Programm-Übersicht
Kalender
November 2017
Sendung suchen
Programmarchiv
Finden Sie Sendungen, die Sie in 3sat schon gesehen haben.

Sonntag, 12. Dezember
Programmwoche 50/2010
Zurückliegenden oder folgenden Tag anzeigen
6:00
Stereo-Ton16:9 Format

Über Prag zum Nullmeridian

Tschechien/Deutschland/Polen/Großbritannien

Ganzen Text anzeigen
Die Fülle an Kunstschätzen in der tschechischen Hauptstadt Prag ist überwältigend. Der Prunk der Burg und anderer Paläste sowie der Glanz barocker Kirchen zeugen von der rund 1.000-jährigen Stadtgeschichte. Ausgelöst durch den Prager Fenstersturz begann in Prag der ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Die Fülle an Kunstschätzen in der tschechischen Hauptstadt Prag ist überwältigend. Der Prunk der Burg und anderer Paläste sowie der Glanz barocker Kirchen zeugen von der rund 1.000-jährigen Stadtgeschichte. Ausgelöst durch den Prager Fenstersturz begann in Prag der Dreißigjährige Krieg, der ganz Europa in ein Schlachtfeld verwandelte. Unabhängig von Krieg und Frieden, Aufstieg und Fall war die Stadt an der Moldau immer eine Stadt mit drei Seelen: Tschechen, Deutsche und Juden prägten ihr Gesicht. Hermann Fürst von Pückler-Muskau war von der gebändigten Natur englischer Landschaftsparks begeistert. Im Frühjahr 1817 beginnt er auf dem Familiensitz in der Lausitz 800.000 Bäume und 42.000 Sträucher zu pflanzen. Wiesen werden entwässert, die Neiße umgeleitet und ein ganzes Dorf umgesiedelt. Der schillernde Fürst schuf so eine Seenlandschaft, die heute wieder im Herzen Europas liegt. Deutsche und Polen bemühen sich gemeinsam, das nach dem Krieg zertrennte Erbe des Fürsten zu pflegen. Einige Kilometer östlich von London, flussabwärts an der Themse, liegt Maritime Greenwich. Dort ist seit Jahrhunderten das Zentrum der britischen Marine. Von Maritime Greenwich aus eroberten Francis Drake, James Cook und Lord Nelson die Weltmeere zum Ruhm der englischen Krone. Noch heute ist der kleine Ort ein Begriff für die Seefahrer aller Länder. Durch Maritime Greenwich verläuft außerdem der Nullmeridian, der die Erdkugel in eine östliche und eine westliche Hälfte teilt.
Das erste Kapitel des Thementags "In 24 Stunden um die Welt" stellt diese drei besonderen Orte vor.

Der 3sat-Thementag "In 24 Stunden um die Welt" stellt UNESCO-Welterbestätten vor und zeigt einen ganzen Tag lang 15-minütige dokumentarische Essays aus der 3sat-Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit". Dieter Moor moderiert den Thementag und spricht zwischen den einzelnen Filmbeiträgen mit Wissenschaftlern und Journalisten, Reise-Experten und Weltenbummlern.
(ARD/SWR/3sat)


6:45
Stereo-Ton16:9 Format

Europas Nordosten

Polen/Weißrussland/Litauen/Lettland/Schweden/Estland/

Russland/Finnland

Ganzen Text anzeigen
Osteuropa, vor Tausenden von Jahren: Dichte Mischwälder erstrecken sich von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Mit dem Entstehen von Feldern und Dörfern lichten Menschen die Wälder mehr und mehr, bis nur noch der Urwald von Bialowieza bleibt, der heute zu Polen und ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Osteuropa, vor Tausenden von Jahren: Dichte Mischwälder erstrecken sich von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Mit dem Entstehen von Feldern und Dörfern lichten Menschen die Wälder mehr und mehr, bis nur noch der Urwald von Bialowieza bleibt, der heute zu Polen und Weißrussland gehört. Fast unberührt ragen seine 50 Meter hohen Baumriesen in den Himmel empor. Vilnius in Litauen lockt seine Besucher mit einer Vielzahl prächtiger barocker Kirchen und Gebäude an. Die Hansestadt Riga in Lettland wurde von Bremer Kaufleuten gegründet. Für deutsche Ritter war das befestigte Bollwerk am Meer der Ausgangspunkt für die Eroberung des Baltikums. Auf der "Insel der Königinnen" wurde im 17. Jahrhundert Schloss Drottningholm in Schweden erbaut. Eine halbe Stunde von Stockholm entfernt, ist das Schloss heute der Wohnsitz von Königin Silvia und König Carl XVI Gustav. Der nordöstlichste Punkt des mächtigen Hansebundes war die alte Handelsstadt Reval, die heutige Hauptstadt Estlands: Tallinn. Reval hatte eine Schlüsselstellung für den Handel des Westens mit dem Russischen Reich und weiter Richtung Osten inne. Mit seinem barock-klassizistischen Zentrum gehört das "Venedig des Nordens", wie die russische Stadt St. Petersburg häufig genannt wird, zu den schönsten Städten Europas. Das dichtbebaute Zentrum von Rauma in Finnland ist die größte Altstadt aus Holz im Norden Europas. Sie ist eine der wenigen mittelalterlichen Städte an der Küste Westfinnlands, deren Grundstrukturen bis heute erhalten geblieben sind.
Der zweite Teil der Weltreise führt durch den Nordosten Europas.
(ARD/SWR/3sat)


8:15
Stereo-Ton16:9 Format

Von der Natur des Nordens

Norwegen/Island/Grönland

Ganzen Text anzeigen
Unter den Fjorden Westnorwegens nimmt der Geiranger einen besonderen Rang ein. Wie kein anderer lockt der tief im Land zwischen hohen Bergen gelegene Fjord seit über hundert Jahren Touristen an: Sie alle ließen sich von einer Landschaft einnehmen, die selbst Norwegens ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Unter den Fjorden Westnorwegens nimmt der Geiranger einen besonderen Rang ein. Wie kein anderer lockt der tief im Land zwischen hohen Bergen gelegene Fjord seit über hundert Jahren Touristen an: Sie alle ließen sich von einer Landschaft einnehmen, die selbst Norwegens Königin Sonja als "majestätisch" bezeichnet. Die Bauernhöfe an den Steilufern des Fjords sind nur über Pfade zu erreichen. Bewirtschaftet wird heute keiner mehr, die letzten wurden in der Mitte des vorigen Jahrhunderts verlassen. Heute aber werden die Höfe als UNESCO-Kulturerbe vor dem Verfall geschützt. Island, das Land am Polarkreis, war in der Eiszeit komplett vergletschert. Heute bedecken die Gletscher noch mehr als zehn Prozent der Oberfläche. In Island kann man den Urgewalten bei der Arbeit zuschauen: Gestein zerbröselt, Vulkane brechen aus, Wasserfälle springen aus den Bergen. Im Nationalpark Thingvellir treffen die eurasische und die nordamerikanische Erdplatten aufeinander. An der grönländischen Westküste 250 Kilometer nördlich des Polarkreises liegt der nach der Stadt Ilulissat benannte Eisfjord. Er erstreckt sich über 40 Kilometer Länge und ist sieben Kilometer breit. An seinem landseitigen Ende befindet sich der Gletscher Sermeq Kujalleq, einer der aktivsten Gletscher der Erde. Bedingt durch die rege Gletscheraktivität ist der Fjord vollständig mit Eis und Eisbergen gefüllt. Das sogenannte "Kalben" des Gletschers ereignet sich zumeist während des Sommers. Dabei lösen sich Eisberge mit einer Größe von bis zu 700 Metern von der Gletscherkante. Zum Erreichen des meerseitigen Endes des Fjords benötigen die Eisberge rund zwölf bis 15 Monate.
Der dritte Teil der Weltreise führt in die Natur des Nordens.
(ARD/SWR/3sat)


