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Mai 2017
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Donnerstag, 20. April
Programmwoche 16/2017
Zurückliegenden oder folgenden Tag anzeigen
6:21
VPS 06:20

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenBorder Angels
Menschenrechtsaktivisten an und über der Grenze in San Diego und Tijuana

Ungarn und die EU
Mit Gesprächsgast Jan-Werner Müller, Politikwissenschaftler

50. Todestag Konrad Adenauer
Neue Dauerausstellung in seinem ehemaligen ...

Text zuklappenBorder Angels
Menschenrechtsaktivisten an und über der Grenze in San Diego und Tijuana

Ungarn und die EU
Mit Gesprächsgast Jan-Werner Müller, Politikwissenschaftler

50. Todestag Konrad Adenauer
Neue Dauerausstellung in seinem ehemaligen Wohnhaus

Sozialistischer Realismus
Ausstellung "Die Revolution ist tot. Lang lebe die Revolution!" in Bern

Ausnahmemusikerin Barbara Hannigan
Kultfigur der musikalischen Moderne

Baby-Fotos und Glückshormone
Geplant war Anne Geddes' Karriere nie


7:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenDer Südsudan hungert
Helfer warnen vor Ausweitung der Hungersnot

Heilpraktiker werden ist nicht schwer
Ausbildung ist nicht zwingend vorgeschrieben

Durchblick im Rauch
Lausanner Ingenieure entwickeln Infrarotkamera für die Feuerwehr

Er ...

Text zuklappenDer Südsudan hungert
Helfer warnen vor Ausweitung der Hungersnot

Heilpraktiker werden ist nicht schwer
Ausbildung ist nicht zwingend vorgeschrieben

Durchblick im Rauch
Lausanner Ingenieure entwickeln Infrarotkamera für die Feuerwehr

Er ist dann mal da
Der Marmorkrebs erobert europäische Gewässer


7:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Alpenpanorama


"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten.

Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.


(ORF/3sat)


9:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


9:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenBorder Angels
Menschenrechtsaktivisten an und über der Grenze in San Diego und Tijuana

Ungarn und die EU
Mit Gesprächsgast Jan-Werner Müller, Politikwissenschaftler

50. Todestag Konrad Adenauer
Neue Dauerausstellung in seinem ehemaligen ...

Text zuklappenBorder Angels
Menschenrechtsaktivisten an und über der Grenze in San Diego und Tijuana

Ungarn und die EU
Mit Gesprächsgast Jan-Werner Müller, Politikwissenschaftler

50. Todestag Konrad Adenauer
Neue Dauerausstellung in seinem ehemaligen Wohnhaus

Sozialistischer Realismus
Ausstellung "Die Revolution ist tot. Lang lebe die Revolution!" in Bern

Ausnahmemusikerin Barbara Hannigan
Kultfigur der musikalischen Moderne

Baby-Fotos und Glückshormone
Geplant war Anne Geddes' Karriere nie


9:46
VPS 09:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Ganzen Text anzeigenDer Südsudan hungert
Helfer warnen vor Ausweitung der Hungersnot

Heilpraktiker werden ist nicht schwer
Ausbildung ist nicht zwingend vorgeschrieben

Durchblick im Rauch
Lausanner Ingenieure entwickeln Infrarotkamera für die Feuerwehr

Er ...

Text zuklappenDer Südsudan hungert
Helfer warnen vor Ausweitung der Hungersnot

Heilpraktiker werden ist nicht schwer
Ausbildung ist nicht zwingend vorgeschrieben

Durchblick im Rauch
Lausanner Ingenieure entwickeln Infrarotkamera für die Feuerwehr

Er ist dann mal da
Der Marmorkrebs erobert europäische Gewässer


10:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Kölner Treff

Böttingers unvergessene Gäste

Moderation: Bettina Böttinger

Ganzen Text anzeigenIn dieser Ausgabe des "Kölner Treffs" erinnert Bettina Böttinger an Gäste der Sendung, die nicht mehr am Leben sind.

Gezeigt werden unter anderem Ausschnitte aus Gesprächen mit der Autorin, Moderatorin und Schauspielerin Miriam Pielhau, dem Sänger und Entertainer ...
(ARD/WDR)

Text zuklappenIn dieser Ausgabe des "Kölner Treffs" erinnert Bettina Böttinger an Gäste der Sendung, die nicht mehr am Leben sind.

Gezeigt werden unter anderem Ausschnitte aus Gesprächen mit der Autorin, Moderatorin und Schauspielerin Miriam Pielhau, dem Sänger und Entertainer Roger Cicero und dem Tierheilpfleger Tamme Hanken.


(ARD/WDR)


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11:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)
Donnerstag 20. April

Der große Schamane - Heilkunst in der Kalahari

Film von Manuela Zips-Mairitsch und Werner Zips

Ganzen Text anzeigenBoo!Kunta ist der bekannteste Heiler im Nordosten Namibias. Unter den etwa 1500 San, die im Nyae-Nyae-Schutzgebiet am Rande des Kaudom-Nationalparks leben, ist er eine Lichtgestalt.

Der Film erzählt die Geschichte der San und gibt Einblicke in das tägliche Leben von ...
(ORF)

Text zuklappenBoo!Kunta ist der bekannteste Heiler im Nordosten Namibias. Unter den etwa 1500 San, die im Nyae-Nyae-Schutzgebiet am Rande des Kaudom-Nationalparks leben, ist er eine Lichtgestalt.

Der Film erzählt die Geschichte der San und gibt Einblicke in das tägliche Leben von Boo!Kunta, den viele San als Retter ihrer bedrohten Kultur sehen.

Seine Augen haben schon vieles gesehen: Kriege und Vertreibung, Genozid und Verbrechen an seinen Verwandten. Dennoch hält sich ein Lächeln in ihnen, trotz des Niedergangs der San-Bevölkerung im vergangenen Jahrhundert und des Landverlusts seiner früheren Heimat.

Boo!Kunta ist nicht nur wegen seiner Weitsicht und Führungskraft bekannt, er gilt auch als erfahrener Jäger. Denn die San sind stolze Bewahrer einer alten Jäger-und-Sammler-Kultur. Unter der Bedingung, mit traditionellen Waffen zu jagen, dürfen die Buschmänner im Nyae-Nyae-Schutzgebiet - zumindest auf die nicht geschützten - Wildtiere Jagd machen.

Mit der traditionellen Jagd auf Löwen und Elefanten gehen aber auch viele Gefahren einher. Immer wieder gibt es Verletzte. Als Schamane und Mittler zwischen Diesseits und Jenseits gehört der spirituelle Schutz bei der Jagd zu Boo!Kuntas Aufgaben. Er gibt seinem Volk die Kraft, alle Gefahren eines Lebens mit wilden Tieren zu meistern.

"Heilungen mussten immer schon vorgenommen werden. Früher, als es noch keine Kliniken gab, war eine Geistheilung durch den Schamanen die einzige Chance für einen kranken Menschen. Während der Heiler mit den anderen Männern rund um die im Kreis sitzenden Frauen tanzt, findet er heraus, wer krank ist. Dadurch sammle ich auch die Kraft zur Heilung, die sonst nur in mir schläft. Beim Heilen lege ich die Hände auf jeden Kranken, sodass die Krankheit auf mich übergehen kann. Ich ziehe sie ihnen regelrecht aus dem Körper."

Boo!Kuntas wichtigste Aufgabe ist jedoch der kommunale Heilungstanz. Dieser ist die zentrale Institution der traditionellen Religion der San. Mit der Weitergabe ihres immateriellen Kulturerbes festigen die San die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Doch die Heilung der tiefen seelischen Wunden von Landverlust, Enteignung und Diskriminierung fällt selbst so mächtigen Heilern wie Boo!Kunta schwer.


