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Schweizer Nationalfeiertag - Montag, 1. August
Programmwoche 31/2016
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7:35
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Format 4:3

Die missbrauchten Liebesbriefe

Spielfilm, Schweiz 1940

Darsteller:
Viggi StörtelerAlfred Rasser
Gritli StörtelerAnne-Marie Blanc
WilhelmPaul Hubschmid
AnneliElsie Attenhofer
Kätter AmbachMathilde Danegger
SchulpflegerHeinrich Gretler
u.a.
Literarische Vorlage: Gottfried Keller
Regie: Leopold Lindtberg
Länge: 89 Minuten

Ganzen Text anzeigenViggi Störteler muss eine Zeitlang nach Berlin. Das nutzt er, um Liebesbriefe an seine Frau zu schicken, die er als "Briefwechsel zweier Zeitgenossen: Kurt - Alwina" publizieren möchte.

Der Spielfilm basiert auf einer Geschichte aus Gottfried Kellers Novellensammlung ...

Text zuklappenViggi Störteler muss eine Zeitlang nach Berlin. Das nutzt er, um Liebesbriefe an seine Frau zu schicken, die er als "Briefwechsel zweier Zeitgenossen: Kurt - Alwina" publizieren möchte.

Der Spielfilm basiert auf einer Geschichte aus Gottfried Kellers Novellensammlung "Die Leute von Seldwyla". Regisseur Leopold Lindtberg gelang eine stimmige filmische Umsetzung der charmant-witzigen literarischen Vorlage. 3sat zeigt eine restaurierte Fassung.

Viggi Störteler veröffentlicht unter dem Pseudonym Kurt von Walde literarische Produkte und sieht in einem romantischen Briefwechsel mit seiner Frau Gritli eine Chance auf Erfolg. Während eines viermonatigen Aufenthalts in Berlin schreibt er ihr geschwollene Liebesbriefe, die sie geistreich beantworten soll. Gritli jedoch fühlt sich überfordert, angemessene Wort zu finden und weiß sich nicht anders zu helfen als durch eine kleine List: Sie schreibt Viggis Brief ab, unterzeichnet
mit ihrem Namen und steckt ihn kommentarlos dem jungen Dorflehrer Wilhelm zu.

Der glaubt an eine Romanze und antwortet prompt. Sein Antwortbrief geht mit Gritlis Handschrift nach Berlin. Weitere Liebespostillen folgen. Viggi Störteler ist entzückt über die Begabung seiner Frau - bis er nach der Rückkehr dem wahren Verfasser auf die Schliche kommt.


9:04
VPS 09:05

schwarz-weiss monochromTonsignal in monoFormat 4:3

Uli, der Knecht

Spielfilm, Schweiz 1954

Darsteller:
UliHannes Schmidhauser
VreneliLiselotte Pulver
Johannes, BodenbauerHeinrich Gretler
BodenbäuerinGertrud Jauch
Joggeli, GlunggenbauerEmil Hegetschweiler
GlunggenbäuerinHedda Koppé
u.a.
Regie: Franz Schnyder
Länge: 101 Minuten

Ganzen Text anzeigenUli ist ein Waisenkind. Nach anfänglichen Irrwegen wird er Meisterknecht und schließlich Pächter des Glungge-Hofes. Auf seinem Weg helfen ihm sein Meister und Vreneli, seine spätere Frau.

Zum 100. Todestag des Schweizer Bauerndichters Jeremias Gotthelf verfilmte ...

Text zuklappenUli ist ein Waisenkind. Nach anfänglichen Irrwegen wird er Meisterknecht und schließlich Pächter des Glungge-Hofes. Auf seinem Weg helfen ihm sein Meister und Vreneli, seine spätere Frau.

Zum 100. Todestag des Schweizer Bauerndichters Jeremias Gotthelf verfilmte Franz Schnyder 1954 das Epos. Hannes Schmidhauser verkörpert darin den Uli, Liselotte Pulver Vreneli. Der Film wurde zum Kinorenner und machte die beiden Hauptdarsteller zu Stars.

In der Folge adaptierte Franz Schnyder - ab 1957 als eigener Produzent - vier weitere Gotthelf-Romane für die Leinwand und wurde dadurch einer der erfolgreichsten Schweizer Kinoregisseure.