9:00
Stereo-Ton16:9 Format

Welterbe in Nord- und Mittelamerika

USA/Mexiko/Guatemala/Honduras/Panama/Kanada

Ganzen Text anzeigen
Vor mehr als elf Millionen Jahren riss tief im Ozean der Meeresboden. Lava strömte aus. Über Jahrtausende formten sich so die Inseln von Hawaii aus fünf Vulkanen. Noch heute ist der Kilauea der aktivste Vulkan auf der Erde. Seit 1983 ist er ununterbrochen aktiv. Er ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Vor mehr als elf Millionen Jahren riss tief im Ozean der Meeresboden. Lava strömte aus. Über Jahrtausende formten sich so die Inseln von Hawaii aus fünf Vulkanen. Noch heute ist der Kilauea der aktivste Vulkan auf der Erde. Seit 1983 ist er ununterbrochen aktiv. Er zerstört zwar ganze Landschaften, hat aber auch mehr als zwei Quadratkilometer neues Land geschaffen. Der Agavenschnaps Tequila wird ausschließlich in der Umgebung der Stadt Tequila im mexikanischen Bundesstaat Jalisco hergestellt. 2006 hat die UNESCO die Region zum Weltkulturerbe ernannt. Immer wieder richteten Erdbeben in Guatemala schwere Schäden an. Das bisher schwerste legte 1773 eine ganze Stadt in Trümmer: Antigua Guatemala, von 1543 bis 1773 die Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika. Die Bewohner flohen und gründeten eine neue Stadt: Guatemala-Stadt, die heutige Hauptstadt Guatemalas. Antigua Guatemala ist heute UNESCO-Weltkulturerbe und eines der Traumziele des internationalen Tourismus. Die Stadt Copán im heutigen Staat Honduras war eine der wichtigsten Maya-Städte, was die Vielzahl der Skulpturen, Altäre und Stelen belegt. Auf einer riesigen Treppe wurde in unzähligen Glyphen die Geschichte Copáns verewigt. Es ist die größte zusammenhängende Maya-Inschrift, die man bisher gefunden hat. Die Ruinenstätte wurde ebenso zum Weltkulturerbe erklärt wie die Ruinen von Alt-Panama, genannt Panama la Vieja. Der Rideau-Kanal im Südosten Kanadas ist von wilder, natürlicher Schönheit, obwohl er ein von Menschen geschaffener Wasserweg ist. Der Kanal ist nicht nur die bedeutendste und längste künstliche Wasserstraße Nordamerikas, sondern auch eine technische Meisterleistung des frühen 19. Jahrhunderts.
Das vierte Kapitel führt zu UNESCO-Welterbestätten in Nord- und Mittelamerika.
(ARD/SWR/3sat)


10:15
Stereo-Ton16:9 Format

Rund um die Karibik

Kolumbien/Dominikanische Republik/Niederländische

Antillen/Venezuela

Ganzen Text anzeigen
Die kolumbianische Hafenstadt Cartagena war der ideale Ort für die spanischen Eroberer. Fast der ganze Handel mit den von den Spaniern unterworfenen Kolonien verlief über Cartagena. Als ein herausragendes Beispiel der spanischen Militärarchitektur des 16. und 17. ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Die kolumbianische Hafenstadt Cartagena war der ideale Ort für die spanischen Eroberer. Fast der ganze Handel mit den von den Spaniern unterworfenen Kolonien verlief über Cartagena. Als ein herausragendes Beispiel der spanischen Militärarchitektur des 16. und 17. Jahrhunderts wurde sie zum UNESCO-Welterbe erklärt. Santiago de Cuba, die zweitgrößte Stadt Kubas, ist eine bedeutende Industrie- und Hafenstadt, die sich voller Stolz "Wiege der Revolution" nennt. Zum Weltkulturerbe ernannte die UNESCO die dortige Festung "El Morro", wie das Castillo San Pedro de la Roca genannt wird. Santo Domingo, Hauptstadt der Dominikanischen Republik, ist das beste Beispiel für eine spanische Stadt in der Neuen Welt. Geprägt von der Kolonialzeit, hat sich Santo Domingo neben seiner Königsresidenz, Gotteshäusern, Klöstern und Plätzen auch seine Befestigungsanlage und die ersten Verwaltungsgebäude erhalten. Mitten im Betondschungel von Caracas liegt die Zentrale Universität von Venezuela wie eine Insel der Ruhe und der Schönheit: 87 Bauten, eine Stadt in der Stadt. Damit schuf der Venezolaner Carlos Raul Villanueva in den 1940er bis 1960er Jahren ein stadtplanerisches und architektonisches Meisterwerk.
Das fünfte Kapitel des Thementags führt in die Karibik.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
11:30
Stereo-Ton16:9 Format

Am Atlantik: Wasser, Wind und Vögel

Portugal/Senegal/Irland

Ganzen Text anzeigen
Im 15. Jahrhundert entdeckten Seeleute die Insel Terceira, die zu den Azoren gehört. Der portugiesische Ort Angra do Heroismo hatte dort über 300 Jahre eine Schlüsselrolle als Knotenpunkt zwischen den drei Kontinenten Afrika, Europa und Amerika. Weiter, in Richtung ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Im 15. Jahrhundert entdeckten Seeleute die Insel Terceira, die zu den Azoren gehört. Der portugiesische Ort Angra do Heroismo hatte dort über 300 Jahre eine Schlüsselrolle als Knotenpunkt zwischen den drei Kontinenten Afrika, Europa und Amerika. Weiter, in Richtung Senegal, gleiten Pelikane in einer langen Kette dicht über der Wasseroberfläche dahin. Ihr Ziel ist eine kleine Insel inmitten der Wasserwildnis des Djoudj Vogelparks im Delta des Senegalflusses. Über 5.000 Pelikanpaare bilden dort im Winter eine der größten Vogelkolonien Afrikas - ein Naturspektakel, das seinesgleichen sucht. An jeder Flussbiegung halten Störche und Reiher nach Beute Ausschau. Die kleinen Flussarme münden in große Lagunen, an denen sich Millionen Wintergäste versammeln. Für die Sing- und Wasservögel aus Europa und den Weiten Sibiriens ist der Djoudj Park überlebenswichtig. So ist es nicht verwunderlich, dass der Park erst unter Schutz gestellt und dann von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Von den unzähligen Inselklöstern in Irland ist das Kloster auf Skellig Michael sicher das Außergewöhnlichste. Es ist eher eine Mönchssiedlung und veranschaulicht, wie spartanisch die frühchristlichen Mönche vom 7. bis ins 12. Jahrhundert gelebt haben. Sie waren Iroschotten und als Wandermönche bekannt. Rund zwölf Kilometer vor der Küste der Iveragh-Halbinsel im Südwesten Irlands, auf einer von zwei pyramidenförmigen Felseninseln, haben sich die Mönche angesiedelt. Treppen mit rund 700 in den Fels gebauten Steinstufen führen zu den sechs bienenkorbartigen Mönchszellen, den zwei Gebetshäusern mit Hochkreuzen und einem kleinen Friedhof.
Das sechste Kapitel des Thementags führt auf die Azoren, nach Senegal und nach Irland.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
12:15
Stereo-Ton16:9 Format

