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Samstag, 16. Mai
Programmwoche 21/2015
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5:55

Seidenstraße (7/7)



6:40

Meer

Dokumentarfilm von Ebbo Demant, Deutschland 2006

Länge: 90 Minuten

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Das Meer fasziniert uns. Und es ist Herz und Lunge des weltumfassenden Ökosystems. Doch die Ozeane sind noch immer wenig erforscht. Der Film geht der Beziehung des Menschen zum Meer nach.

Es geht um Menschen, die - ob bewusst oder unbewusst - vom Mythos Meer ...
(ARD/SWR)

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Das Meer fasziniert uns. Und es ist Herz und Lunge des weltumfassenden Ökosystems. Doch die Ozeane sind noch immer wenig erforscht. Der Film geht der Beziehung des Menschen zum Meer nach.

Es geht um Menschen, die - ob bewusst oder unbewusst - vom Mythos Meer gefangen waren oder sind, Menschen, die sich mit dem Meer verbunden haben, von ihm abhängig oder gar ihm ausgeliefert sind. Jeder zweite Mensch lebt vom Meer, mit dem Meer und durch das Meer.

Seine leuchtende Farbe im Universum verdankt der "Blaue Planet" den Meeren, die 70 Prozent seiner Oberfläche bedecken. Ohne das Meer wären die Kontinente so leblos wie der Mond. Die Existenz des Weltmeeres war Voraussetzung für das Entstehen von Leben auf der Erde.

Für die einen ist es nur nass, für die anderen der schönste Platz der Welt: In Dokumentationen und Spielfilmen geht es einen Tag lang "Ab ans Meer".
(ARD/SWR)


8:10
Tonsignal in mono

Inseln im Strom - vergessenes Paradies im Ärmelkanal

Film von Alexander von Sobeck

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Die Inseln Jersey, Guernsey, Sark und Alderney wirken wie aus Zeit und Raum gefallen. Ein Film über Vergangenheit und Gegenwart der Inseln im Strom.

Zwischen England und Frankreich gelegen, fühlt sich keiner richtig für die Inseln zuständig. Die beiden ...

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Die Inseln Jersey, Guernsey, Sark und Alderney wirken wie aus Zeit und Raum gefallen. Ein Film über Vergangenheit und Gegenwart der Inseln im Strom.

Zwischen England und Frankreich gelegen, fühlt sich keiner richtig für die Inseln zuständig. Die beiden Größeren genießen den zweifelhaften Ruf, Steueroasen zu sein, Sark ist eine unabhängige Baronie, und Alderney nur noch die Heimat einiger Hummerfischer.


8:30

Meerengen Europas (1/3)

Gibraltar

Film von Beat Rauch

(aus der Reihe  "NZZ Format")

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Stoßverkehr im Mittelmeer: Rund 220 Handelsschiffe pro Tag durchfahren täglich die Straße von Gibraltar, die den Atlantik mit dem Mittelmeer verbindet - oder Europa von Afrika trennt.

Spanien und Marokko sind eigentlich die sich gegenüberliegenden Staaten, ...

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Stoßverkehr im Mittelmeer: Rund 220 Handelsschiffe pro Tag durchfahren täglich die Straße von Gibraltar, die den Atlantik mit dem Mittelmeer verbindet - oder Europa von Afrika trennt.

Spanien und Marokko sind eigentlich die sich gegenüberliegenden Staaten, aber Großbritannien beherrscht seit über 300 Jahren den markanten "Fels von Gibraltar". Dort hausen die berühmten Berberaffen, und man gibt sich "very british".

Spanien hat auf der Nordseite mit Algeciras einen der wichtigsten Containerhäfen Europas, mit der Stadt Ceuta aber auch einen Vorposten auf afrikanischem Boden.

Die beiden weiteren Teile der dreiteiligen Reihe "Meerengen Europas" sendet 3sat im Anschluss ab 9.00 Uhr.


9:00

Meerengen Europas (2/3)

Bosporus

Film von Beat Rauch

(aus der Reihe  "NZZ Format" )

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Istanbul ist ein Moloch: Die Stadt lebt vom Bosporus und frisst ihn gleichzeitig auf. Die gefährliche, 30 Kilometer lange Meerenge, liegt zwischen dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer.

Eine kurvenreiche Fahrrinne, schlechte Sicht und unberechenbare Strömungen ...

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Istanbul ist ein Moloch: Die Stadt lebt vom Bosporus und frisst ihn gleichzeitig auf. Die gefährliche, 30 Kilometer lange Meerenge, liegt zwischen dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer.

Eine kurvenreiche Fahrrinne, schlechte Sicht und unberechenbare Strömungen haben schon viele Schiffskollisionen verursacht. Der Fischbestand ist eingebrochen, dennoch halten die Fischer Einschränkungen und Regulierungen für überflüssig.


9:25

Meerengen Europas (3/3)

Öresund

Film von Beat Rauch

(aus der Reihe "NZZ Format")

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Der Öresund ist der kürzeste Seeweg zwischen Nord- und Ostsee. Er war über Jahrhunderte hinweg der Zankapfel vieler Seefahrernationen. Doch längst nicht alle Schiffe können ihn befahren

Denn die Drogden-Fahrrinne ist an einigen Stellen nur acht Meter tief. ...

