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Allerheiligen - Donnerstag, 1. November
Programmwoche 44/2012
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6:30
Format 4:3

Der Meisterspion von Bern

Allen Welsh Dulles und die Schweiz im Zweiten Weltkrieg

Film von Matthias Haentjes

(aus der SF-Reihe "Spuren der Zeit")

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Bern,1942: In einem hochherrschaftlichen Haus in der Herrengasse 23 bezieht ein amerikanischer Diplomat eine elegante Wohnung: Allen Welsh Dulles ist offiziell "Assistent des Gesandten", doch in Wirklichkeit der wichtigste Geheimdienstmann, der je in der Schweiz gearbeitet ...

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Bern,1942: In einem hochherrschaftlichen Haus in der Herrengasse 23 bezieht ein amerikanischer Diplomat eine elegante Wohnung: Allen Welsh Dulles ist offiziell "Assistent des Gesandten", doch in Wirklichkeit der wichtigste Geheimdienstmann, der je in der Schweiz gearbeitet hat. Die Herrengasse wird zum Zentrum eines Spionagenetzes, das über Jahre hinweg die Westalliierten mit Informationen aus dem von den Achsenmächten besetzten Europa versorgt. Dulles' Arbeit in der Schweiz gilt als eines der wichtigsten Kapitel in der Geschichte der Nachrichtendienste. Für Dulles selbst waren die Schweizer Jahre die Grundlage einer Karriere, die ihn wenige Jahre später an die Spitze des neu gegründeten US-Geheimdienstes CIA führten.
Die Dokumentation "Der Meisterspion von Bern" berichtet von den Schweizer Jahren Allen Dulles', in denen er ein wichtiges Spionagenetz der Alliierten gesponnen hat.


7:00

Die Glienicker Brücke

Letzte Hoffnung der Spione

Film von Daniel und Jürgen Ast

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Die Glienicker Brücke verbindet seit dem 17. Jahrhundert die Havel-Ufer zwischen Berlin und Potsdam. Zunächst als Holzkonstruktion errichtet, wurde sie 1831 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel durch eine größere Steinbrücke ersetzt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ...
(ARD/RBB)

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Die Glienicker Brücke verbindet seit dem 17. Jahrhundert die Havel-Ufer zwischen Berlin und Potsdam. Zunächst als Holzkonstruktion errichtet, wurde sie 1831 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel durch eine größere Steinbrücke ersetzt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Brücke dem zunehmenden Verkehr nicht mehr gerecht, sodass ein größerer Neubau an die Stelle der alten Steinbrücke trat. 1907 wurde die neue Brücke aus Eisen und Stahl eröffnet. In den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs umkämpften Deutsche und Russen die Brücke, wobei sie stark beschädigt wurde. Die russischen Besatzer ließen das Bauwerk bald reparieren und gaben ihr den programmatischen Namen "Brücke der Einheit". Die folgenden Jahrzehnte des Kalten Krieges machten die Brücke jedoch berühmt als Symbol der Teilung Deutschlands und der Welt in Ost und West. Nun verlief die Zonengrenze genau über die Brücke. Im Jahr 1962 nutzen Amerikaner und Russen die Brücke zum ersten Mal für den Austausch von gefangenen Agenten. Erst über 20 Jahre später, 1985 und 1986, wurden auf der Brücke wieder Häftlinge übergeben. Auch der russische Dissident Anatoli Schtscharanski wurde dort gegen einige KGB-Agenten ausgetauscht. Mit diesem Handel rückte die Brücke endgültig in den Blick der Weltöffentlichkeit. Unter den Augen der internationalen Medien inszenierten die Amerikaner Schtscharanskis Freilassung als moralischen Sieg des Westens. Obwohl in der langen Geschichte der Glienicker Brücke bei nur drei Anlässen insgesamt 38 Agenten ausgetauscht wurden, ist sie bis heute in aller Welt als "Agentenbrücke" bekannt.
Die Dokumentation "Die Glienicker Brücke" berichtet über die "Brücke der Einheit" und "Letzte Hoffnung für Spione".
(ARD/RBB)


7:45
schwarz-weiss monochromTonsignal in monoFormat 4:3

Spione küsst man nicht

(Rendezvous)

Spielfilm, USA 1935

Darsteller:
Bill GordonWilliam Powell
Joel CarterRosalind Russell
OliviaBinnie Barnes
Major William BrennanLionel Atwill
NietersteinCésar Romero
John CarterSamuel S. Hinds
u.a.
Regie: William K. Howard
Länge: 91 Minuten

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Der lebensfrohe Journalist Bill Gordon brennt darauf, für sein Land an vorderster Front zu kämpfen. Kurz bevor er den Marschbefehl erhält, lernt er die reizende Joel Carter kennen und verbringt mit ihr einen Abend. Um Eindruck zu schinden, gesteht er ihr, er sei der ...
(ARD)