Der Westen Afrikas

Elfenbeinküste/Mali/Ghana/Benin/Togo

Ganzen Text anzeigen
Der im Südwesten der Elfenbeinküste gelegene Nationalpark Tai besteht überwiegend aus dichtem Regenwald, der eine Fläche von mehr als 300.000 Hektar bedeckt. Die tropischen Regenwaldgebiete sind die letzten Reste einer einstmals bewaldeten Fläche, die vor Ankunft der ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Der im Südwesten der Elfenbeinküste gelegene Nationalpark Tai besteht überwiegend aus dichtem Regenwald, der eine Fläche von mehr als 300.000 Hektar bedeckt. Die tropischen Regenwaldgebiete sind die letzten Reste einer einstmals bewaldeten Fläche, die vor Ankunft der Europäer den überwiegenden Teil Westafrikas überzogen hatte. Zwei Jahre lebte der deutsche Afrikaforscher Heinrich Barth in der Stadt Timbuktu in Mali, beschrieb die Menschen, die ihre Häuser und Moscheen aus Lehm schufen. Die Lehm-Moscheen bestimmen immer noch das Stadtbild und sind der Grund dafür, dass Timbuktu inzwischen zum UNESCO-Welterbe zählt. Im Waldgürtel Westafrikas im heutigen Ghana blühte im 18. Jahrhundert das Reich der Ashanti. Sie waren berühmt für ihr Gold, ihr Staatswesen und vor allem für ihre Kriegskunst. Ihre traditionellen grasbedeckten und reliefverzierten Lehmbauten, darunter beeindruckende Paläste, wurden fast alle in den Kolonialkriegen zerstört. Nur zehn Tempel sind geblieben. Die UNESCO hat sie zum Weltkulturerbe ernannt. Millionen von Sklaven wurden meist von der afrikanischen Westküste, noch heute Sklavenküste genannt, nach Nord-, Mittel- und Südamerika verschleppt - nicht nur ein gutes Geschäft für die Sklavenhändler, sondern auch für die afrikanischen "Exporteure", darunter die Könige von Abomey. Die Kolonisierung durch Frankreich beendete schließlich die Herrschaft dieser Dynastie. Heute zeugen nur noch die Ruinen ihrer Paläste aus Lehm vom Prunk jener Könige und von ihrer Grausamkeit beim Umgang mit den Sklaven.
Der siebte Teil des Thementags stellt Welterbestätten im Westen Afrikas vor.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
13:30
Stereo-Ton16:9 Format

Träume großer Architekten

Spanien/Frankreich/Belgien

Ganzen Text anzeigen
Er gilt als einer der schönsten Konzertsäle der Welt: der "Palau de la Musica Catalana" in Barcelona, 1908 mit einem Konzert eingeweiht, das Richard Strauss dirigierte. Der Palau de la Musica Catalana, von Lluis Domenech i Montaner entworfen, ist ein herausragendes ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Er gilt als einer der schönsten Konzertsäle der Welt: der "Palau de la Musica Catalana" in Barcelona, 1908 mit einem Konzert eingeweiht, das Richard Strauss dirigierte. Der Palau de la Musica Catalana, von Lluis Domenech i Montaner entworfen, ist ein herausragendes Beispiel des "Modernisme", des spanischen Jugendstils. Barcelona war die Hochburg dieser Bewegung, die auch ein Beispiel der kulturellen Eigenart der Katalanen war. 600.000 Besucher steigen heute jährlich vom offenen Vestibül über die breiten marmornen Stufen des Treppenhauses empor, um sich von dem Reichtum des weitgeschwungenen Konzertsaals bezaubern zu lassen. Auch in Paris haben sich zahlreiche renommierte Jugendstil-Architekten, darunter Hector Guimard, der viele Eingänge von Metro-Stationen entwarf, im Stadtbild verewigt. In Brüssel setzte sich der Jugendstilarchitekt Victor Horta Ende des 19. Jahrhunderts mit der Neuartigkeit seiner Wohnhäuser ein Denkmal, die ihn weit über Belgien hinaus berühmt machten. Das 1893 entworfene Maison Tassel machte den damals 32-Jährigen Architekten fast über Nacht international bekannt. Von außen betrachtet unterscheidet sich das Gebäude kaum von den Nachbarhäusern, das Revolutionäre seines Baustils wird erst im Inneren offenbar, denn es gelang dem Architekten, die schmalen Brüsseler Stadthäuser in weiträumige und zugleich märchenhaft dekorative Räume zu verwandeln.
Der achte Teil des Thementags präsentiert Stein gewordene Träume großer europäischer Jugendstil-Architekten.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
14:15
Stereo-Ton16:9 Format

Down Under

Neuseeland/Australien/Indonesien

Ganzen Text anzeigen
Für den Tuwharetoa Stamm ist das Tongariro-Massiv in Neuseeland die Quelle ihrer Macht. Dort ruhen ihre Vorfahren, und der Berg legitimiert für sie ihren Anspruch auf dieses Land. Um zu verhindern, dass es in fremde Hände fällt, machte Häuptling Tukino Te Heuheu den ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Für den Tuwharetoa Stamm ist das Tongariro-Massiv in Neuseeland die Quelle ihrer Macht. Dort ruhen ihre Vorfahren, und der Berg legitimiert für sie ihren Anspruch auf dieses Land. Um zu verhindern, dass es in fremde Hände fällt, machte Häuptling Tukino Te Heuheu den Berg 1887 zum Geschenk an die Regierung von Neuseeland, mit der Maßgabe ihn für alle Menschen zu schützen. 1871 erhielt Uluru in Australien von dem europäischen Entdecker William Gosse den Namen "Ayers Rock". Der rote Sandsteinmonolith ragt 348 Meter aus dem Australischen Outback hervor. Doch dies ist nur die Spitze, der Rest, bis zu 6.000 Meter tief, liegt unter der Oberfläche. Der Umfang von Uluru beträgt insgesamt über neun Kilometer. Allein sein immenses Ausmaß macht diesen Monolith zu einer geologischen Sehenswürdigkeit. Er hat aber auch einen ökologischen Nutzen: Auf seiner zerklüfteten Oberfläche befinden sich zahlreiche Wasserlöcher, von denen einige so tief sind, dass sie nie austrocknen. Der wenige Regen, der in dieser trockenen Wüstengegend fällt, sammelt sich auf dem riesigen Plateau und speist um den Fels herum einen fruchtbaren Gürtel in der sonst kargen Landschaft. Seit Jahrtausenden ist Uluru deshalb eine Quelle von Wasser und Nahrung für Mensch und Tier. Darüber hinaus ist er auch ein heiliger Ort der Anangu, der Ureinwohner Australiens. Auf Borobodur, einer Tempelanlage auf der indonesischen Insel Java, ist Buddha allgegenwärtig. Die Statuen, die ihn darstellen, sind kaum zu zählen. Der Ort zieht nicht nur Pilger an, die dort Erleuchtung suchen, sondern auch zahlreiche Touristen. Den Gelehrten aber gibt Borobodur Rätsel auf: Es scheint etwas Magisches über diesem Ort zu liegen, denn trotz des nicht abreißenden Touristen-Stroms vermittelt Borobodur ein Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit.
Die neunte Etappe der Reise führt zu Welterbestätten in Neuseeland, Australien und Indonesien.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
15:00
Stereo-Ton16:9 Format