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10:44
VPS 10:45

schwarz-weiss monochromTonsignal in monoFormat 4:3

Uli, der Pächter

Spielfilm, Schweiz 1955

Darsteller:
UliHannes Schmidhauser
VreneliLiselotte Pulver
Joggeli, GlunggenbauerEmil Hegetschweiler
GlunggenbäuerinHedda Koppé
JohannesErwin Kohlund
HagelhannesLeopold Biberti
u.a.
Regie: Franz Schnyder
Länge: 103 Minuten

Ganzen Text anzeigenUli, der Knecht vom Bodenhof, ist eigenständiger Bauer auf dem Glungge-Hof geworden, begleitet und immer wieder auch beraten von Vreneli, seiner liebenswerten Frau.

Es ist der zweite Teil der großen, bildkräftigen Gotthelf-Geschichte, gedreht von Franz Schnyder ...

Text zuklappenUli, der Knecht vom Bodenhof, ist eigenständiger Bauer auf dem Glungge-Hof geworden, begleitet und immer wieder auch beraten von Vreneli, seiner liebenswerten Frau.

Es ist der zweite Teil der großen, bildkräftigen Gotthelf-Geschichte, gedreht von Franz Schnyder 1955. In den Hauptrollen sieht man wieder das Traumpaar Hannes Schmidhauser und Liselotte Pulver.


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12:26
VPS 12:25

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Format 4:3

Wachtmeister Studer

Kriminalfilm, Schweiz 1939

Darsteller:
Jakob StuderHeinrich Gretler
Dr. SteffenSigfrit Steiner
Polizist WurmannHans Kaes
Lehrer SchwommRudolf Bernhard
Bürgermeister AeschbacherAdolf Manz
Gottlieb EllenbergerArmin Schweizer
Sonja WitschiAnne-Marie Blanc
Erwin SchlumpfRobert Birchler
u.a.
Literarische Vorlage: Friedrich Glauser
Drehbuch: Richard Schweizer, Horst Budjuhn
Regie: Leopold Lindtberg
Länge: 106 Minuten

Ganzen Text anzeigenIm Dorf Gerzenstein will sich der Untersuchungshäftling Erwin Schlumpf das Leben nehmen. Er wird beschuldigt, den Kaufmann Wendolin Witschi ermordet zu haben. Ein Fall für Jakob Studer.

Der Wachtmeister bei der Kantonspolizei rettet ihn im letzten Augenblick. Für ...

Text zuklappenIm Dorf Gerzenstein will sich der Untersuchungshäftling Erwin Schlumpf das Leben nehmen. Er wird beschuldigt, den Kaufmann Wendolin Witschi ermordet zu haben. Ein Fall für Jakob Studer.

Der Wachtmeister bei der Kantonspolizei rettet ihn im letzten Augenblick. Für Untersuchungsrichter Doktor Steffen ist der Selbstmordversuch eine Art Geständnis. Studer dagegen hat ernste Zweifel. Zusammen mit dem Polizisten Wurmann beginnt er eine exakte Untersuchung.

Dabei hat er den Lehrer und Zeitungsschreiber Schwomm genauso gegen sich wie den Bürgermeister Aeschbacher - und im Grunde die ganze Einwohnerschaft. Unbeliebt ist im Dorf auch Gottlieb Ellenberger, der Leiter der Baumschule, der Vorbestrafte beschäftigt und bei dem Schlumpf zuletzt tätig war. Sonja Witschi, Tochter des Ermordeten Wendolin Witschi und Verlobte von Erwin Schlumpf, benimmt sich bald schon verdächtig. Dann erweist sich, dass Witschi einst wegen Unterschlagung im Gefängnis saß. Und immer mehr wird deutlich, dass in Gerzenstein längst nicht alles so rechtmäßig und sauber ist, wie es den Anschein macht.

Friedrich Glauser schilderte in seinem ersten Kriminalroman "Wachtmeister Studer" plastisch und stimmig die Verhältnisse im Dorf Gerzenstein, welches in der Realität nicht existiert. "Wachtmeister Studer" wurde zum Prototyp des grüblerischen Schweizer Fahnders.

Leopold Lindtberg hat die Geschichte - nach einem Drehbuch von Richard Schweizer und Horst Budjuhn - filmisch umgesetzt. Die bedrohliche Stimmung des Films entsprach durchaus der weltpolitischen Lage: Europa stand unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg. Entsprechend dankbar nahm das Schweizer Kinopublikum die Eigenproduktion auf, die spannend war und zudem große Vergleiche nicht zu scheuen brauchte. 14 Wochen lang lief die Verfilmung nach seiner Erstaufführung am 13. Oktober 1939 allein in Zürich. Und einer seiner "Studer-Sätze" wurde in der Folge oft zitiert: "Gerzenstein ist ein kleines Dorf. Aber wenn die kleinen Dinge nicht in Ordnung sind, sind es die großen erst recht nicht ... Man muss auf der Hut sein."