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Der Öresund ist der kürzeste Seeweg zwischen Nord- und Ostsee. Er war über Jahrhunderte hinweg der Zankapfel vieler Seefahrernationen. Doch längst nicht alle Schiffe können ihn befahren

Denn die Drogden-Fahrrinne ist an einigen Stellen nur acht Meter tief. Schwere Handelsschiffe und voll beladene Tanker müssen deshalb den kurvenreichen großen Belt benutzen. Henryk Rosendahl-Jensen hat als Lotse einen spannenden, aber auch stressigen Beruf.

Dänemark und Schweden sind seit zehn Jahren durch die Öresundbrücke verbunden. Durch sie sind die beiden Städte Kopenhagen und Malmö fast zusammengewachsen.


10:00

Land im Gezeitenstrom (1/3)

Die Elbe - Von Hamburg bis zur Mündung

Film von Manfred Schulz und Andrea Dorschner

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Die Elbe ist mehr als nur ein Fluss - sie ist eine Lebensader. Die filmische Reise entlang der Unterelbe eröffnet den Blick auf eine Region voller Gegensätze.

Die rund 100 Kilometer zwischen Hamburg und der Mündung in die Nordsee sind geprägt von einsamer, ...
(ARD/NDR)

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Die Elbe ist mehr als nur ein Fluss - sie ist eine Lebensader. Die filmische Reise entlang der Unterelbe eröffnet den Blick auf eine Region voller Gegensätze.

Die rund 100 Kilometer zwischen Hamburg und der Mündung in die Nordsee sind geprägt von einsamer, unberührter Naturidylle, aber auch von hektischer Geschäftigkeit. Am Hamburger Elbufer etwa schrammen gigantische Containerschiffe den Elbgrund, vorbei an Hamenfischern.

Ebbe und Flut füllen den Fischern die Netze. Direkt vor dem Hamburger Hafentor liegt, einzigartig in Europa, das Süßwasserwatt. Das kostbare Ökosystem ist bedroht wie der tropische Regenwald. Weiter stromabwärts, auf der niedersächsischen Elbseite, erwacht eine graue Festung aus ihrem Dornröschenschlaf. Das Alte Land, der größte Obstgarten Nordeuropas, bietet im Frühling ein Blütenmeer. Nicht weit davon entfernt, auf der Elbinsel Krautsand, werden die Freifall-Boote gebaut, die im Notfall Menschenleben retten. Am schleswig-holsteinischen Ufer der Elbe gehen die letzten Binsenschneider durchs Watt, ein knochenharter Beruf ohne Zukunft. Auf den Spuren der großen und kleinen Geheimnisse der Elbe geht es weiter nach Glückstadt. Dort wird der kleine Silberling aus der Nordsee zum Matjes. Die Ufer der Elbe zwischen Glückstadt und Wischhafen liegen so weit auseinander, dass sie an dieser Stelle nur noch durch die Fähre verbunden sind. Zur maritimen Geschichte der Unterelbe gehören auch die liebevoll restaurierten Frachtsegler. Etwas weiter flussabwärts dreht sich eine Archimedische Schnecke. Kurz hinter Otterndorf bei Cuxhaven verlässt die Elbe ihr Flussbett und vereint sich mit der rauen Nordsee.

Die weiteren Folgen der dreiteiligen Dokumentation "Land im Gezeitenstrom" zeigt 3sat im Anschluss ab 11.25 Uhr.
(ARD/NDR)


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11:25

Land im Gezeitenstrom (2/3)

Friesland - Von der Elbe bis zur Jade

Film von Manfred Schulz und Andrea Dorschner

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In den Fischereibetrieben Cuxhavens und am Steubenhöft, von wo aus Tausende nach Amerika auswanderten, leben maritime Traditionen fort. Hier beginnt die Reise von der Elbe bis zur Jade.

Gleich "um die Ecke", im Land Wursten an der Weser, erfand ein cleverer ...
(ARD/NDR)

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In den Fischereibetrieben Cuxhavens und am Steubenhöft, von wo aus Tausende nach Amerika auswanderten, leben maritime Traditionen fort. Hier beginnt die Reise von der Elbe bis zur Jade.

Gleich "um die Ecke", im Land Wursten an der Weser, erfand ein cleverer Fischer die Krabbenpulmaschine. Die Krabben werden von einer bunten Kutterflotte gefangen, die in kleinen Sielhäfen zu Hause ist. Ihr Reich ist das Wattenmeer.

Es ist eine amphibische Welt zwischen Land und See, wo man trockenen Fußes über den Meeresgrund wandern kann. Auf den Salzwiesen am festen Ufer wächst Röhrkohl, ein merkwürdiges, altertümliches Gemüse, heute eine seltene Delikatesse. Die Ära der Dampfschiffe wird von der Schifffahrts-Compagnie in Bremerhaven gehütet - in Form von zwei Oldtimern. Einer von ihnen ist der Dampfeisbrecher "Wal", nach 70 Jahren noch immer in Fahrt. Zu Gast auf einem Patrouillenboot der Küstenwache geht es Weseraufwärts nach Bremen, der traditionsreichen Hafen- und Schiffbauerstadt. Ebbe und Flut, der Puls des Meeres, schlagen sogar bis in die Nebenflüsse hinein - wie in die Hunte. Auf ihr können Frachtschiffe nur bei Hochwasser fahren, bis in den Hafen von Oldenburg. Sogar das Zwischenahner Meer, ein Binnensee, hat Verbindung zur Nordsee. Wie sonst fänden die Aale den Weg dorthin, Tiere, die mal Salzwasser-, mal Süßwasserfische sind? Über die Jade, die nahe Oldenburg beginnt, führt die Reise wieder nach Norden. Ziel ist der Jadebusen mit dem weltweit einzigen schwimmenden Moor vor den Deichen von Butjadingen. Am Jadebusen liegt auch der Künstlerort Dangast und mittendrin der Leuchtturm Arngast. In Wilhelmshaven wird man auf Schritt und Tritt an die deutschen Marinetraditionen erinnert. Weiter draußen in der Jademündung vor der unbewohnten Insel Minsener Oog, müssen die Pricken ständig erneuert werden, dünne astlose Bäumchen, die der Schifffahrt den Weg durch die untiefen Gewässer weisen. Dort richtet sich alles ganz besonders nach Ebbe und Flut, nach dem Rhythmus der Gezeiten.
(ARD/NDR)