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Der lebensfrohe Journalist Bill Gordon brennt darauf, für sein Land an vorderster Front zu kämpfen. Kurz bevor er den Marschbefehl erhält, lernt er die reizende Joel Carter kennen und verbringt mit ihr einen Abend. Um Eindruck zu schinden, gesteht er ihr, er sei der Autor eines berühmten, unter Pseudonym publizierten Fachbuches über das Entschlüsseln von Geheimcodes. Bill ahnt nicht, dass Joel die Nichte von John Carter ist, der im Kriegsministerium die Abteilung für Spionageabwehr leitet. Als der von Bills Qualitäten erfährt, kommandiert er ihn umgehend in seine Abteilung ab. Statt an der Front befindet Bill sich plötzlich in einem Büro, wo er unter der Leitung von Major William Brennan feindliche Codes dechiffrieren soll. Durch sein spezielles Talent findet er heraus, dass die Gegenseite alle amerikanischen Funksprüche abfängt und dechiffriert. Die undichte Stelle ist bald gefunden. Major Brennan entlarvt seine Geliebte Olivia als Spionin. Doch als er sie verhaften will, kommt Olivia ihm zuvor und erschießt Brennan. Olivia versucht auch Bill zu täuschen, doch der schöpft Verdacht und stellt ihr geschickt eine Falle. Dazu muss Bill seine Geliebte Joel versetzen und mit Olivia ausgehen. Joel ahnt nicht, dass Olivia eine feindliche Agentin ist und glaubt, dass Bill sie betrügt.
"Spione küsst man nicht" ist eine leicht und fantasievoll inszenierte Agentenkomödie, die durch die Spielfreude des Duos William Powell ("Der dünne Mann") und Rosalind Russell ("Die Zitadelle") sowie durch ihren hintersinnigen Witz besticht.
(ARD)


9:15

Top Secret (1/3)

Spione: Helden und Verräter

Film von Franz Leopold Schmelzer

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Die besten Spione sind die, die keiner kennt - sagen die Insider. So hätten die größten Spione des letzten Jahrhunderts "undercover" bleiben sollen, und doch wurden Agenten wie Kim Philby, Richard Sorge, John Walker, Dmitrij Poljakov, Aldrich Ames und Alfred Redl fast ...
(ORF)

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Die besten Spione sind die, die keiner kennt - sagen die Insider. So hätten die größten Spione des letzten Jahrhunderts "undercover" bleiben sollen, und doch wurden Agenten wie Kim Philby, Richard Sorge, John Walker, Dmitrij Poljakov, Aldrich Ames und Alfred Redl fast so berühmt wie James Bond.
Der erste Teil der dreiteiligen Dokumentation "Top Secret" enthüllt Fakten über die bekanntesten Agenten des letzten Jahrhunderts.

Die beiden weiteren Teile der dreiteiligen Dokumentation "Top Secret" zeigt 3sat im Anschluss, ab 10.10 Uhr.
(ORF)


10:10

Top Secret (2/3)

Agenten im Kalten Krieg

Film von Christian Weisenborn

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Nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmt die geopolitische Lage zwischen West und Ost die Weltpolitik. Der Kalte Krieg bedeutet eine Blütezeit für alle Geheimdienste. Zwei deutsche Geheimdienstchefs, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, prägen diese Zeit: Reinhard ...
(ORF)

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Nach dem Zweiten Weltkrieg bestimmt die geopolitische Lage zwischen West und Ost die Weltpolitik. Der Kalte Krieg bedeutet eine Blütezeit für alle Geheimdienste. Zwei deutsche Geheimdienstchefs, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, prägen diese Zeit: Reinhard Gehlen und Markus Wolf. Reinhard Gehlen, ehemaliger Leiter der Abteilung "Fremde Heere Ost" im Oberkommando von Hitlers Wehrmacht, in Amerika fortgebildet, wird in der Bundesrepublik Deutschland installiert. Markus Wolf, mit der Familie in die Sowjetunion emigriert und mit der Roten Armee nach Deutschland heimgekehrt, wird in Moskau geschult, bevor er die Hauptverwaltung "Aufklärung" im Ministerium für Staatssicherheit in der DDR übernimmt.
Der zweite Teil der dreiteiligen Dokumentation "Top Secret" berichtet über die beiden deutschen Geheimdienste nach dem Zweiten Weltkrieg.
(ORF)


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11:00

Top Secret (3/3)

Spione im globalen Ringen

Film von Dirk Posselt

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Das 21. Jahrhundert stellt die Menschheit vor viele Herausforderungen und Probleme: der Kampf gegen den Terror, die Weiterverbreitung von Atomwaffen, Kriege um Öl und um Trinkwasser - die Geheimdienste dieser Zeit sind im Wettlauf um Informationen und Einflussnahme. Nicht ...
(ORF)