Afrikas Süden

Südafrika/Namibia/Madagaskar/Botswana/Simbabwe

Ganzen Text anzeigen
Nelson Mandelas Widerstandkraft wurde auch von 27 Haftjahren auf der kargen Insel Robben Island nicht gebrochen. Heute ist die ehemalige südafrikanische Gefangeneninsel eine Touristenattraktion, die stündlich vom knapp zwölf Kilometer entfernten Kapstadt aus angefahren ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Nelson Mandelas Widerstandkraft wurde auch von 27 Haftjahren auf der kargen Insel Robben Island nicht gebrochen. Heute ist die ehemalige südafrikanische Gefangeneninsel eine Touristenattraktion, die stündlich vom knapp zwölf Kilometer entfernten Kapstadt aus angefahren wird. Twyfelfontein, die größte Sammlung von Felsgravuren in Afrika, lockt viele Besucher in die ansonsten menschenleere Gegend im Nordwesten Namibias. 2.500 Felsgravuren hat man dort zu Anfang des 20. Jahrhunderts in einem abgelegenen Tal, 800 Kilometer von Windhoek entfernt, gefunden, die ältesten sind 5.000 Jahre alt. Twyfelfontein ist eine archäologische Sensation und wurde als erster "Schatz" in Namibia in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Das Naturreservat der "Tsingys" auf Madagaskar stellt der Besiedelung durch den Menschen bis heute eine natürliche Barriere entgegen: bizarre, nadelförmige Felsformationen. Wind- und Regenerosion haben aus dem ehemaligen Karstgestein zahllose bis zu 30 Meter hohe Felsspitzen geformt. Vier Hügel dominieren eine riesige Ebene am nordwestlichen Rand der Kalahariwüste in Botswana. Fast wie eine verwitterte Pyramide überragt der mit 400 Metern höchste Felsgipfel Tsodilo - der Fels, der flüstert - seine Umgebung. Auf und um den Tsodilo herum gibt es über 4.000 Felszeichnungen, die 2001 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Auf diesen zum Teil über 20.000 Jahre alten Zeichnungen stehen vor allem Tiere im Mittelpunkt. Als sich David Livingstone am 16. November 1855 zum ersten Mal dem Naturschauspiel der Victoria-Fälle näherte, schrieb er in sein Tagebuch: "Vom Winde gebogen und sich anscheinend mit den Wolken vermischend, leibhaftiger Rauch!".
Die zehnte Etappe führt zu UNESCO-Welterbestätten im Süden Afrikas.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
16:15
Stereo-Ton16:9 Format

Welterbe in Südamerika

Uruguay/Chile/Brasilien/Argentinien/Bolivien/Peru

Ganzen Text anzeigen
Colonia del Sacramento, einst von Portugiesen gegründet, ist die älteste europäische Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Uruguay. Die Osterinsel, die politisch zu Chile gehört, ist das einsamste Eiland der Welt, tausende Kilometer vom nächsten Ort entfernt. Um das ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Colonia del Sacramento, einst von Portugiesen gegründet, ist die älteste europäische Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Uruguay. Die Osterinsel, die politisch zu Chile gehört, ist das einsamste Eiland der Welt, tausende Kilometer vom nächsten Ort entfernt. Um das Jahr 1000 wurde dort der erste monumentale Steinkopf aufgestellt. Auf einer Breite fast dreimal so groß wie die Niagarafälle stürzen die Wassermassen des Iguazú-Wasserfalls an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien in die Tiefe. Zu beiden Seiten des Flusses erstreckt sich ein Naturpark. Dort hält sich bis heute eines der vielfältigsten Ökosysteme der Erde, denn die gewaltige Sprühnebelwolke der Wasserfälle versorgt die gesamte Umgebung mit notwendigem Nass. Wohl keine andere spanische Kolonialstadt Südamerikas ist so authentisch erhalten wie Sucre in Bolivien. Sucre bezaubert den Besucher sofort durch seine Atmosphäre heiterer Gelassenheit. Dazu tragen besonders die rund 13.000 Studenten aus aller Herren Länder bei. Sie sind heute die wichtigste Erwerbsquelle der "Weißen Stadt" in den Anden. Nur ein schmaler Pfad führt auf den Gebirgsstock Huayna Picchu, auf dem einst die Inka eine Stadt angelegt haben, in der wahrscheinlich nahezu 4.000 Menschen lebten. Die drei unterschiedlichen Bereiche der Anlage bilden auch heute noch eine harmonische Einheit, die viel über die Lebensformen der Inka erzählt. Erst 1911 wurde die Stadt von dem Amerikaner Hiram Bingham entdeckt, heute zählt sie zum UNESCO-Welterbe.
Die elfte Etappe des Thementags führt nach Südamerika.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
17:30
Stereo-Ton16:9 Format

Rund um den Äquator

Seychellen/Tansania/Ecuador/Malaysia/Sri Lanka

Ganzen Text anzeigen
Bis vor 40 Jahren war der urzeitlich anmutende Palmenwald in einem abgelegenen Hochtal der Seychellen-Insel Praslin noch völlig unberührt. Heute kommen Menschen aus aller Welt auf die Insel, um die seltene Seychellen-Palme zu bewundern. Ihre Besonderheit ist der bis zu ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Bis vor 40 Jahren war der urzeitlich anmutende Palmenwald in einem abgelegenen Hochtal der Seychellen-Insel Praslin noch völlig unberührt. Heute kommen Menschen aus aller Welt auf die Insel, um die seltene Seychellen-Palme zu bewundern. Ihre Besonderheit ist der bis zu 20 Kilo schwere Samen "Coco de Mer". Der größte Samen der Welt. Heute findet man die Fächerpalmen, die bis zu 800 Jahre alt werden können, nur noch auf Praslin und der kleinen Nachbarinsel Curieuse. Ihr Bestand wird auf 400 Exemplare geschätzt. Die Serengeti im Norden Tansanias besticht mit weiten Ebenen, Savannen, Salzseen und Akazienwäldern - ein einmaliges Naturschauspiel im Wechsel von Trockenzeit und Regenzeit. Lamu ist eine Insel im indischen Ozean vor der ostafrikanischen Küste. Die Altstadt von Lamu ist einer der wenigen Orte, an denen sich die über 1.000-jährige Swahilikultur und ihre Bauwerke erhalten haben. Die Stadt mit ihrer fast ebenso langen Geschichte hat heute etwa 30.000 Einwohner. Melaka, eine Küstenstadt im gleichnamigen Bundesstaat im Westteil Malaysias, zählt heute ungefähr 370.000 Einwohner. Ursprünglich wurde Malakka von den Chinesen als Sammel- und Umschlagplatz für Gewürze von den Molukken gegründet. Auf der Felsenfestung von Sigiriya auf Sri Lanka sind neben den Ruinen eines Palastes, von Zisternen, Pools auch Reste von erotischen Fresken, Felsenhöhlen und Wassergärten zu bestaunen. Sie wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Der zwölfte Teil der Weltreise führt rund um den Äquator.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
19:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

heute

anschl. 3sat-Wetter


Aktuelle, informative Beiträge und Live-Schaltgespräche zu den Topthemen des Tages aus Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft und Sport liefert die ZDF-Nachrichtensendung.