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12:55

Land im Gezeitenstrom (3/3)

Ostfriesland - Von der Jade bis zur Ems

Film von Manfred Schulz und Andrea Dorschner

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Westlich der Jade erstreckt sich Ostfriesland bis hin zur niederländischen Grenze. Davor liegen die Ostfriesischen Inseln, Startpunkt der Reise von der Jade bis zur Ems.

Sie sind für Segler mit dem traditionellen Plattbodenschiff am besten erreichbar. Weit im ...
(ARD/NDR)

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Westlich der Jade erstreckt sich Ostfriesland bis hin zur niederländischen Grenze. Davor liegen die Ostfriesischen Inseln, Startpunkt der Reise von der Jade bis zur Ems.

Sie sind für Segler mit dem traditionellen Plattbodenschiff am besten erreichbar. Weit im Süden verbindet der Küstenkanal Weser und Ems mit dem Ruhrgebiet. Zwischen Wattenmeer und Kanal liegt ein Land voller Leben und Geschichten.

Von Torfstechern, die bei einer Tasse Ostfriesentee zeigen, wie vor mehreren Hundert Jahren das braune Gold gewonnen wurde oder von dem Mann, der sein Leben historischen Orgeln gewidmet hat - in der reichsten Orgellandschaft der Welt. Dort liegt auch die kleinste Sprachinsel der Welt, das Saterland. Auf der Ems wüten unermüdlich Baggerschiffe, damit die Meyer Werft in Papenburg wieder einen neuen Kreuzfahrtriesen auf dem Fluss zum Meer schicken kann. Ein Gigant im Vergleich zu den alten Torfmutten. Diese plumpen Boote machten die Erschließung der Moore und Sümpfe Ostfrieslands erst möglich. Sie waren auch der Beginn eines heute weltweit florierenden Reedereigeschäfts in dieser Gegend. Schlickschlittenfahren ist eine aussterbende Fortbewegungsart, die der alte Fischer am Dollart noch beherrscht, dem Meerbusen an der Grenze zu den Niederlanden. Ohne Schlickschlitten käme er nie zu seinen Fanggründen. Friesische Häuptlinge und friesische Freiheit, Krimis und Ostfriesentee, gewaltige Sturmfluten, Deiche und Küstenschutz, die ewige Wanderung der Inseldünen - all das macht diese Region so einzigartig, das Land der Ostfriesen, ein Land im Gezeitenstrom.
(ARD/NDR)


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14:25
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Videotext Untertitel

Ein Strauß voll Glück

Spielfilm, Deutschland 2009

Darsteller:
Anna LehmannJanina Hartwig
Matthias DierksenMichael von Au
Opa LehmannUwe Friedrichsen
Fritjof ReentsGunter Berger
Rechtsanwalt TönnsenAlexander Radszun
MarcFlorian Fitz
Rudi FrankenheimerLudger Abeln
Regie: Helmut Metzger
Länge: 88 Minuten

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Anna Lehmann hat sich auf Amrum eine Straußenfarm aufgebaut. Doch Reeder Reents verdirbt ihr buchstäblich das Geschäft. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, legt sich Anna mit ihm an.

Unterstützt von ihrem besten Freund, dem Anwalt Matthias, und ihrem ...
(ARD)

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Anna Lehmann hat sich auf Amrum eine Straußenfarm aufgebaut. Doch Reeder Reents verdirbt ihr buchstäblich das Geschäft. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, legt sich Anna mit ihm an.

Unterstützt von ihrem besten Freund, dem Anwalt Matthias, und ihrem Schwiegervater, liegen zwei Jahre harter Aufbauarbeit hinter ihr - nun soll das Geschäft endlich starten. Doch die erste Straußenei-Lieferung an umliegende Restaurants gerät zum Desaster.

Die Reederei, die den Fährbetrieb zum Festland betreibt, hat Annas Steigen zu lange in der Sonne stehen lassen, so dass alle Eier verdorben ihren Bestimmungsort erreichten. Damit ist Annas Ruf erst einmal ruiniert, und ihr Betrieb steht vor dem Bankrott, noch bevor das Geschäft wirklich begonnen hat. Keine Frage, dass sie von dem verantwortlichen Großreeder Fritjof Reents neben einer Entschädigung vor allem ein öffentliches Schuldeingeständnis verlangt, um das Vertrauen ihrer Kunden zurückzugewinnen. Reents, ein zynischer Selfmade-Millionär, denkt jedoch gar nicht daran, irgendetwas zuzugeben. Es geht ihm dabei gar nicht ums Geld, sondern allein ums Prinzip. Erst als Anna und Matthias in einer aufsehenerregenden Aktion eine seiner Fähren pfänden lassen und der charmante Hamburger Journalist Marc, der zum Verdruss des eifersüchtigen Matthias mehr als nur journalistisches Interesse an Anna hat, den Fall auf die Titelseite seiner Zeitung bringt, scheint Reents kalte Füße zu bekommen. Er sieht den bevorstehenden Börsengang seines Unternehmens gefährdet. Doch sein vermeintlich großzügiges Friedensangebot ist nur ein weiterer Trick, um Anna endgültig in die Knie zu zwingen. Mit perfiden Methoden gelingt es ihm sogar, die Bewohner von Amrum gegen die Straußenzüchterin aufzubringen. Allerdings hat der vermeintlich übermächtige Großreeder den Kampfgeist und den Einfallsreichtum von Anna und ihren Freunden unterschätzt.