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14:10
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Format 4:3

Matto regiert

Spielfilm, Schweiz 1946

Darsteller:
Jakob StuderHeinrich Gretler
Doktor BorstliJohannes Steier
Doktor LadunerHeinz Woester
Herbert KaplaunOlaf Kübler
u.a.
Literarische Vorlage: Friedrich Glauser
Regie: Leopold Lindtberg
Länge: 97 Minuten

Ganzen Text anzeigenFestabend in der Nervenklinik Randlingen: Doktor Borstli kehrt nach längerer Abwesenheit auf den Direktorensessel zurück. Doch es liegen Spannungen in der Luft, die sich bald entladen.

Tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten trennen den Direktor und seinen ...

Text zuklappenFestabend in der Nervenklinik Randlingen: Doktor Borstli kehrt nach längerer Abwesenheit auf den Direktorensessel zurück. Doch es liegen Spannungen in der Luft, die sich bald entladen.

Tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten trennen den Direktor und seinen Stellvertreter Doktor Laduner, der die modernen Therapiemethoden gegen Borstlis Kasernenmethoden verteidigt. Die Heilung von Herbert Kaplaun betrachtet Borstli deshalb als Scharlatanerie.

Er besteht auf der weiteren Internierung des jungen Mannes.

Am Tag nach der Feier findet man Herbert Kaplaun bewusstlos auf. Direktor Borstli ist spurlos verschwunden, wird aber später tot im Liftschacht entdeckt. Was ist geschehen? Ein Unfall oder Mord? Wachtmeister Jakob Studer, ein bodenständiger Pragmatiker, hat die Aufklärung des Falles übernommen. Er zeigt sich unbeeindruckt von der Schilderung, die ihm Doktor Laduner gibt, und lässt sich nicht beirren von der Welt Mattos, der Welt des Wahns. Starrköpfig klärt er die Fakten und findet bald heraus, dass die Türsicherung am Lift in verbrecherischer Absicht manipuliert wurde.

Autor Friedrich Glauser, der sich stets als Außenseiter fühlte, beschrieb eine Welt, die er aus eigener Anschauung kannte. Er wusste um das Leid der Depressiven, auch um die Unbarmherzigkeit mancher Ärzte und Betreuer. Gemütskrankheit und Morphiumsucht brachten ihn selbst für längere Zeit in Nervenkliniken. Im Film wird seine Erzählung aus der Welt zwischen Wahn und Realität zum spannenden Krimi, aber auch zur Geschichte eines modernen Arztes, der veraltete Pflege- und Heilmethoden bekämpft.

Bereits 1942, drei Jahre nach dem großen Erfolg von "Wachtmeister Studer", begann die Schweizer Produktionsgesellschaft Praesens-Film mit der Verfilmung von "Matto regiert". Auf Druck der Fremdenpolizei des Bundes wurde die Regie aber nicht dem Immigranten Lindtberg, sondern dem Schweizer Hermann Haller übertragen. Doch dieser war der Aufgabe nicht gewachsen. Erst nach dem Krieg, als man wieder einen einheimischen Stoff suchte, kam man auf Lindtberg zurück. Der Deutsche Alfred Neumann schrieb - zusammen mit Lindtberg - eine neue Drehbuchfassung. Für die Hauptfigur konnte man erneut Heinrich Gretler gewinnen.


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15:47
VPS 15:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Wilhelm Tell - Burgen in Flammen

Spielfilm, Schweiz 1960

Darsteller:
TellRobert Freitag
Walter FürstAlfred Schlageter
MelchtalHannes Schmidhauser
StauffacherLeopold Biberti
StauffacherinMaria Becker
u .a.
Regie: Michel Dickoff
Länge: 82 Minuten

Ganzen Text anzeigen"Ein Manifest der freien Welt an alle Tyrannen an jedem Ort zu jeder Zeit" - das sollte der Film nach Ansicht des Produzenten verkörpern. Er entstand 1960 zur Zeit des Kalten Krieges.

Die Geschichte des Älplers Wilhelm Tell, der die Urschweiz von den ...

Text zuklappen"Ein Manifest der freien Welt an alle Tyrannen an jedem Ort zu jeder Zeit" - das sollte der Film nach Ansicht des Produzenten verkörpern. Er entstand 1960 zur Zeit des Kalten Krieges.