Seitenanfang
19:10
Stereo-Ton16:9 Format

Länder der Morgenröte

Japan/Südkorea/Nordkorea

Ganzen Text anzeigen
Schintoismus und Zen-Buddhismus, die beiden großen Religionen Japans, treffen auf der Insel Itsukushima zusammen. Der Schinto-Schrein von Itsukushima, auf Pfählen in den Uferschlamm gebaut, ist mit seinem großen roten Tor, das im Wasser weit vor der Insel steht, eine ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Schintoismus und Zen-Buddhismus, die beiden großen Religionen Japans, treffen auf der Insel Itsukushima zusammen. Der Schinto-Schrein von Itsukushima, auf Pfählen in den Uferschlamm gebaut, ist mit seinem großen roten Tor, das im Wasser weit vor der Insel steht, eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Japans. In alter Zeit durfte Itsukushima nicht betreten werden, denn die Insel gehörte den Göttern oder war selbst göttlich. So glaubten es die Anhänger des Schinto, der alten Ahnen- und Naturreligion. Im Norden von Südkorea gibt es drei große Königspaläste und den Ahnenschrein Chongmyo. Das Heiligtum dient zum Gedenken an verstorbene Mitglieder der Königsfamilie. Die Lebensdaten und Heldentaten der Könige und ihrer Frauen wurden auf Holzplatten notiert, die zwischen der Außenmauer und dem Schrein vergraben sind. Im Schrein selbst finden sich Kopien davon. Die Anlage brannte 1592 nieder und wurde seither immer wieder umgestaltet. Weil die Menschen im antiken Korea an ein Leben nach dem Tode glaubten, bauten sie allen hochrangigen Persönlichkeiten Hügelgräber und schmückten diese mit Wandmalereien aus. Die Fresken erzählen Geschichten über ein Reich, das von 37 vor bis 668 nach der Zeitenwende eines der mächtigsten Ostasiens war. Die Fresken der Koguryo-Grabstätten in Nordkorea vergegenwärtigen die damaligen religiösen Vorstellungen und geben Einblicke in Alltag, Esskultur, Kleidung und Architektur des antiken Koreas. Zu seiner Blütezeit erstreckte sich das Reich Koguryo von der Mandschurei über das heutige Nordkorea und den Norden Südkoreas. Gegründet hat es König Tongmyong, der noch immer als legendärer Urvater verehrt wird. Die kommunistischen Staatsführer Nordkoreas inszenieren sich gern als legitime Nachfolger Koguryos.
Der 13. Teil der Weltreise führt zu bedeutenden Welterbestätten in Japan, Süd- und Nordkorea.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
20:00
Stereo-Ton16:9 FormatVideotext Untertitel

Tagesschau



ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht.
(ARD)


Seitenanfang
20:15
Stereo-Ton16:9 Format

Asiens Osten

Philippinen/China/Vietnam/Laos/Thailand

Ganzen Text anzeigen
Vor rund 2.000 Jahren wurden die berühmten Reisterrassen im Norden der Philippinen angelegt. Ihre Baumeister waren die Ifugao, ein Bauernvolk. Alte, traditionelle Reissorten werden dort noch heute in einer Höhe bis zu 1.600 Metern kultiviert, auf kleinen Parzellen, die ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Vor rund 2.000 Jahren wurden die berühmten Reisterrassen im Norden der Philippinen angelegt. Ihre Baumeister waren die Ifugao, ein Bauernvolk. Alte, traditionelle Reissorten werden dort noch heute in einer Höhe bis zu 1.600 Metern kultiviert, auf kleinen Parzellen, die sich der Landschaft anpassen. Die 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannten Reisterrassen sind jedoch bedroht, denn immer zahlreicher wandern die Ifugao aus den Dörfern ab. Das berühmteste Welterbe in China sind inzwischen die tönernen Soldaten des ersten Kaisers, die seit 2.200 vor Christus sein Grab bewachen. 8.000 Soldaten und Pferde in Lebensgröße aus Ton gefertigt sind seit 1974 anderthalb Kilometer östlich des Grabhügels freigelegt worden. Die Halong-Bucht im Norden Vietnams ist eine bizarre Welt von mehr als 2.000 Inseln. Die Überreste gewaltiger Muschelkalkbänke, die vor 300 Millionen Jahren heranwuchsen, zählen ebenfalls zum Welterbe. Das Herz der Mongolei wird von einem heiligen Fluss durchquert: dem Orchon, der Lebensader der Region. Bereits frühe nomadische Gesellschaften wie die Uiguren bauten inmitten der zentralmongolischen Grassteppe die Stadt Karabalgas, ein frühes Zentrum des Seidenstraßenhandels. 1235 ließ Dschingis Khan im Orchon-Tal die Hauptstadt der Mongolen bauen, eine prachtvolle Palastanlage mit gepflasterten Straßen und luxuriösen Empfangshallen. In Laos, tief in den Bergen am Ufer des Flusses Mekong, liegt Luang Prabang, die Hauptstadt von Lane Xang, die über Jahrhunderte hinweg Sitz der Könige von Laos war. Seit sich Laos öffnet und Luang Prabang zum Weltkulturerbe erklärt wurde, wird mit ausländischer Hilfe restauriert. Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten ist auch die weltweit größte Tempelanlage Sukhothai im Zentrum Thailands wieder frei zugänglich. Es ist ein weitläufiges Gelände aus Tempelruinen und überlebensgroßen Buddhastatuen.
Die 14. Etappe der Weltreise führt in den Osten von Asien.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
21:45
Stereo-Ton16:9 Format