Das zeitlose "David-gegen-Goliath"-Motiv erfährt in der Familienkomödie "Ein Strauß voll Glück" eine humorvoll-spannende Modernisierung: Janina Hartwig kämpft als resolute Kleinunternehmerin gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner, der von Gunter Berger mit maliziöser Hinterhältigkeit verkörpert wird. Bei ihrem Duell lassen die beiden sich immer neue, aberwitzige Tricks einfallen, um dem anderen eins auszuwischen. Neben Michael von Au, der als leicht linkischer, aber äußerst cleverer Anwalt in einer Paraderolle zu sehen ist, gehören Uwe Friedrichsen und Florian Fitz zum gut aufgelegten Ensemble des Films.
(ARD)


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15:55

Die großen Seebäder (1/2)

Biarritz - Frankreich

Film von Julia Benkert

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Biarritz ist eine extravagante Schönheit: mondän und wild zugleich. Erst ein kleines Fischerdorf, dann ein vornehmes Strandbad und heute Szenestadt und das Mekka für Surfer.

Vor der steilen Felsküste mit ihren schmucken Villen und Luxushotels tost der ...
(ARD/HR)

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Biarritz ist eine extravagante Schönheit: mondän und wild zugleich. Erst ein kleines Fischerdorf, dann ein vornehmes Strandbad und heute Szenestadt und das Mekka für Surfer.

Vor der steilen Felsküste mit ihren schmucken Villen und Luxushotels tost der Atlantik, meterhoch türmen sich die Wellen, Gischt schäumt, die Luft ist erfüllt mit feinem Dunst. Schon Napoleon III. verbrachte seine Flitterwochen in Biarritz.

Seine junge Gemahlin Eugénie de Montijo liebte den Ort, lag er doch fast an der Grenze zu Spanien. Um sie glücklich zu machen, errichtete ihr der Kaiser eine Sommerresidenz, heute bekannt als das legendäre Hôtel du Palais. Könige und Prinzessinnen werden in Umkleidekabinen zu Wasser getragen. Fischer im Ruhestand halten den prominenten Gästen Händchen, denn schwimmen konnte damals keiner. Heute sind die knackigen Bademeister selber die Stars der Grand Plage, als hauptberufliche Lebensretter dirigieren sie tausende von Badegästen in die Fluten. Erst wenn es kalt wird, haben die Ours Blancs den Atlantik wieder für sich: Ein Schwimmclub für Hartgesottene. Jeden Tag, auch im Winter wird gebadet, und zwar genau so viel Minuten wie das Wasser Grad anzeigt.
Statt der steifen Noblesse von einst herrscht in Biarritz längst sportliche Lässigkeit. Die Perle am Atlantik ist zur Surfer-Hochburg geworden. Jedes Jahr im Juni wird die Frauenweltmeisterschaft im Longboarden ausgetragen. Mit den Surferinnen kommen auch junge Musiker und Künstler angereist, schenken der Côte Basque für ein paar Tage hippieskes Flair. Sie basteln aus Treibgut Skulpturen, geben Open Air Konzerte. Für die Bandmitglieder von La Femme ist der Auftritt in Birarritz ein Heimspiel, sie sind echte Biarrots. Wer in Biarritz aufwächst, erklären sie, trägt Shorts und Sonnenbrille und fühlt sich wie auf Hawaii. Besonders, wenn hinter dem Wahrzeichen von Biarritz die Sonne untergeht, dem Rocher de la Vierge, ein Felsen mit weißer Marienfigur. Das Lieblingsmotiv aller Fotografen. Über 3.000 Sonnenuntergänge hat Claude Thetaz schon fotografiert. Ein Naturspektakel, das alle fasziniert, Kaiser, Könige und Surferinnen, denn es ist wild und stolz - wie Biarritz.

Den zweiten Teil der Dokumentation "Die großen Seebäder" sendet 3sat im Anschluss, um 16.35 Uhr
(ARD/HR)


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16:35
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die großen Seebäder (2/2)

Ischia - Italien

Film von Stefanie Appel

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Ischia ist das Zentrum des europäischen Thermaltourismus. Nirgendwo im Mittelmeer gibt es mehr heiße Quellen als auf dieser Insel. Seit über 2.000 Jahren wird hier gebadet, nicht nur im Meer.

Ein Paradies im Mittelmeer. Erst kamen Griechen, dann Römer, im ...
(ARD/HR)

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Ischia ist das Zentrum des europäischen Thermaltourismus. Nirgendwo im Mittelmeer gibt es mehr heiße Quellen als auf dieser Insel. Seit über 2.000 Jahren wird hier gebadet, nicht nur im Meer.

Ein Paradies im Mittelmeer. Erst kamen Griechen, dann Römer, im Mittelalter die Spanier, dann Touristen aus aller Welt. Ischia war der Lieblings-Kurort unserer Großeltern, Inbegriff für Sonne, Fango und Meer. Heute gilt Ischia als das "Sylt Süditaliens".