Die Geschichte des Älplers Wilhelm Tell, der die Urschweiz von den österreichischen Landvögten befreit haben soll, inspirierte nicht nur Schiller, sondern auch Filmproduzenten. Das Drehbuch lehnt an die Chronik von Aegidius Tschudi aus dem 16. Jahrhundert an.

Robert Freitag spielt den Nationalhelden, Leopold Biberti, Maria Becker und Hannes Schmidhauser sind in größeren Rollen zu sehen. Mit großem Aufwand wurde an den Originalschauplätzen gedreht. 1961 erhält der Film ausgerechnet in Moskau den Regiepreis, was die Produzenten in Verlegenheit bringt.


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17:13
VPS 17:10

schwarz-weiss monochromTonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel

Heidi

Spielfilm, Schweiz 1952

Darsteller:
HeidiElsbeth Sigmund
GeißenpeterThomas Klameth
AlpöhiHeinrich Gretler
Klara SesemannIsa Günther
Herr SesemannWilly Birgel
u.a.
Literarische Vorlage: Johanna Spyri
Regie: Luigi Comencini
Länge: 97 Minuten

Ganzen Text anzeigenDas Waisenmädchen Heidi lebt mit ihrem verbitterten Großvater dem Alpöhi auf der Alm. Am liebsten verbringt sie ihre Zeit mit dem Ziegenhirten Peter. Doch dann ändert sich ihr Leben radikal.

Der 1952 in schwarz-weiß gedrehte Spielfilm "Heidi" nach der Erzählung ...

Text zuklappenDas Waisenmädchen Heidi lebt mit ihrem verbitterten Großvater dem Alpöhi auf der Alm. Am liebsten verbringt sie ihre Zeit mit dem Ziegenhirten Peter. Doch dann ändert sich ihr Leben radikal.

Der 1952 in schwarz-weiß gedrehte Spielfilm "Heidi" nach der Erzählung "Heidis Lehr- und Wanderjahre" von Johanna Spyri gilt noch heute als beste Adaption des Kinderbuchs.

Eines Tages taucht Heidis Tante Dete auf der Alm auf. Sie steht in Frankfurt bei der vornehmen Familie Sesemann im Dienst. Die Tochter des Hauses, Klara, ist gehbehindert. Unter einem Vorwand entführt die Tante die ahnungslose Heidi, damit sie dem Mädchen Gesellschaft leistet. Bald gewinnt Heidi Klaras Zuneigung. Klara blüht auf und überwindet sogar ihre Krankheit. Vielmehr noch gewinnt Heidi die Sympathie des ganzen Hauses, mit Ausnahme der strengen Gouvernante Fräulein Rottenmeier, doch Heidi hat starkes Heimweh.


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18:49
VPS 18:45

Tonsignal in monoFormat 4:3Videotext Untertitel

Heidi und Peter

Spielfilm, Schweiz 1955

Darsteller:
HeidiElsbeth Sigmund
GeißenpeterThomas Klameth
AlpöhiHeinrich Gretler
Klara SesemannIsa Günther
Herr SesemannWilly Birgel
u.a.
Literarische Vorlage: Johanna Spyri
Regie: Franz Schnyder
Länge: 90 Minuten

Ganzen Text anzeigenHeidi ist wieder in den Bergen bei ihrem geliebten Alpöhi. Sie haben sich den Winter über im Dorf bei Peters Mutter einquartiert. Die Sesemanns aus Frankfurt wollen sie besuchen kommen.

In den Sommerferien soll es endlich klappen. Doch Herr Sesemann macht wieder ...

Text zuklappenHeidi ist wieder in den Bergen bei ihrem geliebten Alpöhi. Sie haben sich den Winter über im Dorf bei Peters Mutter einquartiert. Die Sesemanns aus Frankfurt wollen sie besuchen kommen.

In den Sommerferien soll es endlich klappen. Doch Herr Sesemann macht wieder einen Rückzieher. Das freut Fräulein Rottenmeier und lässt Klara in Tränen ausbrechen. Da übernimmt Großmutter Sesemann kurzerhand die Reiseleitung.

Doch im "Dörfli" hat der schusselige Peter vergessen, Heidi den Brief von Klara zu übergeben. Als sie die freudige Nachricht endlich liest, stehen die Frankfurter bereits vor der Alphütte. Heidi und Klara, die wegen eines Rückfalls wieder den Rollstuhl benötigt, sehen einem unbeschwerten Sommer entgegen. Nur Peter, der heimlich in Heidi verliebt ist, hat eine harte Zeit. Eines Tages zerstört er aus Eifersucht Klaras Rollstuhl. Doch dieser Racheakt hat ungeahnte Folgen.