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Das 21. Jahrhundert stellt die Menschheit vor viele Herausforderungen und Probleme: der Kampf gegen den Terror, die Weiterverbreitung von Atomwaffen, Kriege um Öl und um Trinkwasser - die Geheimdienste dieser Zeit sind im Wettlauf um Informationen und Einflussnahme. Nicht mehr der einzelne Superspion garantiert den Erfolg, sondern das Zusammenspiel von Mensch und modernster Technik in großen Netzwerken. Gleichzeitig ist das Vernachlässigen der "menschlichen Quelle" nach dem Kalten Krieg eine der Ursachen für das Geheimdienstversagen, das zu den Anschlägen von 9/11 geführt hat.
Im letzten Teil der dreiteiligen Dokumentation "Top Secret" geht es um globale Sicherheitsprobleme und Geheimdiensterfolge in Sachen Terrorismus. Zu Wort kommen unter anderen Michael Scheuer, Mitarbeiter der CIA und Leiter der Einheit, die Osama Bin Laden jagte, sowie der Ex-Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit Österreichs, Michael Sika, der zu Überwachungsmethoden Stellung nimmt.
(ORF)


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11:55

Geheimoperation Ostpolitik

Film von Jürgen Bevers

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Am 7. Dezember 1970 machte eine Geste Schlagzeilen in aller Welt: Bundeskanzler Willy Brandt kniete während eines Staatsbesuchs in Polen vor dem Ehrenmal im Warschauer Ghetto nieder. Das wurde als deutliches Signal für eine neue deutsche Politik gegenüber den Ländern ...
(ARD/WDR)

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Am 7. Dezember 1970 machte eine Geste Schlagzeilen in aller Welt: Bundeskanzler Willy Brandt kniete während eines Staatsbesuchs in Polen vor dem Ehrenmal im Warschauer Ghetto nieder. Das wurde als deutliches Signal für eine neue deutsche Politik gegenüber den Ländern des Ostblocks verstanden. Diese neue Politik war so brisant und so umstritten, dass sie nur in aller Heimlichkeit angebahnt werden konnte. Friedenssicherung, Entspannung und vorsichtige Annäherung - das waren die Ziele, die von der sozialliberalen Koalition unter ihrem Kanzler Willy Brandt in den Ostverträgen ab 1970 umgesetzt wurden. Sie lösten in Teilen der bundesrepublikanischen Gesellschaft Stürme der Entrüstung aus, weil mit ihr die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze verbunden war. Die Vorgeschichte war spannend: Der Vertrag mit Moskau wurde in einem "geheimen Kanal" zwischen Brandt und Breshnew vorbereitet, über eine konspirative Verbindung zwischen Brandts Vertrautem Egon Bahr und den KGB-Agenten Wjatscheslaw Jerwandowitsch Keworkow und Walerij Lednew.
Die Dokumentation "Geheimoperation Ostpolitik" schildert, was hinter den Kulissen der Ostverträge tatsächlich passierte. Die entscheidenden Akteure, Egon Bahr, Wjatscheslaw Keworkow und Valentin Falin sowie andere hochrangige deutsche Politiker erzählen ein Kapitel europäischer Politik, das in seinen Details bis heute kaum bekannt ist.
(ARD/WDR)


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12:40
Tonsignal in monoFormat 4:3

Klaus Kuron - Spion in eigener Sache

Dokumentarfilm von Thomas Knauf, Deutschland 2004

Länge: 64 Minuten

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Klaus Kuron galt in den 1970er und 1980er Jahren als einer der fähigsten Agenten des Bonner Bundesamtes für Verfassungsschutz. Zugleich jedoch war er von 1982 bis zur Wende als Doppelagent für das Ost-Berliner Ministerium für Staatssicherheit die entscheidende ...

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Klaus Kuron galt in den 1970er und 1980er Jahren als einer der fähigsten Agenten des Bonner Bundesamtes für Verfassungsschutz. Zugleich jedoch war er von 1982 bis zur Wende als Doppelagent für das Ost-Berliner Ministerium für Staatssicherheit die entscheidende Informationsquelle über die Aktivitäten des westdeutschen Verfassungsschutzes.
In dem Dokumentarfilm "Klaus Kuron - Spion in eigener Sache" erzählt der Doppelagent seine Geschichte. Der Film vollzieht die Wendepunkte im Leben Kurons nach und erzählt mit Aufnahmen der Originalschauplätze, Archivmaterial und der detailreichen Erinnerungen Kurons, des ehemaligen DDR-Spionagechefs Markus Wolfs und dessen Nachfolgers Werner Großmann eine spannende Geschichte von der Blütezeit der Spionage bis zum Ende des Kalten Kriegs


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13:45
Videotext Untertitel

Der Spion, den ich liebte

Die unheimliche Macht der Geheimdienste

Film von Kirsten Hoehne und Robert Wortmann

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Sie brechen in Wohnungen ein. Sie stürzen Regierungen. Sie töten. Im Einsatz für Königin, Vaterland oder Nation überschreiten sie mitunter alle Grenzen. Und oft arbeiten sie mit vollem Körpereinsatz - die Frauen und Männer von den Geheimdiensten. Im internationalen ...