Traumhaft schön und gut versorgt mit gesundheitsfördernden Thermalquellen und erstklassig ausgestatteten Wellnessanlagen. Das haben weder Capri noch die Amalfitanische Küste zu bieten. In der Bucht von Santa Anna blickt der Badende auf das mächtige Aragoneser Schloss und schwimmt über den Resten der ersten römischen Insel-Siedlungen; eine heiße Quelle sorgt für traumhafte Temperaturen. Zehn große Thermalparks gibt es auf Ischia, hunderte kleiner Pools. In heilenden Wassern baden, direkt am Meer. In dieser Kombination ist Ischia einzigartig im ganzen Mittelmeer. 200 Liter Thermalwasser schießen an manchen Stellen pro Minute aus dem Fels. Von Verschwendung kann nicht die Rede sein, 30 Thermalquellen gibt es auf Ischia, manche speisen Badestellen in entlegenen Schluchten. Weltbekannt wurde Ischia in den 1960er Jahren, als es zum Filmset wurde, zum Beispiel für "Cleopatra". Bereits 1960 hatte René Clement hier "Nur die Sonne war Zeuge" gedreht. Mit den Filmleuten kam der internationale Jetset auf die Insel: Liz Taylor, Charlie Chaplin, Gina Lollobrigida, Maria Callas. Heute vergnügen sich jedes Jahr fünf Millionen Badetouristen auf der Insel. Ischia ist ein Paradies im Mittelmeer, das aber auch unzähligen Gefahren ausgesetzt ist. Denn ihre Schönheit ist der Insel Segen und Fluch zugleich. Denn Ischia liegt, ähnlich wie die Insel Giglio, in einer vom Schiffsverkehr zunehmend bedrohten Zone.
(ARD/HR)


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17:20
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Urlaub auf toskanisch - Das Seebad Forte dei Marmi

Film von Cristina Ricci und Stefan Pannen

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Forte dei Marmi, das mondäne Seebad mit einer langen Geschichte, ist der Mittelpunkt in Versilia, der nordtoskanischen Küstenregion. Kulturelles Leben mischt sich mit Badefreuden.

Das tyrrhenische Meer leuchtet blau, darüber die Alpen mit ihren kleinen ...
(ARD/SWR)

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Forte dei Marmi, das mondäne Seebad mit einer langen Geschichte, ist der Mittelpunkt in Versilia, der nordtoskanischen Küstenregion. Kulturelles Leben mischt sich mit Badefreuden.

Das tyrrhenische Meer leuchtet blau, darüber die Alpen mit ihren kleinen Dörfern und weißen Marmorsteinbrüchen. Dieses Zusammenspiel hat seit Ende des ersten Weltkriegs eine Elite von Aristokraten, Industrieprominenten und Intellektuellen angezogen.

Sie kamen meist aus Norditalien, Mailand, Parma, oder Modena. Auch kam der Adel aus Florenz. Er besitzt in Forte dei Marmi seine Sommerresidenzen, meist kleine Villen unweit des Strandes. Diejenigen, die nicht über ein eigenes Anwesen verfügen, finden in den Hotels Gastfreundlichkeit auf hohem Niveau. Es gibt zehn Vier-Sterne-Herbergen, das "Augustus", eine ehemalige Villa der Fiat-Eignerfamilie Agnelli, kann gar mit fünf Sternen prunken.

Das Herzstück von Forte dei Marmi sind jedoch seine Bagni, kleine abgezäunte Bezirke mit Liegestuhl- und Sonnenschirmverleih, Umkleidekabinen und einer kleinen Bar, wie es sie auch an anderen italienischen Badestränden gibt. Die 98 Bagni von Forte dei Marmi sind einzigartig und haben den Charme vergangener Zeiten bewahrt. Sie sind aus Holz, elegant und diskret ziehen sie sich wie auf einer Schnur gezogen an dem vier Kilometer langen Strand entlang. Die Gäste der Bagni kommen meist seit Generationen hierher. Wenn sie "fuori stagione", also in der Vorsaison anreisen, bekommen sie von der Badeanstalt, in der sie normalerweise zu Gast sind, einen Schlüssel und können somit zu jeder Zeit eine Holzkabine am Strand benutzen. Meist mietet man "seinen" Platz für die ganze Saison - was dann schon einmal 25.000 Euro kosten kann.

Forte dei Marmi ist der Inbegriff des dolce vita, gepaart mit einem für Italien eher untypischen Understatement. Wenn man nicht im Bagno ist, bewegt man sich mit dem Fahrrad fort, spielt Tennis, reitet aus oder widmet sich den schönen Künsten. In den Villen finden Hauskonzerte statt, man besucht die Künstler und Kunsthandwerker im Nachbarort Pietrasanta. Und im Hochsommer, wenn es gar nicht abkühlen will, zieht man sich am Abend in die kleinen Dörfer in den apuanischen Alpen zurück, bevor man sich dann nach Mitternacht ins legendäre Nachtleben des Seebades stürzt und im "La Capannina" bis zum Morgen tanzt. Der 1929 gegründete Club ist eines der berühmtesten Nachtlokale Italiens.

Die Dokumentation führt in das Forte dei Marmi von heute, stellt die Badebesitzer ebenso vor wie prominente Bewohner von Botero bis Andrea Bocelli, den Parkwächter von "La Cappanina" oder die drei schönen Schwestern Viacava, die gemeinsam ein Hotel betreiben.
(ARD/SWR)


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18:05
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Urlaub in der Normandie - Das Seebad Deauville

Film von Holger Preuße

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Villen, Casino und Nobelhotels, ein gesundes Klima, ausgedehnte Strände und Pferdesport, das ist Deauville in der Normandie. Das Seebad Deauville ist eine Erfindung der Hauptstädter.