(ORF)


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12:30
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Der listige Jäger aus dem Wallis

Film von Alexandre Lachavanne

Ganzen Text anzeigenMichel Fournier, genannt "Der Räuber", ist ein bisschen Rebell, vom Typ her Beduine mit schwarzen Augen und schnellem Messer. Der Wildhüter liebt Natur und Tiere seiner Walliser Bergwelt.

Die Pfeife verschwindet halb unter einem mächtigen Schnauzbart und dahinter ...

Text zuklappenMichel Fournier, genannt "Der Räuber", ist ein bisschen Rebell, vom Typ her Beduine mit schwarzen Augen und schnellem Messer. Der Wildhüter liebt Natur und Tiere seiner Walliser Bergwelt.

Die Pfeife verschwindet halb unter einem mächtigen Schnauzbart und dahinter ein Mann mit listig wachen Augen. Seine Glücksmomente findet er in den Augen von Freunden und Besuchern, die beim Anblick der imposanten Bergwelt strahlen.

Ganz besonders in der Zeit der Zwischensaison, im Frühling und Herbst, wenn die Touristen fehlen und die Gämse und Hirsche auf der Suche nach Nahrung bis ins Tal und zu den Dörfern kommen, herrscht eine Ruhe und Stille, die schon beinahe unwirklich scheint. Michel hat als Philanthrop viele Freunde. Einer davon ist Steve, der Wildhüter des Tales, der Michel auch mal bittet, wenn er Hilfe braucht bei der Bergung eines verstorbenen Tieres. Manchmal sterben allerdings auch Tiere, ohne dass der Wildhüter es erfährt - aber das ist eine andere Geschichte. Man lebt und lässt leben im abgelegenen Walliser Seitental "Val de Réchy".


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13:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB


Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

Ein Laufband informiert über die aktuellen Börsenkurse.


(ORF)


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13:14
VPS 13:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel
Donnerstag 20. April

Die Geschichte des Südwestens (1/7)

Wie wir im Mittelalter lebten

Film von Daniel Sich und Christian Feyerabend

Moderation: Lena Ganschow

Ganzen Text anzeigenDie Reihe erzählt die Geschichte der Region im Südwesten Deutschlands vom Mittelalter bis in die Neuzeit. - Die erste Folge widmet sich dem Mittelalter im Südwesten.

Es ist die Zeit, in der viele kleine Fürstentümer entstehen und Städte, in denen Leibeigene zum ...
(ARD/SWR/SR)

Text zuklappenDie Reihe erzählt die Geschichte der Region im Südwesten Deutschlands vom Mittelalter bis in die Neuzeit. - Die erste Folge widmet sich dem Mittelalter im Südwesten.

Es ist die Zeit, in der viele kleine Fürstentümer entstehen und Städte, in denen Leibeigene zum Bürger werden können. Klöster entwickeln sich zu Machtzentren und zu Orten an denen Wissenschaft und Kultur gepflegt werden.

Und aus einer feudalen, von ritterlichen Idealen geprägten Stände-Gesellschaft entwickelt sich über Jahre hinweg eine Gesellschaft, in der die Bürger ihr Leben immer mehr selbst in die Hand nehmen.

Am 20. Mai 1184 ruft Kaiser Friedrich I. Barbarossa die Mächtigen des Reiches zum Mainzer Hoftag zusammen. Es soll das größte und prächtigste Fest werden, das die Zeitgenossen je erlebt haben. Barbarossa will damit seinen Machtanspruch deutlich machen. Aber ein Unwetter macht seinen Plan zunichte. Die Nonne Hildegard von Bingen ist eine Universalgelehrte, die die Heilkraft der Pflanzen studiert. Durch ihre Visionen, die die Zeitgenossen für göttliche Eingebungen halten, wird sie bekannt und schließlich Äbtissin in ihrem Kloster Rupertsberg bei Bingen am Rhein.

Henggi Humpis ist Bürgermeister der Freien Reichsstadt Ravensburg. 1380 gründet er mit anderen Kaufleuten zusammen die Ravensburger Handelsgesellschaft, die zu einem der bedeutendsten Handelsunternehmen dieser Zeit wird.

Baden-Württemberg, das Saarland und Rheinland-Pfalz sind voller Spuren einer bewegten Vergangenheit: Das Kloster Reichenau zum Beispiel und der Dom in Speyer zeugen von der frühen Macht der Kirche; in Heidelberg, Freiburg und Tübingen stehen die ältesten Universitäten Deutschlands. Die Schlösser in Mannheim und Ludwigsburg lassen erahnen, wie prunkvoll absolutistische Monarchen regierten; das Hambacher Schloss erinnert daran, dass die Freiheitsbewegung im 19. Jahrhundert nirgendwo stärker war als in Baden und in der Pfalz.

In Ludwigshafen künden die Produktionsstätten der Chemieindustrie vom enormen wirtschaftlichen Aufschwung der Region während der industriellen Revolution; dass die Innenstädte von Pforzheim und Mainz noch heute 1950er-Jahre-Charme versprühen, erinnert an die Zerstörungen durch alliierte Bomber im Zweiten Weltkrieg und an das Leid, das dieser Krieg auch den Menschen im Südwesten brachte. Schmucke Einfamilienhäuser und gepflegte Vorgärten künden vom raschen Wiederaufbau und dem einziehenden Wohlstand nach dem Krieg. Überall finden sich noch heute Zeugnisse dieser wechselvollen Historie.


(ARD/SWR/SR)


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14:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel
Donnerstag 20. April

Die Geschichte des Südwestens (2/7)

Wie wir um den rechten Glauben kämpften

Film von Daniel Sich

Moderation: Lena Ganschow

Ganzen Text anzeigenAuch im Südwesten Deutschlands findet die Reformation Anhänger. Viele bejubeln Martin Luther, als er 1521 auf dem Reichstag in Worms seine Lehre nicht widerruft.

Die Bauern in der Region lernen, dass die geltende Ordnung alles andere als gottgegeben ist. Sie leiten ...
(ARD/SWR/SR)

Text zuklappenAuch im Südwesten Deutschlands findet die Reformation Anhänger. Viele bejubeln Martin Luther, als er 1521 auf dem Reichstag in Worms seine Lehre nicht widerruft.

Die Bauern in der Region lernen, dass die geltende Ordnung alles andere als gottgegeben ist. Sie leiten aus der Heiligen Schrift die Freiheit und Gleichheit aller Menschen ab und lehnen sich gegen die Obrigkeit auf.

Noch können sie ihre Forderungen nicht durchsetzen, aber die Überzeugung, dass man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und notfalls dafür kämpfen muss, lässt sie nicht mehr los.

Götz von Berlichingen, Raubritter mit eiserner Hand. Das 16. Jahrhundert ist eine schwierige Zeit für Ritter. Sie verlieren immer mehr an Bedeutung. Götz hält sich als "Fehdeunternehmer" über Wasser. Bei Streitigkeiten schlägt er sich auf die Seite einer Partei, unterstützt sie - notfalls mit Waffengewalt - und erhält dafür eine Provision. Dieses Geschäftsmodell verschafft ihm ein gutes Auskommen. Doch als ihn eine Abordnung aufständischer Bauern 1525 für den Aufstand gegen die Obrigkeit gewinnen will, muss Götz von Berlichingen Farbe bekennen.

Joß Fritz ist der Sohn eines Leibeigenen. Die Ausbeutung und Unterdrückung der Landbevölkerung hat er am eigenen Leib erfahren. 1501 sammelt er die Bauern in der Bundschuh-Bewegung. Gemeinsam erheben sie sich gegen die Obrigkeit.
Der Kürschnergeselle Sebastian Lotzer gilt als Verfasser der "12 Artikel" von Memmingen, mit denen die Bauern ihre Forderungen gegenüber der Obrigkeit im Bauernkrieg formulieren. Die "12 Artikel" gelten als die erste Niederschrift von Menschen- und Freiheitsrechten in Europa.