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Sie brechen in Wohnungen ein. Sie stürzen Regierungen. Sie töten. Im Einsatz für Königin, Vaterland oder Nation überschreiten sie mitunter alle Grenzen. Und oft arbeiten sie mit vollem Körpereinsatz - die Frauen und Männer von den Geheimdiensten. Im internationalen Spionagegeschäft wird Sex seit jeher als verlässlicher Schlüssel zum Erfolg eingesetzt
"Der Spion, den ich liebte" untersucht Klischees und Wirklichkeit, blickt hinter die Fassade der geheimen Dienste und zeigt, wie Agenten arbeiten, was ihnen wichtig ist und mit welchen Mitteln sie an Informationen kommen.


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14:25

Die Stasi in West-Berlin

Geschichten aus dem Kalten Krieg

Film von Ute Bönnen und Gerald Endres

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Berlin war jahrzehntelang ein Tummelplatz für Agenten aus allen politischen Lagern. Besonders gründlich hat das Ministerium für Staatssicherheit der DDR West-Berlin unterwandert. Ein Viertel aller Agenten und Inoffiziellen Mitarbeiter, die in Westdeutschland für die ...
(ARD/RBB)

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Berlin war jahrzehntelang ein Tummelplatz für Agenten aus allen politischen Lagern. Besonders gründlich hat das Ministerium für Staatssicherheit der DDR West-Berlin unterwandert. Ein Viertel aller Agenten und Inoffiziellen Mitarbeiter, die in Westdeutschland für die Stasi spionierten, saß in West-Berlin. Aus Verwaltung und politischen Parteien, aus Hochschulen und der Wirtschaft gingen Berichte an die Stasi-Zentrale in der Normannenstraße. Viele der Agenten waren Überzeugungstäter, sie handelten im Glauben, die DDR sei der bessere deutsche Staat und verdiene Unterstützung.
Die Dokumentation "Die Stasi in West-Berlin" zeigt, wie die Stasi in West-Berlin agierte. Sie erzählt von den Versuchen die Stadt nach dem Mauerbau zu unterwandern, von den Methoden zur Anwerbung der Agenten und den Motiven, aus denen sich diese anwerben ließen. Bernd-Jürgen Runge erzählt vom "Arbeitsalltag" eines IM im Westen und von seinen Gründen, für die Stasi Informationen zu sammeln. Renate Künast und Antje Vollmer erinnern sich an die Unterwanderung der Alternativen Liste (Die Grünen), Hannes Schwenger an die Zersetzungsbemühungen der Stasi, und der damalige Landesbischof Bischof Matrin Kruse berichtet von verwanzten Telefonen in seiner Wohnung.
(ARD/RBB)


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15:10

Gebt mir die Bombe

Einer gegen die Sowjetunion

Film von Mark Halliley

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Oleg Wladimirowitsch Penkowski, Oberst der Abteilung Aufklärung (GRU) der Sowjetarmee, lieferte Anfang der 1960er Jahre wichtige politische und militärische Informationen an den US-amerikanischen (CIA) und britischen (MI5) Geheimdienst. Auf dem Höhepunkt des Kalten ...
(ARD/NDR)

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Oleg Wladimirowitsch Penkowski, Oberst der Abteilung Aufklärung (GRU) der Sowjetarmee, lieferte Anfang der 1960er Jahre wichtige politische und militärische Informationen an den US-amerikanischen (CIA) und britischen (MI5) Geheimdienst. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges lieferte er dem Westen Informationen zu den Absichten der Sowjetunion während der Kubakrise. Dem damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy waren durch Penkowskis Informationen der Stand der sowjetischen Rüstung sowie die Standorte der sowjetischen Mittelstreckenraketen in Kuba bekannt. Ende Oktober 1962 beendeten Nikita Chruschtschow, damals Ministerpräsident der UdSSR, und Kennedy die Kubakrise. Die Sowjetunion zog ihre Raketen aus Kuba ab. Dagegen erklärten die USA, keine weitere militärische Invasion Kubas zu unternehmen. Am 9. Mai 1963 wurde Penkowski in einem Schauprozess wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und am 19. Mai hingerichtet.
Die Dokumentation "Gebt mir die Bombe" erzählt die Geschichte von Oleg Wladimirowitsch Penkowski, Oberst im Militärischen Geheimdienst der Sowjet-Union und des Westens größter Spion.
(ARD/NDR)