Wer etwas auf sich hält in der Pariser Gesellschaft, der muss einmal einen ...
(ARD/SWR)

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Villen, Casino und Nobelhotels, ein gesundes Klima, ausgedehnte Strände und Pferdesport, das ist Deauville in der Normandie. Das Seebad Deauville ist eine Erfindung der Hauptstädter.

Wer etwas auf sich hält in der Pariser Gesellschaft, der muss einmal einen Sommer an der Côte Fleurie, der Blumenküste, verbringen. Als "Königreich der Eleganz" wurde es vor 150 Jahren von Herzog Charles de Morny für die Vornehmen und Reichen entworfen.

Als Vorlage diente Paris - Deauville sollte eine zweite Hauptstadt am Meer werden. Es mag sein, dass der Glamour ein wenig Patina angesetzt hat, aber die Pariser Hautevollee liebt das Seebad noch immer. Bis heute hat der Massentourismus die Blumenküste um Deauville und Cabourg allerdings nicht geprägt. Die Gäste kommen wegen der See, aber nicht unbedingt zum Baden. Vornehm geht es zu und nackte Haut sieht man eher selten. Auf der 643 Meter langen Planches, einer Promenade mit Holzsteg, geht man spazieren, um zu sehen und gesehen zu werden. Viele der mondänen Hotels und prächtigen Villen sind im Stil normannischer Fachwerkhäuser mit steilen Dächern und Tonziegeln gebaut. Sie lassen den Glanz der Belle Époque um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erahnen.

Ein Blick in das Hinterland des Pays d'Auge offenbart landschaftliche Vielfalt: Klippen und felsige Hügel an der Küste werden dort von Dünen und sanften Hügeln abgelöst; Milchkühe und Charolais-Rinder grasen auf saftigen Weiden zwischen Apfelplantagen. Das Pays d'Auge, wo Calvados, Cidre, Pommeau und Milch fließen, ist ein grünes Versprechen, ein Stück vom 'Paradies auf Erden'. Wie günstig, dass es nur zwei Stunden Autofahrt von Paris entfernt liegt.
(ARD/SWR)


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18:50

Die Ostsee (1/2)

Zwischen Deutschland und Estland

Film von Thomas Willers

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Ein grenzenloser Reichtum an Formen, Farben und Leben, geboren am Ende der Eiszeit: Die Ostsee ist das weltgrößte Brackwassermeer. Eine Entdeckungsreise von Mecklenburg bis nach Estland.

Bis heute ist die Ostsee im Wandel. Eine einmaligen Entstehungsgeschichte ...
(ARD/NDR)

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Ein grenzenloser Reichtum an Formen, Farben und Leben, geboren am Ende der Eiszeit: Die Ostsee ist das weltgrößte Brackwassermeer. Eine Entdeckungsreise von Mecklenburg bis nach Estland.

Bis heute ist die Ostsee im Wandel. Eine einmaligen Entstehungsgeschichte prägt das Meer und die Küste mit einer vielfältigen und interessanten Tier- und Pflanzenwelt, und besonderen Menschen, die von und mit der Ostsee leben.

Die Reise führt vorbei an den endlosen Sandstränden und geschützten Bodden der Halbinsel Darß, Rastplatz für 50.000 Kraniche und andere Zugvögel, zu den berühmten Kreidefelsen Rügens, die schon den Maler Caspar David Friedrich inspirierten. Oberhalb der Klippen in den Buchenwäldern des Nationalparks Jasmund zieht Damwild seine Kitze auf. Weiter geht es nach Usedom mit seinen Seevogelkolonien und traditionsreichen Kaiserbädern. Von dort geht es über die polnische Grenze, um die imposanten Wanderdünen Pommerns und die alten Gassen Gdansk des ehemaligen Danzigs zu erkunden. Die Reise endet an den einsamen Stränden des Baltikums.

Den zweiten Teil der Dokumentation "Die Ostsee" zeigt 3sat im Anschluss um 19.30 Uhr.
(ARD/NDR)


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19:30

Die Ostsee (2/2)

Zwischen Litauen und Dänemark

Film von Thomas Willers

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Die Reise von der Ostseeküste Litauens bis zur dänischen Insel Møn beginnt an der Kurischen Nehrung. Sie ist berühmt für ihre mächtigen Wanderdünen und malerischen Fischerdörfer.

An der felsigen Küsten Estlands mit ihren urwüchsigen Wäldern leben so ...
(ARD/NDR)

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Die Reise von der Ostseeküste Litauens bis zur dänischen Insel Møn beginnt an der Kurischen Nehrung. Sie ist berühmt für ihre mächtigen Wanderdünen und malerischen Fischerdörfer.

An der felsigen Küsten Estlands mit ihren urwüchsigen Wäldern leben so seltene Tiere wie Vielfraße. Weiter nordwestlich, zwischen Finnland und Schweden, liegen im flachen glitzernden Wasser Zehntausende kleiner Granitinseln, die Schären - Heimat der Kegelrobben.

