Dokumentation
Die Gloriette - Krone Schönbrunns
Wie eine Krone thront die Gloriette über der Schönbrunner Anlage - ein frühes Beispiel für die Wiederverwendung alter, ungenützter Bauelemente.
- Produktionsland und -jahr:
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- Datum:
- Sendetermin
- 26.07.2026
- 13:15 - 14:00 Uhr
- Verfügbar in
- D / CH / A
Was heute ein Anziehungspunkt für Touristen zur Kaffeejause ist, war einst als weithin sichtbares Monument Habsburgischer Unbesiegbarkeit geplant und gebaut.
Quelle: ORF/D5 Produktion
Gleich zu Planungsbeginn meldete sich Kaiserin Maria Theresia, die für ihre Sparsamkeit bekannt war und sich gerne mit Bauangelegenheiten beschäftigte, mit einem richtungsweisenden Schreiben an den Architekten: "Es befindet sich zu Neugebau eine alte Galerie von steinernen Säulen und Gesimsen, welche nichts nutzet." Also verfügte die Kaiserin, "solche von dort abbrechen zu lassen und nachher Schönbrunn bringen zu lassen". Gemeint war das alte, nie vollendete Schloss Neugebäude in Simmering, dieses musste dafür demoliert und recycelt werden und Tonnen an Kapitellen, Säulen und Arkadenbögen wurden im Jahr 1775 auf den Schönbrunner Hügel befördert.
Der rein zu Repräsentationszwecken geplante Prunkbau Gloriette erhielt bald einen zweiten, profaneren Zweck: Kaiser Franz Joseph ließ im Mittelteil sein Frühstückszimmer einrichten. Dafür wurden die drei mittleren Bögen der Gloriette, die noch im letzten Lebensjahr Maria Theresias verglast wurden, genutzt. Bis ins 19. Jahrhundert wurde der verglaste Innenraum als höfisches Speisezimmer benutzt.
Im Wechselspiel zwischen historischem Bild- und Filmmaterial, opulenten Neuaufnahmen und Luftbildern, begleitet durch aufschlussreiche und anregende Schilderungen von Experten, taucht die Dokumentation ein in die bewegte Geschichte der Gloriette von ihrer Entstehung bis in die Gegenwart: eine Geschichte, die zugleich eine Geschichte Österreichs ist.
Eine Dokumentation von Udo Maurer.