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15:55
Tonsignal in monoVideotext Untertitel

Spion zwischen zwei Fronten

(Triple Cross)

Spielfilm, Frankreich/Großbritannien 1966

Darsteller:
Eddie ChapmanChristopher Plummer
KomtessRomy Schneider
General von GrünenYul Brynner
Oberst SteinhägerGert Fröbe
BeamterTrevor Howard
u.a.
Regie: Terence Young
Länge: 134 Minuten

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Als die Deutschen 1940 Jersey besetzen, bietet sich Geldschrankknacker Eddie Chapman um dem Gefängnis zu entgehen dem deutschen Geheimdienst als Spion an. Oberst Steinhäger von der Abwehr ist zwar misstrauisch, General von Grünen, Chef der erfolgreichsten Agententruppe ...
(ARD)

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Als die Deutschen 1940 Jersey besetzen, bietet sich Geldschrankknacker Eddie Chapman um dem Gefängnis zu entgehen dem deutschen Geheimdienst als Spion an. Oberst Steinhäger von der Abwehr ist zwar misstrauisch, General von Grünen, Chef der erfolgreichsten Agententruppe der Wehrmacht, findet jedoch Gefallen an dem unverfrorenen Briten, der offensichtlich wenig von Patriotismus, aber desto mehr von klingender Münze hält. Eine hübsche Komtess, ebenfalls im Spionagemillieu tätig, ist von Chapman auch recht angetan. Nach gründlicher Ausbildung wird er schließlich per Fallschirm über England abgesetzt, wo er die Vickers-Flugzeugwerke in die Luft sprengen soll. Dort wendet er sich jedoch an den britischen Geheimdienst und kann einen leitenden Verantwortlichen überzeugen, dass er sich als Agent gegen die Deutschen nützlich machen könnte, sofern die Regierung in London sich dafür großzügig erkenntlich zeigt. Auf dem Vickers-Gelände wird die Sprengung daraufhin nur vorgetäuscht. Dann wird Chapman wieder ins deutsch besetzte Frankreich eingeschleust.
James-Bond-Regisseur und Thriller-Spezialist Terence Young hat aus der wahren Geschichte des englischen Meisterspions Eddie Chapman eine actionreiche Komödie gemacht. Die Hauptrollen sind mit Christopher Plummer, Gert Fröbe und Romy Schneider hochkarätig besetzt.
(ARD)


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18:10

Der gefährlichste Mann der Welt

Abdul Quadeer Khan

Film von Toby Sculthorp

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Der aus Pakistan stammende Ingenieur Abdul Qadeer Khan ist ein brillanter Wissenschaftler, aber auch ein Atomspion. Er verkaufte sein Wissen, wie Atombomben gebaut werden, an Nordkorea, Libyen und den Iran.
Die zwielichtige Karriere des pakistanischen Wissenschaftlers ...
(ARD/NDR)

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Der aus Pakistan stammende Ingenieur Abdul Qadeer Khan ist ein brillanter Wissenschaftler, aber auch ein Atomspion. Er verkaufte sein Wissen, wie Atombomben gebaut werden, an Nordkorea, Libyen und den Iran.
Die zwielichtige Karriere des pakistanischen Wissenschaftlers Abdul Qadeer Khan beginnt in den 1970er Jahren in den Niederlanden. Er arbeitet bei Europas größter Atomfabrik, der Urenco. Seine Kollegen schätzen den talentierten und sympathischen Mitarbeiter. Doch er stiehlt geheime Unterlagen für den Bau von Pakistans erster Atombombe. 1976 errichtet Kahn im Auftrag seines Heimatlandes eine geheime Atomanlage in Kahuta, unweit der Hauptstadt Islamabad. Ihr Deckname lautet "Projekt 706". Für die Herstellung atomaren Sprengstoffs braucht Kahn Zentrifugen. Komplizen aus Europa schmuggeln die Einzelteile aus dem Westen ins Land. Die illegalen Lieferungen seiner Geschäftspartner und die Funktion der Anlage verschleiert Kahn. Er behauptet, Kahuta sei eine zivile Kernforschungsanlage. In den 1980er Jahren erfährt der amerikanische Geheimdienst von den Machenschaften in Kahuta. Aber Khan ist nicht zu stoppen. Von Dubai aus bietet seine Tarnfirma islamischen Staaten Know-how für den Bau von Kernwaffen an. Einer der Geschäftspartner ist Libyens Staatschef Ghaddafi, ein erklärter Feind des Westens. Auch mit Nordkorea fädelt Khan ein Geschäft ein, dessen Folgen bis heute nicht absehbar sind. Jahre später entdecken westliche Geheimdienste zufällig, dass Khan sein Wissen auch dem Iran verkaufte. Das Entsetzen ist groß, als 2002 die geheime Urananreicherungsanlage in Natanz enttarnt wird. Westliche Experten glauben, hier würde Uran für Atombomben produziert. Pläne und Teile lieferte Khan. Bis heute ist die Fabrik Auslöser einer permanenten diplomatischen Krise mit dem Westen. Doch die gefährlichste Konsequenz von Khans Wirkens liegt wohl darin, dass er einen weltweiten "Schwarzmarkt" für Pläne und Material zum Bau von Atombomben geschaffen hat - auch für Terroristen.
Die Dokumentation "Der gefährlichste Mann der Welt" berichtet über den pakistanischen Wissenschaftler Abdul Qadeer Khan.
(ARD/NDR)