Von den Winzlingen der schwedischen Inselwelt geht es zur größten: nach Gotland. Mitten in der Ostsee gelegen, mit steilen Klippen, beherbergt sie riesige Vogelkolonien. Vor allem bietet die bis zu 100 Meter hohe Steilküste Lummen und Alken - den Pinguinen des Nordens - Platz zum Brüten. Die Reise endet auf der dänischen Insel Møn mit ihren markanten Kreidefelsen.
(ARD/NDR)


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20:15
Videotext Untertitel

Schade um das schöne Geld

Fernsehfilm von Lars Becker, Deutschland 2008

Darsteller:
Mirabel BlinkerHeike Makatsch
Klaas JonkersUwe Ochsenknecht
Walter ZotebierArmin Rohde
Bruno KarrasChristian Ulmen
Gloria HasseltCosma Shiva Hagen
Piet BlinkerIngo Naujoks
Menno DüülMarc Hosemann
u.a.
Buch: Lars Becker
Regie: Lars Becker
Länge: 92 Minuten

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In einem Nest an der Nordsee träumt Mirabel von einem besseren Leben, während sie in der Fischfabrik schuftet. Als die dörfliche Tippgemeinschaft im Lotto gewinnt, beginnt das Hauen und Stechen.

25 Millionen! Genug für alle, sollte man meinen. Doch die ...

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In einem Nest an der Nordsee träumt Mirabel von einem besseren Leben, während sie in der Fischfabrik schuftet. Als die dörfliche Tippgemeinschaft im Lotto gewinnt, beginnt das Hauen und Stechen.

25 Millionen! Genug für alle, sollte man meinen. Doch die Aussicht auf das große Geld lässt bald alle durchdrehen. Bademeister und Surf-Legende Menno würden lieber im Süden leben, Bruno will endlich zum Busfahrer des Jahres gekürt werden.

Natürlich würden auch Mirabels nichtsnutzige Brüder lieber in Florida herumlungern als Jonkers illegalen Müll im Wattenmeer zu verklappen.

"Schade um das schöne Geld" ist ein vergnüglicher Fernsehfilm von Lars Becker.


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21:45
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)Dolby-Digital 5.1 AudioVideotext Untertitel

Rückkehr ans Meer

(Le refuge)

Spielfilm, Frankreich 2009

Darsteller:
MousseIsabelle Carré
PaulLouis-Ronan Choisy
SergePierre Louis-Calixte
LouisMelvil Poupaud
HélèneClaire Vernet
u.a.
Regie: François Ozon
Länge: 83 Minuten

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Nachdem ihr Freund Louis an einer Überdosis Heroin stirbt, verlässt die junge Mousse Paris, um trotz aller Widerstände in einem Haus an der Atlantikküste Frankreichs ihr Kind zu gebären.

Mousse lebte zuvor mit Louis, ein Musiker aus wohlhabendem Elternhaus, ...
(ARD)

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Nachdem ihr Freund Louis an einer Überdosis Heroin stirbt, verlässt die junge Mousse Paris, um trotz aller Widerstände in einem Haus an der Atlantikküste Frankreichs ihr Kind zu gebären.

Mousse lebte zuvor mit Louis, ein Musiker aus wohlhabendem Elternhaus, in einer schicken Pariser Altbauwohnung. Die beiden verbrachten ihre Tage mit Sex und regelmäßigem Drogenkonsum. Als sie erfährt, dass sie schwanger ist, beginnt sie eine Methadon-Therapie.

Auf der Trauerfeier stellt die Louis' Mutter unmissverständlich klar, dass sie das Kind nicht anerkennen wird und verlangt eine Abtreibung. Daraufhin flüchtet Mousse aus Paris und zieht sich in ein kleines Haus an der baskischen Atlantikküste zurück, das einem ehemaligen Verehrer gehört. Hier lebt sie allein, ohne jeden Kontakt zur Außenwelt - nur der Lebensmittellieferant Serge darf kurzzeitig in ihr selbst gewähltes Refugium eindringen. Einige Monate später erhält sie Besuch von Paul, dem Bruder von Louis, der sich auf der Durchreise befindet und ein paar Tage bei ihr bleiben möchte. Zuerst akzeptiert Mousse die Anwesenheit des attraktiven jungen Mannes, den es ebenfalls aus seinem konservativen Elternhaus getrieben hat, nur widerwillig, da sie sich durch ihn erneut an ihre tragische Vergangenheit erinnert fühlt. Bald jedoch kommen sich die beiden verwandten Seelen über viele Gespräche näher und entwickeln eine tiefe gegenseitige Beziehung, die Mousse unweigerlich zu einer Konfrontation mit ihrer ungewollten Mutterrolle zwingt. Als sie schließlich in Paris eine Tochter, Louise, entbindet und erneut Paul begegnet, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung.

François Ozon, der in seinem Schaffen gern die Genres wechselt und neben großen komödiantischen Gesten ("8 Frauen") ebenso die Kunst des subtilen Dramas beherrscht, macht auch bei "Rückkehr ans Meer" seinem Ruf als hervorragender Frauenregisseur alle Ehre. Sein von leisen Tönen und melancholischen Stimmungen dominiertes Kammerspiel steht ganz im Zeichen der heilenden Selbstfindung, mit der die Protagonistin Mousse wortwörtlich schwanger geht - dargestellt von Isabelle Carré ("Wahnsinnig verliebt", "Die anonymen Romantiker"), die sich während des Drehs selbst im sechsten Monat befand. Die starken Emotionen, die der Geschichte innewohnen, bleiben zum Großteil unausgesprochen, erschließen sich jedoch durch die zurückgenommene Inszenierung und die reizvolle Naturkulisse, in der das traurige Personal langsam wieder zu neuem Lebenswillen zurückfindet.
(ARD)


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23:10

An einem klaren Tag

(On a Clear Day)

Spielfilm, Großbritannien 2005

Darsteller:
FrankPeter Mullan
JoanBrenda Blethyn
EddieSean McGinley
RobJamie Sives
DannyBilly Boyd
NormanRon Cook
u.a.
Regie: Gaby Dellal
Länge: 93 Minuten

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Frank verliert nach über 35 Jahren auf der Glasgower Schiffswerft seinen Job und damit sein Selbstbewusstsein. Er beschließt, den Ärmelkanal von England nach Frankreich zu durchschwimmen.