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20:18
VPS 20:15

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Der letzte Weynfeldt

Fernsehfilm, Deutschland 2010

Darsteller:
Adrian WeynfeldtStefan Kurt
LorenaMarie Bäumer
PedroniNicholas Ofczarek
Rolf StrasserRoeland Wiesnekker
Frau HauserAnnemarie Düringer
Herr Dr. BaierVadim Glowna
u.a.
nach dem Roman von: Martin Suter
Drehbuch: Alexander Buresch
Regie: Alain Gsponer
Länge: 90 Minuten

Ganzen Text anzeigenDer Schweizer Martin Suter gehört zu den renommiertesten und meistgelesenen Krimiautoren der Gegenwart. Drei Millionen verkaufte Buchexemplare belegen sein Gespür für Worte eindrucksvoll.

3sat zeigt zwei Verfilmungen seiner Romane: "Der Teufel von Mailand" und "Der ...

Text zuklappenDer Schweizer Martin Suter gehört zu den renommiertesten und meistgelesenen Krimiautoren der Gegenwart. Drei Millionen verkaufte Buchexemplare belegen sein Gespür für Worte eindrucksvoll.

3sat zeigt zwei Verfilmungen seiner Romane: "Der Teufel von Mailand" und "Der letzte Weynfeldt". Gedreht wurde an Originalschauplätzen: in der sagenumwobenen Bergwelt des Engadins beziehungsweise im Herzen der finanzkräftigen und kunstbeflissenen Metropole Zürich.

Adrian Weynfeldt stammt aus einer reichen Familie. Sein Leben besteht aus wenigen kontrollierbaren Beziehungen und immer gleichen Tagesabläufen. Doch dann gerät seine Welt aus den Fugen. Denn eines Abends treibt ihn das Fehlen einer Olive für seinen Dry Martini aus der Wohnung in eine nahegelegene Bar. Dort begegnet er einer schönen Frau, deren direkter Art und ungeschliffenem Charme er sich nicht entziehen kann. Er nimmt Lorena mit nach Hause.

Am nächsten Morgen steht Lorena außerhalb der Balkonbrüstung und will hinunterspringen. Dem ungelenken Weynfeldt gelingt es, sie von ihrem Vorhaben abzubringen. Von nun an macht Lorena ihn für ihr Leben verantwortlich und verleitet ihn dazu, ihr mehrfach aus finanziellen Engpässen zu helfen. So beginnt er, ihre Schulden bei einem Mann namens Pedroni zu begleichen, von dem Lorena angibt, er sei ein Geldeintreiber. Dann bittet sein alter Freund Doktor Baier ihn um einen unmöglichen Gefallen: Weynfeldt soll eine Fälschung des Gemäldes "Le Salamandre" von Felix Vallotton zur Auktion freigeben. Doch was hat Lorena damit zu tun? Und wird Weynfeldt, der bisher mit dem Fälscher- und Erpressermilieu nichts am Hut hatte, der Versuchung widerstehen?


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21:48
VPS 21:45

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Homo Faber

Spielfilm, Schweiz 1991

Darsteller:
Walter FaberSam Shepard
SabethJulie Delpy
HannaBarbara Sukowa
Herbert HenckeDieter Kirchlechner
CharleneTraci Lind
IvyDeborra-Lee Furness
u.a.
Literarische Vorlage: Max Frisch
Regie: Volker Schlöndorff
Länge: 110 Minuten

Ganzen Text anzeigenIngenieur Walter Faber ist ein äußerst rationaler Mensch, der nicht an Zufälle oder Vorhersehung glaubt. Ein Flug von Amerika nach Athen bringt seine Sicht auf das Leben allerdings ins Wanken.

Die Maschine muss in Südamerika notlanden, und an eine Weiterreise ist ...

Text zuklappenIngenieur Walter Faber ist ein äußerst rationaler Mensch, der nicht an Zufälle oder Vorhersehung glaubt. Ein Flug von Amerika nach Athen bringt seine Sicht auf das Leben allerdings ins Wanken.

Die Maschine muss in Südamerika notlanden, und an eine Weiterreise ist zunächst nicht zu denken. Faber kommt mit seinem Sitznachbarn Herbert Hencke ins Gespräch. Dieser ist gerade auf dem Weg zu seinem Bruder Joachim, einem ehemaligen Studienfreund Fabers. Zufall?