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18:50

Zeuge C

Genf, Stadt der Schatten

Film von Frank Garbely

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Der iranische Topagent Abolghasem Mesbahi war in den 1980er Jahren Geheimdienst-Koordinator für Westeuropa und stieg kurz darauf zur Nummer drei der VEVAK auf, dem bedeutendsten Nachrichtendienst des Iran. Nachdem ihn Frankreich wegen terroristischer Umtriebe auswies, ...

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Der iranische Topagent Abolghasem Mesbahi war in den 1980er Jahren Geheimdienst-Koordinator für Westeuropa und stieg kurz darauf zur Nummer drei der VEVAK auf, dem bedeutendsten Nachrichtendienst des Iran. Nachdem ihn Frankreich wegen terroristischer Umtriebe auswies, ließ er sich in Genf nieder. Als Europa-Chef der VEVAK nahm er regelmäßig an Sitzungen teil, bei denen Attentate und Mordanschläge beschlossen wurden. Er kannte die Killerkommandos und wusste über welche Kanäle der Terrorismus finanziert wurde. Nach einem Besuch in den USA wurde er nach Teheran zurückgerufen und verhaftet. Hardliner des Geheimdienstes legten ihm die USA-Kontakte als Verrat aus. Nach seiner Haftentlassung setzte er sich ins Ausland ab und erhielt in Deutschland Asyl. Im Prozess gegen die "Mykonos"-Attentäter - sie hatten 1992 in Berlin im Auftrag Teherans vier Kurdenführer erschossen - trat er unter dem Decknamen "Zeuge C" in den Zeugenstand. Besonders sensationelle Enthüllungen machte er über die Schweiz und Genf, das Zentrum für Spionage und Spezialoperationen, sprich Terrorismus, war. Das Generalkonsulat rekrutierte junge Leute, die zu Terroristen ausgebildet wurden. Das Gästehaus der iranischen Uno-Mission war für Killerkommandos reserviert, die der Nachrichtendienst für Spezialoperationen einsetzte. Finanziert wurden die Terroristen und Killerkommandos unter anderem über ein Bankkonto in Genf, auf dem über 200 Millionen Dollar lagen. Besondere Beziehungen unterhielt der iranische Nachrichtendienst zur Genfer Polizei.
In der Dokumentation "Zeuge C" verrät ein ehemaliger Topagent, wie Genf zur Operationsbasis iranischer Terroristen wurde.


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19:45

Schattenkrieg

Israels geheime Operation im Iran

Film von Christian Sievers

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Prävention, Abschreckung, Rache. Das sind die Schlagworte für Bombenanschläge auf deutsche Wissenschaftler in Ägypten in den 1960er Jahren, die Entführung von Adolf Eichmann aus Argentinien, die Jagd auf die Olympia-Attentäter von München und den andauernden ...

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Prävention, Abschreckung, Rache. Das sind die Schlagworte für Bombenanschläge auf deutsche Wissenschaftler in Ägypten in den 1960er Jahren, die Entführung von Adolf Eichmann aus Argentinien, die Jagd auf die Olympia-Attentäter von München und den andauernden Geheim-Krieg gegen arabische Waffenschieber und Raketenbauer. Es ist ausgesprochen selten, dass sich dazu sowohl ausgewiesene Sicherheitsexperten äußern - viele von ihnen selbst mit Geheimdienstvergangenheit - als auch eine Reihe ehemaliger Mossad-Chefs. Diese in Israel als legendär geltenden Befehlshaber haben die einschlägigen Operationen oft persönlich vor Ort geleitet. Der Krieg läuft bereits seit Jahren - von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt. Und er ist Teil einer Mossad-Strategie, die zurückreicht bis in die 1960er Jahre und immer wieder speziell Deutschland im Visier hatte.
Die Dokumentation "Schattenkrieg" zeigt den geheimen Krieg, den Israels Auslandsgeheimdienst Mossad gegen Irans Atomprogramm führt. Zu Wort kommt ein hochrangiges "Opfer" des Mossad, das einem Giftattentat unter unfassbaren Umständen nur knapp entkam und bis heute ganz oben auf Israels schwarzer Liste steht. Der Film verfolgt eine Linie von den aktuellen Attentaten und Sabotage-Aktionen in Iran über die brenzlige Situation am Persischen Golf und die diversen Szenarien der Bedrohung durch Irans Atomprogramm zum geheimen Krieg der israelischen Geheimdienstler. Er zeigt die spezielle Motivation der Mossad Agenten und ihr Operations-Schema, das sich über diverse spektakuläre Aktionen zurückverfolgen lässt.