Kaspar Sturm, Reichsherold und heimlicher Unterstützer der Reformation. 1521 ist es die Aufgabe des kaiserlichen Beamten aus Oppenheim, den rebellischen Mönch Martin Luther aus Wittenberg sicher nach Worms zum Verhör vor Kaiser und Kurfürsten bringen. Was kaum einer ahnt: Sturm ist ein glühender Anhänger des aufrührerischen Luther.


(ARD/SWR/SR)


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14:43
VPS 14:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel
Donnerstag 20. April

Die Geschichte des Südwestens (3/7)

Wie wir zu aufgeklärten Menschen wurden

Film von Dorothea Nölle

Moderation: Lena Ganschow

Ganzen Text anzeigenDas 18. Jahrhundert ist die Zeit des Luxus, der absolutistischen Herrscher und ihrer prachtvollen Höfe. Aber es ist auch die Zeit der aufblühenden Wissenschaften - und die der Freigeister.

Sie stellen in Frage, was jahrhundertelang gegolten hat und sie fordern die ...
(ARD/SWR/SR)

Text zuklappenDas 18. Jahrhundert ist die Zeit des Luxus, der absolutistischen Herrscher und ihrer prachtvollen Höfe. Aber es ist auch die Zeit der aufblühenden Wissenschaften - und die der Freigeister.

Sie stellen in Frage, was jahrhundertelang gegolten hat und sie fordern die Menschen dazu auf, ihren eigenen Kopf zu gebrauchen und sich die Welt danach einzurichten.

Karl Eugen, Herzog von Württemberg, ist ein Herrscher zwischen absolutistischem Machtanspruch und dem Geist der Aufklärung. Er unterstützt die neuen Wissenschaften und ihre Vertreter. Doch wer seine Autorität in Frage stellt, wird schnell fallen gelassen.

Christian Friedrich Daniel Schubart ist Musiker am Ludwigsburger Hof und Publizist. In seiner Zeitschrift "Teutsche Chronik" kritisiert er Aristokratie und Geistlichkeit und bezahlt dafür mit jahrelanger Festungshaft auf dem Hohen Asperg.

Karoline Kaulla ist Hoffaktorin am württembergischen Hof und damit zuständig für die Finanzierung des aufwendigen Lebensstils Herzog Karl Eugens. Es ist eine schwierige Aufgabe, bei der sie zwischen den Ansprüchen des Herzogs und der wachsenden Macht der Landstände lavieren muss.

Jacob Georg Schäffer ist Oberamtmann in Sulz am Neckar und einer der ersten, die Verbrecher mit System jagen, indem er Personenbeschreibungen erstellt und Steckbriefe veröffentlicht. So gelingt es ihm auch den Räuber Hannikel, einen der gefürchtetsten Verbrecher im Südwesten, dingfest zu machen.


(ARD/SWR/SR)


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15:29
VPS 15:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel
Donnerstag 20. April

Die Geschichte des Südwestens (4/7)

Wie wir für unsere Freiheit stritten

Film von Daniel Sich

Moderation: Lena Ganschow

Ganzen Text anzeigenFreiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit: die Ideale der französischen Revolution fallen auch im Südwesten auf fruchtbaren Boden. In Mainz wird die erste Republik auf deutschem Boden ausgerufen.

Sie kann sich nicht lange halten.
Mit Napoleon Bonaparte kommt die ...
(ARD/SWR/SR)

Text zuklappenFreiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit: die Ideale der französischen Revolution fallen auch im Südwesten auf fruchtbaren Boden. In Mainz wird die erste Republik auf deutschem Boden ausgerufen.

Sie kann sich nicht lange halten.
Mit Napoleon Bonaparte kommt die "Revolution von oben". Er ordnet den Südwesten politisch neu. Klöster und kirchlicher Besitz werden verstaatlicht, mit dem Code Civil ein modernes Zivilrecht eingeführt.

Nach der Niederlage Napoleons wollen die Fürsten die Zeit zurückdrehen, verbieten politische Versammlungen, zensieren Zeitungen und bespitzeln ihre Bürger. Auf dem Hambacher Fest protestieren 30 000 dennoch für politische Reformen und nationale Einheit. In der Revolution von 1848 versuchen badische Demokraten wie Friedrich Hecker, die Republik mit Gewalt durchzusetzen.

Philipp Jakob Siebenpfeiffer setzt sich für Freiheit, Demokratie und nationale Einheit ein. Aber es herrscht Zensur, und politische Veranstaltungen sind verboten. Dennoch gelingt es Siebenpfeiffer und seinen Mitstreitern, das Hambacher Fest zu organisieren.

Adam von Itzstein ist ein glühender Kämpfer für Demokratie, Freiheit und nationale Einheit. Mit anderen zusammen macht er ein streng gehütetes Geheimpapier des Deutschen Bundes öffentlich, mit dem die Fürsten Bürgerrechte einschränken wollten - "Wikileaks" im Jahr 1843!

Friedrich Hecker will die demokratische Republik. 1848 zieht er mit seinen Revolutionären gegen Karlsruhe, um den Großherzog zu stürzen. Doch bei Kandern im Schwarzwald werden sie von Bundestruppen besiegt.


(ARD/SWR/SR)


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16:14
VPS 16:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel
Donnerstag 20. April

Die Geschichte des Südwestens (5/7)

Wie wir zu Fabrikherren und Arbeitern wurden

Film von Dorothea Nölle

Moderation: Lena Ganschow

Ganzen Text anzeigenDas 19. Jahrhundert ist die Zeit der Maschinen und der großen Erfindungen wie Automobil, Eisenbahn, Elektrizität. Es ist auch die Zeit der aufkommenden Arbeiterbewegung.

Und obwohl die Voraussetzungen nicht immer günstig sind, meistert der Südwesten den Aufbruch in ...
(ARD/SWR/SR)

Text zuklappenDas 19. Jahrhundert ist die Zeit der Maschinen und der großen Erfindungen wie Automobil, Eisenbahn, Elektrizität. Es ist auch die Zeit der aufkommenden Arbeiterbewegung.

Und obwohl die Voraussetzungen nicht immer günstig sind, meistert der Südwesten den Aufbruch in diese neue Zeit. Damals werden die Grundlagen dafür gelegt, dass aus dem Südwesten eine wirtschaftsstarke und wettbewerbsfähige Region wird.

Johann Georg Bodmer und sein Bruder gründen im verlassenen Kloster St. Blasien eine der ersten Maschinenfabriken Deutschlands. Die Industrialisierung des Südwestens beginnt.

Robert Bosch und Gottlob Honold tüfteln am "Problem der Probleme" im Autobau, der Zündung. 1901 schaffen sie mit ihrer Hochspannungs-Magnetzündung den Durchbruch. Ab jetzt gibt es eine zuverlässige Zündung für schnelllaufende Benzinmotoren - eine wichtige Voraussetzung für die Massen-Motorisierung.

Franz Josef Ehrhart wird 1889 als erster und einziger Sozialdemokrat in den Stadtrat von Ludwigshafen gewählt. Er kämpft für die Rechte der Arbeitnehmer. Als 1906 bei der BASF gestreikt wird, kann er Lohnerhöhung, Zulagen für Sonn- und Feiertagsarbeit und mehr Arbeitsschutz durchsetzen.