Indischer Subkontinent

Indien/Nepal/Pakistan

Ganzen Text anzeigen
Jahrhundertelang kreuzten sich im Kathmandu-Tal im Herzen Nepals, eingebettet in die fruchtbare Ebene zwischen Tibet und Indien, die Pilger- und Handelswege. So sind dort Buddhismus und Hinduismus eine einzigartige Synthese eingegangen. Tausende von Stupas, Steintempeln ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Jahrhundertelang kreuzten sich im Kathmandu-Tal im Herzen Nepals, eingebettet in die fruchtbare Ebene zwischen Tibet und Indien, die Pilger- und Handelswege. So sind dort Buddhismus und Hinduismus eine einzigartige Synthese eingegangen. Tausende von Stupas, Steintempeln und Pagoden zeugen noch heute von der blühenden Kultur der drei großen Siedlungszentren in dem Tal: Kathmandu, Patan und Bhaktapur. Als Alexander der Große 326 vor Christus Taxila erreicht, erobert er die älteste Siedlung Bhir Mound, die heute, unweit von Pakistans Hauptstadt Islamabad gelegen, nur noch aus unregelmäßigen Mauerfundamenten besteht. Ganz anders die Nachfolgesiedlung Sirkap, die mit ihren geraden Straßenachsen, ihrem rasterhaften Aufbau eindrucksvoll von der damaligen Modernität erzählt. Im Gebiet um Taxila erreicht die Verschmelzung griechischer und indischer Einflüsse ihren Höhepunkt. Nach zehn Jahren Bauzeit wurde 1888 der Bahnhof Chhatrapati Shivaji Terminus im Zentrum Bombays eingeweiht. Er symbolisierte den Machtanspruch der Briten in Indien und die Erschließung des indischen Subkontinents. Monumental in seinen Ausmaßen, reich verziert und im Detail verspielt, verband das Gebäude den neugotischen Stil der viktorianischen Zeit mit Elementen indischer Baukunst. Vor allem aber war die Architektur funktional, ausgerichtet auf die Erfordernisse eines Großstadtbahnhofs. Über 1.100 Züge fahren dort täglich ein und aus, und drei Millionen Passagiere werden dort tagtäglich abgefertigt.
Der 15. Reiseabschnitt führt auf den indischen Subkontinent.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
22:30
Stereo-Ton16:9 Format

An der Seidenstraße

Turkestan/Kasachstan/Usbekistan/Turkmenistan

Ganzen Text anzeigen
Am Rand der riesigen Steppe Kasachstans steht eine prächtige Grabmoschee. Dort liegt ein Mann begraben, der den Kasachen heilig ist: Khoja Ahmed Yasawi (1103 - 1165), ein asketischer Poet, Mystiker und Religionsstifter, der einst den nomadischen Steppenvölkern den Islam ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Am Rand der riesigen Steppe Kasachstans steht eine prächtige Grabmoschee. Dort liegt ein Mann begraben, der den Kasachen heilig ist: Khoja Ahmed Yasawi (1103 - 1165), ein asketischer Poet, Mystiker und Religionsstifter, der einst den nomadischen Steppenvölkern den Islam näher brachte. Er lebte und lehrte in der Stadt Yasi an der einstigen Seidenstraße im heutigen Turkestan. Ihm hat im 14. Jahrhundert Weltenherrscher Timur ein Mausoleum bauen lassen, das die Bezeichnung monumental wahrlich verdient. In 40 Metern Höhe thront eine mächtige blaue Kuppel. Die Oasenstadt Buchara im heutigen Usbekistan war einst legendär reich und ein wichtiger Knotenpunkt an der Seidenstraße, außerdem war sie das Zentrum des Islams in Zentralasien. Die Altstadt Bucharas ist bis heute intakt geblieben, und das Leben nimmt in den Gassen zwischen den Lehmhäusern seinen gemächlichen Gang. Trotz einer langen sowjetischen Herrschaft ist Buchara eine orientalische Stadt geblieben, die vom Islam geprägt ist. Inmitten der Wüste Karakum in Turkmenistan speist der Fluss Murghab eine große Oase. Dort entstand im 6. Jahrhundert vor Christus eine reiche Stadt, die im Mittelalter viele hunderttausend Einwohner zählte: Merv, ganz aus Lehm erbaut. Reste der dem extremen Klima angepassten Architektur sind bis heute erhalten: die massiven Stadtmauern, Palastbauten, Bibliotheken, Wasserspeicher und Mausoleen, die noch heute von Pilgern besucht werden. Die Ruinen von Merv bedecken eine Fläche von mehr als acht Quadratkilometern und bestehen aus mehreren, im Laufe der Jahrhunderte nebeneinander erbauten Städten.
Die 16. Etappe der Weltreise führt an die Seidenstraße.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
23:15
Stereo-Ton16:9 Format

Von der Vielfalt des Orient

Oman/Iran/Bahrain

Ganzen Text anzeigen
Seit 4.000 Jahren wird im Sultanat Oman auf der Arabischen Halbinsel das Wasser konsequent gesammelt, gemessen und nach sozialen Regeln verteilt.Tausende Kanäle durchziehen das Land, viele mehr als zehn Kilometer lang. Überirdisch, durch Tunnel und über Viadukte ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Seit 4.000 Jahren wird im Sultanat Oman auf der Arabischen Halbinsel das Wasser konsequent gesammelt, gemessen und nach sozialen Regeln verteilt.Tausende Kanäle durchziehen das Land, viele mehr als zehn Kilometer lang. Überirdisch, durch Tunnel und über Viadukte geleitet, mit Verteilerarmen im Fingersystem, ohne hydraulisches Hilfswerk, nur von Gefällen geleitet - eine geniale Ingenieursleistung. Die sogenannten Aflaaj bilden eines der raffiniertesten Bewässerungssysteme der Erde. Das trockene Wüstenland Oman hätte ohne seine Wasserkanäle keine Überlebenschance. Nach den Paradiesvorstellungen des Korans wollte Schah Abbas Ende des 16. Jahrhunderts Isfahan im Iran zu einer modernen Stadt umbauen. Isfahan wurde zu einem wichtigen Handelszentrum, in dem Religiosität und Kommerz die tragenden Säulen waren. Die Verbindung von Geistigem und Weltlichen, von Glauben und Architektur wird besonders auf dem Königsplatz Meidan-e Schah deutlich, auf dem sich Moschee und Basar gegenüber stehen. Mit 500 Metern Länge ist er einer der größten Plätze der Welt. Eine sagenhafte Insel, gleichermaßen begehrt von Eroberern, Seeräubern und Königen, ist Bahrain im Persischen Golf. Mehr als 4.000 Jahre reicht die Siedlungsgeschichte des geografisch, strategisch und kulturell zentral gelegenen Eilandes zurück. 160.000 Hügelgräber sind die unübersehbaren Zeugen seiner langen Geschichte und machen Bahrain bis heute zur größten Nekropole der Erde. Über allem thront die Festung Qal'at al-Bahrain, die 2005 in die Liste des Welterbes aufgenommen wurde.
Die 17. Etappe der Weltreise stellt Welterbestätten im Orient vor.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
0:00
Stereo-Ton16:9 Format