Ein Plan, der seinem Leben wieder einen neuen Impuls geben soll. Denn ...
(ARD)

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Frank verliert nach über 35 Jahren auf der Glasgower Schiffswerft seinen Job und damit sein Selbstbewusstsein. Er beschließt, den Ärmelkanal von England nach Frankreich zu durchschwimmen.

Ein Plan, der seinem Leben wieder einen neuen Impuls geben soll. Denn nicht nur die Arbeitslosigkeit belastet ihn: Dem Zwillingsbruder seines Sohns konnte er im Alter von sieben Jahren nicht das Leben retten. Er ist ertrunken - wofür sich Frank immer noch Vorwürfe macht.

Für den stolzen und sturen Mann ist die Entlassung eine tiefe Demütigung, ebenso die Tatsache, dass er auf dem Arbeitsamt ausgerechnet mit seiner dort beschäftigten Schwiegertochter Angela verhandeln muss. Während einer Schiffstour mit seinen Ex-Kollegen nach Frankreich kommt der seelisch angeschlagene Frank schließlich auf die Idee, den Ärmelkanal von Dover nach Calais zu durchschwimmen. Unterstützt von seinem Freund Chan und seinen ehemaligen Kollegen Eddie, Norman und Danny, beginnt er mit dem Training und den logistischen Vorbereitungen. Als seine nichts ahnende Frau Joan von dem Plan erfährt, reagiert sie wütend und enttäuscht, weil Frank sie nicht in sein Vorhaben eingeweiht hat - zumal sie selbst versucht, die Familie mit einer Ausbildung zur Busfahrerin über Wasser zu halten. Auch Franks Beziehung zu seinem erwachsenen Sohn Rob wird zusehends angespannter. Seit dem Tod von Robs Zwillingsbruder haben die beiden sich immer weiter entfremdet. Um die ohnehin brüchigen Beziehungen zu Joan und Rob nicht weiter zu gefährden, überlegt Frank, seine Kanal-Durchquerung aufzugeben. Schließlich aber erkennt er, dass er seine berufliche Frustration - und vor allem das Trauma durch den Verlust seines zweiten Sohnes - nur überwinden kann, wenn er sein waghalsiges Vorhaben zu Ende bringt.

Mit "An einem klaren Tag" ist der jungen Regisseurin Gaby Dellal eine wundervolle Gratwanderung zwischen genauer Charakterstudie und amüsanter Milieubeschreibung gelungen. In der Tradition von Filmen wie "Ganz oder gar nicht" oder "Mein Name ist Joe" erzählt "An einem klaren Tag" von den Problemen des Arbeiterlebens im heutigen Großbritannien. Zu Recht wurde der Film bei den British Academy Awards mit dem Preis für das Beste Drehbuch ausgezeichnet. In den Hauptrollen glänzen Peter Mullan ("Young Adam - Dunkle Leidenschaft", "Mein Name ist Joe") und Brenda Blethyn ("Stolz & Vorurteil", "Grabgeflüster - Liebe versetzt Berge").
(ARD)


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0:40
Videotext Untertitel

Schade um das schöne Geld

Fernsehfilm von Lars Becker, Deutschland 2008

(Wh.)

Länge: 92 Minuten


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2:15
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Urlaub in der Normandie - Das Seebad Deauville

(Wh.)


(ARD/SWR)


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2:55
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Urlaub auf toskanisch - Das Seebad Forte dei Marmi

(Wh.)


(ARD/SWR)


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3:40
HDTV Ausstrahlung (hochauflösendes Bildsignal)

Die großen Seebäder

Ischia - Italien

(Wh.)


(ARD/HR)


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4:25

Die großen Seebäder

Biarritz - Frankreich

(Wh.)


(ARD/HR)


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5:10
Videotext Untertitel

Geheimnisvolle Adria

Film von Michael Schlamberger

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Die Adria war lange Zeit die einzige Verbindung Mitteleuropas zum Orient, so dass dieses kleine Meer zum Symbol für die große Welt wurde und Venedig zur "Königin der Weltmeere" avancierte.

An den Küsten der Adria liegt kultureller Reichtum eingebettet in eine ...
(ORF)

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Die Adria war lange Zeit die einzige Verbindung Mitteleuropas zum Orient, so dass dieses kleine Meer zum Symbol für die große Welt wurde und Venedig zur "Königin der Weltmeere" avancierte.

An den Küsten der Adria liegt kultureller Reichtum eingebettet in eine eindrucksvolle Naturkulisse. 1.500 Weißkopfmöwenpaare umschwirren den ältesten bemannten Leuchtturm der Adria auf der Insel Palagruza, Scharen von Flamingos tummeln sich in den Salinen Istriens.

Und die Wein- und Olivenhaine Dalmatiens sind von Griechischen Landschildkröten bewohnt. Von der Lagunenlandschaft im Nordwesten bis zu der von schroffen Felsen gesäumten Dalmatinischen Steilküste im Osten - Wilde Natur ist hier nie weit von Kultur entfernt.
(ORF)

Sendeende: 5:50 Uhr