(ARD/SWR/SR)


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16:59
VPS 17:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel
Donnerstag 20. April

Die Geschichte des Südwestens (6/7)

Wie wir Krieg und NS-Herrschaft erlebten

Film von Werner Biermann

Moderation: Lena Ganschow

Ganzen Text anzeigenAuch im Südwesten gewinnen die Nazis in den 1920er-Jahren Zulauf. Sie sie versprechen Urlaub für alle und beeindrucken mit Prestige-Projekten, wie dem Bau der Autobahn Frankfurt-Heidelberg.

Eine vielbejubelte "Großtat" ist die Wiedereingliederung des Saargebietes ...
(ARD/SWR/SR)

Text zuklappenAuch im Südwesten gewinnen die Nazis in den 1920er-Jahren Zulauf. Sie sie versprechen Urlaub für alle und beeindrucken mit Prestige-Projekten, wie dem Bau der Autobahn Frankfurt-Heidelberg.

Eine vielbejubelte "Großtat" ist die Wiedereingliederung des Saargebietes ins Deutsche Reich. Gegen die Ausgrenzung und Verfolgung von Andersdenkenden, politischen Gegnern, Juden sowie Sinti und Roma protestieren nur wenige.

Der tausendfache Mord an behinderten Menschen beginnt 1941 in der psychiatrischen Anstalt Grafeneck auf der Schwäbischen Alb. Und auch die systematische Deportation von Juden beginnt mit der sogenannten "Wagner-Bürckel-Aktion" im Südwesten. Die meisten Deportierten werden in den Vernichtungslagern im Osten ermordet. Der Krieg, den Hitler begonnen hat, kostet Millionen Menschen das Leben. Viele Städte im Südwesten werden durch alliierte Bombenangriffe fast völlig zerstört. Zurück bleiben traumatisierte Überlebende, die nicht wissen, wie es weitergehen soll.

Der Pfälzer Josef Bürckel ist NSDAP-Anhänger der ersten Stunde und hoher NS-Funktionär. Er ist beteiligt an der "Rückgliederung" des Saarlandes und an der "Wiedervereinigung Österreichs" mit dem Deutschen Reich. 1940 initiiert er zusammen mit dem badischen Gauleiter Robert Wagner die Deportation von Juden aus dem Elsass, Lothringen, Baden und der Pfalz nach Gurs.

Der Rottenburger Bischof Johannes Baptista Sproll ist Gegner des NS-Regimes und wendet sich engagiert gegen Hitlers Ausgrenzungs- und Vernichtungspolitik. Er wird verfolgt und muss seine Diözese verlassen. Erst nach dem Krieg kann er wieder nach Rottenburg zurückkehren. Johanna Geissmar ist Kinderärztin in Heidelberg. Weil sie Jüdin ist, wird ihr die Kassenzulassung entzogen. Sie muss ihre Praxis schließen. 1940 wird sie in das südfranzösische Lager Gurs deportiert. Dort kümmert sie sich aufopfernd um die Kranken und bekommt den Beinamen "Engel von Gurs". 1942 wird sie in Auschwitz ermordet.


(ARD/SWR/SR)


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17:44
VPS 17:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel
Donnerstag 20. April

Die Geschichte des Südwestens (7/7)

Wie wir wohlhabend und eins wurden

Film von Werner Biermann

Moderation: Lena Ganschow

Ganzen Text anzeigenNach dem Krieg steht der Südwesten vor einer ungewissen Zukunft. Die Wirtschaft liegt am Boden, tausende Flüchtlinge und Vertriebene müssen aufgenommen werden. Doch es geht bald bergauf.

Einheimische, Neubürger und "Gastarbeiter" werden zum Motor des ...
(ARD/SWR/SR)

Text zuklappenNach dem Krieg steht der Südwesten vor einer ungewissen Zukunft. Die Wirtschaft liegt am Boden, tausende Flüchtlinge und Vertriebene müssen aufgenommen werden. Doch es geht bald bergauf.

Einheimische, Neubürger und "Gastarbeiter" werden zum Motor des Wirtschaftswunders. Menschen aus aller Welt finden in den neuen Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Saarland ein Zuhause und machen den Südwesten zu einer bunten und lebenswerten Region.

Franz Bachert ist 16 als er nach dem Krieg als Flüchtling aus der Batschka in Serbien (Donauschwaben) nach Stuttgart kommt. Anders als viele Erwachsene, die der alten Heimat nachtrauern findet er sich bald zurecht. Bachert ist leidenschaftlicher Fußballspieler. Das erleichtert die Integration nach dem Krieg.

Fevzi Cetin kommt 1966 als "Gastarbeiter" aus der Türkei nach Stuttgart. Heute fährt er höchstens im Urlaub noch in seine ehemalige Heimat. Mittlerweile fühlt er sich als Deutscher.

David Borntrager kommt als Soldat aus Virginia in die Pfalz. Lange arbeitet er im Germersheimer US-Army-Depot. Dann verliebt er sich in eine Pfälzerin und findet in der Pfalz eine neue Heimat.


(ARD/SWR/SR)


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18:29
VPS 18:30

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

nano

Die Welt von morgen

Moderation: Yve Fehring

Der Vulkan, der den Sommer stahl
Der Ausbruch des Tambora hatte weitreichende Folgen

Versteckter Supervulkan
In den Phlegräischen Feldern brodelt es

Elektrorepublik China
Chinesische Regierung treibt Elektromobilität voran


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19:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter

Lage in Venezuela verschärft sich
Tote und Wolken aus Tränengas

Außenminister Gabriel besucht Irak
Weitere Militärhilfe ausgeschlossen

Minusrekorde in ganz Deutschland
Kälte setzt auch den Obstbauern zu


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19:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kulturzeit

Das 3sat-Kulturmagazin von ZDF, ORF, SRF und ARD

Moderation: Vivian Perkovic

Ganzen Text anzeigenDas Ende Frauke Petrys als Frontfrau?
Mit Gesprächsgast Melanie Amann, Autorin

Border Angels
Menschenrechtsaktivisten an und über der Grenze in San Diego und Tijuana

Clemens Meyer "Die stillen Trabanten"
Blicke aus dem Fenster im Leipziger ...

Text zuklappenDas Ende Frauke Petrys als Frontfrau?
Mit Gesprächsgast Melanie Amann, Autorin

Border Angels
Menschenrechtsaktivisten an und über der Grenze in San Diego und Tijuana

Clemens Meyer "Die stillen Trabanten"
Blicke aus dem Fenster im Leipziger Osten

Andreas Jacke "Mind Games"
Über die Figur Sherlock Holmes und seine Neurosen

Die Ballett-Athletin Sayaka Kado
Premiere von "Don Quijote" am 22. April


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20:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Tagesschau


ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.

Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.


(ARD)


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20:16
VPS 20:14

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die Macht der Labormediziner

Film von Ingolf Gritschneder

Erstausstrahlung

Ganzen Text anzeigenVerdacht auf Herzinfarkt - welche Behandlung ist nötig und wie rasch muss sie eingeleitet werden? Die Antwort darauf kommt nicht selten aus dem Labor und zwar innerhalb kürzester Zeit.

Doch sind wirklich alle Untersuchungen notwendig, die heute oft flächendeckend ...

Text zuklappenVerdacht auf Herzinfarkt - welche Behandlung ist nötig und wie rasch muss sie eingeleitet werden? Die Antwort darauf kommt nicht selten aus dem Labor und zwar innerhalb kürzester Zeit.

Doch sind wirklich alle Untersuchungen notwendig, die heute oft flächendeckend veranlasst werden? Und: werden die Laborwerte anschließend auch genau ausgewertet, können Haus- und Fachärzte die Ergebnisse auch interpretieren? Wie sicher und zuverlässig sind die Befunde?