Im Kaukasus

Aserbaidschan/Georgien/Armenien

Ganzen Text anzeigen
Baku, die Zweimillionenstadt am Ufer des Kaspisches Meeres, ist ein Schmelztiegel der Kulturen, eine geschichtsträchtige Ansiedlung auf der Schwelle zwischen Orient und Europa. Minarette und die Palastanlagen eines persischen Herrschergeschlechts gehören ebenso zum ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Baku, die Zweimillionenstadt am Ufer des Kaspisches Meeres, ist ein Schmelztiegel der Kulturen, eine geschichtsträchtige Ansiedlung auf der Schwelle zwischen Orient und Europa. Minarette und die Palastanlagen eines persischen Herrschergeschlechts gehören ebenso zum Stadtbild wie die prächtigen neogotischen Paläste der Ölbarone und die Förderanlagen an Land und auf dem Meer. Schon seit Jahrhunderten wird die Region um Baku in Aserbaidschan von den gewaltigen Öl- und Gasvorkommen geprägt. Mtskheta, die alte Hauptstadt Georgiens, gilt als heiligster und geschichtsträchtigster Ort des Landes. Dort entstanden die ersten Kirchen, und von dort aus begann im 4. Jahrhundert die Christianisierung. In der Ortsmitte liegt die über 1.000 Jahre alte Sweti-Zchoweli-Kathedrale, bis heute Sitz des georgischen Patriarchen. Von der Dschwari-Kirche, der ältesten Kreuzkuppelkirche Georgiens, erschließt sich eine unglaubliche Aussicht auf die Stadt und die zerklüfteten Gebirgszüge des Kaukasus am Horizont. Armenien ist eine der ältesten Kulturregionen der Welt, deren Wurzeln bis in die Antike reichen. Verfolgung, Zerstörungen, Ermordung bis zum Genozid durch die Türkei zu Beginn des 20. Jahrhunderts kennzeichnen die Geschichte des armenischen Volkes. Armenien gilt als erstes Land, in dem das Christentum Staatsreligion wurde und der Glaube ist Dreh- und Angelpunkt der Menschen. Der äußere Ausdruck dafür sind Kirchen und Klöster, die ab dem 10. Jahrhundert nicht allein zum religiösen sondern auch zu geistigen, kulturellen und teilweise auch zu politischen Schaltstellen wurden. Die Klöster Haghpat und Sanahin, beide nach 960 von der Königin Chosrowanusch gegründet, gehören zu den wichtigsten Bauwerken Armeniens.
Die 18. Etappe der Reise führt in den Kaukasus.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
0:45
Stereo-Ton16:9 Format

Von Sanaa nach Tel Aviv

Jemen/Äthiopien/Syrien/Libanon/Israel

Ganzen Text anzeigen
Die Altstadt von Sanaa im Jemen prägen 6.000 reich verzierte Hochhäuser, 140 Moscheen, enge, verwinkelte Gassen voller Leben und ein Marktviertel, in dem das Handwerk noch blüht. Die ersten Aufzeichnungen, in denen die Stadt Aksum in Äthiopien erwähnt wird, sind etwa ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Die Altstadt von Sanaa im Jemen prägen 6.000 reich verzierte Hochhäuser, 140 Moscheen, enge, verwinkelte Gassen voller Leben und ein Marktviertel, in dem das Handwerk noch blüht. Die ersten Aufzeichnungen, in denen die Stadt Aksum in Äthiopien erwähnt wird, sind etwa 4.700 Jahre alt. In den Hieroglyphen ist von Weihrauch, Myrrhe und Elfenbein zu lesen. Es muss, ganz anders als heute, ein wasserreicher, fruchtbarer Ort gewesen sein. Einwanderer aus dem südarabischen Raum gründeten den Ort an der Kreuzung wichtiger Handelswege zwischen Indien, Afrika und dem Mittelmeer. Heute ist Aksum vor allem wegen seiner bis zu 30 Meter hohen Stelen berühmt. Sie sind jeweils aus einem einzigen Stück Granit gehauen und haben einst wohl Gräber gekrönt. Wie die zum Teil 500 Tonnen schweren Rohlinge über viele Kilometer transportiert wurden, ist immer noch rätselhaft. Wenn die Karawanen in das Stadtgebiet von Damaskus, der heutigen Hauptstadt Syriens, einzogen, wurden sie von üppigem Grün, sprudelnden Wasserfontänen und kühlender Architektur empfangen. In einer der größten und fruchtbarsten Oasen Vorderasiens liegt die Metropole am Fuß des Berges Qassyun. Byblos, zwischen den über 3.000 Meter hohen Bergen des Libanongebirges gelegen, bot mit seinen fruchtbaren Hängen und der nahen Küste schon immer ideale Lebensbedingungen. Seit über 7.000 Jahren ist Byblos ununterbrochen besiedelt und zählt damit wie Damaskus zu den ältesten Städten der Welt. Das Vorkommen der Papyrusstaude und die regen Handelsaktivitäten führten zur Erfindung des ersten Alphabets aus 22 Zeichen. Damit wurde Byblos zum Geburtsort der Schrift. Ein paar hundert Kilometer südlich ist die Stadt Tel Aviv in Israel das architektonische Symbol eines mutigen Neubeginns.
Die 19. Etappe der Weltreise führt von Sanaa nach Tel Aviv.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
2:00
Stereo-Ton16:9 Format

Wallfahrtsorte und Pyramiden

Türkei/Zypern/Sudan/Ägypten

Ganzen Text anzeigen
Fast 700 Jahre lang war die zentralanatolische Kleinstadt Safranbolu Drehkreuz für die Handelskarawanen auf der Seidenstraße. Ihre Bewohner - Türken, Griechen und Juden - waren berühmt für ihre Handwerkskunst. Schmiede, Töpfer und Gerber bestimmten über Jahrhunderte ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Fast 700 Jahre lang war die zentralanatolische Kleinstadt Safranbolu Drehkreuz für die Handelskarawanen auf der Seidenstraße. Ihre Bewohner - Türken, Griechen und Juden - waren berühmt für ihre Handwerkskunst. Schmiede, Töpfer und Gerber bestimmten über Jahrhunderte hinweg das Alltagsbild. Zwei Großwesire stifteten Moscheen, sorgten für Infrastruktur, Stadtplanung und mit dem Bau des ersten Uhrenturms im Osmanischen Reich auch für die Einkehr einer neuen Zeitrechnung. Zypern war für die antiken Seefahrer ein wichtiger Anlaufpunkt. Der zyprische Ort Paphos ist seit fast 9.000 Jahren ein Wallfahrtsort. Neben den Ruinen prächtiger öffentlicher und privater Gebäude haben dort vor allem zahlreiche Bodenmosaiken einen großen kulturellen Wert. Ihre Inhalte beziehen sich vornehmlich auf die griechische Sagenwelt. Teilweise sind sie älter als 2.000 Jahre. Als die schwarzen Pharaonen um 750 vor Christus in der antiken Stadt Memphis in Ägypten einzogen, nahmen sie ihre Legitimation von dem kleinen Berg Gebel Barkal, der sich im Sudan befindet. Zahlreiche Bauten spiegeln die Verehrung für den Berg wider. Vom Sand zerfressene Säulenstümpfe lassen riesige Tempel erahnen. Die Ruinen wurden 1916 freigelegt. Im Sudan gibt es heute noch 200 Pyramiden, doppelt so viele wie in Ägypten. Allerdings erheben sich in Ägypten, gegenüber der Millionenstadt Kairo, die berühmtesten Pyramiden der Welt, darunter die Cheops-, Chefren- und Mykerionospyramide, die Grabstätten der gleichnamigen Pharaonen. Als Ägypten um 2.900 vor Christus zu einem Großreich vereinigt wurde, wählten die Pharaonen das im südlichen Nildelta gelegene Memphis als Hauptstadt. Die Epoche der Pyramidenbauten, die im Alten Reich einsetzte, fand ihren Höhepunkt in den großen Pyramiden von Gizeh, heute ein Vorort Kairos.
Die 20. Etappe der Weltreise führt in die Türkei, nach Zypern, in den Sudan und nach Ägypten.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
2:45
Stereo-Ton16:9 Format

