orts. Aber mindestens genauso bekannt ist der blumenverzierte Bahnhof, den die 85-jährige Silvia Gysler mit viel Liebe hegt und pflegt.

Gstaad ist mit 1049 Metern über dem Meeresspiegel einer der höchsten Orte auf der Strecke des Goldenpass Belle Époque. Nachdem Gstaad 1905 an die Eisenbahn angeschlossen wurde, entwickelte sich das kleine Dorf zu einem mondänen Ort für den internationalen Jetset. Davon profitierte auch das Grandhotel “Gstaad Palace“. 1913 öffnete das Haus seine Pforten. Seitdem genossen unzählige Berühmtheiten ihre Drinks an der Hotelbar: Louis Armstrong, Feldmarschall Montgomery, das Skandalpaar Elizabeth Taylor und Richard Burton, sowie natürlich Roger Moore. Züge wie Goldenpass Belle Époque bringen täglich Hundertausende von Fahrgästen sicher und schnell bis in die entlegensten Winkel der Schweiz. In aufwändigen Landschaftsbildern porträtiert der Film einen Zug der Extraklasse und erzählt von Menschen, die an seiner Strecke arbeiten und leben.

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