Zwei Drittel aller ärztlichen Diagnosen beruhen zumindest partiell auf labormedizinischen Untersuchungen oder bestätigen sie. Bei Herzbeschwerden können Aktivitäts- und Konzentrationsmessungen verschiedener Blutbestandteile, sogenannter Serummarker, einen Infarkt ausschließen oder bestätigen. Auch ob der Herzmuskel bereits geschädigt ist, lässt sich den Analysen entnehmen. Die Labormedizin unterstützt und berät behandelnde Ärzte bei der Wahl ihrer Therapie, ermöglicht die Kontrolle des Behandlungserfolgs und erlaubt Erkennung und Bewertung von Krankheitsrisiken.

Krankheitsursachen und -zusammenhänge auf molekularer und zunehmend auch atomarer Ebene zu verstehen und zu bewältigen, stellt immer neue Herausforderungen für die Labormedizin dar. Neben den Standardparametern des kleinen und großen Blutbildes spielt die Präventionsmedizin eine immer wichtigere Rolle, sie macht inzwischen ein Fünftel des Analyse-Kontingents aus. Gerade in der Krebsvorsorge leistet die Labordiagnostik große Dienste. So gelingt es inzwischen mit Hilfe der Liquid-Biopsie, bereits gestreute Tumorzellen im Blut nachzuweisen und aus deren Analyse Rückschlüsse auf das Stadium der Erkrankung zu ziehen.

Vor allem im Bereich der privatärztlichen Leistungen werden allerdings oft unspezifische und damit kostenintensive Untersuchungen in Auftrag gegeben. Beispiele dafür sind die Erhebung eines allgemeinen Hormonstatus bei Frauen oder flächendeckende Tests auf alle möglichen Antikörper gegen Bakterien. Auch Analysen wie die Messung des alkalischen Stoffwechsels, die angeblich Ernährungsdefizite sichtbar machen soll, sind umstritten. Hier gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass dadurch schwerwiegenden Erkrankungen vorgebeugt werden können. Besonders problematisch: solche Untersuchungen können auch von Heilpraktikern veranlasst werden. Ihre Laboraktivitäten und Abrechnungen unterliegen jedoch keinen genauen gesetzlichen Regularien.

Der Film zeigt den neuesten Stand von Forschung und Technologie in der Labormedizin und wirft einen kritischen Blick auf die zunehmende Ökonomisierung der Labormedizin. Fallgeschichten Betroffener, die aufgrund falscher oder nicht richtig interpretierter Werte Fehldiagnosen und daraufhin falsche Therapien erhalten haben, werfen ein Schlaglicht auf die möglichen Folgen.

Redaktionshinweis: In 3sat steht der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um jeweils 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel über ein verwandtes Thema.


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21:00
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

scobel: Mit Blut gegen Krebs

Flüssige Biopsien: die Zukunft der Krebsdiagnose und

Krebstherapie?

Ganzen Text anzeigenEine neue Methode im Kampf gegen den Krebs erobert die Medizin: die flüssige Biopsie. Statt einer Gewebeentnahme gibt die schonende Blutprobe Aufschluss über den Krebs und die Therapie.

Gert Scobel diskutiert mit Prof. Dr. Klaus Pantel, Direktor des Institutes für ...

Text zuklappenEine neue Methode im Kampf gegen den Krebs erobert die Medizin: die flüssige Biopsie. Statt einer Gewebeentnahme gibt die schonende Blutprobe Aufschluss über den Krebs und die Therapie.

Gert Scobel diskutiert mit Prof. Dr. Klaus Pantel, Direktor des Institutes für Tumorbiologie an der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf und mit Prof. Dr. Nikolas von Bubnoff, Universitätsklinik Freiburg, über die neuen Verfahren im Kampf gegen den Krebs.

Besteht ein Verdacht auf Krebs, erfolgt bisher in der Regel eine Gewebeentnahme, ein invasiver, oft belastender Eingriff. In der Zukunft könnte Patienten das erspart bleiben. Unser Blut enthält alle nötigen Informationen über die Krebserkrankung, und es gelingt immer zuverlässiger, diese Informationen auch zu gewinnen und zu nutzen.

Die Liquid Biopsy, die flüssige Biopsie, könnte die Gewebeentnahme in Zukunft ersetzen. Bei bestimmten Erkrankungen wie Lungen-, Dickdarm- und Brustkrebs geschieht das bereits.

Im Blut zirkulieren vollständige Krebszellen, die die gesamte Information über den Tumor in sich tragen. In einer Milliarde Blutzellen finden sich darin nur einige wenige. Die Schwierigkeit bestand bisher darin, diese wenigen Zellen auszumachen. Prof. Dr. Andreas Pantel, Direktor des Zentrums für Experimentelle Medizin und des Instituts für Tumorbiologie in Hamburg Eppendorf, ist einer der Pioniere auf diesem Gebiete und wird als Gast im Studio sein.

Neben den vollständigen Tumorzellen zirkuliert Tumor-DNA auch als Fragmente zellfrei im Blut. Auch sie enthalten die Erbinformationen des Krebses und auch sie lassen sich mittlerweile finden und analysieren.

Anders als bei der Gewebeentnahme ermöglicht die Liquid Biopsy eine genaue und regelmäßige Verlaufskontrolle der Erkrankung. Therapien können auf Grund der gewonnenen Informationen individuell erstellt und angepasst werden. Mögliche Rezidive können sehr früh erkannt und wirksam bekämpft werden. Die Liquid Biopsy ermöglicht zudem die Verlaufskontrolle von Tumoren, die für eine Gewebebiopsie nicht, oder nur schwer zugänglich sind.

"scobel" stellt diese neuen Verfahren im Kampf gegen den Krebs vor. Wird die Liquid Biopsy in Zukunft auch zur Krebsvorsorge genutzt werden können. Was bedeuten die neuen Verfahren für den medizinischen Markt und die Krankenkassen? Bei welchen Tumorerkrankungen sind sie bereits im Einsatz. Aber vor allem: welche Chancen und Risiken bringen sie für die Patienten?


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21:59
VPS 22:00

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

ZIB 2


Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens.

Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.


(ORF)


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22:30
VPS 22:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 Audio
Donnerstag 20. April

Die Spur der Jäger

(Jägarna)

Spielfilm , Schweden 1996

Darsteller:
ErikRolf Lassgård
LeifLennart Jähkel
AnnaHelena Bergström
TommeJarmo Mäkinen
StigThomas Hedengran
Regie: Kjell Sundvall
Länge: 114 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer schwedische Polizist Erik kommt einem Skandal auf die Spur: Skrupellose Wilderer schlachten ganze Rentierherden ab. Als er gegen die Täter ermittelt, gerät er selbst auf die Abschussliste.

Die spektakulären Naturlandschaften des Hohen Nordens sind Schauplatz des ...

Text zuklappenDer schwedische Polizist Erik kommt einem Skandal auf die Spur: Skrupellose Wilderer schlachten ganze Rentierherden ab. Als er gegen die Täter ermittelt, gerät er selbst auf die Abschussliste.

Die spektakulären Naturlandschaften des Hohen Nordens sind Schauplatz des packenden Thrillers, der in Schweden ein großer Kassenerfolg war.

Nach Jahren in Stockholm kehrt der Polizist Erik (Rolf Lassgård) nach Nordschweden zurück. In seinem Heimatort möchte er das Erbe seines verstorbenen Vaters antreten. Außerdem hofft er, nach einem hektischen und gefährlichen Leben in der Stadt nun endlich einmal zur Ruhe zu kommen. Doch aus der Beschaulichkeit wird nichts. Von seinem Bruder Leif (Lennart Jähkel) muss Erik erfahren, dass von dem Familienvermögen fast nichts mehr übrig ist - eine Folge der desolaten wirtschaftlichen Lage in dieser entlegenen, von Arbeitslosigkeit heimgesuchten Region. Aber auch beruflich gibt es Ärger. Kaum hat Erik seine neue Stelle bei der örtlichen Polizei angetreten, kommt er mysteriösen Ereignissen auf die Spur.