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20:15
Tonsignal in monoVideotext Untertitel

Topas

Spielfilm USA, 1969

Darsteller:
André DevereauxFrederick Stafford
Nicole DevereauxDany Robin
Juanita de CordobaKarin Dor
Rico ParraJohn Vernon
Jacques GranvilleMichel Piccoli
u.a.
Regie: Alfred Hitchcock
Länge: 121 Minuten

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Mit Hilfe des amerikanischen Geheimdienstagenten Michael Nordstrom flüchtet der hochrangige russische Beamte Boris Kusenow mit seiner Familie nach Washington. Nordstrom, der sich wichtige Informationen von dem Überläufer erhofft, erfährt von einem Spionagering namens ...

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Mit Hilfe des amerikanischen Geheimdienstagenten Michael Nordstrom flüchtet der hochrangige russische Beamte Boris Kusenow mit seiner Familie nach Washington. Nordstrom, der sich wichtige Informationen von dem Überläufer erhofft, erfährt von einem Spionagering namens "Topas", der geheime NATO-Informationen über Paris nach Moskau weiterleitet. Er beauftragt den französischen Attaché André Devereaux, sich der Sache anzunehmen. Devereaux gelingt es, einem kubanischen UNO-Delegierten Papiere zu entwenden, die Aufschluss über "Topas" geben. Er fliegt nach Havanna, um gemeinsam mit seiner früheren Geliebten Juanita de Cordoba sowie einheimischen Regimegegnern weitere Einzelheiten über die russischen Pläne auszukundschaften. Doch die Suche nach Beweisen und die Überführung von "Topas" erweisen sich schon bald als gefährliches Unterfangen.
"Topas", basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Leon Uris, ist ein Spielfilm aus Alfred Hitchcocks später Schaffensphase, in der er zum Spionage- und Agentengenre seiner früheren Filme zurückkehrt. Auf den ersten Blick erscheint der Film als wenig Hitchcock-typisch: Ungewöhnlich komplex gestaltet sich die Erzählstruktur, populäre Leinwandlieblinge wie Cary Grant oder James Stewart und auch die typischen Schockmomente fehlen. Bereits während seiner Produktion warf der Film Schwierigkeiten auf: Hitchcock verwarf kurz vor Drehstart die aktuelle Drehbuchfassung, lies jede Szene kurzfristig neu schreiben und direkt drehen. Trotz seiner ungewöhnlichen Produktionsbedingungen ist Hitchcocks "Topas" ein spannender Spionagethriller vor dem Hintergrund des Kalten Krieges, der frei ist von den Kinoklischees seiner Zeit und mit einer gehörigen Portion Ironie operiert.


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22:15

Gladio - Geheimarmeen in Europa

Film von Wolfgang Schön und Frank Gutermuth

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Eine Serie von Bombenanschlägen erschüttert Italien von den 1960er bis in die 1980er Jahre. 1969 sterben in Mailand 16 Menschen bei einem Bombenanschlag. Im August 1980 detoniert eine versteckte Zeitbombe im Wartesaal des Bahnhof Central in Bologna. Dabei werden 85 ...
(ARD/SWR)

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Eine Serie von Bombenanschlägen erschüttert Italien von den 1960er bis in die 1980er Jahre. 1969 sterben in Mailand 16 Menschen bei einem Bombenanschlag. Im August 1980 detoniert eine versteckte Zeitbombe im Wartesaal des Bahnhof Central in Bologna. Dabei werden 85 Menschen getötet. Im September des gleichen Jahres gibt es auch in Deutschland Bombenopfer: Beim Münchner Oktoberfestattentat, dem schwerste Anschlag in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte sterben 13 Menschen. Im Lauf der Jahre häufen sich die Indizien, dass diese Anschläge in einem Zusammenhang stehen. Alle Täter kamen aus dem Umfeld rechtsradikaler Gruppen. Mehrfach wurde militärischer Sprengstoff benutzt. Die Spuren führen zu einer westeuropäischen geheimen Struktur, koordiniert von der NATO und den nationalen Geheimdiensten - ohne parlamentarische Kontrolle. Ihr Name: "Stay behind", später auch "Gladio".
Die Dokumentation "Gladio - Geheimarmeen in Europa" fragt: Was verbirgt sich hinter Gladio? Haben Rechtsextremisten Gladio-Strukturen auch in Deutschland benutzt, um ihre politischen Ziele zu verfolgen?
(ARD/SWR)