Welterbe in Europas Südosten

Rumänien/Bulgarien/Bosnien-Herzegowina/Kroatien/

Montenegro/Slowakische Republik

Ganzen Text anzeigen
Das Kloster Rila in Bulgarien wirkt wie eine mittelalterliche Festung. Es ist das bedeutendste Denkmal der bulgarischen Architektur des 19. Jahrhunderts und zählt wie "Stari Most", die alte Brücke in der bosnischen Stadt Mostar, zu den Schätzen der Welt. Am 9. November ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Das Kloster Rila in Bulgarien wirkt wie eine mittelalterliche Festung. Es ist das bedeutendste Denkmal der bulgarischen Architektur des 19. Jahrhunderts und zählt wie "Stari Most", die alte Brücke in der bosnischen Stadt Mostar, zu den Schätzen der Welt. Am 9. November 1993 brachten Granaten der kroatischen Armee die Brücke zum Einsturz, doch sie wurde wiederaufgebaut. An der Küste Dalmatiens in Kroatien wurde im 7. Jahrhundert Dubrovnik gegründet. Heute sind noch viele romanische, gotische und Renaissance-Kirchen, Plätze und Brunnen erhalten. Zwar hat der Balkankrieg 1991 schwere Spuren der Zerstörung hinterlassen, doch nun wird die Stadt unter der Koordination der UNESCO wieder restauriert. Die Landschaft des Durmitor-Massivs im Norden der Republik Montenegro prägen Gipfel, Hochalmen und Urwälder. In dieser Gegend hat sich bis zu 1.300 Meter tief der Tara-Canyon in die Berglandwelt eingegraben. Entstanden ist die längste und tiefste Schlucht Europas. Zwischen Niederer und Hoher Tatra liegt das Dorf Vlkolinec in der östlichen Slowakei. Dort findet sich ein geschlossenes Ensemble aus rund 50 Bauten, die ganz aus Holz geschnitzt wurden. Die historische Ruinenstadt Butrint liegt an der Straße von Korfu im Süden Albaniens. Vor rund 1.000 Jahren war die Stadt für ihre mineralhaltigen Quellen bekannt, ein Kur- und Festspielort der Antike. Der Ohrid-See in Mazedonien ist einer der ältesten und tiefsten Seen Europas mit Pflanzen- und Tierarten, die es nur dort gibt. An seinen Ufern zeugen byzantinische Bauwerke und archäologische Kostbarkeiten von mehr als 2.000 Jahren Menschheitsgeschichte. In der griechischen Stadt Olympia kann man Siegerstatuen, Säulenstümpfe und Tempelreste bewundern. Sie sind Zeugnisse von sportlichen Wettkämpfen, die 1.000 Jahre lang auf der Halbinsel Peloponnes abgehalten wurden.
Der 21. Teil der Weltreise stellt das Welterbe in Europas Südosten vor.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
4:30
Stereo-Ton16:9 Format

Zwischen Alpen und Adria

Schweiz/Italien/San Marino/Österreich/Ungarn

Ganzen Text anzeigen
Die Berninabahn, ein grenzübergreifendes UNESCO-Welterbe, verbindet St. Moritz in der Schweiz mit der italienischen Stadt Tirano. Sie gilt als höchste und mit bis zu sieben Prozent Gefälle auch als eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt. Mit einer Geschichte, die ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Die Berninabahn, ein grenzübergreifendes UNESCO-Welterbe, verbindet St. Moritz in der Schweiz mit der italienischen Stadt Tirano. Sie gilt als höchste und mit bis zu sieben Prozent Gefälle auch als eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt. Mit einer Geschichte, die bis auf das Jahr 301 zurückgeht, ist San Marino die älteste Republik der Welt. Die gleichnamige Hauptstadt des Landes liegt auf dem höchsten Berg, dem Monte Titano. 2008 wurden die Stadt und der Berg zum UNESCO-Welterbe erklärt. Der Neusiedlersee ist der drittgrößte See in Mitteleuropa. Geologisch verläuft dort die Grenze nach Osteuropa. Nur anderthalb Meter ist der Steppensee im Durchschnitt tief. Der Wasserstand wird vor allem durch Regen und Schnee bestimmt. So eigentümlich der See selbst, so einmalig ist auch sein Umland. Zu den Besonderheiten gehören die Lacken im Seewinkel, kleine Weiher und Tümpel, die nicht mit dem eigentlichen See verbunden sind. Ein Paradies für Tiere, das seit 1992 als Naturpark in großen Teilen sich selbst überlassen bleibt.
Der 22. Teil der Weltreise führt unter anderem in die Schweiz, nach San Marino und Ungarn.
(ARD/SWR/3sat)


Seitenanfang
5:15
Stereo-Ton16:9 Format

Wüstenträume

Niger/Libyen/Tunesien

Ganzen Text anzeigen
Gleich zwei Landschaften in der südlichen Sahara wurden von der UNESCO zum Welterbe erklärt: das Aïr Gebirge und gleich daneben die Ténéré Wüste mit ihren ockerfarbenen Dünen, Wadis und Tälern mit spärlicher Vegetation, in denen die letzten Wüstenbewohner als ...
(ARD/SWR/3sat)

Text zuklappen
Gleich zwei Landschaften in der südlichen Sahara wurden von der UNESCO zum Welterbe erklärt: das Aïr Gebirge und gleich daneben die Ténéré Wüste mit ihren ockerfarbenen Dünen, Wadis und Tälern mit spärlicher Vegetation, in denen die letzten Wüstenbewohner als Nomaden zu überleben versuchen. Die legendäre Oase Ghadames in der libyschen Sahara liegt an der Grenze zu Algerien und Tunesien. Längst ist die Blütezeit der Stadt vergangen, als sich dort fünf Karawanenwege kreuzten und reiche Großhändler die Fäden des Saharahandels spannen. Heute leben die Menschen in der Neustadt, die in den 1970er Jahren von der Regierung aufgebaut wurde. Allerdings pflegen sie noch ihre Wohnungen in der alten Lehmstadt, und die altehrwürdigen Moscheen werden noch regelmäßig aufgesucht. Die labyrinthartig verlaufenden Gassen und Gänge sind von Häusern überbaut, sodass man sich unter der Erde wähnt. Umgürtet wird die Stadt von einem Ring aus Dattelpalmen. In ihrer fast 3.000-jährigen Geschichte gehörte die tunesische Hafenstadt Sousse im Sahel mal den Phöniziern, dann wieder den Römern, Byzantinern, Arabern, Türken und Europäern. Ihr jetziges Gesicht erhielt sie im 9. Jahrhundert, als sie im Auftrag des Herrschers von Bagdad zum Islam bekehrt wurde. Die dazu abgesandte Dynastie der Aghlabiden baute eine prächtige Moschee, eine befestigte Zitadelle und ein imposantes Wehrkloster, in dem sich Rittermönche auf den Märtyrertod vorbereiteten.
Der letzte Teil der Reise führt in die Wüste.
(ARD/SWR/3sat)

Sendeende: 6:00 Uhr