Seit Monaten treibt eine Bande von Wilderern in der Gegend ihr Unwesen: Ganze Rentierherden werden mit modernsten Waffen regelrecht abgeschlachtet. Als Erik auf eigene Faust ermittelt, sticht er in ein Wespennest. Offenbar sind fast alle jungen Männer der Gemeinde an den brutalen Jagden beteiligt, die ihnen ein üppiges Einkommen garantieren. Die Behörden drücken ein Auge zu, nehmen die Männer doch scheinbar nur ihre uralten Rechte wahr. Erik ist jedoch nicht gewillt, dieses "Kavaliersdelikt" zu dulden. Hartnäckig folgt er den Spuren der Täter - und gerät nun seinerseits auf die Abschussliste derer, die an einer Vertuschung interessiert sind.

Die Bürger strafen den "Nestbeschmutzer", den sie eben noch als Helden verehrten, mit eiskalter Verachtung. Erik wird zum Freiwild für Anschläge und Provokationen, die idyllische Kleinstadt zum Pulverfass. Die Lage spitzt sich zu, als die Wilderer Eriks Freundin, die asiatische Kellnerin Nena (Editha Domingo), vergewaltigen und verschleppen. Schockiert muss Erik erkennen, dass seine Gegner, um Zeugen zu beseitigen, auch vor Mord nicht zurückschrecken. Und dann erfüllt sich auch die schlimmste seiner Ahnungen: Auch Leif, der eigene Bruder, ist schuldig geworden. In den Wäldern kommt es zu einem letzten Duell auf Leben und Tod.

Der hervorragend inszenierte und gespielte schwedische Thriller verbindet packende Action mit ökologischem Engagement und psychologischem Tiefgang: Vor dem Hintergrund der atemberaubenden Naturkulisse der Provinz Norrland, deren herbe und ursprüngliche Schönheit den Zuschauer sofort in Bann schlägt, entspinnt sich nicht nur eine spannende Kriminalstory, sondern auch die menschliche Tragödie zweier Brüder, die zu Todfeinden werden - ein Drama, das fast ebenso archaisch wirkt wie die Landschaften, in dem es angesiedelt ist.

Mit bedrückender Genauigkeit schildert der Film die latente Gewalt, die aus einer verschworenen Männerclique erwächst und schließlich außer Kontrolle gerät, so dass alle zivilisatorischen Schranken fallen. Dabei entsteht das intensive Porträt einer Gemeinschaft, die durch falsch verstandene "Traditionspflege", durch Dummheit und Habgier nicht nur ihre natürlichen Ressourcen, sondern am Ende auch sich selbst zerstört.


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0:23
VPS 21:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Nachrichtenmagazin von Schweizer Radio und Fernsehen:

10 vor 10

"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.


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0:55
VPS 00:50

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Rundschau

Das Schweizer Politmagazin

Moderation: Susanne Wille

Ganzen Text anzeigenVon ganz links nach ganz rechts
Sie ist begeistert von Marine Le Pen: Valérie Laupies. Die Politikerin des Front National wechselte einst von ganz links nach ganz rechts. Die "Rundschau" begleitet Laupies im Provinz-Wahlkampf.

Terror ohne Ende
Ausgangssperren, ...

Text zuklappenVon ganz links nach ganz rechts
Sie ist begeistert von Marine Le Pen: Valérie Laupies. Die Politikerin des Front National wechselte einst von ganz links nach ganz rechts. Die "Rundschau" begleitet Laupies im Provinz-Wahlkampf.

Terror ohne Ende
Ausgangssperren, Durchsuchungen, Hausarreste: tausende französische Migranten unter Generalverdacht. Verletzt die Grande Nation angesichts der Terrorgefahr die Menschenrechte?

Frust in den Banlieues
Die Jungen in den Banlieues sind enttäuscht von nicht eingelösten Versprechen der Politiker. Zu Recht: Die Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich steigt und steigt.


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1:38
VPS 01:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Kinder des Krieges (2/2)

Kusai hat die Nase voll vom Krieg

Reportage von Andrea Pfalzgraf

(aus der SRF-Reihe "Reporter")

Ganzen Text anzeigenWie ist das, wenn man plötzlich weg muss, das Haus zerbombt ist und es keine Zukunft in der Heimat mehr gibt?
Der damals neunjährige Kusai ist mit seiner Familie aus Syrien geflüchtet.

Heute sagt er: "Meine Heimat ist jetzt in Bern." Kusai kommt, wie seine ...

Text zuklappenWie ist das, wenn man plötzlich weg muss, das Haus zerbombt ist und es keine Zukunft in der Heimat mehr gibt?
Der damals neunjährige Kusai ist mit seiner Familie aus Syrien geflüchtet.

Heute sagt er: "Meine Heimat ist jetzt in Bern." Kusai kommt, wie seine Cousine Mais, 2013 zusammen mit seiner Großfamilie im November in der Schweiz an. Die Platzverhältnisse im Durchgangszentrum sind eng, aber alle sind einfach nur glücklich, in Sicherheit zu sein.

Mit dem Alltag kommen dann auch Probleme: Wie ist es für Kinder, bereits in jungen Jahren wieder neue Wurzeln schlagen zu müssen - und das in einem Land, von dem man vorher noch nie gehört hat und in dem man zuerst einmal kein Wort versteht? Kusai hat alle Fotos von zu Hause verbrannt und will nichts mehr vom Krieg hören.

Reporterin Andrea Pfalzgraf hat die Großfamilie Nasser während der vergangenen drei Jahre in der Schweiz mit der Kamera begleitet. Entstanden ist eine zweiteilige Reportage. In diesem Film richtet sie den Fokus auf die Familie des heute zwölfjährigen Kusai. In Syrien konnte er wegen des Krieges nur ein Jahr zur Schule gehen. In Köniz gehört er inzwischen zu den Klassenbesten und möchte Arzt werden. "Ich habe so viele Menschen gesehen, die starben, weil es keinen Doktor mehr gibt in Syrien", erklärt der Junge in breitem Berndeutsch.


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2:00
VPS 01:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Hessenreporter: Der Bauer und die Waldschweine

Film von Anette Ende

Ganzen Text anzeigenBauer Fritz Schäfer braucht mehrere Standbeine: Neben seinen 85 Kühen, die wegen des niedrigen Milchpreises wenig einbringen, setzt er auf Tourismus und auch auf die Hutewaldschweine.

Es war eine spontane Idee bei korsischem Rotwein und Wurst: Schweine im Wald ...
(ARD/HR)

Text zuklappenBauer Fritz Schäfer braucht mehrere Standbeine: Neben seinen 85 Kühen, die wegen des niedrigen Milchpreises wenig einbringen, setzt er auf Tourismus und auch auf die Hutewaldschweine.

Es war eine spontane Idee bei korsischem Rotwein und Wurst: Schweine im Wald aufziehen, mit Eicheln füttern und leckere Wurst machen - das können sie auch. Und so haben Fritz Schäfer und der Basdorfer Hutewald-Verein eine alte Tradition wiederbelebt.

Wird das Konzept aufgehen? "HessenForst" hat ihnen sechs Hektar Wald verpachtet und ihnen erlaubt, dort eine bestimmte Anzahl Schweine zu hüten.