Joachim ist inzwischen mit Hanna verheiratet. Sie ist die Exfreundin Fabers und seine große Liebe, die er nie ganz vergessen konnte. Faber wird die Erinnerung an Hanna und die Zeit mit ihr wieder ganz gegenwärtig. Als er seine Reise nach Griechenland per Schiff fortsetzen muss, fällt ihm dort eine junge Frau auf, die ihn an Hanna erinnert. Die viel jüngere Sabeth erwidert sein Interesse, und die beiden kommen sich näher.

Volker Schlöndorff stellt in seiner Kinoadaption von Max Frischs (1911 - 1991) gleichnamigem Roman "Homo Faber" nicht nur die an Sophokles' Tragödie "König Ödipus" erinnernde Liebesgeschichte ins Zentrum, sondern reichert diese auch mit den philosophischen und gesellschaftlichen Fragen an, die im Roman zu finden sind: Die Begegnung von Amerika und Europa, Technik und Kunst sowie die existenzielle Frage nach Schicksal oder Zufall. Frisch hatte anfangs am Drehbuch mitgearbeitet, wurde dann krank, konnte sich das Werk aber kurz vor seinem Tod noch anschauen und war sehr angetan, vor allem auch von den drei Hauptdarstellern, dem US-Amerikaner Sam Shepard, der Französin Julie Delpy und der Deutschen Barbara Sukowa.


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23:37
VPS 23:35

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Mit AudiodeskriptionVideotext Untertitel

Der Teufel von Mailand

Nach dem gleichnamigen Roman von Martin Suter,

Deutschland 2012

Darsteller:
SoniaRegula Grauwiller
Barbara PetersIna Weisse
BobMax Simonischek
ManuelAaron Hitz
Casutt-NachtportierHerbert Leiser
FrédéricDavid Rott
MalouMia Aegerter
IgorPhilippe Graber
Reto BazellKaspar Weiss
Alter BazellEnzo Scanzi
u.a.
Drehbuch: Thomas Berger
Regie: Markus Welter
Länge: 89 Minuten

Ganzen Text anzeigenSonia Forster hat eine schlimme Zeit hinter sich: Ihre Ehe mit dem reichen Banker Frédéric Forster endete in einer Katastrophe. Die junge Frau beschließt deshalb, erst einmal unterzutauchen.

Eher unerwartet bekommt sie die Stelle als Physiotherapeutin in einem ...

Text zuklappenSonia Forster hat eine schlimme Zeit hinter sich: Ihre Ehe mit dem reichen Banker Frédéric Forster endete in einer Katastrophe. Die junge Frau beschließt deshalb, erst einmal unterzutauchen.

Eher unerwartet bekommt sie die Stelle als Physiotherapeutin in einem neueröffneten Wellness-Hotel in Val Grisch im Unterengadin. Bereits die Fahrt dorthin fühlt sich befreiend an, und Sonia ist gewillt, alles hinter sich zu lassen, einen Neuanfang zu wagen.

Bald schon freundet sie sich mit dem Masseur Manuel an, und auch den attraktiven Barpianisten Bob schließt sie ins Herz. Die junge Hotel-Besitzerin, Barbara Peters, ist Sonia ebenfalls sympathisch, obwohl sie sich ihre Situation nicht erklären kann: Das Hotel ist kaum ausgelastet, und damit sind die immensen Kosten für den Betrieb nicht einmal annähernd gedeckt. Sonia, die auch im abgelegenen Engadiner Tal trotz ihrer guten Vorsätze immer noch gegen Ängste und Wahnvorstellungen kämpft, bemerkt zunächst nicht, dass die Stimmung der Dorfbewohner gegenüber den Angestellten des Hotels feindselig ist. Val Grisch war bisher dem Tourismus verschlossen geblieben und sollte dies nach Ansicht der Einheimischen auch bleiben. Erst, als sich immer unerklärlichere Dinge im Hotel ereignen, wird Sonia allmählich hellhörig.

Haben die merkwürdigen Ereignisse vielleicht mit ihr selbst zu tun? Als sie auf die alte Engadiner Sage vom Teufel von Mailand stößt, begreift sie, dass hier einiges nicht mit rechten Dingen zugeht, und sie Teil eines makabren Spiels geworden ist. Die latente Gefahr wird immer greifbarer für die junge Frau, und bald erkennt sie mit erschreckender Klarheit, dass ihre Vergangenheit sie einzuholen droht und ihr Leben in Gefahr ist.