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23:40
Tonsignal in monoFormat 4:3

Das Mörderschiff

Spielfilm, Großbritannien 1970

Darsteller:
Philip CalvertAnthony Hopkins
CharlotteNathalie Delon
Sir Anthony SkourasJack Hawkins
Onkel ArthurRobert Morley
Roy HunslettCorin Redgrave
u .a.
Regie: Etienne Périer
Länge: 91 Minuten

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Zwei Geheimagenten der britischen Marine erhalten von Sir Arthur Jones den Auftrag, das mysteriöse Verschwinden einiger Schiffe mitsamt ihrer Goldladung aufzuklären. Philip Calvert und Roy Hunslett entdecken eines der vermissten Schiffe unter neuer Flagge und neuem ...

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Zwei Geheimagenten der britischen Marine erhalten von Sir Arthur Jones den Auftrag, das mysteriöse Verschwinden einiger Schiffe mitsamt ihrer Goldladung aufzuklären. Philip Calvert und Roy Hunslett entdecken eines der vermissten Schiffe unter neuer Flagge und neuem Namen. Bei einem heimlichen Besuch wird Calvert jedoch unsanft von Bord gebeten. Sein Kollege recherchiert derweil an Land. Auch entlang der schottischen Küste sind Fischerboote und ihre Besatzung verschwunden. Als Calvert eine Einladung auf die Jacht des zwielichtigen Millionärs Skouras annimmt, lernt er dessen Frau Charlotte kennen. Calvert lässt sich zwar von ihren Reizen überzeugen, nicht aber von ihrer Glaubwürdigkeit. Als Hunslett tot aufgefunden wird, setzt er alles auf eine Karte.
"Das Mörderschiff", Etienne Périers Adaption eines zeitgenössischen Bestsellers von Alistair MacLean, macht großzügige Anleihen bei James Bond und unterhält mit einer gut fotografierten, spannenden Agentenstory. Anthony Hopkins zeigt hier schon lange vor seiner Darstellung des Hannibal Lecter ("Das Schweigen der Lämmer", "Hannibal"), dass er ein Gespür für abgründige Charaktere hat.


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1:10
Tonsignal in mono

Der ungeliebte Patriot

Fritz Kolbe - Spion gegen Hitler

Film von Reinhard Joksch und Petra Wolter

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"Ein Gentleman liest nicht die Post anderer Leute" - dieser diplomatische Ehrenkodex wird dem wichtigsten Spion des Zweiten Weltkriegs zum Verhängnis: Von 1943 bis Kriegsende liefert Fritz Kolbe, Beamter im deutschen Auswärtigen Amt, den Amerikanern zahllose wichtige ...
(ARD/RBB)

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"Ein Gentleman liest nicht die Post anderer Leute" - dieser diplomatische Ehrenkodex wird dem wichtigsten Spion des Zweiten Weltkriegs zum Verhängnis: Von 1943 bis Kriegsende liefert Fritz Kolbe, Beamter im deutschen Auswärtigen Amt, den Amerikanern zahllose wichtige Dokumente, darunter rund 1.600 geheime Telegramme. Er hasst die Nazis und will, dass Deutschland den Krieg so schnell wie möglich verliert. Doch dieser mutige Einsatz wird nicht belohnt. Obwohl Kolbe das NS-Regime überlebt, wird ihm die Anerkennung als Widerstandskämpfer verweigert. In den Augen seiner Diplomatenkollegen hat er "das Vaterland verraten." Kolbe darf nicht ins Auswärtige Amt zurückkehren, er bestreitet seinen Lebensunterhalt künftig als Vertreter für Motorsägen. Als er 1971 stirbt, stehen nur zehn Menschen an seinem Grab, darunter zwei hochrangige Abgesandte der CIA. Erst 2004 wird Kolbe erstmals eine offizielle Ehrung in seinem Heimatland zuteil. Zu diesem Zeitpunkt weiß die Öffentlichkeit längst, dass viele der deutschen Diplomaten der Nachkriegszeit tief in die Verbrechen der Nazis verstrickt waren.
Der Film "Der ungeliebte Patriot" zeichnet den Lebensweg des wohl wichtigsten Spions des Zweiten Weltkriegs nach und wirft gleichzeitig einen Blick auf die westdeutsche Nachkriegsgeschichte - eine Zeit, in der eher Verdrängen als Aufarbeiten den Umgang mit der Vergangenheit geprägt hat.
(ARD/RBB)


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1:55
Tonsignal in monoVideotext Untertitel

Topas

Spielfilm, USA 1969

(Wh.)

Länge: 121 Minuten


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3:55
Tonsignal in monoVideotext Untertitel

Spion zwischen zwei Fronten

Spielfilm, Frankreich/Großbritannien 1966

(Wh.)

Länge: 134 Minuten


(ARD)

Sendeende: 6:10 Uhr