So leben alte, vom Aussterben bedrohte Haustierrassen, wie Anglersattelschweine, Schwäbisch-Hällische Landschweine, Rotbunte Husumer und Bunte Bentheimer, bis November im schattigen Wald - mit viel Bewegung und gutem Futter. Doch werden die Schweine gesund bleiben und wie gewünscht 150 Kilogramm schwer werden? Ist das Gehege auch robust genug, und hat der Bauer ausreichend Zeit und Kraft, sich zu kümmern?

Bauer Schäfer geht davon aus und hofft, "HessenForst" überzeugen zu können, mehr Schweine zuzulassen. Die Filmautorin Anette Ende begleitet den Bauer durch die Saison.


(ARD/HR)


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2:30
VPS 02:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Geschichte des Südwestens (1/4)

Wie wir im Mittelalter lebten

Film von Daniel Sich und Christian Feyerabend

Moderation: Lena Ganschow

Ganzen Text anzeigenDie Reihe erzählt die Geschichte der Region im Südwesten Deutschlands vom Mittelalter bis in die Neuzeit. - Die erste Folge widmet sich dem Mittelalter im Südwesten.

Es ist die Zeit, in der viele kleine Fürstentümer entstehen und Städte, in denen Leibeigene zum ...
(ARD/SWR/SR)

Text zuklappenDie Reihe erzählt die Geschichte der Region im Südwesten Deutschlands vom Mittelalter bis in die Neuzeit. - Die erste Folge widmet sich dem Mittelalter im Südwesten.

Es ist die Zeit, in der viele kleine Fürstentümer entstehen und Städte, in denen Leibeigene zum Bürger werden können. Klöster entwickeln sich zu Machtzentren und zu Orten an denen Wissenschaft und Kultur gepflegt werden.

Und aus einer feudalen, von ritterlichen Idealen geprägten Stände-Gesellschaft entwickelt sich über Jahre hinweg eine Gesellschaft, in der die Bürger ihr Leben immer mehr selbst in die Hand nehmen.

Am 20. Mai 1184 ruft Kaiser Friedrich I. Barbarossa die Mächtigen des Reiches zum Mainzer Hoftag zusammen. Es soll das größte und prächtigste Fest werden, das die Zeitgenossen je erlebt haben. Barbarossa will damit seinen Machtanspruch deutlich machen. Aber ein Unwetter macht seinen Plan zunichte. Die Nonne Hildegard von Bingen ist eine Universalgelehrte, die die Heilkraft der Pflanzen studiert. Durch ihre Visionen, die die Zeitgenossen für göttliche Eingebungen halten, wird sie bekannt und schließlich Äbtissin in ihrem Kloster Rupertsberg bei Bingen am Rhein.

Henggi Humpis ist Bürgermeister der Freien Reichsstadt Ravensburg. 1380 gründet er mit anderen Kaufleuten zusammen die Ravensburger Handelsgesellschaft, die zu einem der bedeutendsten Handelsunternehmen dieser Zeit wird.

Baden-Württemberg, das Saarland und Rheinland-Pfalz sind voller Spuren einer bewegten Vergangenheit: Das Kloster Reichenau zum Beispiel und der Dom in Speyer zeugen von der frühen Macht der Kirche; in Heidelberg, Freiburg und Tübingen stehen die ältesten Universitäten Deutschlands. Die Schlösser in Mannheim und Ludwigsburg lassen erahnen, wie prunkvoll absolutistische Monarchen regierten; das Hambacher Schloss erinnert daran, dass die Freiheitsbewegung im 19. Jahrhundert nirgendwo stärker war als in Baden und in der Pfalz.

In Ludwigshafen künden die Produktionsstätten der Chemieindustrie vom enormen wirtschaftlichen Aufschwung der Region während der industriellen Revolution; dass die Innenstädte von Pforzheim und Mainz noch heute 1950er-Jahre-Charme versprühen, erinnert an die Zerstörungen durch alliierte Bomber im Zweiten Weltkrieg und an das Leid, das dieser Krieg auch den Menschen im Südwesten brachte. Schmucke Einfamilienhäuser und gepflegte Vorgärten künden vom raschen Wiederaufbau und dem einziehenden Wohlstand nach dem Krieg. Überall finden sich noch heute Zeugnisse dieser wechselvollen Historie.


(ARD/SWR/SR)


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3:15
VPS 03:10

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Geschichte des Südwestens (2/4)

Wie wir um den rechten Glauben kämpften

Film von Daniel Sich

Moderation: Lena Ganschow

Ganzen Text anzeigenAuch im Südwesten Deutschlands findet die Reformation Anhänger. Viele bejubeln Martin Luther, als er 1521 auf dem Reichstag in Worms seine Lehre nicht widerruft.

Die Bauern in der Region lernen, dass die geltende Ordnung alles andere als gottgegeben ist. Sie leiten ...
(ARD/SWR/SR)

Text zuklappenAuch im Südwesten Deutschlands findet die Reformation Anhänger. Viele bejubeln Martin Luther, als er 1521 auf dem Reichstag in Worms seine Lehre nicht widerruft.

Die Bauern in der Region lernen, dass die geltende Ordnung alles andere als gottgegeben ist. Sie leiten aus der Heiligen Schrift die Freiheit und Gleichheit aller Menschen ab und lehnen sich gegen die Obrigkeit auf.

Noch können sie ihre Forderungen nicht durchsetzen, aber die Überzeugung, dass man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und notfalls dafür kämpfen muss, lässt sie nicht mehr los.

Götz von Berlichingen, Raubritter mit eiserner Hand. Das 16. Jahrhundert ist eine schwierige Zeit für Ritter. Sie verlieren immer mehr an Bedeutung. Götz hält sich als "Fehdeunternehmer" über Wasser. Bei Streitigkeiten schlägt er sich auf die Seite einer Partei, unterstützt sie - notfalls mit Waffengewalt - und erhält dafür eine Provision. Dieses Geschäftsmodell verschafft ihm ein gutes Auskommen. Doch als ihn eine Abordnung aufständischer Bauern 1525 für den Aufstand gegen die Obrigkeit gewinnen will, muss Götz von Berlichingen Farbe bekennen.

Joß Fritz ist der Sohn eines Leibeigenen. Die Ausbeutung und Unterdrückung der Landbevölkerung hat er am eigenen Leib erfahren. 1501 sammelt er die Bauern in der Bundschuh-Bewegung. Gemeinsam erheben sie sich gegen die Obrigkeit.
Der Kürschnergeselle Sebastian Lotzer gilt als Verfasser der "12 Artikel" von Memmingen, mit denen die Bauern ihre Forderungen gegenüber der Obrigkeit im Bauernkrieg formulieren. Die "12 Artikel" gelten als die erste Niederschrift von Menschen- und Freiheitsrechten in Europa.

Kaspar Sturm, Reichsherold und heimlicher Unterstützer der Reformation. 1521 ist es die Aufgabe des kaiserlichen Beamten aus Oppenheim, den rebellischen Mönch Martin Luther aus Wittenberg sicher nach Worms zum Verhör vor Kaiser und Kurfürsten bringen. Was kaum einer ahnt: Sturm ist ein glühender Anhänger des aufrührerischen Luther.


(ARD/SWR/SR)


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3:59
VPS 03:55

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Geschichte des Südwestens (3/4)

Wie wir Krieg und NS-Herrschaft erlebten

Film von Werner Biermann

Moderation: Lena Ganschow

Ganzen Text anzeigenAuch im Südwesten gewinnen die Nazis in den 1920er-Jahren Zulauf. Sie sie versprechen Urlaub für alle und beeindrucken mit Prestige-Projekten, wie dem Bau der Autobahn Frankfurt-Heidelberg.