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1:06
VPS 01:05

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Format 4:3

Matto regiert

Spielfilm, Schweiz 1946

Darsteller:
Jakob StuderHeinrich Gretler
Doktor BorstliJohannes Steier
Doktor LadunerHeinz Woester
Herbert KaplaunOlaf Kübler
u.a.
Literarische Vorlage: Friedrich Glauser
Regie: Leopold Lindtberg
Länge: 97 Minuten

Ganzen Text anzeigenFestabend in der Nervenklinik Randlingen: Doktor Borstli kehrt nach längerer Abwesenheit auf den Direktorensessel zurück. Doch es liegen Spannungen in der Luft, die sich bald entladen.

Tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten trennen den Direktor und seinen ...

Text zuklappenFestabend in der Nervenklinik Randlingen: Doktor Borstli kehrt nach längerer Abwesenheit auf den Direktorensessel zurück. Doch es liegen Spannungen in der Luft, die sich bald entladen.

Tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten trennen den Direktor und seinen Stellvertreter Doktor Laduner, der die modernen Therapiemethoden gegen Borstlis Kasernenmethoden verteidigt. Die Heilung von Herbert Kaplaun betrachtet Borstli deshalb als Scharlatanerie.

Er besteht auf der weiteren Internierung des jungen Mannes.

Am Tag nach der Feier findet man Herbert Kaplaun bewusstlos auf. Direktor Borstli ist spurlos verschwunden, wird aber später tot im Liftschacht entdeckt. Was ist geschehen? Ein Unfall oder Mord? Wachtmeister Jakob Studer, ein bodenständiger Pragmatiker, hat die Aufklärung des Falles übernommen. Er zeigt sich unbeeindruckt von der Schilderung, die ihm Doktor Laduner gibt, und lässt sich nicht beirren von der Welt Mattos, der Welt des Wahns. Starrköpfig klärt er die Fakten und findet bald heraus, dass die Türsicherung am Lift in verbrecherischer Absicht manipuliert wurde.

Autor Friedrich Glauser, der sich stets als Außenseiter fühlte, beschrieb eine Welt, die er aus eigener Anschauung kannte. Er wusste um das Leid der Depressiven, auch um die Unbarmherzigkeit mancher Ärzte und Betreuer. Gemütskrankheit und Morphiumsucht brachten ihn selbst für längere Zeit in Nervenkliniken. Im Film wird seine Erzählung aus der Welt zwischen Wahn und Realität zum spannenden Krimi, aber auch zur Geschichte eines modernen Arztes, der veraltete Pflege- und Heilmethoden bekämpft.

Bereits 1942, drei Jahre nach dem großen Erfolg von "Wachtmeister Studer", begann die Schweizer Produktionsgesellschaft Praesens-Film mit der Verfilmung von "Matto regiert". Auf Druck der Fremdenpolizei des Bundes wurde die Regie aber nicht dem Immigranten Lindtberg, sondern dem Schweizer Hermann Haller übertragen. Doch dieser war der Aufgabe nicht gewachsen. Erst nach dem Krieg, als man wieder einen einheimischen Stoff suchte, kam man auf Lindtberg zurück. Der Deutsche Alfred Neumann schrieb - zusammen mit Lindtberg - eine neue Drehbuchfassung. Für die Hauptfigur konnte man erneut Heinrich Gretler gewinnen.


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2:42
VPS 02:40

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Format 4:3

Wachtmeister Studer

Kriminalfilm, Schweiz 1939

Darsteller:
Jakob StuderHeinrich Gretler
Dr. SteffenSigfrit Steiner
Polizist WurmannHans Kaes
Lehrer SchwommRudolf Bernhard
Bürgermeister AeschbacherAdolf Manz
Gottlieb EllenbergerArmin Schweizer
Sonja WitschiAnne-Marie Blanc
Erwin SchlumpfRobert Birchler
u.a.
Literarische Vorlage: Friedrich Glauser
Drehbuch: Richard Schweizer, Horst Budjuhn
Regie: Leopold Lindtberg
Länge: 106 Minuten

Ganzen Text anzeigenIm Dorf Gerzenstein will sich der Untersuchungshäftling Erwin Schlumpf das Leben nehmen. Er wird beschuldigt, den Kaufmann Wendolin Witschi ermordet zu haben. Ein Fall für Jakob Studer.

Der Wachtmeister bei der Kantonspolizei rettet ihn im letzten Augenblick. Für ...