Eine vielbejubelte "Großtat" ist die Wiedereingliederung des Saargebietes ...
(ARD/SWR/SR)

Text zuklappenAuch im Südwesten gewinnen die Nazis in den 1920er-Jahren Zulauf. Sie sie versprechen Urlaub für alle und beeindrucken mit Prestige-Projekten, wie dem Bau der Autobahn Frankfurt-Heidelberg.

Eine vielbejubelte "Großtat" ist die Wiedereingliederung des Saargebietes ins Deutsche Reich. Gegen die Ausgrenzung und Verfolgung von Andersdenkenden, politischen Gegnern, Juden sowie Sinti und Roma protestieren nur wenige.

Der tausendfache Mord an behinderten Menschen beginnt 1941 in der psychiatrischen Anstalt Grafeneck auf der Schwäbischen Alb. Und auch die systematische Deportation von Juden beginnt mit der sogenannten "Wagner-Bürckel-Aktion" im Südwesten. Die meisten Deportierten werden in den Vernichtungslagern im Osten ermordet. Der Krieg, den Hitler begonnen hat, kostet Millionen Menschen das Leben. Viele Städte im Südwesten werden durch alliierte Bombenangriffe fast völlig zerstört. Zurück bleiben traumatisierte Überlebende, die nicht wissen, wie es weitergehen soll.

Der Pfälzer Josef Bürckel ist NSDAP-Anhänger der ersten Stunde und hoher NS-Funktionär. Er ist beteiligt an der "Rückgliederung" des Saarlandes und an der "Wiedervereinigung Österreichs" mit dem Deutschen Reich. 1940 initiiert er zusammen mit dem badischen Gauleiter Robert Wagner die Deportation von Juden aus dem Elsass, Lothringen, Baden und der Pfalz nach Gurs.

Der Rottenburger Bischof Johannes Baptista Sproll ist Gegner des NS-Regimes und wendet sich engagiert gegen Hitlers Ausgrenzungs- und Vernichtungspolitik. Er wird verfolgt und muss seine Diözese verlassen. Erst nach dem Krieg kann er wieder nach Rottenburg zurückkehren. Johanna Geissmar ist Kinderärztin in Heidelberg. Weil sie Jüdin ist, wird ihr die Kassenzulassung entzogen. Sie muss ihre Praxis schließen. 1940 wird sie in das südfranzösische Lager Gurs deportiert. Dort kümmert sie sich aufopfernd um die Kranken und bekommt den Beinamen "Engel von Gurs". 1942 wird sie in Auschwitz ermordet.


(ARD/SWR/SR)


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4:43
VPS 04:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Die Geschichte des Südwestens (4/4)

Wie wir wohlhabend und eins wurden

Film von Werner Biermann

Moderation: Lena Ganschow

Ganzen Text anzeigenNach dem Krieg steht der Südwesten vor einer ungewissen Zukunft. Die Wirtschaft liegt am Boden, tausende Flüchtlinge und Vertriebene müssen aufgenommen werden. Doch es geht bald bergauf.

Einheimische, Neubürger und "Gastarbeiter" werden zum Motor des ...
(ARD/SWR/SR)

Text zuklappenNach dem Krieg steht der Südwesten vor einer ungewissen Zukunft. Die Wirtschaft liegt am Boden, tausende Flüchtlinge und Vertriebene müssen aufgenommen werden. Doch es geht bald bergauf.

Einheimische, Neubürger und "Gastarbeiter" werden zum Motor des Wirtschaftswunders. Menschen aus aller Welt finden in den neuen Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Saarland ein Zuhause und machen den Südwesten zu einer bunten und lebenswerten Region.

Franz Bachert ist 16 als er nach dem Krieg als Flüchtling aus der Batschka in Serbien (Donauschwaben) nach Stuttgart kommt. Anders als viele Erwachsene, die der alten Heimat nachtrauern findet er sich bald zurecht. Bachert ist leidenschaftlicher Fußballspieler. Das erleichtert die Integration nach dem Krieg.

Fevzi Cetin kommt 1966 als "Gastarbeiter" aus der Türkei nach Stuttgart. Heute fährt er höchstens im Urlaub noch in seine ehemalige Heimat. Mittlerweile fühlt er sich als Deutscher.

David Borntrager kommt als Soldat aus Virginia in die Pfalz. Lange arbeitet er im Germersheimer US-Army-Depot. Dann verliebt er sich in eine Pfälzerin und findet in der Pfalz eine neue Heimat.


(ARD/SWR/SR)


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5:28
VPS 05:25

Was wir noch nicht wissen

Warum können wir sprechen?

Ganzen Text anzeigenEine Besonderheit des Menschen ist seine Sprachfähigkeit. Kein Tag, an dem wir nicht sprechen. Fast jede soziale Interaktion ist begleitet von Sprache. Ohne sie ist unser Alltag kaum denkbar.

Aber warum können wir sprechen? Und warum haben wir Menschen so wenig ...
(ARD/BR)

Text zuklappenEine Besonderheit des Menschen ist seine Sprachfähigkeit. Kein Tag, an dem wir nicht sprechen. Fast jede soziale Interaktion ist begleitet von Sprache. Ohne sie ist unser Alltag kaum denkbar.

Aber warum können wir sprechen? Und warum haben wir Menschen so wenig Probleme damit? Die Erforschung Künstlicher Intelligenz beschäftigt sich mit genau dieser großen Frage.

Schon heute gibt es viele Beispiele für Künstliche Intelligenz, die ihren Platz in unserem Alltag eingenommen hat: Das Spracherkennungssysteme bei der Kundenhotline oder das über Sprache gesteuerte Navigationssystem im Auto sind nur zwei davon.

Doch die Wissenschaft geht noch einen großen Schritt weiter. Einer der wichtigsten Teilbereiche der Erforschung Künstlicher Intelligenz ist die Robotik. Ihr Ziel ist es, eine Intelligenz herzustellen, die dem Menschen ebenbürtig ist. Einen humanoiden Roboter. Eine Maschine mit Bewusstsein, Emotion und vor allem einer uns Menschen ureigenen Fähigkeit - mit Sprache.

Wenn wir nachvollziehen könnten, wie das menschliche Gehirn funktioniert und Sprache produziert, wäre es dann möglich, nach den selben Prinzipien eine dem Menschen ebenbürtige Künstliche Intelligenz herzustellen?

"Warum können wir sprechen?", ein Beitrag der Reihe "Was wir noch nicht wissen", geht der faszinierenden Frage nach, welche Erkenntnisse die Wissenschaft im Bereich der Künstlichen Intelligenz über die menschliche Sprache bisher gewonnen hat und wie nahe sie dem Traum vom humanoiden Roboter bereits gekommen ist.


(ARD/BR)


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5:44
VPS 05:40

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Newton

Solar-Strom für die Malediven, Keramik aus dem Drucker

Neues aus der Welt der Wissenschaft

Film von Stefan Emrich und Julia Harnoncourt

Moderation: Matthias Euba

Ganzen Text anzeigenBill Gates hat es gemacht. Steve Jobs auch: Sie haben als Startups in einer Garage begonnen, bevor sie an der absoluten Weltspitze angekommen sind. Was macht ein erfolgreiches Startup aus?

"Newton" begleitet zwei österreichische Startups, die es mit Solarstrom bis an ...
(ORF)

Text zuklappenBill Gates hat es gemacht. Steve Jobs auch: Sie haben als Startups in einer Garage begonnen, bevor sie an der absoluten Weltspitze angekommen sind. Was macht ein erfolgreiches Startup aus?

"Newton" begleitet zwei österreichische Startups, die es mit Solarstrom bis an die Weltspitze schaffen wollen, von Wien bis auf die Malediven. Außerdem steht ein Besuch beim heimischen Weltmarktführer für 3D-Keramikdruck auf dem Programm.


(ORF)