Text zuklappenIm Dorf Gerzenstein will sich der Untersuchungshäftling Erwin Schlumpf das Leben nehmen. Er wird beschuldigt, den Kaufmann Wendolin Witschi ermordet zu haben. Ein Fall für Jakob Studer.

Der Wachtmeister bei der Kantonspolizei rettet ihn im letzten Augenblick. Für Untersuchungsrichter Doktor Steffen ist der Selbstmordversuch eine Art Geständnis. Studer dagegen hat ernste Zweifel. Zusammen mit dem Polizisten Wurmann beginnt er eine exakte Untersuchung.

Dabei hat er den Lehrer und Zeitungsschreiber Schwomm genauso gegen sich wie den Bürgermeister Aeschbacher - und im Grunde die ganze Einwohnerschaft. Unbeliebt ist im Dorf auch Gottlieb Ellenberger, der Leiter der Baumschule, der Vorbestrafte beschäftigt und bei dem Schlumpf zuletzt tätig war. Sonja Witschi, Tochter des Ermordeten Wendolin Witschi und Verlobte von Erwin Schlumpf, benimmt sich bald schon verdächtig. Dann erweist sich, dass Witschi einst wegen Unterschlagung im Gefängnis saß. Und immer mehr wird deutlich, dass in Gerzenstein längst nicht alles so rechtmäßig und sauber ist, wie es den Anschein macht.

Friedrich Glauser schilderte in seinem ersten Kriminalroman "Wachtmeister Studer" plastisch und stimmig die Verhältnisse im Dorf Gerzenstein, welches in der Realität nicht existiert. "Wachtmeister Studer" wurde zum Prototyp des grüblerischen Schweizer Fahnders.

Leopold Lindtberg hat die Geschichte - nach einem Drehbuch von Richard Schweizer und Horst Budjuhn - filmisch umgesetzt. Die bedrohliche Stimmung des Films entsprach durchaus der weltpolitischen Lage: Europa stand unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg. Entsprechend dankbar nahm das Schweizer Kinopublikum die Eigenproduktion auf, die spannend war und zudem große Vergleiche nicht zu scheuen brauchte. 14 Wochen lang lief die Verfilmung nach seiner Erstaufführung am 13. Oktober 1939 allein in Zürich. Und einer seiner "Studer-Sätze" wurde in der Folge oft zitiert: "Gerzenstein ist ein kleines Dorf. Aber wenn die kleinen Dinge nicht in Ordnung sind, sind es die großen erst recht nicht ... Man muss auf der Hut sein."


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4:27
VPS 04:24

HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Tonsignal in mono

Die Käserei in der Vehfreude

Spielfilm, Schweiz 1958

Darsteller:
ÄnneliAnnemarie Düringer
FelixFranz Matter
AmmänninHedda Koppé
AmmannHeinrich Gretler
BethiMargrit Winter
u.a.
Regie: Franz Schnyder
Länge: 102 Minuten

Ganzen Text anzeigenEin Emmentaler Dorf entdeckt den Fortschritt. Um endlich auch das große Geld zu verdienen, das man in benachbarten Gegenden schon lange einstreicht, wird ein Käsereibetrieb aufgebaut.

Doch bald schon übersteigt die Geldgier der Bauern alle Schranken. Wie sich das im ...

Text zuklappenEin Emmentaler Dorf entdeckt den Fortschritt. Um endlich auch das große Geld zu verdienen, das man in benachbarten Gegenden schon lange einstreicht, wird ein Käsereibetrieb aufgebaut.

Doch bald schon übersteigt die Geldgier der Bauern alle Schranken. Wie sich das im Dorf auswirkt, schildert Franz Schnyder ebenso dramatisch wie drastisch in seiner klassischen Gotthelf-Verfilmung "Die Käserei in der Vehfreude".

Vehfreude heißt ein eher verschlafenes Dorf im bernischen Emmental. Es hat die Konjunktur verpasst. In den Nachbarorten hat man Käsereien errichtet und verdient damit großes Geld. Da reift auch bei den Männern in der Vehfreude ein Entschluss.

Statt eines neuen Schulhauses baut man eine Käserei und setzt alles auf eine Karte. Auf Teufel komm raus liefern die Bauern Milch an, auch verdünnte und solche von kranken Kühen. Ehrbare Angebote von Käsehändlern werden ausgeschlagen, damit man mit dem "Käsekönig" von Langnau ins Geschäft kommen kann.

Doch als dieser schließlich den Käse prüft, findet er ihn von zweifelhafter Qualität. Die Vehfreudiger bleiben darauf sitzen. Die Lehre ist hart, aber wirksam.